Die 100 besten Dance-Hymnen der 2000er Jahre.
Hand aufs Herz: Wenn du an die 2000er denkst, hast du sofort diesen ganz bestimmten Sound im Ohr, oder? Es war das Jahrzehnt, in dem die elektronische Musik endgültig die Charts kaperte. Die 90er hatten den Eurodance, aber die 2000er? Die waren vielfältiger, cooler und irgendwie... goldener.
Es war die Ära des "French Touch", in der Daft Punk und Modjo zeigten, dass House-Musik Seele haben kann. Die Zeit, in der Trance riesige Stadien füllte und DJs wie Tiësto zu Superstars wurden, lange bevor der Begriff "EDM" überhaupt erfunden war. Wir tanzten zu Electro-Clash in engen Röhrenjeans, feierten den "Benassi-Bass" wie eine neue Religion und grölten Refrains mit, die eigentlich nur aus "La La La" bestanden.
Diese Songs sind keine gewöhnlichen Tracks. Sie sind Zeitkapseln. Sie beamen dich sofort zurück auf die Tanzfläche deiner Lieblingsdisco, wo der Boden klebte, die Laser blendeten und das Leben für ein paar Stunden perfekt war. Ich habe mich durch hunderte Playlists gewühlt, um die Crème de la Crème herauszufiltern. Hier sind die 100 Tracks, die dieses Jahrzehnt definierten.
Kein besserer Start in dieses Jahrzehnt. Als die Roboter aus Frankreich diesen Song droppten, änderte sich alles. Vorher war Auto-Tune ein verpöntes Werkzeug, um schiefe Töne zu korrigieren. Daft Punk nutzten es als Instrument. Romanthonys Stimme, der euphorische Filter-House-Beat und das Sample, das einem sofort Glückshormone ins Gehirn pumpt - das ist pure Perfektion. Der Song, der House-Musik endgültig in jedes Wohnzimmer der Welt brachte. Ein Meisterwerk, das auch in 100 Jahren nicht alt klingen wird.
"La, la, la, la-la-la-la..." - ich wette, du hast die Melodie jetzt sofort im Kopf. Kylie schaffte mit diesem Song das Unmögliche: einen minimalistischen, kühlen Dance-Track zu machen, der gleichzeitig der größte Pop-Hit des Jahres wurde. Der Beat ist stoisch, fast hypnotisch, und Kylies Stimme schwebt elegant darüber. Der Sound von Stil, Sexappeal und purem Ohrwurm-Terror. Wenn dieser Song im Club läuft, ist die Tanzfläche innerhalb von drei Sekunden voll.
Der Sommer 2000 klang genau so. Modjo lieferten das Paradebeispiel für den "French House"-Sound: Man nehme ein Chic-Sample, packe einen treibenden Beat drunter und singe mit einer Lässigkeit darüber, als würde man gerade mit einem Cocktail am Strand von Nizza liegen. Der Song strahlt eine Wärme aus, die man in der heutigen digitalen Produktion oft vermisst. Akustischer Sonnenschein.
Dann wurde es schmutzig. Benny Benassi nahm eine Säge, verwandelte sie in einen Bass-Synthesizer und erfand quasi im Alleingang den modernen Electro-House. Dieser Song ist primitiv, aggressiv und unglaublich effektiv. "Push me, and then just touch me." Mehr Text brauchte es nicht. Das Video mit den Werkzeugen tat sein Übriges, aber der Track selbst ist ein Monster, das die Boxen jedes tiefergelegten Golfs an ihre Grenzen brachte.
Lange bevor der Song durch unschöne Schlagzeilen in Verruf geriet, war er die ultimative Hymne der Liebe und der Italo-Dance-Euphorie. Gigi D'Agostino, "Il Capitano", schuf hier etwas Zeitloses. Der langsame Aufbau, der plötzliche Beat-Drop und dieser Synthesizer-Hook, den jeder mitsummen kann. Kitsch, ja. Aber Kitsch, der dich umarmt. Auf jeder Dorfkirmes und in jedem Großstadtclub lagen sich die Leute hier in den Armen.
Manche nennen es ein One-Hit-Wonder (was falsch ist, Prydz ist ein Genie), andere erinnern sich nur an das Aerobic-Video. Musikalisch ist das hier eine Wucht. Das Sample von Steve Winwood ("Valerie") wurde so geschickt geloopt und gefiltert, dass eine Energie entsteht, die dich fast physisch nach vorne drückt. House-Musik in ihrer effektivsten Form: repetitiv, treibend und mit einem Höhepunkt, der einfach nur Spaß macht.
Bevor er zum Internet-Meme wurde, war das hier der härteste Track im Mainstream-Radio. Dieser Trance-Hit aus Finnland braucht keine Worte. Er braucht nur diesen einen, schnellen, aggressiven Synth-Lauf. Dududududu. Der Song für den Moment, in dem die Laser angehen und die Nebelmaschine auf 100 % läuft. Egal ob du Trance magst oder nicht: "Sandstorm" respektiert man für seine rohe Energie.
