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Remastered Classics

Accuface - Missing Links [Album]

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten)

Accuface - Missing Links"Missing Links" das neue Album von Accuface.

Es ist vollbracht: innerhalb der letzten drei Jahre hat Accuface in harter Arbeit all seine Classics aus den vergangenen 25 Jahren aufpoliert und auf seinem Label Metrophonic Resistance veröffentlicht. Die langwierige Arbeit (das Sichten alter DAT-Kassetten mit den Original-Masters, Reparieren alter Festplatten und das sorgfältige Re-Mastering) gipfelt nun in seinem letzten Album der Remaster-Serie: „Missing Links”. Ein Album das erneut neben altbekannten Stücken, die nie in voller Länge erschienen (weil sie nur auf den legendären Sony/Tunnel Sampler „Tunnel Trance Force“ und DJ Networx als Mix-Snippet vorhanden waren) auch bisher unveröffentlichtes Material bietet. Einige Songs datieren bis zurück ins Jahr 1996. Nun sind sie am Start - natürlich neu gemastert im besten 2021 State-of-the-Art-Sound!


Accuface

Die Reise startete im Jahr 2018, als Marlon (aka Accuface) langsam genug hatte von der Tatsache, dass die auf Tunnel Records veröffentlichten Songs quasi unkontrolliert im Internet lagen nachdem Tunnel Records die Tore schloss. "Nicht nur, dass ich nie einen Cent von den noch immer bestandene Verkäufen sah, viele dieser Tracks klangen auch nicht gerade optimal - so als ob sie bereits als Mp3s hochgeladen und dann nochmals vom jeweiligen Shop konvertiert wurden. Andere Songs hatten wiederum völlig falsche Titel oder Versionsnamen. So habe ich mich zu einem sogenannten Take-Down entschlossen. Alle Tracks sollten aus dem Netz genommen werden. Dieser Prozess allein dauerte fast ein halbes Jahr, weil einige Songs immer wieder „durchrutschten“ und somit noch verfügbar waren. Mittlerweile startete Marlon (neben seiner eigenen zeitintensiven Arbeit bei seinen Labeln Metrophonic Resistance, Sonic Flash, Pure Energy Records und Sonic Art Music) die Originalversionen seiner Songs zu sichten und neu zu mastern. Accuface-Fans finden nun insgesamt über 160 Songs und Mixes in den Shops und Streaming Services  - alle frisch gemastert in 24 Bit HQ.


Missing Links

Auf "Missing Links" befinden sich jede Menge Songs, die nie zuvor in voller Länge zu hören waren, wie zum Beispiel "Ability to fold Space" von der DJ Networx Vol. 6 aus dem Jahr 2000, sowie der Party-Track "9 o'clock (we gotta go to work)" von der  Tunnel Trance Force Vol. 22 (2002) oder das härtere "Frequency of the Nation" (DJ Networx Vol 3, 1999). Wie bei jedem Song steckt auch hinter letztgenannten eine Geschichte: "Die  CD-Reihe DJ Networx war noch ziemlich neu. Nach dem mega Erfolg der Tunnel Trance Force (sie brach schon mit den ersten Volume in die Top 3 der Media Control  Charts) wollte Sony Music eine härtere Mix-Compilation-Variante etablieren. Tunnel hatte mich gefragt, ob ich einen härteren Track beisteuern könnte. Inspiriert von einem meiner Lieblings-Techno-Sounds - dem legendären ‚Hoover‘ - habe ich mich im Studio drangesetzt. Wenn man genau hinhört, hört man leichte Timing Glitches im Song. Alles war damals noch basierend auf echten Maschinen im Studio (Synthesizer, Expander und Sampler) und ich hatte nur einen Sampler (den Ensoniq ASR 10, 16 Bit voll ausgebaut mit sage und schreibe 16 Megabyte RAM). Ich habe diesem Gerät immer extrem viel abverlangt und es immer an seine Grenze gefahren. Die Oberfläche des Samplers wurde dabei so heiß, dass man Eier auf seiner Oberfläche hätte braten können. Im Sommer musste man halb nackt im Studio sein, um es auszuhalten, erinnert sich Marlon lachend und fügt hinzu: "Ja, die Zeiten waren wirklich anders früher aber ich möchte sie nicht missen".

Featured Track (Werbung)

Neben den bekannteren Tracks finden sich auch bisher völlig unveröffentlichte Songs auf „Missing Links". Wie zum Beispiel „Blow my Mind". “Er ist eines meiner Favoriten. Er passte damals nicht in die Zeit, weil er zu „anders“ war. Ich hatte mir sogar die ‚Dreistigkeit‘ erlaubt, mit einem Electro-Breakbeat anzufangen, was für die damalige Zeit mit den gängigen 4-to-the-Floor-Intros nicht gerade Gang und Gäbe war. Oder auch der Song ‚Dream (within a Dream)' von 1996. Ich war offenbar ziemlich inspiriert von meinem damaligen Lieblingssong ‚Children‘ von Robert Miles. Ich habe ‚Dream’ geschrieben, als ich in einem Studio in der Nähe von Hamburg war, um meine neue Single zu produzieren. Tunnel bat mir diese Möglichkeit, weil mein Studio zuhause noch zu klein war. Eine Woche später habe ich ‚Hightechflash' produziert und dies wurde dann DER Track - veröffentlicht auf Vinyl und Maxi-CD. Und ich habe ‚Dream‘ quasi liegen gelassen und vergessen. Ein paar Nebeninformationen für die ‚Studio Geeks': ‚Dream' beinhaltet eine echte  Roland TB 303 (Acid Part) and eine TR 909 Drummaschine (Hi-Hats and Snare)", erklärt Marlon.

Und natürlich gibt es auch diesmal wieder Bonus Tracks. Einer davon ist ein bisher noch nie veröffentlichter Alex Megane Remix von „Pure Energy". Wie bei Accuface’ letztem Album „Bring It Back“ auf dem er Megane's erste Version von „Your Destination” veröffentlichte, folgt auf „Missing Links“ der erste Mix, den Alex damals von „Pure Energy“ abgegeben hat. Marlon erinnert sich:  "Alex machte zwei Versionen und es war extrem schwer, sich zu entscheiden. Beide Versionen waren und sind noch immer mega stark!”

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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