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Kinderlied-Remake

Armin van Buuren - Blah Blah Blah

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Armin van Buuren - Blah Blah Blah"Blah Blah Blah" von Armin van Buuren.

Armin van Buuren veröffentlicht seinen neuen Track “Blah Blah Blah“. Erneut wählte er Psy Trance als das Genre to go. Erstmals konnten wir die Nummer auf dem Ultra Music Festival Miami dieses Jahr hören. Die Crowd schien Gefallen zu finden, doch was taugt das Kinderlied-Remake tatsächlich? Wie hoch ist die Qualität der Produktion und hat “Blah Blah Blah“ Chancen, der Festival-Banger 2018 zu werden? Alles das gibt es für euch im Folgenden. Unten befindet sich selbstverständlich dann der Link zum Reinhören. Der Song ist ab sofort auf allen Plattformen verfügbar.


Kinderlied-Action

Wie der kreative Titel bereits verrät, beinhaltet dieser Track keine tiefgründigen Vocals, sondern eher eine Art Vocal-Tool. Dieses besteht aus dem kontinuierlichen Wiederholen der simplen Line „All we ever hear from you is ‚blah blah blah […] cause it’s ‚ja, ja, ja, ja, blah, blah, blah, blah‘“. Wie dem Auszug bereits zu entnehmen ist, wurde der Titel sehr intensiv in die Produktion miteinbezogen. Diese (eher) Shouts hören wir von einer Art Kinderchor gesungen, die dem Ganzen einen infantilen Touch einhauchen. Sowohl im Break als auch im Drop verändern sich die „Lyrics“ nicht.

Aber Moment Mal: Das ist doch keine Eigenkreation! In der Tat bediente sich der Niederländer für sein neues Lied bei einer Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte alten Melodie aus dem Volksmunde. Diese ist auf keinen Urheber zurückzuführen und kann dementsprechend problemlos verwendet werden. In diesem Fall wurde sie sogar sehr prägnant in das Konzept miteingebaut.

Anders sieht das beispielsweise bei Dimitri Vegas & Like Mikes Single “Complicated“ aus. Dort wurden als Lead-Melodie ebenfalls Fetzen eines Kinderliedes verwendet. Daher wirkt die Scheibe auf viele auch so vertraut und schlug ein.

Die Energie fehlt

Leider hat Armin van Buuren bei diesem Psy-Trance-Song etwas danebengegriffen, was die Gestaltung des Drops angeht. Jener soll ja eigentlich den Höhepunkt darstellen, doch bei “Blah Blah Blah“ fehlt leider der Party-Faktor. Die Nummer wirkt nicht so basshaltig wie seine letzten Releases in dem Genre. Dadurch, dass die Vocals sowohl Break als auch Drop durchziehen, kann sich letzterer nicht stark genug vom Rest des Tracks abheben. Der zweite Break kann durch schöne Piano-Klänge absolut überzeugen und steht nicht, wie vielleicht zu erwarten, im Kontrast zur eher fröhlichen Gestaltung des restlichen Werks.

Anzumerken ist nichtsdestotrotz, dass insbesondere bei EDM-Veröffentlichungen ein äußerst differenziertes Hörerlebnis unter (guten) Kopfhörern besteht, und eins live auf Festivals oder im Club. Beide unterscheiden sich maßgeblich. Feinen Kompositionen lauscht man gerne unter den Hörmuscheln, da sich so Produktionsfehler oder generelle Punkte im Lied besser heraushören lassen. PA-Anlagen sind wiederum erst in der Lage, die Musik auf den ganzen Körper zu transportieren. Erst wenn (bei EDM) der Bass den Oberkörper erreicht, wird das Signal fast schon automatisch an unsere Beine gegeben, abzutanzen.

Fazit: “Blah Blah Blah“ von Armin van Buuren ist eine lustiger Psy-Trance-Titel, der durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Leider fehlt ihm an den wichtigen Stellen das letzte Etwas, um wirklich einschlagen zu können. Diese Beobachtung wird sich allerdings wahrscheinlich nicht in den Plays wiederfinden lassen, da die meisten Zuhörer eher selten ein hohes von einem niedrigen Produktionsniveau unterscheiden können, oder jedenfalls nicht wissen, warum Drop X sich weniger kraftvoll anhört als Drop Y.


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    Domm · Vor 7 Tagen
    Sooo geil das Lied. Hat mich voll auf Armin und EDM
    gebracht.
    Mit Kopfhörern hab ich den schon gefeiert, an der HiFi Anlage war es dann der "Orgasmus"

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Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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