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Diese Songs sind so richtig gefloppt

Top 10: Die größten Flops des Jahres 2016

(Geschätzte Lesezeit: 5 - 10 Minuten)

Die größten Flops des Jahres 201610 Songs, die 2016 floppten

2016 neigt sich dem Ende zu, Zeit für einen musikalischen Rückblick. Heute an der Reihe: die größten Flops des Jahres 2016. Welcher Song ist so richtig gefloppt, wo sprach man vorher von Hitpotenzial und sah am Ende nur einen mageren unteren Chartplatz oder gar überhaupt keine Chartplatzierung? Wir haben uns die Tracks der Superstars der Dance Musik angesehen und eine Top 10 der größten Flops herausgefiltert. Lies sie dir durch, sag uns deine Meinung und vergiss die Tracks dann am Besten gleich wieder - denn meist ist ein Titel nicht ganz ohne Grund gefloppt...


Platz 10: Dizzee Rascal & Calvin Harris - Hype

Dizzee Rascal und Calvin Harris sind eigentlich Künstler, die wissen, wie man Hits macht. 2008 veröffentlichten die Beiden mit „Dance Wiv Me“ sogar bereits gemeinsam einen Track, der die Spitze der britischen Single Charts erklimmen konnte. Fünf Millionen Aufrufe auf dem aktuellen Musikvideo zu „Hype“, die in diesem Juni erschien, sind nun definitiv auch nicht wenig. Und doch ging der Titel vollkommen unter. Normalerweise sollte eine solche Kollaboration zweier britischer Musiker auf der Insel durch die Decke gehen. Schließlich stehen die Briten ja auf frischen elektronischen Sound aus dem Königreich. Doch es reichte gerade einmal für einen 34. Platz, die deutschen Charts waren nicht einmal in Sichtweite.

Was „Hype“ mit einem Hype zu tun haben soll ist ein wenig unklar. Quietschende Sounds und ein hastiger Rappart von Dizzee Rascal schrecken eher ab als anzustecken. Nicht einmal zu Dirty-Dutch-Zeiten wäre der Track in den Clubs gespielt worden, irgendwie wirkt alles durcheinander. Er passt auch nicht so wirklich zu Calvin Harris, schließlich sind dessen zwei andere Singles aus 2016, „This Is What You Came For“ und „My Way“ deutlich ruhiger. Vielleicht sind die ja deshalb Hits geworden - und „Hype“ ein Flop.

 

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Platz 9: Lady Gaga - Million Reasons

Lady Gaga soll einen Flop abgeliefert haben? Die Lady Gaga, die mit Tracks wie „Poker Face“ oder „Born This Way“ einst quasi global auf dem ersten Platz aller Single Charts stand? Wir sagen ja, „Million Reasons“  ist ein Mega-Flop. Ihr aktuelles Album „Joanne“ schaffte es noch in die Top 10 der deutschen Single Charts. Für die zweite Singleauskopplung „Million Reasons“ reichte es dann aber gerade einmal noch für den 85. Platz. Überzeugt?

Lady Gaga ist ein Popstar, normalerweise gehen ihre Tracks in gleich mehreren Ländern auf Gold, selbst 11-fach-Platinum hat sie bereits geschafft. „Million Reasons“ ist kein solcher Titel - und das obwohl sie ihn auf der Victoria Secrets Fashion Show in Paris performen durfte. Zum Vergleich, auf der gleichen Show trat auch The Weeknd mit „Starboy“ auf - ohne Frage einem der größten Hits aus 2016. Nun denn, musikalisch ist „Million Reasons“ immerhin kein Desaster, wer auf ruhige Balladen steht findet sich vielleicht in dem leicht melancholischem Werk.

 

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Platz 8: Tiesto feat. John Legend - Summer Nights

Huch, was ist denn hier passiert? Tiesto und John Legend, das sind doch zwei Ausnahmekünstler, die quasi nie enttäuschen? Nur kurz zur Erinnerung, die erste Zusammenarbeit der Künstler erschien 2014. Tiesto remixte „All Of Me“ von John Legend und erhielt dafür dann bei den 57. Grammy Awards die Auszeichnung für den besten Remix. Nun sollte also die Fortsetzung der Erfolgsstory mit „Summer Nights“ geschrieben werden.

Es sollte kein reiner Club-Song werden, vielmehr etwas souliger, Pop mit elektronischen Elementen eben. John Legend singt also über magische Sommernächte und Tiesto zaubert einen simplen aber groovigen House-Beat für den Drop. Das Ziel wird klar gewesen sein: Hier sollten die Charts erreicht werden. Geschafft wurde das nicht wirklich, hier in Deutschland sogar gar nicht. Auch sonst ist der Track zu langweilig, kann sich nicht absetzen. Er nervt nicht, aber er bleibt eben auch nicht im Kopf - bei dieser Kollaboration definitiv ein Flop!

