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Der erste Höhepunkt des EDM-Jahres

Ultra Music Festival 2019: Tag 1

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten)

Ultra Music Festival 2019: Tag 1Ultra Music Festival 2019: Tag 1 - unser Fazit.

Miami is calling! Das Ultra Music Festival eröffnet traditionell die Festival-Saison. Dieses Jahr findet das Mega-Event jedoch nicht wie lange zuvor im Bayfront Park statt, sondern auf den Virginia Keys vor der Stadt. Die neue Location wurde eingeweiht!


Mainstream vs. Underground

Das Ultra hat teilt sein Festival in zwei verbundene Abschnitte auf. Zuerst wären da die Mainstage, die Live Arena, die Worldwide Stage, und das UMF Radio als Bühnen, welche die geläufigsten und beliebtesten elektronischen Genres anbieten. Auf der anderen Seite findet man die RESISTANCE-Insel vor. Hier stehen mit der Reflector, Arrival Stage und Oasis Techno, Tech-House sowie Minimal im Mittelpunkt. Der Weg dorthin erwies sich allerdings als wahre Reise. Der Komplex befindet sich circa 1,5 Kilometer (!) vom Zentrum des Geschehens entfernt. 

Das Gelände ist nun deutlich linearer aufgebaut. Im Hintergrund ist die Skyline Miamis am anderen Ufer sichtbar. Obwohl man sich an einem historischen und geschützten Ort befindet, wirkt die Natur im Vergleich zur alten Heimat ein Stück ferner.

Das hatte Tag 1 zu bieten

Die Set-Times der Acts haben sich verlängert. Nun sind nicht mehr 60 Minuten, sondern oft 90 oder sogar 105 Minuten möglich. Das gestaltet den Timetable luftiger und sorgt für noch mehr Spaß beim Lieblings-DJ.

Highlights waren die Sets von Nicky Romero und Fedde Le Grand. Beide spielten zwar für sich typische Sets, überzeugten aber durch gekonnte Track-Auswahl sowie passende Energiekurve. Ersterer hielt sich bedeckt, was neue Releases angeht. Viel eher spielte der Niederländer streckenweise ein Best-Of seines Labels Protocol Recordings. Die Crowd nahm diese Entscheidung äußerst positiv an. Fedde Le Grand setzt eher auf Groove statt Geballer. Wo bei einigen Drops die Energie fehlte, war die generelle Stimmung im Publikum auf einem Hoch.

Galantis versprühte - wie man es von Duo gewohnt ist - good vibes. Auch, wenn die Hits in den letzten Jahren ausblieben, macht es immer wieder Spaß, die Festivalbesucher “Runaway” grölen zu hören. Ein absolutes Highlight auf der Livestage war mit Sicherheit Tom Morello, seines Zeichens Ex-Gitarrist der Band “Rage Against The Machine” und offenbar seit seiner Kollaboration “Battle Sirens” mit Knife Party auch passionierter Dubstep- / Trap-Fan. Wer es etwas härter angehen lassen wollte, wurde hingegen bei den Jungs von Dog Blood auf der Ultra Worldwide Stage keineswegs enttäuscht: Trap, Dubstep, Breaks, Bigroom, Psytrance, Techno, Hardcore, 90ies, G-House… was sich anhört wie ein kompletter Festivaltag bündelte sich hier in schlanken 90 Minuten, in denen Skrillex und Boyz Noise ein übermenschliches Tempo vorgaben und allein während des 40-minütigen Livestreams ganze 47 Tracks spielten - Powermixing ist gar kein Ausdruck. Etwas schade, leider durch den Aufbau des Festivals bedingt und somit nicht kurzfristig behebbar, war, dass sich Gäste der Radio Stage der Kakophonie von gleich drei anderen Stages ausgesetzt fühlen mussten, was das eigene musikalische Erlebnis natürlich erheblich schmälerte - eine akustische Todsünde. 

Loco Dice spielte zwei Stunden auf dem RESISTANCE Reflector. Das Konzept, die Geschmäcker auf zwei Inseln aufzuteilen, scheint zu fruchten, wie sein Auftritt beweist. Die ehemalige MEGASTRUCTURE unterstützte seine Musik visuell mit einem LED-Erlebnis aus allen Richtungen. Die von der Decke herunterfahrenden Panels ließen die Techno-People in eine andere Welt eintauchen. Allgemein darf man den stark technisierten RESISTANCE-Bereich in diesem Jahr ganz besonders bei Nacht getrost als Gesamtkunstwerk bezeichnen. Freunde des gepflegten Techno wurden an Tag eins keineswegs enttäuscht, hatten die RESISTANCE-Floors mit Carl Cox, Sven Väth, Enrico Sangiuliano, Erick Morillo und diversen anderen Acts mit einer wahren Unzahl an Hochkarätern aufzuwarten.


Das geht noch besser

Die Organisation lief alles andere als reibungslos. Die Presse musste bis zu vier Stunden auf ihre Fotopässe warten, die Offiziellen vor Ort wussten selten, wo was zu finden war, und die Abreise gestaltete sich als blankes Chaos. Letztendlich müssten etliche Besucher 9,5 Kilometer über den Highway zurücklaufen. Diese Kinderkrankheiten muss das Ultra an Tag 2 definitiv ablegen!

Das Debüt auf neuem Grund kann dennoch summa summarum als voller Erfolg angesehen werden. Lediglich die Organisation überschattete das erste Drittel der 21. Ausgabe. Tag 2 kann kommen!

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Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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