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Mit AutoTune nachgeholfen

ESC 2019: Madonna-Auftritt nachträglich verändert

(Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten)

Eurovision Song Contest 2019 - MadonnaMadonna beim Eurovision Song Contest 2019 | Bild: YouTube \ Madonna.

Dass Madonna keine wirklich gute Figur beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel angegeben hat, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Auch wir berichteten. Es gab viele Töne, die bei ihrer Live-Performance zu "Like A Prayer" nicht getroffen wurden. Auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Madonna wurde nun der Auftritt hochgeladen - man wundert sich für die deutlich besseres Gesangseinlage der Pop-Queen. Wurde etwa die Tonspur verändert? Was ist passiert?


AutoTune regelt

In der täglichen Musikproduktion ist es seit vielen Jahren ein geschätztes und viel-genutztes Tool: AutoTune, bzw. Derivate wie Melodyne. Programme mit denen Audio-Aufnahmen im nachhinein hinsichtlich ihrer Tonalität korrigiert werden können. Singt zum Beispiel eine Sängerin eine Strophe ein und trifft nicht immer 100% korrekt jeden Ton, wird mit AutoTune nachgeholfen, so dass jede Note sitzt. Wenn die Eingriffe dezent sind und sich im kleinen Rahmen bewegen, hört man diesen Effekt zuweilen nicht einmal.

Als Madonna am 18. Mai 2019 beim Eurovision Song Contest "Like A Prayer" sang, durchlebte sie sicher keine Sternstunde ihrer Karriere. Sehr viele Noten waren weit davon entfernt korrekt getroffen zu werden. Zahlreiche Zuschauer an den TV-Geräten wunderten sich über die schwache Performance Madonnas. Sie sang schief. Hart an der Schmerzgrenze. Nur einen Tag später wurde der Auftritt auf dem YouTube-Kanal der 60-jährigen US-amerikanischen Sängerin veröffentlicht. Er unterscheidet sich qualitativ deutlich von der Live-Performance am Tag zuvor.

Ganz offensichtlich wurde Madonnas Live-Gesang während der Show aufgenommen und nachträglich mit AutoTune korrigiert. Das Ergebnis: deutlich mehr Noten wurden in diesem Video getroffen, als noch in der Show am Vortag. Der geübte Hörer kann an einigen Stelle deutlich die typischen AutoTune-Artefakte wahrnehmen, die bei sehr starker Bearbeitung auftreten. Im zweiten Song ("Future") wird dieser Effekt übrigens ins Maximale gedreht und als Stilmittel verwendet. Zum Vergleich im Nachfolgenden die beiden unterschiedlichen Versionen im Vergleich.

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    HATHOR · Vor 6 Monaten
    Ich dachte wirklich, ich muss dringend zum HNODoc... Dank Technik wird jede Krähe zur Lerche... Ich nenne das Betrug am Trommfell...
Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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