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02
Okt
2013

Exklusiv

Interview mit Andy B. Jones

Interview: Andy B. Jones

Heute, am 02.10.2013, erscheint die neue Single "Tomorrow" von Andy B. Jones. Grund genug für uns ein kleines Interview mit dem DJ und Produzenten zu führen. Andy B. Jones kennt die Musik- und Clubszene in Deutschlands wie kein anderer. Das Allroundtalent ist seit über 15 Jahren in der House- und Technoszene unterwegs und machte sich einen Namen als erfolgreicher DJ, Musikproduzent, Veranstalter und letztlich auch als Club-Besitzer.

Seine Liebe zur elektronischen Musik entdeckte Andy bereits in seiner Jugend. Unter dem Künstlernamen DJ Join Miro veröffentlichte er seine erste offizielle Single im Jahr 1998 auf dem Label MAMBO Musik, welches schon Musikgrößen wie Sandra, Juliana Werding oder Nino de Angelo hervorbrachte. Es folgten Auftritte im ZDF Fernsehgarten und anderen großen TV-Shows. Nach dem Namenswechsel zu Andy B. Jones tourte der leidenschaftliche Musiker als DJ durch die Welt. Dabei spielte er Sets mit legendären DJs wie Carl Cox, Marusha und Westbam.

Andy B. Jones veröffentlichte im Laufe seiner Karriere über 100 Musikstücke – sei es eigene Singles oder auf Compilations diverser Musiklabels. Dabei schaffte es Andy mit der Single „In Motion“ in die Top20 der bekanntesten Dance-Charts. Ende 2012 veröffentlichte der Musiker eine gemeinsame Single mit dem Sänger Ardian Bujupi. Der Song „Make You Mine“ landete sofort in die Top10 der iTunes Charts und auf Platz 1 der Bravo Charts. Mit dem Sommerhit „Life Before“ gelang Andy B. Jones der nächste Treffer: Der Song erklomm zeitlich die DJ- und iTunes-Charts und landet auf Platz 1 in der Sendung “Club Rotation” auf VIVA. Nun steht der DJ und Produzent mit seiner neuesten Single in den Startlöchern. Heute, am 02. Oktober erscheint "Tomorrow“ exklusiv auf allen digitalen Plattformen wie iTunes, amazon.de und Co.

 


 

Hallo Andy. Danke dir, dass du dir Zeit genommen hast für ein Interview. Beschreib unseren Lesern doch einmal deinen Werdegang als DJ und Produzent.

Vielen Dank euch. Ich fühle mich sehr geehrt. Also bei mir fing das schon früh an. Ich war Schlagzeuger meiner Schülerband und bereitete den Musikunterricht oft vor. Mit 15 Jahren habe die erste Schülerdisco organisiert. Unvergessen das Ganze. Mit 18 Jahren spielte ich dann schon jeden Mittwoch in einem Club als Resident-DJ für 90 DM Gage. Mit Anfang 20 fing ich an, am PC rum zu tüfteln und habe Leute kennengelernt, die ein Studio hatten. Dort haben wir dann 1998 die erste Single zusammen produziert. Heute besitze ich mit meinem Partner Peter Albertz mein eigenes Studio in meinem eigenen Club. Bis dahin war das alles ein harter Weg und oft dachte ich ans aufgeben, aber Musik ist Leidenschaft und dafür habe ich jeden Tag gekämpft.  

Bist du momentan zufrieden mit der Entwicklung der Szene? Was könnte vielleicht besser laufen?

Die Szene ist ja sehr in Bewegung, wenn auch viele sich über David Guetta oder Avicii aufregen. Dabei können wir es solchen Künstlern verdanken, dass die EDM-Szene momentan in der ganzen Welt gehört wird. Wenn ein Sebastian Ingrosso die neue Britney Spears produziert, kann das nur positiv sein. Auch wenn jetzt wieder alle sagen: „Ach was für ein scheiß Kommerz.“ Musik ist Musik, jeder hat seine Richtung. Ich stehe für Elektronischen Sound mit einem Schuss Pop. Wenn ich mich daran erinnere wie die Fans auf den Festivals ins diesem Jahr abgegangen sind, scheint der Weg nicht so schlecht zu sein für die Szene. Ich wünsche mir mehr Toleranz von den Menschen, dass könnte oft besser laufen.

Du hast im letzten Jahr mit Ardian Bujupi zusammengearbeitet. Wie kam die Zusammenarbeit mit einem Ex-DSDS-Kandidaten zustande?

Bei der Demo-Produktion zu „Make You Mine“ hörte ich eine Männerstimme. Ardian war zu dieser Zeit gerade viel in der Presse und so nahmen wir Kontakt zu ihm auf. Als wir ihm das Instrumental vorspielten waren er und sein Manager begeistert. Der Rest ging dann ganz easy. Er ist ein wirklich guter Künstler der die Musik lebt.

Hat dir die Bekanntheit von Ardian genützt in Bezug auf deine musikalische Karriere?

Es hat mir nicht geschadet. Wir haben heute immer noch einige gemeinsame Fans, das bekomme ich immer wieder mit. Ardian bleibt ein guter Freund von mir und ist ein guter Performer.

Mit deinem letzten Song „Life Before“ konntest du dich 10 Wochen in den VIVA Top10 neben großen Major-Künstlern halten. Das ist ja schon eine Art Ritterschlag, denn das Voting bestimmten die Fans. Was hat dir der Erfolg bedeutet?