 

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Platz 7: Afrojack feat. Ty Dolla $ign - Gone

Das Musikvideo von „Gone“ beginnt mit einem Facetime-Anruf von Ty Dolla $ign und Afrojack. Ersterer post vor einem Supersportwagen und spricht von einer Party mit über 20 heißen Mädels, letzterer erzählt er sein gerade in Tokio im Studio und müsste Beats fertig machen. Gut, man ist ja Selbstdarstellung von beiden Künstlern gewöhnt. Aber müssen dafür unbedingt die ersten 40 Sekunden des Musikvideos komplett Musikfrei und inhaltslos sein?

Leider wird es danach nicht besser. Mit leichtem Autotune rappt Ty Dolla $ign einen komplett sinnfreien Text, der nicht einmal sprachlich ausgefallen geschrieben ist. Auch der Future-Pop-Drop von Afrojack klingt eher einfallslos als innovativ. Man kann nicht mitsingen, man kriegt keinen Ohrwurm, musikalisch ist der Track Einheitsbrei und auch inhaltlich hat er nichts zu bieten. Kein Wunder, dass die Chartplatzierungen ausblieben und die Youtube-Views bei Fünf Millionen stagnieren.

 

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Platz 6: Flo Rida feat. Jason Derulo - Hello Friday

Achtung! St. Tropez-Gangster im Anmarsch! Florida und Jason Derulo scheinen in 2009 stecken geblieben zu sein. T.G.I.F. ist schon lange nichtmehr in und doch dreht sich „Hello Friday“ einzig und allein darum. Der Text ist so abgeflacht, dass man sich schon fragt, ob die beiden Musiker einen für dumm verkaufen wollen. Niemand kann einem erzählen, dieser Song sei aus dem Herzen heraus geschrieben worden. Übrigens brauchte Flo Rida dafür gleich drei Co-Writer, Derulo war am Text gar nicht beteiligt - scheinbar hat er nur seine Stimme gegeben.

Das schönste am Titel ist wohl, man kann realisieren, dass man dem Freitag auch ohne ihn ganz gut Hallo sagen kann. Selbst das Musikvideo wirkt affig, hübsche Lateinamerikanerinen müssen sich schräge Wochentags-T-Shirts anziehen und nebenbei bekommt man mit, was für ein Frauenheld Flo Rida doch sein muss. Jason Derulo auf der anderen Seite ist etwas zu überzeugt von seinen eigenen Tanzmoves. Okay irgendwie passt das ja auch ins Gesamtbild des Songs, für die deutschen Single Charts hats in jedem Fall nicht gereicht.

 

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Platz 5: Mike Candys - Crackin

Oh, wer hätte das gedacht, laut dem Promotext soll „Crackin“ definitiv den Weg in jedes EDM-Set finden. Nun, die Realität sieht drei Monate nach Release gänzlich anders aus. Der einstige Schweizer Superstar mit Platinum-Auszeichnung konnte gerade einmal 15.000 Plays auf Youtube erreichen. Zugegeben, das Release fand auch auf dem ziemlich unbekannten Label Etna Recordings und nicht wie gewohnt auf Kontor statt, dennoch wundert einen das von dem Mann, der mal ein Video veröffentlichte, in dem er zeigte, wie man einen Chart Hit produziert.

Musikalisch klingt „Crackin“ wie eine Nachahmung von „Deep Down Low“, dem Megahit von Valentino Khan. Ein bisschen Bass House, ein bisschen Bigroom EDM. Am Besten einmal alle populären Sounds durchprobieren. Am Ende kommt nicht einmal eine zum Auffüllen eines Sets spielbare Nummer heraus. Naja, du kannst ja mal selbst reinhören, falls du daran überhaupt noch ein Interesse haben solltest.

 

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Platz 4: Hardwell & Craig David - No Holding Back

Im August diesen Jahres war es so weit. Der ehemalige Bigroom-Ambassador Hardwell veröffentlichte einen groovigen, ja fast deepen Track gemeinsam mit Craig David. UK-Garage-Elemente treffen bei „No Holding Back“ auf soulige Vocals. Der zweifache Sieger der DJ Mag Top 100 schien eine 180-Grad-Drehung gemacht zu haben. Und das auch noch bei einem neuen Label, nichtmehr sein eigenes, Revealed Recordings, war für den Vertrieb zuständig, nein, das Major-Label Sony Music durfte ran. Geklappt hat das alles nicht so wirklich.

