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Monday, 05. December 2016

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01
Jan
2016

Remixe zum Hardwell-Hit

Hardwell feat. Jake Reese - Mad World [Remixes]

Nachdem seine Single „Mad World“ all seinen Fans ein Lächeln aufs Gesicht zauberte, legt Hardwell nun mit einer Remix-EP des Liedes nach. Dabei nahmen sich unter anderem Quintino, Olly James und Sephyx den Progressive-House-Track vor und versahen ihn mit ihrem eigenen, persönlichen Stil. Dabei vertreten sie allesamt ein komplett anderes Genre, als der Original-Song. Das Release ist für den 4. Januar 2016 vorgelesen.


Hardwell & Jake Reese

Hardwell gilt wohl als einer größten Sterne am EDM-Himmel und stammt wie auch viele seiner DJ Kollegen, darunter Tiesto, Dannic, R3hab und W&W aus der niederländischen Provinz Breda. Bereits mit 12 begann er mit dem Produzieren eigener Lieder. Jedoch entsprachen diese noch dem Sound des Hip-Hops. Während dieses Genre aber im Underground verschwand, entschied er sich eine 180-Grad-Wendung zumachen und landete im Bereich des Electro-House, dem er bis heute treu blieb. Bereits seine erste Single „Play It Around“ wurde ein Erfolg. Gleich mehrere Plattenlabel boten ihm Verträge an, darunter bei Juno- und Kontor Records. Sein endgültiger, sowohl nationaler- als auch internationaler

Durchbruch gelang ihm mit den Singles „Zero 76“ und „Spaceman“, die noch heute in ihren Sets zu finden sind. Was soll man noch groß sagen, sein Auftritt beim Tomorrowland 2012 ist das bis heute meistaufgerufenste DJ-Set im gesamten Netz, 2013 und 2014 stand er als jüngster DJ aller Zeiten an der Spitze der DJ-Mag-Top-100, sein Dokumentarfilm „I Am Hardwell“ erfreute sich riesiger Beliebtheit, sein Studioalbum stand an der Spitze der  Album-Charts und seit November 2015 hält er den Rekord für die größte DJ-Liveshow. Sein Plattenlabel „Revealed Records“ gilt als eines der Einflussreichsten im Bereich des Big-Rooms und ist verantwortlich für zahlreiche Newcomer, wie Julian Calor, Thomas Newson, die Bassjackers oder auch W&W.

Jake Reese ist der zweite Name, der auf dem Plattencover zu lesen ist. Der Musiker gewann im Jahre 2010 die dritte Staffel der niederländischen Version von X-Faktor, verschwand aber vorerst wieder von der Bildfläche, bis 2014 die drei Produzenten Tom Swoon und Lush & Simon ihn ins Studio holten. „Ahead of Us“ hieß die Single und konnte durch eben seine durchweg genialen Vocals punkten. Hardwell erkannte sein Talent und holten ihn für die Lieder „Mad World“ und „Run Wild“ ins Studio.

Hardwell feat. Jake Reese Mad World Remixes


Mad World (Quintino Remix)

Der erste Mix der Single stammt vom Niederländer Quintino, der erst vor knapp zwei Monaten seine Hardwell-Kollaboration „Scorpion“ premierte. Der Stil des Remix vertritt deutlich das Genre Big-Room und kündigt bereits während der Break an, auf was man sich während des Drops gefasst machen sollte. Der Drop ertönt sehr schnell und ballert nicht zu knapp. Zudem bringt er ordentlich Power mit sich und erinnert leicht an Hardwells 2013er Remix zu Blasterjaxx' „Fifteen“. Ähnlich wie bei seinen letzten Produktionen unterscheiden sich die Takte des Drops von einander. Für die Mainstage ist der Remix perfekt doch harmonieren mit den Vocals tut er eher weniger. Dennoch beweist Quintino, dass er es drauf hat und erfüllt die Erwartungen hierbei voll und ganz.


Mad World (Moksi Remix)

Beim zweiten Track erwarten uns die beiden niederländischen Produzenten von Moksi. Der Stil dieses Remix' lässt sich irgendwo zwischen UK-Garage-, Future- und Bass-House einordnen. Die Vocals sind teils sehr stark gepitcht. Bereits während des Refrains ist Reese' Gesang mit einem gängigen Kick unterlegt, der sehr mitreißend wirkt und ordentlich Tempo einbringt. Der Drop hingegen klingt sehr speziell, aber entpuppt sich spätestens jetzt, als ein Must-Have für alle Fans dieser Genres. Auch wenn man hier sehr an Produktionen von Jauz oder Tchami erinnert wird, haben Moksi hier eine gute Arbeit abgelegt.


Mad World (Sephyx Remix)

Ein Remix darf auf dieser EP bloß nicht fehlen und zwar der, dessen Nachfrage wohl am höchsten war. Als dieser entpuppte sich der, des niederländischen Hardstyle-Produzenten Sephyx. Der Track weist 150 bpm auf und lässt die Vocals perfekt mit dem Instrumental harmonieren. Die Melodie des Drops ist an die, des Gesangs angepasst und unterscheidet sich grundlegend von der, des Original-Liedes. Bisher wurden beinahe alle Hardstyle-Releases von Revealed gelobt, anders wird es hier wohl auch nicht sein, denn von vorn bis hinten kann der Remix überzeugen und lässt keine Mängel aufkommen. Auch wenn der Name bisher wohl eher wenigen ein Begriff sein wird, wurde die Erwartungen auf mehr des Newcomer-Talents nach ganz oben gesetzt.


Mad World (Olly James & Ryan & Vin Remix)

Einen weiteren Big-Room-Remix steuerten der britische Produzent Olly James und die niederländischen Newcomer Ryan & Vin bei. Im Gegensatz zum Remix von Quintino wurde hier um einiges mehr Wert auf Kreativität gesetzt, der bereits während der ersten und zweiten Strophe lässen sich verschiedene Soundeffekte und -elemente heraushören. Während des Refrains setzte ein genialer Leadsound ein und baut eine starke Vorfreude auf den Drop auf, der mit ordentlich Power einsetzt. Zudem harmonieren hier Vocals und Drop um einiges besser als bei den anderen Remixen und für eine Produktion von drei eher unbekannten Produzenten kann man hier definitiv ein großes Lob aussprechen. Die einzige Anmerkung, die man machen sollte ist die starke Ähnlichkeit zu Dropguns damaligen Stil.


Mad World (Acoustic Version)

Die wohl hörenswerteste Version kommt von Jake Reese selber. Wie bereits zu seiner ersten EDM-Single „Ahead of Us“ hat er hier eine Acoustic Version aufgenommen, die schlichtweg toll ist und ähnlich gut gelungen ist, wie die, zu „Call Me a Spaceman“ oder „Apollo“. Reese' Stimme ist unverkennbar und sprüht eine unglaubliche Wärme aus. Zusammen mit einer Gitarre und einem Piano bilden sie einen tollen Abschluss dieser Remix-EP.

Fazit: Bei dieser Remix-Ep dürfte jeder seinen Favoriten finden. Gefallen tun aber insbesondere die Version von Olly James und Ryan & Vin sowie natürlich die Acoustic Version. An den Original-Progressive-Track kommt wohl keiner dieser Tracks ran, aber mal hineinzuhören lohnt sich auf jeden Fall.

 



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