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EDM füllt das Olympiastadion

Lollapalooza Berlin 2018 » [Review]

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 7 Minuten)

Lollapalooza Berlin 2018Unser Lollapalooza Berlin 2018 Review.

Mit einer Menge Glitzer und Konfetti verwandelte sich die Hauptstadt am 08. und 09. September 2018 in eine Partyhochburg schlechthin. In und auf dem Gelände des Olympiastadions, einer der größten Wahrzeichen Berlins, ereignete sich zum vierten Mal die deutsche Ausgabe des Lollapaloozas. Auf über 140 000 Besucher warteten an dem Wochenende großartige Künstler verschiedener Genres verteilt auf vier Bühnen. Unter anderem standen als Headliner The Weeknd, Imagine Dragons, Kraftwerk, Dua Lipa, Years&Years oder Casper auf dem Programm. Für alle Fans der elektronischen Tanzmusik kamen keine Geringeren als Armin van Buuren, David Guetta oder Kygo. Wir durften uns dieses Event natürlich nicht entgehen lassen und möchten euch im Folgenden von unseren Eindrücken berichten.

Absolut Lolla!

Nein, in diesem Zuge wollen wir keine Werbung für einen der Sponsoren beim Lollapalooza machen, aber die Aussage passt einfach perfekt zu der gesamten Gestaltung des Geländes des Festivals. Schon bei der Anreise merkte man, dass die Probleme von 2017 mit zehn S-Bahngleisen und vielen, weiteren Anfahrtsmöglichkeiten deutlich behoben werden konnten und somit bereits eine gute Grundlage für ein gutes Feiererlebnis geschaffen wurde. Doch kommen wir zum Festivalgelände an sich. Wie man weiß, steht selbstverständlich die Musik im Vordergrund, allerdings lebt das Lolla auch von vielen kreativen Ständen, leckerem Essen und Gute-Laune-Artisten. Es wird für ein rundum buntes Unterhaltungsprogramm gesorgt, bei dem mit Sicherheit jeder auf seine Kosten kommt. Im Vergleich zu den letzten Ausgaben sind 2018 auch noch mehr Dekoration und hübsche Fotokulissen hinzugekommen - für jeden Blogger und Instagram-Liebhaber ein Traum. Ebenso wurde das Bühnendesign erneuert und im wahrsten Sinne des Wortes die Perry’s Stage vergrößert…

Lollapalooza Berlin 2018


DJs im Fokus der Veranstaltung
 

Wenn man in den vergangenen Jahren in den Tages- und Onlinezeitungen die Berichte über das Lollapalooza las, ist meist kaum ein Wort über die Perry’s Stage - die Bühne, auf der die DJs auflegen - gefallen. Man hätte meinen können, es gäbe sie gar nicht… Doch dies änderte sich 2018 gewaltig. Nachdem man wusste, dass die Location diesmal das Olympiastadion samt Außengelände ist, war die Überlegung natürlich groß, ob der Veranstalter auch eine Bühne direkt ins Stadion, das Zentrum des Geländes, verlegen würde und wenn ja, welche. Die meisten rechneten wahrscheinlich mit einer der beiden Mainstages, aber nein, es war “unsere“ Perry’s Stage! Somit rückte das Hauptaugenmerk also auf die Auftritte der DJs. Für uns ein echtes Highlight! Schon beim Betreten des Stadions über das Marathontor bekam man Gänsehaut und vor allem abends war der Anblick durch die Lichtshows einfach atemberaubend. Auch wenn der Sound teilweise nicht ganz überzeugte, wurde jedes DJ-Set eine sagenhafte Party - und das auf einem Rasen, auf dem schon WM-Siege und Olympia-Helden gefeiert wurden. Der Stadionboden war mit seiner Kapazität von 25 000 Zuschauern bei fast jedem Act gut gefüllt. Bei David Guetta am Samstag und Kygo am Sonntag kam es sogar zum Einlassstop, sodass einige Fans sehr verärgert schon früher das Festivalgelände verließen. Wie der Veranstalter später in den sozialen Netzwerken mitteilte, beinhaltete das Veranstaltungskonzept nur die Nutzung des Infields und nicht der Ränge, sodass sie ab einem bestimmten Punkt die Tore schließen mussten. Mit einem derartigen Massenansturm auf die Perry’s Stage hatte wohl niemand gerechnet. Doch garantiert wird das ein Punkt sein, der zum nächsten Mal überarbeitet wird.

Lollapalooza Berlin 2018


Line-Up Highlights

Kommen wir aber nun zu unseren musikalischen Favoriten beim Lollapalooza 2018. Wie man es sich schon denken kann, sind es natürlich vor allem die DJs der Perry’s Stage, die uns begeisterten. Aber wir erhaschten auch ab und zu einen Blick auf die anderen Bühnen, wo wir ebenfalls positiv überrascht waren. In dem Zuge sind uns vor allem Years&Years im Gedächtnis geblieben, bei denen um 15 Uhr der gesamte Platz der Mainstage 2 gefüllt war. Die Elektropopband mit Frontman Olly Alexander zeigte eine tolle Live-Performance, in der ein guter Mix aus “älteren“ Songs wie “King“ oder “Shine“ aber auch neue Titel vom Album “Palo Santo“ enthalten war. Das Publikum war dauerhaft am Mitsingen und Tanzen. Years&Years sind definitiv ein Geheimtipp, wenn man auch mal Musik abseits des EDM hören möchte.