Von seinen DJ-Kollegen wurde der Track kaum Gespielt, auf Youtube wurde bis dato nicht einmal die Millionen geknackt. Von Chart-Platzierungen braucht gar nicht erst gesprochen zu werden. Der Holländer scheint sich verspekuliert zu haben. In dem Track stecken zu viele Kompromisse, für Hardwell ist er ein völlig neuer Schritt gewesen, für den Rest der EDM-Szene hört er sich an wie die x-te UK-House-Komposition. Weder fürs Festival noch für den Club ist er zu gebrauchen und für das Radio fehlt die Tiefe im Text. Beim nächsten Sony-Release, „Thinking About You“ aus dem Oktober, klappte das übrigens schon ein bisschen besser mit dem mit der Zeit gehen, wirkliche Innovation sieht aber weiterhin anders aus.

 

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Platz 3: Cassiano feat. Cascada - Praise You

Dance-Queen und Cover-Ikone Cascada veröffentlicht neue Single! So oder so ähnlich hätte eine Schlagzeile diesen Sommer lauten können. Tatsächlich hat Natalie Horler alias Cascada mal wieder einen Klassiker gecovert. Gemeinsam mit Cassiano nahm sie sich „Shackles (Praise You)“ von Mary Mary vor. Das Original war um die Jahrtausendwende vor allem im angloamerikanischen Raum äußerst erfolgreich. Nun, das kann man vom 2016er-Cover nicht behaupten. Es gibt nicht einmal einen offiziellen Upload auf Youtube, die inoffiziellen kommen auf etwa 100.000 Aufrufe - kumuliert.

Praise You“ probiert den markanten Refrain des Originals in ein modernes Tropical-House-Soundbett zu legen. Vollkommen falsch klingt das alles nicht, die Leute überzeugen konnte es aber wohl auch nicht. Wer hinter Cassiano steckt ist übrigens bisher unklar. Vielleicht die neuen Produzenten von Cascada? Sony Music gibt kaum Infos über diese Single heraus und auch Natalie Horler hat gerade einmal einen Post auf Facebook abgesetzt. Mysteriös, aber in jeden Fall ein waschechter Flop!

 

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Platz 2: Felix Jaehn & Herbert Grönemeyer - Jeder Für Jeden

Pünktlich zur EM veröffentlichten im Sommer völlig überraschend zwei deutsche Künstler, die unterschiedlicher kaum sein könnten, einen Fußballsong. Felix Jaehn und Herbert Grönemeyer fanden sich für „Jeder für Jeden“, dem EM-Song der ARD, zusammen. Wirklich schlecht klingt das nicht, der moderne Future Pop klingt sogar ziemlich gut, Grönemeyers Stimme passt gut ins Klangbild des jungen Superstar-DJs. Und doch ist der Track gefloppt.

Songs der EM wurden andere Tracks. „This One’s For You“ von David Guetta und Zara Larsson zum Beispiel, die offizielle UEFA EM-Hymne. Oder aber natürlich „Will Grigg’s On Fire“, die sympathische Anlehnung von Fußball-Fans an GALAs „Freed From Desire“. Bei „Jeder Für Jeden“ gab es keine solche Dynamik, kaum war die Kampagne von ARD und DFB vorbei verschwand der Song von der Bildfläche, in den deutschen Singlecharts war gerade einmal Platz 27 drin. Wir sagen: Flop!

 

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Platz 1: Disciples & David Guetta - No Worries

Wenn David Guetta erst an der zweiten Stelle einer Kollaboration genannt wird, so ist in der Regel ein noch bekannterer Megastar beteiligt. Bei „No Worries“ sind Disciples mit von der Partie. Die britische Band hatte mit „How Deep Is Your Love“, einer Zusammenarbeit mit Calvin Harris, im Sommer 2015 einen Megaerfolg. Da wollte Team Guetta scheinbar anknüpfen. „No Worries ist auch tatsächlich etwas deeper gehalten, doch das ist keineswegs etwas Positives.

Bei „No Worries“ hängt alles irgendwo planlos zusammen, souliger, heller Gesang, tiefe Einspieler und kräftige Bässe kneifen sich scheinbar ständig. Das dürfte wohl keiner der Fans erwartet haben. Einziger Charteintritt: Australien auf der 90. Auf Youtube gerade einmal knapp 600.000 Views, man kann nen Flop vielleicht nicht nur an den kommerziellen Werten festmachen, aber „No Worries“ hat zu wenig Underground und Innovation zu bieten, um das nicht zu tun. Immerhin einen ersten Platz hat der Track gemacht, er ist unser größter Flop in 2016.

 

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Über den Autor
Vitus Benson

Musik begeistert mich, ich höre gerne perfekte Kompositionen, sei es elektronische Musik, Indie oder Rap, das Genre stört mich dabei nicht so sehr. Als Freelancer für Dance-Charts unterstütze ich bei Festival-Kooperationen, im Social-Media-Marketing sowie in der Redaktion. Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme!

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