Heute sprechen mich die Leute auf der Straße darauf an und sagen: „Hey Andy, ich habe dich auf Platz 2 bei den VIVA Lieblingsklicks hinter Robin Thicke gesehen. Das ist mega geil.“ Das freut mich natürlich, aber dafür habe ich auch hart gearbeitet. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin soviel Aufmerksamkeit bei den Fans und in der Presse bekomme. Und natürlich, das ich mich gegen die ganz Großen wie Avicii und Co. durchsetzen kann mit meiner Musik. Sie ist ehrlich und mit viel Liebe produziert. Oft kann ein Major-Deal vielen erleichtern und helfen, den großen Schritt zu machen. We will see.

Hat sich seit dem etwas verändert? Hast du vielleicht sogar Anfragen von Labels bekommen, Live-Gigs oder Aufträge für Produktionen?

Momentan ist es so, dass ich den ganzen Oktober jeden Freitag und Samstag ausgebucht bin. Ich spiele jedes Wochenende woanders und habe einen offiziellen Remix für Akon und Chris Willis gemacht. Zudem wird es im Herbst und Winter eine WePlay Clubtour Herbst Winter für Deutschland, Schweiz und Österreich geben.

Du veröffentlichst nun einen weiteren Club-Hit. Was versprichst du dir von „Tomorrow“? Wo soll es diesmal hingehen?

Ich sage immer „Mitgröll-Hit“ – geht nach vorne und auch in die Verkaufscharts. Da gehören solche Nummern hin. In Deutschland sollte es so sein wie in Frankreich, das die eigenen Künstler viel mehr Beachtung im Radio bekommen. Stefan Raab finde ich unterstützt die Newcomer schon super mit seinen Aktionen. Leider ist das nicht genügend.  

Inhaltlich geht es im Song um die Aussage „Don’t care about tomorrow“. Ist das auch dein Lebensmotto?

Also ich führe ein sozial sehr geordnetes Leben. Ich weiß was ich und wo ich hin will. Ich weiß aber auch, dass man den Tag so zu nutzen sollte wie er gerade ist nach dem Motto Carpe Diem.

Neben der Musik betreibst du auch deinen eigenen Club in Trier. Wie kam es dazu?

Als DJ habe ich viel gesehen und in vielen Clubs in Europa gespielt und immer gesagt irgendwann verwirklichst du dir auch diesen Traum eines eigenen Clubs. Ich hatte dann wie David Guetta eine eigene mega Partyreihe, die mir diesen Weg dann zum Club ebnete. Wie sagt man so schön: Zum richtigen Moment am richtigen Ort.

Nach welchen Kriterien suchst du die Musik aus, die bei dir im Club gespielt wird?

In meinem Club haben wir an jedem Samstag ein anderes Motto. Einen Samstag im Monat spiele ich immer selbst. Für die anderen Tage habe ich Gast-DJs und da wird dann auch an einem Samstag nur Black Musik oder Charts gespielt. Dann gibt es noch HouseLovers, wo ich internationale Gäste wie Stefan Dabruck, 2Elements, Klangkarussell oder DBN zu Gast habe.

Müssen die Club-Besucher auch oft deine Songs hören? Was hältst du von Eigenwerbung?

Das witzige ist, dass ich selbst meine Songs fast nie spiele. Weiß auch nicht warum, aber seit „Life Before“ kommen die Besucher und wünschen sich meine Tracks. Da ist man dann auch irgendwie stolz, wenn alle rocken. Meinst spiele ich dann den Remix meiner Nummer.

Nenne uns doch bitte einmal deine fünf All-Time Lieblingsalben.

  1. Depeche Mode - Violator
  2. Faithless - The Gratest Hits
  3. Daft Punk - Homework
  4. Michael Jackson - Number Ones
  5. Markus Schulz - Scream 

Sicher interessieren sich unsere Leser auch für deine fünf Lieblingsclubs weltweit. Wo sollte man einmal gewesen sein?

  1. Weekend in Berlin
  2. Pacha auf Ibiza
  3. Paradiese Club auf Mykonos
  4. Weabster Hall Manhatten in New York
  5. Zouk in Singapur
  6. Outdoor Blue Marlin auf Ibiza

Wie sieht dein Gepäck aus, wenn du nicht in deinem sondern in einem anderen Club auflegst. Welches Equipment hast du immer dabei?

Habe einen DJ-Reisebag von Carhartt x UDG. Dort drin ist von der frischen Unterwäsche, Kaugummis und T-Shirt bis zur Zahnbürste eine ganze Menge. Natürlich ein Technics Kopfhörer, erst der vierte in 10 Jahren, schwöre auf dieses Modell, zwei USB-Sticks zur Sicherheit und drei CD Mappen um ein drei bis vier Stunden Set zu spielen.

Die letzten Worte gehören dir. Was magst du den Leser mit auf den Weg geben?

Ohne euch ist ein Künstler Nichts. Nur ihr bringt uns nach vorne und dazu unsere Leidenschaft auf euch zu übertragen. Ich danke all denen, die so viele Jahre gefeiert haben und die Toleranz der Musikwelten verstehen und leben. Danke, Merci und Thank you. Music change your life. See you. Love you. Kisses, Andy B. Jones.

 



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