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Das Megaevent in Gelsenkirchen

World Club Dome Winter Edition 2017: Review

(Geschätzte Lesezeit: 6 - 11 Minuten)

World Club Dome Winter Edition 2017: ReviewWorld Club Dome Winter Edition 2017 - unser Review

Bei kalten sechs Grad Außentemperatur wurde vergangenen Samstag, 11. November 2017, die Veltins-Arena in Gelsenkirchen so richtig aufgeheizt! Das Motto des Abends war ganz klar: „TURN UP THE SPEAKERS“, denn kein Geringerer als der DJ Number One, Martin Garrix, hat bei der World Club Dome Winter Edition die Bassboxen und 38 000 Besucher zum Eskalieren gebracht! Selbstverständlich waren wir für euch vor Ort und wollen euch nun unsere Eindrücke der Megaparty schildern.


Erfolgreichstes BigCityBeats-Jahr geht zu Ende

Dass BigCityBeats mittlerweile mehr als nur ein Radiosender ist, hat sich im Laufe der letzten Jahre ausdrücklich erwiesen. Mittlerweile ist der Name zur Marke für einzigartige Events im Bereich der elektronischen Tanzmusik und vor allem als Veranstalter des größten Clubs der Welt bekannt: dem World Club Dome. Seit nun fünf Jahren steigt in der Frankfurter Commerzbank-Arena immer am ersten Juni-Wochenende eine Party der Superlative mit erstklassigem Line-Up, worunter sich selbstverständlich die besten DJs der Welt befinden. Bei der diesjährigen Jubiläumsausgabe konnte sogar ein Besucherrekord von 140 000 Fans erreicht werden. Um jedes Jahr die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, veranstaltet BigCityBeats aber auch zusätzlich seit 2015 die World Club Dome Winter Edition in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Nach Hardwell und Dimitri Vegas & Like Mike folgte nun dieses Mal der 21-jährige Superstar Martin Garrix.

World Club Dome Winter Edition 2017Doch bevor es für ihn am Samstag den Startschuss gab, wurde BigCityBeats vom Geschäftsführer der FC Schalke 04 Arena Management GmbH Moritz Beckers-Schwarz noch mit einem Award überrascht: „Die VELTINS-Arena ist glücklich, mit BigCityBeats einen Partner zu haben, der jetzt zum dritten Mal hintereinander die größte DJ-Solo-Show Deutschlands veranstaltet hat. Aus diesem Anlass sind wir hocherfreut, BigCityBeats in unsere Hall of Fame aufzunehmen, wo sie auf einer Erfolgsstufe neben Musikgrößen wie AC/DC oder Helene Fischer stehen.“

Wow, wenn das keine Ehre ist! Und somit konnte BigCityBeats bereits schon verkünden: Ja, es wird auch wieder eine World Club Dome Winter Edition 2018 geben! 


Trotz Kälte heiße Stimmung

Auch wenn bei dieser World Club Dome Winter Edition kein neuer Zuschauerrekord verkündet werden konnte, hatten die 38 000 Fans einen absolut unvergesslichen Samstagabend in der Veltins-Arena. Aufgrund der Kritik im Vorjahr hatte BigCityBeats bereits im Voraus für neue Organisationselemente bei dem Event gesorgt und schaffte nun neben dem Frontstage-, Infield- und VIP-Bereich sowie den Sitzplätzen eine Tanzterrasse mit einzigartigem Blick auf die Bühne. Dies schien bei den Zuschauern sehr gut anzukommen, denn die Tribüne war mehr als gut gefüllt! Ganz zu schweigen vom Frontstagebereich - denn dieser war nicht nur ausverkauft, sondern verwandelte sich auch innerhalb von 20 Minuten nach Öffnung des Stadions zum Hexenkessel. Also die perfekte Voraussetzung für eine geniale Partynacht! Doch leider hatte sich auch das Wetter der Winter-Edition angepasst, es war kalt in der Arena. Allerdings waren den Besuchern die gefütterten Jacken bald egal, denn bei dem Line-Up und Spezialeffekten konnte fast keiner mehr ruhig stehen bleiben…

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Mit viel Power in die erste Runde

Um die Support-Acts wurde lange Zeit ein Geheimnis gehalten. Julian Jordan, der Martin Garrix auf seinem Weg zum Erfolg tatkräftig unterstützte, und Justin Mylo, der ihn bei jeder Tour begleitet, waren die Namen, die am häufigsten bei diversen Munkeleien fielen. Diese bewahrheiteten sich tatsächlich am Tag der Bekanntgabe, mitsamt Newcomer CMC$ und natürlich BigCityBeats-Gesicht Le Shuuk.