Ansonsten möchten wir ganz klar das Set von DVBBS hervorheben. So viele Moshpits innerhalb von 75 Minuten gab es bei den gesamten vier Ausgaben des Lollapaloozas noch nie. Teilweise forderten die beiden Brüder die Masse dazu auf, aber größtenteils kribbelte es den Zuschauern in den Beinen, bei diesen sagenhaften Drops zu eskalieren. Ihren Hit “Tsunami“ gaben die beiden gleich zwei Mal zum Besten - zum einen als Hardstyle-Remix, zum anderen als Original. Die Crowd war bei beiden Versionen laut am Mitgrölen und Feiern. 

Im Anschluss an dieses energiegeladene Set von DVBBS betrat der King of Trance, Armin van Buuren, die Perry’s Stage. Wie man es sich denken konnte, war das Stadion total voll und die Freude aller EDM-Fans groß, als der Holländer ganze anderthalb Stunden “A State of Trance“ zum Besten gab. Samt cooler Visuals und Lichtshow baute er all seine bekannten Titel wie “Sunny Days“, “You Are“ oder “Great Spirit“ mit in seine Performance ein, die für eine sensationelle Stimmung im Berliner Publikum sorgten. Zum Schluss kam dann auch endlich der Song, auf den wohl viele gewartet hatten und der aktuell auf Platz 11 die deutschen Charts erobert: “Blah Blah Blah“. Passend dazu schoss im Hintergrund ein Feuerwerk empor. Ein wirklich gigantisches Set!

Lollapalooza Berlin 2018

Um auf der Ebene der Hochkaräter des EDM zu bleiben, stand zum krönenden Abschluss des Samstagabends David Guetta auf dem Timetable. Wie schon erwähnt, war das Stadion nun bis zum Anstoß gefüllt und in der Crowd herrschte Kuschelkurs. Auch Guetta vergönnte den Lolla-Fans ein anderthalbstündiges Set, in dem alte sowie neue Songs des Franzosen vertreten waren. Ein besonderer Gänsehautmoment wartete bei “Without U“, wo Lichter durch das gesamte Stadion bis hin zum Marathontor erstrahlten und die dadurch ausgelöste Stimmung die Emotionen des Titels unterstrichen. 

Für den Sonntag hätten wir gerne Kygo zu unseren Highlights hinzugefügt, jedoch gehörten auch wir zu den tausenden von Menschen, die es nicht mehr ins Stadion geschafft hatten. Zuvor spielte dort das deutsche Rap-Duo SXTN, das bereits eine große Anzahl an Zuschauern anlockte, sodass kaum noch Platz für die Kygo-Fans war. Nichtsdestotrotz gab es aber noch einige andere EDM-Acts, die an dem Tag ein beachtliche Performance lieferten. Insbesondere Showtek waren auch der absolute Renner! Wie erhofft, präsentierten sie ein Set, das alle verschiedenen musikalischen Facetten des Duos zusammenfasste. Ein bisschen Hardstyle, ein bisschen House, aber vor allem eine Menge Big Room. Auch hier waren viele Moshpits wieder herzlich willkommen. Und angelehnt an Salvatore Ganacci gab Wouter auch sehr unterhaltsame Tanzeinlagen. Wir hatten definitiv unseren Spaß! 

Lollapalooza Berlin 2018


Fazit

Das Lollapalooza hat definitiv nochmal einen großen Fortschritt zu den Vorjahren gemacht. Die Location des Berliner Olympiastadions war nicht nur optisch ein absoluter Hingucker, sondern auch in Sachen Organisation super-gut auf die Massenveranstaltung vorbereitet. Die Einlassstops an der Perry’s Stage sorgten zwar für das eine oder andere traurige Gesicht während des Events, dennoch zeigten sie klar die steigende Beliebtheit der DJ-Sets. Bestimmt wird es hierfür eine Lösung im kommenden Jahr geben. Musikalisch gesehen gab es nur wenig zu verbessern. Wie immer war für jeden Geschmack was dabei und die Top-Headliner vergönnten den Fans grandiose Auftritte. Wir freuen uns auf 2019!

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Über den Autor
Julia Keiser

„Music makes us follow our dreams and helps us to come true.“ (I AM HARDWELL Opening) - Dank EDM hat meine Leidenschaft für Musik einen Namen. Und mit Hardwell ein Gesicht, mit dem für mich alles begann. Festivals sind mittlerweile wie ein zweites Zuhause für mich geworden und das Artikelschreiben, Social Media sowie Fotografieren meine größten Hobbies. Mit Dance-Charts.de kann ich alles kombinieren und auch meinem Berufswunsch immer näher kommen.

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