Eleganz pur. Sophie Ellis-Bextor mit ihrer kühlen, aristokratischen Stimme auf einem unglaublich geschmeidigen Disco-House-Beat. Der Song gewann damals das Chart-Duell gegen Victoria Beckham und bewies, dass Dance-Musik intelligent und stilvoll sein kann. Der perfekte Soundtrack für den Weg zum Club, wenn die Nacht noch jung ist und alles möglich scheint.
Hier wird es fast religiös. Tiësto nahm das klassische Stück von Samuel Barber und verwandelte es in eine Trance-Oper. Der Aufbau dauert ewig, die Geigen (aus dem Synthesizer) schrauben sich immer höher, die Spannung ist kaum auszuhalten - und dann kommt der Drop. Gänsehaut-Material für Stadien. Wer diesen Song live auf einem Festival gehört hat, weiß, was kollektive Ekstase bedeutet.
Gegen Ende des Jahrzehnts wurde der Sound rauer, rockiger. Justice aus Frankreich brachten die Lederjacken zurück in den Club. "D.A.N.C.E." ist eine Hommage an Michael Jackson, verpackt in einen knarzigen, verzerrten Electro-Sound, der trotzdem unglaublich poppig ist. Der Kinderchor macht den Song unverwechselbar. Damit startete die Indie-Dance-Welle, die die späten 2000er dominierte.
Roger Sanchez - Another Chance
Moloko - The Time Is Now
David Guetta vs. The Egg - Love Don't Let Me Go
Daft Punk - Harder, Better, Faster, Stronger
Fedde Le Grand - Put Your Hands Up For Detroit
Bob Sinclar - Love Generation
The Shapeshifters - Lola's Theme
Junior Senior - Move Your Feet
Groove Armada - Superstylin'
Rui Da Silva - Touch Me
Alice Deejay - Better Off Alone (Technisch Ende 99, aber Peak 2000)
Tomcraft - Loneliness
Kid Cudi vs. Crookers - Day 'N' Nite
Safri Duo - Played-A-Live (The Bongo Song)
Global Deejays - The Sound of San Francisco
Sylver - Turn the Tide
Lasgo - Something
Scooter - Nessaja
Paul van Dyk - For an Angel (2009 Remix oder Original, beides Hymnen)
ATB - Ecstasy
Cascada - Everytime We Touch
Groove Coverage - Moonlight Shadow
Special D. - Come With Me
Starsailor - Four to the Floor (Thin White Duke Remix)
The Gossip - Standing in the Way of Control (Soulwax Remix)
MGMT - Kids
Empire of the Sun - Walking On A Dream
La Roux - Bulletproof
Calvin Harris - Acceptable in the 80s
Mylo - Drop the Pressure
Armand Van Helden - My My My
Martin Solveig - Rocking Music
Michael Gray - The Weekend
Stonebridge - Put 'Em High
Freemasons ft. Amanda Wilson - Love on My Mind
Deep Dish - Flashdance
Axwell - Feel the Vibe
Supermode (Axwell & Steve Angello) - Tell Me Why
Deadmau5 ft. Kaskade - I Remember
Guru Josh Project - Infinity 2008
Ida Corr vs. Fedde Le Grand - Let Me Think About It
Samim - Heater
Alex Gaudino ft. Crystal Waters - Destination Calabria
Enur ft. Natasja - Calabria 2007
Yves Larock - Rise Up
September - Cry for You
O-Zone - Dragostea Din Tei
Haiducii - Dragostea Din Tei (Ja, beide Versionen waren riesig!)
Prezioso feat. Marvin - Tell Me Why
Gigi D'Agostino - La Passion
Eiffel 65 - Move Your Body
Mauro Picotto - Komodo
Blank & Jones - DJs, Fans & Freaks
Kai Tracid - 4 Just 1 Day
Cosmic Gate - Exploration of Space
Barthezz - On the Move
Aquagen - Hard to Say I'm Sorry
Brooklyn Bounce - Bass, Beats & Melody
Jan Wayne - Because the Night
DJ Sammy - Heaven
Kate Ryan - Désenchantée
In-Grid - Tu Es Foutu
Panjabi MC - Mundian To Bach Ke
Holly Valance - Kiss Kiss
Tim Deluxe - It Just Won't Do
Layo & Bushwacka! - Love Story
DB Boulevard - Point of View
Jakatta - American Dream
Room 5 ft. Oliver Cheatham - Make Luv
Boogie Pimps - Somebody to Love
Sunset Strippers - Falling Stars
Uniting Nations - Out of Touch
Hi_Tack - Say Say Say (Waiting 4 U)
The Disco Boys - For You
Vinylshakerz - One Night in Bangkok
Global Deejays - What a Feeling (Flashdance)
Pakito - Living on Video
Starting Rock - Don't Go
Michael Mind - Blinded by the Light
R.I.O. - Shine On
Edward Maya & Vika Jigulina - Stereo Love
Sidney Samson - Riverside
Dizzee Rascal & Armand Van Helden - Bonkers
Yeah Yeah Yeahs - Heads Will Roll (A-Trak Remix)
Simian Mobile Disco - Hustler
Digitalism - Pogo
Alter Ego - Rocker