Ultra Music Festival - Droht der wirtschaftliche Totalschaden?.
Am 27. September knallte es in Miami gewaltig: Der Stadtrat beschloss kurzerhand, das Ultra Music Festival dürfe 2019 nicht mehr im Bayfront Park stattfinden. Für den Veranstalter als auch die Fans war diese Nachricht ein Schock. Niemand hatte damit gerechnet, dass eine Absage so kurz vor dem Event (ein halbes Jahr) erteilt werden würde. Abgesehen vom Ende der Ära des weltweit bekannten Veranstaltungsort, sitzen Zehntausende Fans auf ihren Kosten. Wieso das Verhalten der Ultra-PR-Abteilung nicht gerade zur Besänftigung beiträgt, könnt ihr dem Folgenden entnehmen.
Ultra ist eine weltweit agierende Marke, die den Rest des Globus abdeckt, während Tomorrowland in Zentraleuropa klar die Oberhand hat. Das Mutterfestival der Ultra-Kette findet und fand jedes Jahr in Miami statt, seit 2012 im Bayfront Park. Diese Venue war notwendig, da Besucherzahlen von 150.000 bis 200.000 die Regel sind. Auch 2019 werden sich bei der 21. Ausgabe sehr viele Menschen - insbesondere international Anreisende - in Miami versammeln. Nachdem der Ticketverkauf zum Großteil im Sommer dieses Jahres von Statten gegangen, Flüge gebucht und Hotels gemietet worden waren, stehen die zahlenden Gäste nun mit dem Rücken zur Wand.
Klar ist, dass sich das UMF eine neue Heimat innerhalb Miamis suchen muss. Am 3. November wurde verkündet, man sei in Gesprächen, das Gelände um das Miami Marine Stadium zu mieten. Dieses befindet sich jedoch ein gutes Stück vom Bayfront Park entfernt, was für die meisten Gäste, welche sich kein Hotel in unmittelbarer Nähe leisten konnten, gegebenenfalls eine noch weitere Anreise und somit eine Menge Geld bedeuten könnte. Shuttlebusse wäre wohl von Nöten, deren Organisation bei Großveranstaltungen eher semioptimal funktioniert.
Sollten insbesondere den amerikanischen Ticketkäufern ihre Karten auf Nachfrage nicht erstattet werden, droht Ultra eine Sammelklage, die sich wohl auf einen hohen Millionenbetrag belaufen dürfte. Dies könnte für das Festival im sonnigen Miami das Aus bedeuten.
Aktuell können die Käufer nur abwarten und hoffen, dass alles ein gutes Ende finden wird. Wünschenswert wäre natürlich ein Coming-Home im Bayfront Park, da die Kulisse nun Mal Teil des Festivals ist, allerdings tendieren die Chancen gegen null. Fest steht schon jetzt: Dieser Skandal hat und wird dem Ruf des UMFs schaden - wie intensiv, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Empörung bleibt bei den Fans zurecht. Wie kann ein etwas so Wichtiges erst so kurz vor der Veranstaltung geklärt werden? Hätte man den Fünfjahresvertrag nicht früher einreichen können?