Le Shuuk machte wie im Vorjahr den Anfang und stand um Punkt 16 Uhr auf der Bühne. Jedoch zog der Anfang seines Sets zeitgleich die Öffnung der Türen mit sich, sodass viele Fans auf ein paar Minuten Le Shuuk verzichten mussten. Denn gegen den Ansturm von 38 000 Zuschauern ist kein Stadion der Welt in so einer kurzen Zeit gewappnet. Vielleicht lässt sich das ja im kommenden Jahr verbessern. Das Set war, wie man es von ihm kennt, von vielen unterschiedlichen Genres bereichert, darunter Future Bass, Bigroom und Hardstyle. Das Sahnehäubchen dabei waren die zahlreichen treuen Fans, die sich passend zu seinem Unicorn-Army-Hashtag im Einhornkostüm präsentierten.

CMC$ übernahm die Bühne im Anschluss an Le Shuuk. Der Niederländer lernte Martin Garrix während des Studiums kennen. Infolge seines Vertrags mit Garrix’ Plattenlabel STMPD RCRDS gehört er nun zum Standardprogramm des Weltstars. Sein Stil lässt sich als eine Mischung aus Future Bass, Trap und Hip-Hop bezeichnen, der eine groovige Atmosphäre entwickelte, jedoch nicht mit einem großen Wiedererkennungswert punkten konnte.

World Club Dome Winter Edition 2017Brooks‘ Set konnte das Problem des Wiedererkennungswertes bewältigen. Seine charakterisierende Mischung aus Future House und Future Bounce brachte jeden zum Springen und Tanzen. Insbesondere seine Tracks „Jetlag“ (mit Mike Williams) sowie sein Remix zu Zayn und Sias „Dusk Till Dawn“ kamen gut an.

Bei Julian Jordan war die Stimmung bereits mehr als ordentlich angeheizt. Mit dem Intro wurde deutlich, dass den bouncigen Klängen von Brooks ein Ende gesetzt wird und stattdessen eine Runde energiegeladener Bigroom an der Tagesordnung steht. Viele Schnittstellen zu Garrix‘ Stil wurden deutlich, aber auch Bass House und Trap ließ er nicht außen vor. Sowohl den Besuchern als auch Julian Jordan selbst sah man den Spaß am Set an. Zudem konnten hier bereits eine Menge Lichter und Animationen für tolle Momente sorgen.

World Club Dome Winter Edition 2017Nachdem die Arena dank Julian Jordan schon ordentlich kochte, sprang Justin Mylo noch einmal ins Future-Bounce-Schema zurück, was den Besuchern des World Club Domes die Möglichkeit gab, ein wenig herunterzufahren und Kraft für den Mainact des Abends zu sparen. Doch auch Mylo hatte ein paar coole Songs auf Lager - nicht zuletzt seinen Club-Erfolg „Jumping Jack“.

Ziehen wir ein erstes Zwischenfazit, müssen wir feststellen, dass die fünf Support-Acts an dem Abend das Line-Up des Vorjahres im ganz großen Maße in den Schatten stellten. Während Wolfpack 2016 mit einem völlig falschen Genre aufschlug und MATTN ein heiteres Durcheinander präsentierte, konnten allen voran Julian Jordan und Brooks ein großartiges Feeling aufbauen und mit Kreativität überzeugen.


