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Yellow Claw - Danger Days EP

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten)

Yellow Claw - Danger Days EP"Danger Days EP" von Yellow Claw.

Jjim Taihuttu und Nils Rondhuis haben für ihre Anhänger des härteren Sounds eine EP releast. Aktuell fährt das Duo zweigleisig. Ihr Album “New Blood“ erschien am 22. Juni 2018. Danach folgte erstmal eine kreative Pause, die nur von wenigen Releases unterbrochen wurde. Nun melden sich Yellow Claw mit “Danger Days“ zurück, eine EP, die vor Energie strotzt. Wir präsentieren euch die Highlights und Schwächen. 


Give It to Me

Am ersten Titel arbeiteten direkt fünf (bzw. sechs) Personen mit. Die Collab mit dem Trio Nonsens ist feinste Bass-Musik. Mit 150 BPM ist klar, dass es sich hier um ein Festival-Tool handelt. Die Vocals sind namensgebend, wirken allerdings eher wie Füllmasse. Raue Synths im Drop und eine rollende Bassline sorgen für Action auf dem Dancefloor. Diese Nummer wird live mit Sicherheit zünden. Für ein Solo-Release wäre sie wohl zu schwach gewesen.



Danger Days

Der gleichnamige zweite Song ist eine bekannte ID aus den YC-Sets. Was im Break noch eine sanfte Future-Bass-Scheibe hätte werden können, entpuppt sich im Mainpart als Trap-Brett. Wer auf hohe Frequenzen steht, ist hier richtig aufgehoben. Der zweite Drop legt den Breakbeat bei Seite und führt eine verzerrte Kick ein, die im Hardstyle zu Hause ist. Auch hier erhielten die Jungs Unterstützung von ihrem Komponisten Thom van der Bruggen. Daneben waren noch einige Songwriter und Produzenten mit von der Partie.


Kaolo, Pt. 4

Ja, richtig gelesen. “Kaolo“ erhält zum dritten Mal ein Facelift. Das Original stammt aus dem Jahr 2013 und wurde seitdem mehrmals überarbeitet. Die Versionen unterscheiden sich dabei so stark, dass man eigentlich eigenständige Werke aus ihnen machen könnte. Der Dauerbrenner stellt eine Art Running-Gag innerhalb der Barong-Family dar. Was wäre ein Jahr ohne “Kaolo“? Diesmal hat man sich für eine Option mit vielen Dubstep-Einflüssen entschieden. Der Mainpart wird nicht jedem gefallen und ist keine musikalische Meiserleistung. Die Nummer drei der EP landet somit im Mittelfeld.

Can’t Help Myself

Das nächste Stück ist nicht sonderlich erwähnenswert. Es schließt sich “Kaolo“ an. Zwar weist es einen aufwendigeren Break auf, kommt jedoch mit einem wenig überraschenden Drop daher. Unter Kopfhörern vermag “Can’t Help Myself“ nicht zu überzeugen. Dies kann auf einem Festivalfloor ganz anders aussehen.


Break of Dawn

Wer “Beastmode“ liebt, der wird am Follow-Up “Break of Dawn“ interessiert sein. Erneut taten sich Yellow Claw und Stoltenhoff zusammen, um einen Banger zu erschaffen. Die Atmosphäre ist eine ganz andere. Weniger mystische und mehr old-school-Einflüsse haben ihren Weg in die Produktion gefunden. Der Drop verzichtet diesmal auf die beiden Einsätze von martialischen Hardstyle-Kicks innerhalb einer Phrase. Der Psy-Trance steht im Mittelpunkt. Der Nachfolger hat auch an Geschwindigkeit verloren. Während “Beastmode“ noch mit 160 BPM dahinraste, geht “Break of Dawn“ das Ganze entspannter mit „nur“ 145 BPM an. Ob das reicht, um den Erfolg von knapp 12 Mio. Spotify-Plays zu kacken? Wir schätzen nicht.


Bumrush 2019

Anhänger des schrillen Sounds aufgepasst. Wer einen Fetisch für Alarmanlagen oder Mosquitos hat, der wird “Bumrush 2019“ bereits nach dem ersten Mal Hören ins Herz geschlossen haben. Mäßig kreativ wird uns knappe drei Minuten durchgehend das alte TV-Thema aufgetischt. Break und Mainpart unterscheiden sich lediglich in der Ab- bzw. Anwesenheit einer Kick. Das hätte man auch besser lösen können.


Yexit

Trotz Namensverwandschaft handelt es sich hierbei nicht um die offizielle Hymne des EU-Ausstiegs seitens Großbritanniens. “Yexit“ scheint einer der Titel zu sein, welche das Duo auf Instagram unter „some of them were created in a few hours“ fasste. Ein simples Sample im Break, Bass im Drop. Damit ist alles gesagt.


20.000 Volts

Endlich Abwechslung! Klassische Villain-Synths spielen ein Schurken-Thema, auf dem gerappt wird. Auch, wenn es sich dabei nicht um die komplexeste Komposition handelt, liegt der Fokus natürlich auf dem Mainpart. Dort erwartet uns erst ein Psy-Drop mit innovativem Sound-Design. Dieser wird dann von einem schrecklichen Rawstyle-Part abgelöst, was jegliche Bewunderung für den Einfallsreichtum vernichtet. Das Maß an Verzerrung ist dabei so unsagbar hoch, dass einem förmlich die Ohren bluten.

 

Fazit: Auf der “Danger Days“-EP versammeln sich Tracks, die es qualitativ nicht zu Solo-Veröffentlichung gebracht haben. Das ist insofern normal, als dass EPs eben dazu dienen, den Fans neue Musik bieten zu können, ohne einen Flop befürchten zu müssen. Das gleichnamige Lied überzeugt am ehesten auf ganzer Linie. Dem Rest mangelt es teils an Kreativität, teils am musikalischen Wert. 20.000 Volts bildet dabei nicht nur den Abschluss, sondern grenzt an Körperverletzung.

 

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    Philipp · Vor 2 Monaten
    Rawstyle muss man halt mögen ?‍♂️
    Kein Grund es gleich schlecht zureden.
    Wer Radical Redemption kennt, weiß dass so gut wie jedes seiner Lieder aus „verzerrten Drops“ besteht.
    Generell nicht selten im Rawstyle Bereich.
  • This commment is unpublished.
    Kev · Vor 2 Monaten
    20.000v reißt alles raus.
    Danger ep. Ist dünn.

    aber wie bei vielen derzeit, eine Welle machen für einen relase und dann wird’s schwach. Vielleicht mal weniger auf Thailand anhängen ... die Stars ... ?
Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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