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Rückblick auf das Jahr 2017

Marshmello: Das waren seine Songs in 2017

Marshmello: Das waren seine Songs in 2017Marshmello

Der US-amerikanische Produzent Marshmello gehört zu den größten Aufsteigern der EDM-Szene in den letzten Jahren. Nicht nur in seiner Heimat ist der Amerikaner ein Riesenstar, auch auf den anderen Kontinenten ist Marshmello ein großer Name. Der Musikproduzent fällt sowohl äußerlich durch sein markantes Auftreten (Tragen eines auffälligen Helms) als auch musikalisch durch einen innovativen Future-Bass-Sound auf. Mit den Singles “Keep It Mello“ und “Alone” schaffte der DJ 2016 seinen internationalen Durchbruch. Das Jahr 2017 spielt eine zentrale Rolle in der Karriere des „Helm-Mannes“. In den vergangenen zwölf Monaten landete er seine ersten weltweiten Chart-Hits, arbeitete mit großen Stars zusammen und veröffentlichte zahlreiche beliebte Tracks. Wir wollen noch einmal auf seine Produktionen zurückblicken.

Marshmello x Ookay feat. Noah Cyrus – Chasing Colors (Februar)

Das Jahr 2017 begann für Marshmello bereits im Januar mit einem Remix zum Pop-Song “Make Me (Cry)“ von Noah Cyrus und Labrinth. Einen Monat später folgte die nächste Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Sängerin namens “Chasing Colors“, die noch am Anfang ihrer Karriere steht und insbesondere durch die Verwandtschaft mit Miley Cyrus bereits einen Namen hat. Als Co-Produzent holte sich Marshmello seinen amerikanischen Kollegen Ookay, der ähnlichen Future Bass produziert, ins Studio. Die Vocals von Noah Cyrus befinden sich im soliden Bereich, doch der Vocal-Part steht bei dieser Single nicht im Vordergrund. Mit den Vocals geht es rasant zum Drop über. Dieser fährt die übliche Marshmello-Schiene. Viele unterschiedliche, elektronische Sounds in einem speziellen Future-Bass-Style, den so nur Marshmello produzieren kann. Im Hintergrund spielt sich eine dröhnende Bassline ziemlich groß auf. Die Single war definitiv nicht für den Mainstream gemacht, aber konnte mit beispielsweise elf Millionen Aufrufe auf YouTube dennoch beachtliche Zahlen einfahren.



Marshmello x Slushii – Twinbow (März)

Im März ging es dann weiter. Dieses Mal war Slushii im Studio von Marhsmello unterwegs und produzierte gemeinsam mit ihm den Track “Twinbow“. Diese Nummer stellt die aggressivste Produktion von Marshmello im Jahr 2017 dar. Wenn man sich den Song anhört, kann man zumindest vermuten, dass Slushii hier einen größeren Anteil beigetragen hat. Wobei sich die Sounds der beiden Produzenten in vielen Bereichen ähneln. Beide verwenden gerne fröhliche, elektronische Sounds als Merkmale in ihren Songs. Auch bei diesem Track stehen die vielen verschiedenen Sounds im Drop im Fokus. Schon die gepitchten Vocals als Vorbereitung auf den Drop verbreiten Freude. In diesem sind auch Klänge aus dem Dubstep-Bereich vorhanden, sodass die Nummer als Mischung zwischen Future Bass und Dubstep einzuordnen ist. Eine sehr kreative Nummer mit vielen innovativen Ideen, die jedoch durch die Aggressivität der Dubstep-Elemente nicht bei jedem Fan gut ankam.



Marshmello – Moving On (Mai)

Am 05. Mai 2017 präsentierte uns Marshmello mit “Moving On“ die nächste Single aus seinem Studio. Dieses Mal veröffentlichte der Produzent eine Solo-Produktion. Der Song geht einen anderen Weg als “Chasing Colors“ und “Twinbow“ und kommt weniger aggressiver daher. Die Vocals sind ähnlich wie bei “Alone“. Sie wurden in die Höhe gepitcht, prägen sich beim Hörer ein und verbreiten gute Laune. Ohne jene würde die Nummer nicht wirklich funktionieren, wobei auch der Drop einen Großteil ausmacht. Dieser beinhaltet erneut die typischen Marshmello-Elemente. Der Hintergrund hebt sich wieder mit einer dröhnenden Bassline hervor. Der Song knüpfte an den Erfolg von “Alone“ an und kam auch beim Mainstream-Publikum an. In den Single-Charts setzte sich die Nummer zwar nirgendwo durch, doch fast jedem Mainstream-Hörer ist sie aus dem Radio oder von Partys bekannt. 83 Millionen Aufrufe auf YouTube sind schon eine Hausnummer!



Marshmello – Love U (August)

Die Sommerpause überbrückte Marshmello mit einem gelungenen Remix zum Welthit “Mask Off“ von Rapper Future. Am 04. August 2017 meldete sich der Future-Bass-Produzent ohne große Ankündigungen mit einer neuen Single zurück. Wie schon bei “Moving On“ hat auch hier Marshmello alleine die Nummer produziert. Die Single trägt den Titel “Love U“ und schlägt einen relativ ungewöhnlichen Weg ein. Die Vocals sind auch in diesem Fall gepitcht, aber dieses Mal so in die Höhe, dass es für viele Hörer als unangenehm wahrgenommen wurde. Zum Refrain hin sind die Vocals nicht mehr ganz so hoch. Sie sind zwar einprägsam und verbreiten auf Anhieb einen Ohrwurm, doch insgesamt sind sie einfach nicht kreativ und können auch als nervig angesehen werden. Der Drop besteht hier nicht aus den typischen Sounds, sondern aus Chops der Vocals. “Love U“ ging sowohl im Mainstream als auch in der EDM-Szene unter, aber es ist halt für viele Hörer die schwächste Single aus dem Hause Marshmello im Jahr 2017. 



