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Über das Jahr 2019, neue Musik und Genre-Denken

ADE 2019: Interview mit Mike Williams

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 6 Minuten)

Mike WilliamsDJ und Produzent Mike Williams.

Der niederländische Future-Bounce-Produzent Mike Williams wird als eines der größten Musiktalente aus der Heimat der elektronischen Musik gesehen. Der 22-Jährige ist nun seit drei Jahren fester Bestandteil der EDM-Szene und hat bereits einen Platz bei den großen Produzenten sicher. Seine Kollaborationen mit R3HAB und Felix Jaehn verzeichneten über 100 Millionen Streams auf Spotify, er trat im Sommer erstmals auf der Mainstage des kultigen Tomorrowland auf und veröffentlichte kürzlich seine eigene Modekette. Beim diesjährigen Amsterdam Dance Event, bei dem er täglich verschiedene Auftritte hatte und unter anderem beim AMF spielen durfte, hatten wir die Gelegenheit mit dem sympathischen Niederländer ein paar Minuten zu sprechen.

„Ich denke nicht in Genres“


Hey, Mike! Wie geht’s dir?

Mir geht es sehr gut. Heute ist der erste Tag vom ADE. Das wird auf jeden Fall eine interessante Woche.

Wie ist dein Verhältnis zum Amsterdam Dance Event?

Ich komme ja aus den Niederlanden, deshalb fühlt sich das ADE immer sehr persönlich an. Hier kommen so viele DJs und Freunde hin. Das ist ziemlich cool. Außerdem gebe ich hier meine eigene Show, was immer ein großes Highlight ist.

Das ADE ist sicherlich eines deines Jahreshighlights. Wenn du auf das bisherige Jahr 2019 zurückblickst, was war dein persönliches Highlight?

Wir haben einige große Shows abgeliefert. Ich denke, eine davon ist definitiv Tomorrowland. Das erste Mal auf der Mainstage. Darauf habe ich lange hingearbeitet. Dazu hatten wir noch tolle Shows in Deutschland, Österreich und Japan. Es war im Allgemeinen ein fantastisches Jahr.

Wenn wir das jetzt mal auf die musikalische Ebene setzen, was waren da deine Jahreshighlights?

Prinzipiell gab es viele Newcomer, die mich in diesem Jahr beeindruckt haben und den Sprung geschafft haben. Ich halte es generell für sehr wichtig, dass junge Produzenten mehr in den Fokus geraten. Ein gutes Beispiel dafür ist RetroVision. In Bezug auf meine eigene Musik war sicherlich “Wait Another Day“ ein Highlight. Das Release war zwar schon im Dezember, aber wurde besonders hier in den Radios erst im Frühjahr gespielt. Das hat mich sehr glücklich gemacht. Des Weiteren habe ich mit Nicky Romero einen Track produziert, der sehr bald erscheinen wird.


Das heißt, wir können uns auf neue Musik in den nächsten Wochen freuen?

Definitiv. Wir veröffentlichen den Track sehr bald. Vielleicht wird auch noch ein weiterer Track im Dezember erscheinen, aber das weiß ich noch nicht genau. Das entscheidet sich dann kurzfristig.

Kürzlich hast du deine neue Modekette herausgebracht. Sind weitere Projekt der Art in näherer Zukunft geplant?

Im Moment fokussieren wir uns ausschließlich darauf. Das steht zurzeit an erster Stelle. Meine Schwester gibt sich in der Angelegenheit sehr viel Mühe. Aber auch ich versuche mich damit so viel zu beschäftigen wie es geht. Für das nächste Jahr sind auch schon einige größere Sachen geplant, über die ich aber jetzt noch nicht sprechen kann. 

Wie sieht es mit Projekten mit anderen DJs aus? Du erwähntest bereits die Kollaboration mit Nicky Romero. Sind weitere Collabs in Arbeit?

Ja, wir arbeiten daran. Es gibt einige Studioarbeiten mit anderen coolen Artists, die eine Kollaboration werden könnten. Auch mit einem von den großen DJs, aber das ist erst nächstes Jahr relevant. Dann werden wir sehen, was wir wann veröffentlichen können. Aber mehr kann ich noch nicht verraten.

Ein aktuelles Thema in der EDM-Szene, welches jedes Jahr neu aufkommt ist das DJ-Mag-Voting. Ist dir eine Platzierung in den Top 100 wichtig?

Ich denke, auf eine gewisse Art und Weise ist es wichtig. Es ist das dritte Jahr für mich, dass ich versuche, in die Top 100 zu kommen. Die letzten beiden Jahre waren schon sehr gut. Da war ich auf dem 60. Platz. Man weiß natürlich nicht, wie das dieses Jahr aussieht, aber man versucht sich selbstverständlich weiterzuentwickeln. Auf der anderen Seite ist aber auch nur eine Liste, über die es viele Diskussionen gibt. Ich denke auch, dass man aus DJs eigentlich keine Liste machen kann. Jeder DJ macht was Anderes und wenn man sich die Liste anschaut, fehlen dort einige DJs, die unglaubliche Shows abliefern. Deshalb ist es nicht so wichtig, wie es oft gesehen wird. (Anm. d. Red. Mike Williams landete auf dem 54. Platz) 

Du gehörst zu den größten Artists im Bereich Future Bounce. Könntest du dir vorstellen in Zukunft auch andere Richtungen auszuprobieren?

Ich meine, ich habe nie gesagt, dass Future Bounce oder Future House mache, aber die Leute sagen schnell, dass du immer dieses oder jenes Genre bedienst. Ich denke aber es gibt Elemente, die ich immer verwende. Meine Songs sind immer melodisch, energisch und groovig. Diese drei Sachen sind wir für mich wichtig. Da spielt für mich weniger eine Rolle, in welcher Form ich es produziere. Diese Elemente sind für mich die Grundlage. Um diese Elemente herum, bin ich aber auf andere Dinge auszuprobieren.

Du hattest dieses Jahr auch schon einen ruhigeren Track namens “Wait For You“, bei dem das Piano mehr im Fokus stand. Könnte es von dir weitere Songs in dieser Richtung geben?

Für die Clubs produziere ich kraftvollere Sounds. Vor allen Dingen wird der Style mehr von anderen DJs gespielt. Das ist dann eher die Mainstage-Richtung, aber auch Radio-Tracks bleiben auf meinem Radar. Vielleicht ein paar weniger BPM oder ruhigere Klänge. Da gibt es dann auch immer Optionen mit Club-Mixen diese Songs clubtauglich zu machen.


Wenn du in deiner Freizeit Musik hörst, hörst du dann die gleiche Art von Musik?

Ich versuche meistens, andere Musik zu hören. Zum Beispiel wenn ich im Auto sitze, höre ich gerne alte niederländische Musik. Das ist dann immer etwas traditioneller, was einfach mal etwas Anderes ist und mir neue Impulse gibt. Wenn ich immer nur die gleichen Radio-Stationen hören, wo beispielsweise oft meine eigenen Tracks oder andere bekannte Dance-Songs gespielt werden, bringt mir das nicht so viel, weil ich keine neue Inspiration finde. Deshalb denke ich, dass es notwendig ist, auch andere Musik zu hören.

Vielen Dank, für das Interview! Jetzt kannst du noch ein paar letzte Worte für deine deutschen Fans hinterlassen.

Ich bin sehr dankbar, für all den Support. Ich hatte schon viele coole Shows in Deutschland mit einer tollen Crowd, die Unterschriften oder Fotos mit mir machen wollten. Das sind coole Fans, deshalb komme ich immer gerne nach Deutschland. Vielen Dank für die Unterstützung!

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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