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Priorisierung von Songs

Spotify testet alternatives Entlohnungssystem für Künstler

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Spotify testet alternatives Entlohnungssystem für Künstler in Form von Priorisierung der Songs Spotify testet alternatives Entlohnungssystem.

Der schwedische Streaminganbieter Spotify, der sich in den letzten Jahren zum klaren Marktführer vor Apple Music entwickelt hat, kündigte vor kurzem ein neues und vor allem für unbekanntere Künstler interessantes Entlohnungsfeature an. Um was für eine Art von Entlohnung es sich dabei handelt, welche Folgen die Hörer zu befürchten haben und alles Weitere zum Test, erfahrt ihr wie immer bei uns.


Wie funktioniert das neue System und haben die Hörer mit Veränderungen zu rechnen?

Dieses neue Entlohnungssystem umfasst einen niedrigeren Lizenzsatz pro Stream, für den im Gegenzug die Songs von Künstlern, die sich gemeinsam mit ihrem Label und Spotify auf diesen Deal einigen, priorisiert werden. Das heißt das Spotify derartige Titel über Autoplay – in Anschluss an das Hören eines einzelnen Songs, eines Albums oder einer Playlist - abspielen wird. Des Weiteren sollen diese Tracks auch über Künstlerradios an potentielle Hörer weitergeleitet werden. Spotify versichert dabei, dass diese Funktion vollkommen optional sein soll und dass trotz eines derartigen Vertrages die Titel nur potentiellen Hörern in einem höheren Ausmaß empfohlen werden sollen. Eine höhere Anzahl an Streams kann der Anbieter den Künstlern also nicht garantieren. Intention hinter dieser Aktion ist laut eigenen Angaben, das Spotify kleineren Acts mehr Chancen zum Karrieresprung bieten will. Lediglich die niedrige Lizenzgebühr würde dieses Feature auch für kleinere Künstler zugänglich machen. Eine Pauschalgebühr, die dafür alternativ zu verlangen wäre, wäre für kleine Musiker nicht finanzierbar. Zudem ist wichtig zu erwähnen, dass der niedrige Lizenzsatz nur für die durch den Dienst gewonnenen Streams gilt. Für alle anderen Streams soll der normale Satz angewandt werden.

Die ersten Reaktionen auf die Ankündigung dieses Features vielen äußerst zwiespältig aus. Auf der einen Seite gab es starke Gegenreaktionen: Einerseits aufgrund des niedrigen Tantiemen-Satzes verbunden mit der für Musikschaffende aktuell extrem schweren Situation und andererseits wegen des Vorwurfs einer digitalen Payola – das heißt wegen des Vorwurfs der illegalen Praxis das bezahlte Abspielen von Songs normal in den Musikfluss einzugliedern. Zudem könnte die Gefahr bestehen, dass Hörer häufig nur noch bezahlte Streams vorgeschlagen bekommen. Dieser Kritik nahm Spotify mit der Ansage die Lieder nur potentiellen Hörern vorzuschlagen jedoch schon im gewissen Sinne den Wind aus den Segeln. Auf der anderen Seite hielten Befürworter des Features entgegen, dass insbesondere kleineren Künstlern so die Chance geboten werden würde zu größerer Aufmerksamkeit zu gelangen. Diese preisgünstige „Werbung“ würden kleinen Künstlern nur recht kommen.

Fazit: Abschließend bleibt festzuhalten, dass dieses neue, innovative Konzept von Spotify eine potentiell rosige Zukunft hat und vor allem unbekannteren Acts zu Aufmerksamkeit verhelfen könnte. Für Künstler dürfte es eigentlich zu keinen größeren Problemen mit dieser Funktion kommen, da sie lediglich eine Alternative zur normalen Bezahlung darstellt. Auch die Hörer müssen laut den Versprechen Spotifys mit keinen nervigen „Werbestreams“ rechnen. Wir sind gespannt, ob sich das System auch auf langfristige Sicht durchsetzen kann oder ob es sich nur um einen kurzweiligen Test handelt. Denn Spotify kündigte das Ganze bis dato lediglich als eine Art Experiment an.

 

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Über den Autor
Jannik Pesenacker

Mein Name ist Jannik Pesenacker und ich bin im August 2018 der Dance-Charts Redaktion beigetreten. Die Musik hat sich neben dem Fußball zu einer meiner größten Leidenschaften entwickelt. Dance-Charts ermöglicht mir, mein Interesse für die Musik auszuleben und lässt mich gleichzeitig den Beruf des Journalisten näher kennenlernen.

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