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Spotify verstehen

Wie mache ich 1 Million Streams auf Spotify?

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Spotify HackSpotify - Streamingplattform für Musik.

Spotify kann Songs zu Hits machen, Musikern zu Ruhm, Ehre und Erfolg verhelfen und ganze Labels um ihre Existenz bringen. Kein anderes Unternehmen hat in der Musikbranche zur Zeit so viel Macht, wie Spotify. Fast 2/3 des Umsatzes im Musikmarkt wird mittlerweile per Streaming getätigt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Streaming die wichtigste Art ist - und bleiben wird -, wie Menschen Musik hören, entdecken und teilen.


Wie mache ich 1 Million Streams?

Dass Spotify (und vermutlich auch Apple Music) in Zukunft weiterhin extrem wichtig sein wird, scheint quasi als gesichert zu gelten. Aber was bedeutet das für dich als Künstler, Musiker oder Labelbetreiber? Die wichtigste Herausforderung um Erfolg zu haben, wird es sein, die Streamingplattformen zu verstehen. Wer in der Lage ist die Algorithmen, die bei Spotify im Hintergrund laufen und über Erfolg und Misserfolg eines Songs entscheiden, vom Prinzip her zu verstehen, dem wird es möglich sein mehr als eine Million Streams zu machen. Wir haben im Folgenden 5 Taktiken aufgeführt, die dir helfen werden, mehr Streams auf Spotify zu generieren.

1.) Playlisten sind ein Schlüssel zum Erfolg

Sehr viele Menschen entdecken und hören Musik heute über Playlisten, die von Spotify und dessen Kuratoren erstellt werden. Große Playlisten wie Mint, New Music Friday, Club Beats oder Today's Top Hits verzeichnen sehr viele Follower. Meist werden diese Playlisten einmal pro Woche aktualisiert. Wer es in diese großen Playlisten schafft, bekommt in der Regel binnen kürzester Zeit sehr viele Streams auf seinen Song. Die Leute vertrauen auf Spotify und dessen Kuratoren und hören intensiv diese Playlisten.

Jeder Künstler hat die Möglichkeit das "Spotify for Artists" Backend zu nutzen (Link). Sobald die Veröffentlichung eines Songs bevor steht, kann hier über ein Formular der entsprechende Song bei Spotify gepitcht werden. Man reicht ihn quasi vor dem Release ein und Spotify-Mitarbeiter entscheiden dann, ob der Song in größere Playlisten direkt bei Release eingestellt werden wird oder eben nicht. Diese Chance sollte man als Künstler unbedingt nutzen. Des Weiteren sollte man das Formular sorgfältig und gewissenhaft ausfüllen. Dadurch erhöhen sich die Erfolgschancen. Um mit deinem Track mehr als eine Millionen Streams zu schaffen, kann dieser Punkt ein wichtiger Schlüssel sein.


2.) Knüpfe Kontakte zu privaten Playlist-Kuratoren

Ein ebenfalls wichtiger Baustein, um auf Spotify Erfolg zu haben, ist der direkte Kontakt zu privaten Playlist-Kuratoren. Idealerweise pflegt man eine eigene Playlist, um dann mit anderen Plätze tauschen zu können: Du nimmst Künstler XY in deine Playlist auf, dafür nimmt er deinen Song in seine Playlist auf. Aber auch das einfache submitten deiner Songs bei Playlist-Kuratoren kann sinnvoll sein. In der Regel sind Playlist-Kuratoren Menschen, die Musik lieben. Und gute Musik hat immer eine Chance in deren Playlisten aufgenommen zu werden. Um an die Kontakte zu kommen, ist ein wenig Recherche notwendig. Per Google-Suche oder Suche in den Sozialen Netzwerken findet man häufig die Personen hinter einer Playlist. Dann heißt es Kommunikation betreiben und pflegen. Personalisierte Einzelmails statt anonyme Massenmails verschicken! Es empfiehlt sich eine Tabelle anzulegen, damit man den Überblick über seine Kontakte nicht verliert.

Spotify KuratorenPlaylist-Kuratoren. Kontakte des Autores in einer Tabelle gepflegt.


3.) Suche dir evt. Nischen für deine Musik

Die "Mint"-Playlist ist wohl die größte Playlist für EDM auf Spotify. Mit 5.4 Mio. Follower wird sie extrem viel gehört. Quasi jeder aus der EDM-Branche möchte einen der wenigen Plätze hier bekommen. Viele Tausend Songs kämpfen also um einen Platz in dieser Playlist - jede Woche. Die Chancen mit dem 10000. Future-House Track in diese Playlist zu bekommen, tendiert gegen Null. Die Playlist "Peaceful Piano" hat 5.1 Mio. Follower. Es erscheint aber deutlich weniger instrumentale Piano-Musik als EDM. Ein paar Wochen in dieser Playlist kann einige hundert oder sogar tausend Dollar Einnahmen generieren.

Was ich damit sagen möchte: Nischenmusik ist perfekt für Spotify. Gerade dann, wenn die Nische bereits von Spotify kuratiert wird. So stehen die Chancen gut, dass man schnell viele Streams generiert. Einfach, weil es weniger Konkurrenz gibt. Im Mainstream-Pop ist es deutlich schwerer in der Masse an Release aufzufallen, als beispielsweise im Chillstep-Techno. Ist also dein Ziel viele Streams zu machen, kann der Weg über die Nische zum Erfolg führen.


