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Weiterhin Verluste - neues Tarifmodell

Spotify: 173 Millionen Dollar Verlust und Preissenkung

Spotify: 173 Millionen Dollar Verlust und Preissenkung

Es gibt gleich zwei brandaktuelle News zum Musik-Steamingdienst Spotify. Zum einen hat das Unternehmen am Montag bekanntgegeben, dass sich das Konzept des Familienpakets ändern werde. Das ist eine direkte Reaktion auf die Kampfansage von Apple Music. Die andere Neuigkeit handelt von den Einnahmen und Ausgaben des Streaming-Anbieters. Die amerikanische Tageszeitung “The Wall Street Journal“ hat vor kurzer Zeit einen Bericht über das Jahr 2015 für das Unternehmen Spotify verfasst. In diesem Report wird beschrieben, dass Spotify 1,95 Milliarden Dollar eingenommen hat, doch mit den Ausgaben für Streamingrechte einen Gesamtverlust von 173 Millionen Dollar zu verzeichnen hat.


Neuer Zugang für sechs Personen bei Familientarif

Zunächst eine kurze Erklärung zu der ersten Nachricht: Seit einigen Monaten ist der Streamingdienst Apple Music im Geschäft und liefert der einstigen alleinigen Nummer Eins Spotify gewaltige Konkurrenz. Mit ihren vergleichsweise günstigen Preisen hat Apple Music eine Kampfansage gemacht; aber es gibt nicht nur Apple und Spotify. Da wäre beispielsweise auch noch Google Play Music, das ebenfalls schnell auf den Einstieg von Apple reagierte. Der Google-Dienst musste zwangsläufig die Preise senken. Spotify blieb jetzt ebenfalls nichts anderes übrig, wenn das Unternehmen keine Kunden verlieren möchte.

Und so reagierte Spotify auf die Konkurrenten: Seit nicht allzu langer Zeit gibt es bei Spotify den sogenannten “Familientarif“. Ein Familienmitglied, das Spotify nutzt, zahlt 10 Euro pro Monat und jedes weitere Mitglied nur 5 Euro. Dies ändert sich jetzt. Eine Familie kann ab jetzt 15 Euro im Monat zahlen, woraufhin ihr sechs weitere Zugänge, die für jedes Familienmitglied frei nutzbar sind, freigeschaltet werden. Daraus folgt, dass eine sechsköpfige Familie statt 30 Euro nur noch 15 Euro zahlen muss. Für Kunden also eine feine Sache.


Amerikanische Quellen decken Verluste auf

Apple Music ist schon jetzt groß im Geschäft, doch trotzdem wächst das schwedische Unternehmen Spotify immer weiter. Die Nutzerzahlen steigen trotz scharfer Konkurrenz Monat für Monat. Kein Wunder, wenn man für den PC einen kostenlosen Dienst mit Werbung zur Verfügung stellt. Laut Angaben der “New York Times“ zahlt nur jeder vierte Kunde für das Streaming. Der Umsatz von Spotify ist um knapp 45 % Prozent auf circa 1,3 Milliarden Dollar gestiegen. 2014 machte Spotify 68 Millionen Dollar Verlust, laut “The Wall Street Journal“ 2015 rund 173 Millionen. Aus Quellen der “New York Times“ fällt sogar die Zahl 196 Millionen.

Spotify meldete sich diesbezüglich zu Wort und teilte mit, man habe in die Umsetzung neuer Produkte und in die internationale Ausweitung investiert. Die Mitarbeiterzahl ist von 958 auf 1354 Personen gestiegen. Gerüchten zufolge gibt es Pläne, in das Business des Video- und Filmstreamings einzusteigen. Zwar machen Anbieter wie Netflix und Maxdome keine Verluste, doch für die ersten Jahre wird Spotify definitiv weiterhin Geld verlieren. Es scheint als wolle Spotify voll in die Zukunft investieren.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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