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2. Halbfinale - ESC in Israel

Eurovision Song Contest 2019 – So lief das zweite Halbfinale

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten)

Eurovision Song Contest 20192. Halbfinale - ESC in Israel.

Im zweiten Halbfinale fanden sich die Kandidaten für die TOP 5 des ESC-Finals wieder. Zudem waren aber auch eine Reihe von triefenden Balladen dabei, aber das ist eben ESC. Auch hier gab es wieder Entscheidungen, die nur das ESC-Universum versteht. Wie San Marino im ersten Halbfinale gezeigt hat, kann der Kritiker und können die Wettbüros vor nichts sicher sein, aber hier sind die 10 teilnehmenden Länder für das Finale am Samstag, direkt aus dem zweiten Halbfinale.


Zwitscher-Liste

Es folgt eine kleine Liste mit Eindrücken zu jedem teilnehmenden Land. Jede Aussage kann gut per Copy-And-Paste am Samstag beim Finale per SMS, WhatsApp-Message oder Twitter verschickt werden. Dann bitte immer mit dem Hashtag #DanceCharts 😉. Namen und Titel habe ich einfach mal weggelassen, da sie ohnehin direkt wieder in der Versenkung verschwinden…

Dänemark besinnt sich auf das skandinavische Liedermacherinnen-Konzept. Lächeln, Kopfschunkeln und unschuldige Leichtigkeit. Kann man doch in den wilden Zeiten gerade gut vertragen. Auf geht's. Überrasche uns im Finale mit einer guten Platzierung.

Schweden, ich bin nicht objektiv bei dir. Grundsätzlich hat ein Songwriting Team die Tracks perfekt für den ESC durchgestylt. Auch dieses Jahr passt es. Zu wenig EDM, zu viel Pop, aber die Wetten stehen gut für eine TOP5 Platzierung. Bei mir ist der Song schweren Herzens durchgefallen, aber natürlich geht es ins Finale mit großen Ambitionen.

Schweiz wartet mit einem DSDS-Gewinner auf. Also sind 12 Punkte aus Deutschland im Finale schon einmal sicher. Aber auf südamerikanisch und Justin Timberlake machen ist so 2016. Finale wartet natürlich trotzdem auf Luca Hänni.

Albanien ist ein Garant für Ethno-Balladen. Das ist auch gut so, denn der ESC soll Länder und Musikstile repräsentieren und nicht Einheitsbrei bieten. Schön, dass es für Albanien weiter geht.

Aserbaidschan. Danke. Für Freunde des gepflegten Chill-Pop EDM mit R&B-Anleihen bietet der ESC diesen kleinen Track. Aserbaidschan macht es richtig, keine klassische Ballade und doch ein paar Ethno-Klänge verwurstet. Chingiz mit Truth kann man entspannt hören. Wer macht den Mix mit ein paar BPMs mehr, der clubtauglich ist?

Malta hat einen guten Beat, der aus der Balladenmasse heraussticht, besonders, aber doch eingängig ist. Da hat der kleine Inselstaat mal wieder einen Track vorgelegt, der entspannt unter die Top 10 kommen kann.

Niederlande hat einfach den Song des ESC 2019. Sehr hoch in den Wettbüros und Umfragen gehandelt, was jedoch nicht immer etwas zu sagen hat. Der Track ist aber super aufgebaut, hat ruhige, sphärische Teile und schlägt danach los, ohne ein hohes Tempo zu besitzen. Die unterschiedlichen Teile sind gut kombiniert. Die Jurywertung im Finale sollte auf jeden Fall den ersten Platz bringen. Doch auch das Zuschauer-Voting schreit nach dem ersten ESC-Sieg für die Niederlande nach dem schrecklichen Ding-A-Dong von 1975. Zwischen 2005 und 2012 sind sie jedes Mal im Halbfinale rausgeflogen. Auch danach gab es wenige "Ausrutscher" in die TOP 10. Dieses Jahr sind sie zum Greifen nah am ESC-Sieg.

Nordmazedonien hat bestimmt einen Song mit Tiefgang. Ich kann den Song aber nicht ertragen. Da hilft es auch nicht, dass sich der Track in eine dramatische James-Bond-Ballade verwandelt. Aber es muss ja auch die hinteren Plätze im ESC-Finale geben.

Norwegen macht New-Disco. Mit modernen Euro-Beats und einem Glatz-Klops, der immer dazwischen gröhlt. Das soll ein Indigenes-Ethno-Pop-Element darstellen. Die Bevölkerungsgruppe der Samen, die in Nord-Norwegen und Finnland lebt, hat einen musikalischen Ausdruck in der Musikrichtung "Jojk". Das ist beeindruckend. Ich empfinde es jedoch vom norwegischen Beitrag nicht als wertschätzend genutzt, sondern als reines Showelement. (Das musste ich mal loswerden…) Dennoch ist Norwegen am Puls des ESC und wird sich im oberen Mittelfeld des Finales wiederfinden (oder vielleicht sogar etwas höher), denn der Track ist hörenswert und geht sogar in die Beine mit Chart-Potential.

Russland zieht wieder alle Register, um kostspielige Konservenmusik und die dazugehörige Performance zu produzieren. Glatt, durchgestylt, voll auf Erfolg getrimmt, ohne Seele, nur mit vielen Spiegeln. Hoch gehandelt, wird sich aber im Finale hinter Songs mit mehr Seele und Groove einreihen müssen.

Auch im heutigen Halbfinale stellten sich kurz die Hälfte der Big-Five plus One vor. (Das sind die Länder, die direkt ins Finale kommen, da sie mehr in den Topf der europäischen Fernsehanstalten zahlen):

England darf das. Große Male-Ballads mit Halbton-Rückung (wie bei Schlagern üblich) á la Sam Smith und Co. Hören will das trotzdem niemand, nicht mal beim ESC.

Italien macht ein bisschen auf böse, darf aber nicht über seine Hosenkette stolpern. Der italienische Sprechgesang geht im eigenen Land voll durch die Decke. Passt das zum ESC? Die Wettbüros lassen ihn an den TOP3 schnuppern. Für mich ein gutes Stück tiefer.

Deutschland lässt dieses Jahr lieber die anderen um den Titel kämpfen. Schade. Ich mag die beiden Sängerinnen. Zumindest wird es kein neuer Titel für den Zero-Points-Club. Doch selbst mit einer lupenreinen Performance und viel Gefühl ist alles über Platz 20 ein Erfolg, den sich die Sängerinnen zuzuschreiben haben.
 

Fazit: In diesem Jahr kämpfen Russland, Schweden, Aserbaidschan und Italien um den Titel. Australien bekommt gerade Schwung auf der Zielgraden. Wie weit reicht es? Island könnte überraschender Weise sehr weit vorne enden. Frankreich ist ein Kandidat bei einem perfekten Abend (und durch hohe Jurystimmen) ein Überraschungssieger zu werden. Moment. Ich habe den Sieger vergessen. Wir sehen uns nächstes Jahr in den Niederlanden!

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Über den Autor
Marco Boehm

Musik begleitet mich im Leben. Als Musiker, Songwriter und DJ sind Beats und Rhythmus die Grundlagen für das Musikgefühl. In Kombination mit musiktheoretischem Hintergrund wird daraus ein ganzheitliches Musikverständnis. Elektronische Clubmusik kann mich dabei genauso beeindrucken wie Pop, Rock oder Chartmusik. Selbst der Eurovision Song Contest fasziniert mich. Aus diesem Grund lasse ich mich auf keine Musikrichtung festlegen.

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