Eine musikalische Reise durch die Erfolgskarriere des Superstars Martin Garrix

Und dann war es endlich soweit! Pünktlich um 21 Uhr begannen die ersten Töne des Intros von Martin Garrix und verpassten den Fans absolute Gänsehaut! Denn man hörte in Form eines Medleys einen Flashback durch alle einzigartigen Hymnen der vergangenen Jahre, bis eine Loading-Animation einen der letzten großen Songs des Nummer-eins-DJs Martin Garrix einleitete - „Byte“. Die Crowd war sofort bei der Sache und es entstand eine Atmosphäre, die keinen mehr losließ, wofür vor allem die ausgefallene Tracklist sorgte. Hier war für jeden Martin-Garrix-Fan etwas dabei, weil er wirklich jeden seiner Ohrwürmer zum Besten gab. Dazu gehörten Lieder wie „Animals“ oder „Helicopter“, die für ihn als Sprungbrett zählen und uns an den Anfang seiner Karriere katapultierten. Doch auch ein Trip in die Zukunft blieb uns mit noch unbekannten Titeln beziehungsweise Melodien nicht verwehrt. Auf einer ganz anderen Ebene begegneten uns dann energiegeladene Kracher wie „Pizza“ oder „Virus“, aber auch seine „ruhigeren“ Chartbreaker „There For You“ (mit Troye Sivan) und „Scared To Be Lonely“ (mit Dua Lipa), die bei den Zuschauern nahezu für Tränen sorgten.

World Club Dome Winter Edition 2017Doch das Muster der Show hieß nicht nur Gänsehaut und Tränen, sondern vor allem auch Kreativität! Hierbei begab sich Martin Garrix in Bereiche, die seinem typischen Schema nicht vollständig entsprachen. Dahinter verbargen sich zum einen experimentelle Tracks von ihm à la „Set Me Free“ und „Make Up Your Mind“, zum anderen auch Nummern, die nicht aus seinem Studio stammen wie der Daft-Punk-Klassiker „One More Time“, deren Motto „Celebrate and dance so free“ an dem Abend voll und ganz zutrafen. Diese Songs hatten eine unglaublich auflockernde Wirkung und ließen Raum für weitere Gänsehautschübe.

Was man Martin Garrix ebenfalls zugutekommen lassen musste, ist sein perfektes Gefühl dafür, in welchem Maße er mit dem Publikum spielt. Während ein Like Mike jedes Lied kommentiert und einen längeren Monolog zwischen zwei Liedern von sich gibt, setzt Martin Garrix auf weitaus weniger und schafft es dennoch, jeden im Publikum auf irgendeiner Ebene anzusprechen. Maßgeblich daran beteiligt waren selbstverständlich auch der Sit-Down zu „Tremor“ sowie auch die Lichter, die per Handy-Taschenlampe im gesamten Stadion zu sehen waren, während die ruhigen Klänge von „Together“ spielten.

Bis zu den abschließenden Klängen von „In the Name of Love“ sprang das Publikum die gesamten zwei Stunden seines Sets auf und ab und versprühte wie auch Garrix selbst eine großartige Laune. Keiner wollte es wahrhaben, als der Holländer schließlich wieder die Bühne verließ. In allen Gesichtern war am Ende ein Strahlen zu sehen.World Club Dome Winter Edition 2017

Martin Garrix beim World Club Dome Winter Edition 2017


Programm voller Special Effects

Maßgeblich beteiligt an der fantastischen Atmosphäre war jedoch auch die gesamte Bühnenshow, bei der im Vergleich zum Vorjahr eine riesige Schippe draufgelegt wurde. Vor allem ein großes Plus, das hinter Garrix errichtet wurde und mittlerweile neben dem X zu seinem Markenzeichen geworden ist (+x), sorgte für Aufsehen. Dieses bot Platz für diverse Animationen, die mit einer Leinwand im Hintergrund eine gigantische Harmonie bildeten. Egal, ob es Tiere, Statuen, Martin Garrix selbst oder einfach nur tausende unterschiedliche Lichter waren, die auf den Hintergründen abgebildet waren - es wirkte atemberaubend!

World Club Dome Winter Edition 2017Dazu kamen die unzähligen LEDs, die durch die ganze Arena strahlten und nicht nur von der Bühne aus, sondern auch vom hinteren Trakt den gesamten Raum in unterschiedliche Farben funkeln ließen. Als wäre dies noch nicht genug, verfolgten Kameras rund um das Mischpult den 21-Jährigen und projizierten ihn von allen Seiten aus im Takt der Musik auf die großen seitlich ausgerichteten Leinwände. Doch auch hier ist noch nicht Schluss: Sowohl das Feuer als auch die CO2-Kanonen und die Konfettimaschinen kamen so oft zum Einsatz wie noch nie. Durch die unglaublich ausgetüftelte Lichtshow kamen diese gar noch mehr zum Vorschein und harmonierten perfekt mit den Melodien.


