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Die ersten Hochkaräter

Das war Tag 2 des Ultra Music Festivals 2019

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten)

Das war Tag 2 des Ultra Music Festivals 2019Unser Review vom 2. Tag des Ultra Music Festivals.

Nach den leicht chaotischen Szenen zum Auftakt und Abschluss des ersten Festivaltages – fehlende Foto-Pässe, brennende Palmen und tausende alleingelassene Festivalgänger auf dem Highway – gelobten die Betreiber des Ultra Music Festivals Besserung ...


Besserung eingetreten?

… und hielten ihr Versprechen sogar. Die Menge der eingesetzten Shuttlebusse wurde zu diesem Zweck gar vervierfacht, das Security-Personal kurzfristig erneut geschult, LED-Bildschirme mit Hinweisen zu den Ausgängen aufgehängt und als kleinen Bonus verlängerten die Betreiber das Festival sogar über die eigentlich geplanten Settimes bis 2 Uhr früh hinaus. Zusätzliche DJs, darunter auch einige Hochkaräter, sollten bis weit über den eigentlichen Schließungszeitpunkt hinaus all diejenigen mit ihren Darbietungen belohnen, die länger ausharrten und so den Shuttlebetrieb entlasteten. Tatsächlich gab sich völlig außerplanmäßig Afrojack die Ehre und bespielte die UMF Radio Stage mit einem Afterhour-Set. Darüber hinaus blieben die Verpflegungs- und Merchandize-Stände auf dem Festivalgelände ebenfalls länger geöffnet. Jedenfalls ist es äußerst beeindruckend, wie kurzfristig und zugleich souverän die Betreiber des Festivals nach den Vorfällen der vergangenen Nacht ein erneutes PR-Desaster abgewendet haben. Dennoch bildete sich an den der östlichen Bushaltestellen eine Schlange von schätzungsweise 20.000 Besuchern.

Da ist Musik drin...

Zugegeben, nicht die kreativste Überschrift für dieses Thema, aber sei's drum. Wenn wir das Lineup von Tag zwei genauer betrachten, sehen wir relativ schnell, wohin ein Großteil der ausgezahlten Gagen geflossen sein dürfte. Lockere Warmup-Sets von Acts wie Tommie Sunshine oder Kevu boten den Festivalgästen auf allen Stages einen entspannten Einstieg in den Tag. Bei Cash Cash wurde es dann kurzzeitig kurios – aufgrund diverser Fehlfunktionen flog während des Sets kurzerhand der eingesetzte Mixer ins Publikum. Wirklich ernst wurde es dann am späten Nachmittag, als die Jungs von Gud Vibrations alias Slander und NGHTMRE für 90 Minuten die Mainstage übernahmen und mehr als nur gehörig einheizten. Mit einiger großzügigen Portion Trap, Dubstep, Bass-House und ganz viel Druck bespaßte das Trio die tobende Menge. 

Nach einer respektablen Vorstellung von Tchami wartete die Mainstage mit  einem der beiden absoluten Höhepunkte des Abends auf: Armin van Buuren! Mit einer EDM-Neuauflage des Klassikers „Jump“ von Van Halen eröffnete er sein energiegeladenes Mainstage-Set – wohl Stage-übergreifend der beste Auftritt des Abends. In seinem wie üblich aus Trance- und EDM-Elementen zusammengesetzten Stil gelang es ihm ein ums andere Mal, die Crowd mitzureißen. Sein Nachfolger Zedd tat es ihm in diesem Sinne größtenteils gleich. Zum Abschluss folgte mit Nummer-1-DJ Martin Garrix das groß angekündigte „Main Event“. – Ganz so besonders wie angekündigt gestaltete sich Garrix' Set leider dann doch nicht – eine größtenteils bekannte Track-Auswahl ließ wenige Überraschungen zu. Immerhin: Die eingesetzten Stage-Visuals waren überaus beeindruckend. Im Anschluss wurde sein Intro “Mistaken” mit Matisse & Sadko im Progressive-House- sowie Big-Room-Gewand veröffentlicht. 

Natürlich gab es auch an diesem Tag mehr als nur die Mainstage zu bestaunen – auf der Live Arena waren eigentlich durchgehend interessante Acts zu beobachten, die Worldwide Stage wartete wieder mit einer Vielzahl unterschiedlicher Genres auf und die Resistance-Stages groovten ebenfalls weiter vor sich hin – nur eben leider weit abseits des übrigen Geschehens. Zeitgleich mit Martin Garrix' Mainstage-Set gab es auf der Livestage mit deadmau5' neuem Showformat Cube 3.0 auch noch eine Weltpremiere zu bestaunen – zumindest für all diejenigen, die dafür auf Martin Garrix verzichten wollten.

Fazit: Das Ultra Music Festival zeigt, wie man eine Niederlage (vergangene Nacht) mit ein wenig Krisenmanagement in einen Sieg verwandeln kann und macht eine 180-Grad-Wende in puncto Organisation. Musikalisch lohnenswert war der zweite Festivaltag wie oben geschildert ohnedies.

 

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    JNJ · Vor 8 Monaten
    Wo ist der Mistaken Club Mix bitte im BigRoom Genre einzuordnen?!
Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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