4.) Sei einzigartig und innovativ, aber so, dass du weiterhin ins Playlist-Ökosystem passt

Wenn du Musik veröffentlichst, die 1:1 klingt wie Musik, die es schon zuhauf auf Spotify gibt, stehen die Chancen nicht sehr gut, um damit massiven Erfolg zu haben. Man wird nicht auffallen und aus der Masse herausstechen. Spotify legt Wert darauf die Zuhörer zu erfrischen und zu belohnen. Daher versuchen sie ihre Playlisten so zu gestalten, dass viele verschiedene Künstler, Sounds und Stile für Abwechslung sorgen. Versuche daher Musik zu produzieren, die die selbe Stimmung hat, wie beispielsweise ein aktueller Hit, aber sich trotzdem signifikant unterscheidet!

Stell dir ein Szenario vor, in dem sich ein Playlist-Kurator an seinen Kollegen wendet und sagt: "Hey, hör dir diesen Song mal an, den ich gerade von [Newcomer XY] gefunden habe.... Es klingt irgendwie wie Calvin Harris, aber es hat diesen einzigartigen Stil, Charakter und Twist, der wirklich cool ist. Das ist was Erfrischendes und was Innovatives!" Diese Art von Reaktion ist genau die, die zum Erfolg führt auf Spotify. Ein Schlüssel, um viele Streams zu generieren - über den Spotify-Algorithmus und über Playlisten.

5.) Habe Geduld

Dass Playlisten der Weg zum Erfolg sind, haben wir oben bereits mehrfach erwähnt. Aber selbst wenn dein Song nicht in namhafte Playlisten aufgenommen wird, bedeutet das nicht, dass der Song nicht erfolgreich werden wird. Vor wenigen Tagen hat einer meiner Songs auch die 1 Million-Streams erreicht, ohne dass er jemals in größere Playlisten aufgenommen wurde. Gute Musik wird vom Spotify-Algorithmus erkannt und dann unterstützt. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. So zum Beispiel die "Skip-Rate". Hören Menschen deinen Song besonders lange an, ist es für Spotify ein Zeichen, dass der Song gut ist und die Leute ihn mögen. Brechen oder skippen sie bereits nach wenigen Sekunden ab, scheint der Track nicht gut anzukommen. Dann wird es schwer viele Streams zu erreichen. Manchmal dauert es viele Monate, bis Spotify einen Song supportet. Daher ist Geduld ein wichtiger Faktor im Game. Erwarte nicht, dass dein Release nach einer Woche schon 1 Mio. Streams hat. Manchmal dauert es 2-3 oder mehr Jahre. Das ist normal in der Streamingwelt.


6. ) Weitere Tipps

An dieser Stelle möchten wir weitere Tipps in Kurzform geben, die helfen werden, möglichst viele Streams auf Spotify zu erhalten: 

a) Produziere technisch gute Musik. Deine Songs sollten einen guten Klang haben. Mixdown und Mastering sollten stimmen und dem aktuellen Standard entsprechen. Achte auch darauf, dass Spotify die Lautstärke der Songs nochmals anpasst.

b) Lerne deine Fans kennen. Die ersten Streams zu einer neuen Single werden auf Spotify immer von deinen Fans, Freunden und Familie kommen. Spotify beobachtet deren Verhalten bereits ab dem ersten Klick auf deinen Track. Stichwort: Skrip-Rates.

c) Denke beim Produzieren schon an Spoitfy (ebenfalls Skip-Rates). Verzichte auf langweilige Intros. Bringe schon in den ersten 20 Sekunden das zentrale Thema des Songs. Verzichte auf lange Stille am Ende. Leute werden so nie den gesamten Song anhören, sondern schalten weg. Das ist ein schlechtes Signal für Spotify. Wenn dein Release mehrere Mixe hat, platzieren den wichtigsten Mix (meist der Radio Edit) oben in der Reihenfolge.

d) Versuche auf Blogs zu kommen. Das erzeugt nicht nur Reichweite für dich als Act bzw. für deinen Song, viele Playlist-Kurator schauen hier nach, um Songs für ihre Playlisten zu finden. Wir von Dance-Charts können das aus eigener Erfahrung bestätigen: ein Blog-Posting kann teilweise mehr Anschub bringen als die Aufnahme in einer Playlist. Wenn das Blog-Posting dann noch auf den Sozialen Medien gepostet und geteilt wird, bringt es doppelten Push (siehe nächster Punkt).

e) Finde auf Sozialen Medien statt. Spotify arbeitet eng mit Facebook zusammen. Wenn dein Song auf Facebook oder Instagram genannt wird, weiß Spotify das. Dieser Faktor fließt in den Spotify-Algorithmus mit ein. Wenn dein Song viel in den Sozialen Netzwerken geteilt und geliket wird, ist das gut.

f) Bitte deine Sozial-Media-Fans, dass sie dir auf Spoitfy folgen. Umso mehr Follower dein Artist-Profil auf Spotify hat, desto besser ist das Signal für Spotify. Hier kannst du auch mit Free Downloads arbeiten. Download-Gates wie Toneden, Hypeddit oder Hive können dir so mehr Follower bringen.

g) Baue deine eigene Playlist auf und mache sie publik.

Entwicklung MusikmarktEntwicklung Musikmarkt | Quelle: Bundesverband Musikindustrie e.V.; GfK Panel Service

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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