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Electricity by Electrisize

Electricity: Das (sichere) Festival-Erlebnis in Corona-Zeiten

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten)

ElectrisizeElectricity: Das (sichere) Festival-Erlebnis in Corona-Zeiten.

Wer einen Blick auf das aktuelle Weltgeschehen wirft, der mag kaum glauben, dass es tatsächlich möglich ist, ein Festival – wenn auch im kleineren Rahmen – abzuhalten. Das aufgrund der CoViD-19-Restriktionen ausfallende Electrisize Festival hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Electricity. Wir waren für euch vor Ort und berichten, was es damit auf sich hat und wie sich ein Festival unter Corona-Bedingungen anfühlt.


Campen, Stage, DJs

Es wirkt ein wenig bizarr, über eine cooles Party-Wochenende mit den besten Freunden nachzudenken, wenn man mit Mundschutz im Zug sitzt. Großveranstaltungen stellen wegen der schieren Masse an Personen normalerweise ein erhöhtes Infektionsrisiko dar. Das in Erkelenz beheimatete Electrisize hat jedoch einen Weg finden können, ein (EDM-)Festival im reduzierten Maßstab zu organisieren – unter Einhaltung aller Vorschriften der Corona-Schutzverordnung. Klar ist, dass somit ein ganz normales Party-Wochenende nicht in Betracht kommt. Doch ist grundsätzlich alles da, was ein Festival so braucht: Ein Campingplatz, eine Bühne und DJs. Wie geht das?


Sicherheit geht vor

Im Gegensatz zu gewissen kroatischen Clubs stand beim Electrisize-Team von Anfang an die Sicherheit an erster Stelle. Ausgehend davon hat man sich und die Behörden gefragt, was möglich ist. Das 30.000 m² große Gelände ist kreisförmig aufgebaut und in sechs gleichgroße Sektoren aufgeteilt. Als Besucher erwirbt man vorab über die Website ein Weekend-Ticket für einen Sektor der Wahl. Wichtig ist dabei, dass man keine anderen Sektoren betreten kann. So ist es möglich, die potenzielle Infektionskette nachvollziehen zu können und möglichst wenige Personen zu gefährden. Das Verlassen des Geländes ist jedoch gestattet. Pro Sektor können maximal 150 Personen ihr Zelt aufschlagen. Somit ist je Wochenende eine Gesamtauslastung von 900 Besuchern möglich.

In jedem Sektor befindet sich eine Vollausstattung, wie man sie von anderen Festival-Campingplätzen kennt: Duschen und (Porzellan-)WCs, eine Imbissbude, ein Mini-Shop und natürlich die „Grundstücke“ für die Zelte. Somit kann jeder Sektor vollkommen autark von den anderen Sektoren bestehen. Auf dem gesamten Gelände gelten verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen. Vor und in den Einrichtungen sind Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen und der Mindestabstand von 1,50 m ist stets einzuhalten. Auf den Zelt-Grundstücken und vor der Stage gelten diese Vorschriften nur bedingt.

Auf dem Weg zur Bühne ist zwar eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Einmal angekommen, dürft ihr diese abnehmen, sobald ihr euch mit maximal neun weiteren Personen in einem der abgesteckten „Cubes“ befindet. Gemeint sind damit die ca. 3x3 m großen, durch Einmanngitter abgegrenzten Tanz-Bereiche unmittelbar vor der Bühne. Diese befinden sich selbst wiederum in ausreichendem Abstand zueinander. Innerhalb dieser Zonen könnt ihr normal tanzen und feiern. Beim Verlassen ist wieder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Einhaltung wird vom Sicherheitspersonal gewissenhaft überprüft.

Im Zentrum des kompletten Geländes befindet sich dann die Stage, welche nach jedem Set gedreht wird, damit jeder Sektor die Möglichkeit hat, seinen Lieblings-Act aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Der Sound wird dabei über eine fette Festival-PA geliefert – also nichts mit Autoradio!

ElectrisizeElectricity 2020 | Bild: Christian Dissen


„Und das macht Spaß?“

Die kurze Antwort: Ja! Tatsächlich fühlt man sich an die Zeiten erinnert, in denen man unbeschwert mit Tausenden vor den großen Bühnen feiern konnte. Mittlerweile sind die Corona-Maßnahmen zur Normalität geworden, sodass das meiste unterbewusst abläuft. Während des Wochenendes blickten wir in strahlende Gesichter dankbarer Menschen. Jeder ist sich des Privilegs bewusst, an einem solchen Event teilnehmen zu dürfen. Das Line-Up stand einem „normalen“ Festival in nichts nach. Ob Sub Zero Project, Da Tweekaz, VIZE oder Mia Julia – die Stars kamen in die Electricity.

„Ist das wirklich sicher?“

Niemand kann garantieren, dass eine Infektion bei einem Event dieser Größenordnung völlig ausgeschlossen ist. Das Esize-Team gewährleistet in Kooperation mit den Behörden das höchste Maß an Sicherheit und hält die Besucher stetig dazu an, auf die eigene Gesundheit zu achten. Dazu gehört insbesondere das Verhalten der Besucher. Fühlt ihr euch vor dem Wochenende schlapp oder zeigt ihr Symptome, bleibt bitte zu Hause. Das Risiko für euch selbst und andere ist dann zu hoch! Wer über die Stränge schlagen möchte und meint, seine geballte Energie der letzten Monate rücksichtslos entladen zu müssen, der ist in der Electricity fehl am Platz. Diese Personen werden von den Sicherheitskräften entfernt. Das Ziel ist das gemeinsame Durchstehen der Pandemie und die verantwortungsvolle, langsame Öffnung sowie Wiederaufnahme des Normalbetriebs im gegebenen Rahmen.

ElectrisizeElectricity 2020 | Bild: Christian Dissen


Fazit

Für das vom Electrisize Festival entwickelte Konzept „Electricity“ heißt es nun Halbzeit. Zwei von vier Wochenenden fanden reibungslos und ohne größere Zwischenfälle statt. Wir sind von der Arbeit der Erkelenzer überzeugt und fühlten uns zu jedem Zeitpunkt in guten sowie sicheren Händen. Dass sich Party und Verantwortungsbewusstsein nicht ausschließen, wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Folgt dem Esize doch auf Instagram @Electrisize.

Wer jetzt selbst Lust bekommen hat, Mal wieder Festival-Luft zu schnuppern, der sollte die Augen in Zukunft offenhalten. Die letzten beiden Wochenenden sind bereits restlos ausverkauft. Alternativ können wir denjenigen das „Arena Now“-Konzept in der LANXESS Arena des Kölner Bootshaus‘ ans Herz legen. Über die wöchentlich stattfindenden Konzerte könnt ihr euch unter folgendem Link informieren: https://www.arena-now.de/.

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Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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