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Über Anerkennung, vorbereitete Sets & Hochzeits-DJ

Martin Garrix: 'Ich sehe mich selbst nicht als den besten DJ'

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten)

Martin GarrixMartin Garrix über Anerkennung, vorbereitete Sets & Hochzeits-DJs | Bild: Instagram / @martingarrix.

Ein Interview mit dem gefragtesten Act der Szene? Dieses Privileg erhalten nur wenige EDM-Plattformen. Die US-amerikanische „Zack Sang Show“ gehört zu den Glücklichen, die den ambitionierten Niederländer in ihrem Podcast-Format begrüßen durften. Was Garrix dort unter anderem preisgab, erfahrt ihr im Folgenden. 


Spontane Sets & die Technik hinter der Show

Wann immer ein DJ zu Hause vor dem Bildschirm sitzt oder vor Ort ist und sich ein Set der ganz Großen anschaut, stellt er sich die Frage: Ist das alles live? Selten sprechen die Künstler über diese Angelegenheit, da die Attitüde insbesondere in sozialen Netzwerken dazu tendiert, über jegliche Form der Vorbereitung herzuziehen. Am besten wäre es wahrscheinlich, wenn der VJ die Visuals auch noch in Echtzeit auf sein Tablet zeichnen würde. Martijn Garritsen, so sein bürgerlicher Name, unterscheidet: Seine Residency-Sets seien absolut spontan. Echtes DJing also; die Crowd beobachten und reagieren. Die großen „Garrix-Shows“ seien hingegen in puncto Tracklist abgestimmt, allerdings sei die Reihenfolge ebenfalls Entscheidung des 23-Jährigen. Sein Team verfüge über eine Technologie, die es ermögliche, bereits auf den CDJs geladene Songs anzuzeigen, um so eine gewisse Vorbereitungszeit gewährleisten zu können.

Er liebe es, selbst feiern zu gehen. Hat er ein wenig Zeit vor seinem Auftritt oder einen Tag frei, besuche er die Auftritte von Künstlern, die er bewundert. Inspiration und einfach Mal selbst ein Fan zu sein, seien für ihn die Gründe. In Dubai habe er des Weiteren die Hochzeit eines Paars „gecrasht“, indem er spontan eine zweistündige Privat-Performance absolvierte. Alle hätten die Überraschung genossen.

Neider & Anerkennung

Als der damals knapp 15-jährige Martin Garrix zum ersten Meeting mit Spinnin‘ Records erschien, sei man fassungslos gewesen, dass die musikalischen Werke von diesem pubertierenden Teenager produziert worden sein sollen. Dort habe man sich dann darauf geeinigt, dass „DJ Marty“ zu infantil klinge, denn kindisch wollte er keinesfalls wirken.

Die ersten Auftritte wären ohne seine Eltern als Begleitung nie möglich gewesen. Einige ältere DJs hätten ihn belächelt und demonstrativ vor ihm Alkohol getrunken o.ä., um ihn zu erniedrigen.
Ob sie sich das heute noch wagen würden?


„‘Pizza on Ibiza‘ klang mir dann doch zu doof“

Der Schlüssel, um Lyrics mit dem Instrumental verschmelzen zu lassen, liege bereits in der Produktion des letzteren. „Ich bin ein Riesenfan von schönen Melodieverläufen mit beispielsweise Geigen“, so Garrix. Pizza trage den Titel, da man kurz vor Release noch immer keinen Namen gefunden hatte. Bei einem A&R-Meeting (Anm. d. Red.: A&Rs entscheiden (mit dem Künstler), welche Lieder gut genug sind, um veröffentlicht zu werden.) habe man den Hype des Tomorrowland-Sets am vorherigen Wochenende mitnehmen wollen und schlug kurzerhand den Namen “Pizza on Ibiza“ vor. Schließlich habe das Supertalent während der Produktion Pizza gegessen. Der DJ bevorzugte dann doch die Kurzform, woraus “Pizza“ entstand. 


“Summer Day“

Wie viele seiner Scheiben sei auch diese mit der Gitarre in der Hand entstanden. Eine Sommer-Hymne zu schreiben, welche Leute mit heruntergelassenen Scheiben laut aufdrehen würden, sei die Zielsetzung gewesen. Das Instrumental sei dann via „Ideen-Ping-Pong“ – so nannte der Niederländer die Prozedur, Emails mit den Künstlern auszutauschen, um alle Einflüsse einfangen zu können – angepasst und mit der Stimme Patrick Stumps ausgeschmückt worden. Macklemore kenne Garrix seit einer Tour vor sechs Jahren. Von da an habe für beide festgestanden, irgendwann einen Song zusammen schreiben zu wollen. Das Ergebnis: “Summer Days“.

Fazit: Martin Garrix spricht sehr offen und ehrlich über sein Dasein als Artist. Selten plaudern Produzenten darüber, wie viel Unterstützung bei der Produktion erhielten oder welche Absichten sie mit einem Track verfolgen. Im Video findet ihr noch mehr interessante Statements im Dialog.

 

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Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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