Kleine Anmerkungen am Rande

Jedoch gab es aber einen Aspekt, der uns sehr verwunderte. Die meisten Besucher der World Club Dome Winter Editionen waren hochmotivierte und freudestrahlende Fans, die mit selbstkreierten Pizzakartons und Flaggen zum Event anreisten. In den ersten Reihen ließen sich aber einige Besucher finden, die die Energie der anderen so gar nicht teilen konnten und nur herumstanden. Ein Tipp für's nächste Mal: Sitzkarte kaufen.

World Club Dome Winter Edition 2017Ebenso möchten wir noch einen kleinen Kritikpunkt äußern, der sich vor allem während des Gigs von Martin Garrix bemerkbar machte, für die Gesamtstimmung allerdings nicht allzu ausschlaggebend war: Wir alle wissen, wie viel Power in der Musik des Superstars steckt und wie kostspielig auch die gesamte Technikanlage in der Arena sein muss. Trotzdem ist es schade, wenn bei einigen Liedern der Bass auffällig versagt und kratzt. Vor allem im ausverkauften Frontstage-Bereich war dies schnell zu spüren. Vielleicht gibt es hierfür 2018 eine Lösung.


Die Party geht weiter

Doch auch nach Garrix’ Abgang um 23 Uhr war es noch nicht ganz vorbei, denn BigCityBeats zeigte wie in den vergangenen Jahren ein Video mit den ersten Line-Up-Acts für den World Club Dome 2018 (Motto: „The Hollywood-Edition“). Schon in den Tagen zuvor kündigte der Veranstalter in den sozialen Netzwerken Acts wie Axwell ^ Ingrosso oder Tiësto an, was für sehr positive Resonanz sorgte. Allerdings warteten alle irgendwie auf „die ganz großen Namen“, wie die Hauptperson des Abends, Martin Garrix, oder auch DJ-Kollege Hardwell, die aber auch hier noch nicht genannt wurden. Trotz alledem kann man sich schon auf WCD-„Neulinge“ wie Nervo oder Vini Vici freuen, aber auch auf alte Bekannte wie W&W und Steve Aoki!

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Fazit

Im Großen und Ganzen kann sich BigCityBeats für diesen Abend wirklich auf die Schultern klopfen. Die Licht- und Bühnenshows waren schlichtweg atemberaubend und die Musik bombastisch. Man konnte die Leidenschaft aller Acts fühlen und eine unglaublich harmonische Atmosphäre aufbauen.

Trotz etwas geringerer Besucherzahlen wurde das Event des letzten Jahres vollkommen in den Schatten gestellt. Bereits die gesamte Aufmachung was besser als noch 2016 und der Veranstalter zeigte, dass er sich die Kritik des vergangenen Jahres zu Herzen nahm und die neuen Ideen und Tipps umgesetzt hat.

Doch allem voraus konnte natürlich durch den Headliner Martin Garrix in jeglicher Hinsicht gepunktet werden! Der 21-jährige DJ Number-One verteidigte sehr würdig seinen Titel und präsentierte eine Show, die bei allen für Gänsehaut sorgte. Jeder Song wurde hier zum Highlight! Die nahezu greifbare Energie konnten Dimitri Vegas & Like Mike im letzten Jahr nicht im Entferntesten konstruieren.

Und auch für Martin Garrix persönlich schien die World Club Dome Winter Edition sehr besonders gewesen zu sein, denn schon am nächsten Tag veröffentlichte er auf Instagram und Facebook stolz einige Fotos und das Video vom Mitgrölen der Fans zu „Tremor“ und bedankte sich bei allen Mitwerkenden an dem Event. Na, wenn das kein Erfolg ist! Da haben sich der Holländer, sein Team, die Support-Acts und selbstverständlich auch BigCityBeats definitiv eine Pizza verdient!

 

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