Marshmello feat. Khalid – Silence (August)

Gerade einmal eine Woche nach dem Release von “Love U“ haute Marshmello den nächsten mainstream-orientierten Song heraus. Am 11. August erschien der Song “Silence“ mit dem Feature des amerikanischen Rapper Khalid. Diese Nummer sorgte für den endgültigen Durchbruch im Mainstream-Bereich, sodass heute selbst den deutschen Mainstream-Hörern der Name Marshmello ein Begriff ist. Auf stilistischer Ebene hört man deutlich, dass man mit “Silence“ auf kommerzielle Ebene punkten wollte. Das Instrumental, welches während der Vocals zu hören ist, hält sich im Gegensatz zu den anderen Songs komplett zurück und auch der Drop setzt nicht annährend auf den typischen Marshmello-Sound. Marshmello hat einen ruhigen Drop zwischen Deep House und Future Bass produziert, dessen Bassline dennoch auf den üblichen Style hinweist. Die Vocals waren eingängig, der Drop sehr angenehm und die Nummer macht einfach gute Laune. Platz 6 in Deutschland, Platz 3 in Großbritannien und Platz 30 in den Vereinigten Staaten … erstaunlicher Überraschungshit.



Marshmello – You & Me (Oktober)

Am 20. Oktober folgte die nächste Single aus dem Hause Marshmello. Die Nummer “You & Me“ richtet sich wieder etwas mehr an die EDM-Szene, obwohl die vielen, fröhlichen Elektro-Sounds im Drop erneut vermisst werden. Zunächst aber kurz zu den Vocals. Diese sind sehr ungewöhnlich. Der unbekannte Sänger hat eine markante Stimme und seine Art ist im EDM-Bereich relativ selten gehört. Entweder man mag diese, oder eben nicht. Zumindest ist bei dieser Single das alte Instrumental zurück. Der Drop setzt sich aus einem Future-Bass-Sound, einem interessanten Instrumental und einer kreativen Melodie zusammen. In der EDM-Szene hat man eine solche Nummer selten gehört. Wir halten diese Produktion für sehr gelungen. In den Charts hat die Nummer nicht gezündet, doch das war eigentlich zu erwarten.



Marshmello, Selena Gomez – Wolves (Oktober)

Im gleichen Monat erschien eine weitere Single von Marshmello. Nach dem Erfolg mit “Silence“ fasst sich Marshmello ein Herz und holte sich eine der bekanntesten und erfolgreichsten Sängerinnen der Welt an die Seite. Die Rede ist von Selena Gomez. Seit der Ankündigung der Zusammenarbeit auf Twitter im Juli 2017 hatten die Fans auf “Wolves“ gewartet. Neben der Sängerin hat das Produzenten- und Songwriting-Genie Andrew Watt an dem Track gearbeitet. Am 26. Oktober war die Veröffentlichung. Der Song blieb nicht hinter den Erwartungen zurück und schlug absolut ein. Dabei überzeugt die Nummer mit emotionalen Vocals, die im Refrain richtig Fahrt aufnehmen und sich echt im Ohr des Hörers einprägen, und einem relativ ruhigen Drop, wobei auch hier im Instrumental die Elemente von Marshmello zu hören sind. Selena Gomez dominiert mit ihrer Stimme die angenehme Bridge/ den angenehmen Refrain. Auch hier haben wir die Chart-Platzierungen parat, um sich einen Blick über den Erfolg des Songs zu verschaffen. Platz 11 in Deutschland, Platz 9 in Großbritannien und Platz 20 in den USA … nicht größer als “Silence“, aber dennoch keine Enttäuschung.



Marshmello & Migos – Danger (Dezember)

Zum Abschluss des Jahres 2017 hat Marshmello seinen Fans eine weitere langersehnte Kollaboration vorgestellt. Das US-amerikanische Hip-Hop-Trio Migos gehört in ihrer Heimat zu den größten Namen der Hip-Hop-Szene. 2017 hat man den Namen auch in Deutschland öfter lesen können. “Slide“ mit Calvin Harris, “Bon Appétit” mit Katy Perry und “Body” mit Sean Paul waren auch hierzulande keine Flops. Zusammen mit Marshmello veröffentlicht das Trio eine reine Hip-Hop-Nummer mit ein paar Trap-Elementen, die eine völlig andere Seite des amerikanischen Produzenten zeigt. Die gemeinsame Single “Danger“ ist übrigens Bestandteil des offiziellen Mega-Soundtracks vom Netflix-Film “Bright“ mit Will Smith. Für die Hip-Hop-Fans ein Genuss, aber für die meisten Marshmello-Fans eine absolute Enttäuschung. Schade, daraus hätte man auch eine tolle EDM-Nummer mit Rap-Parts machen können.

 

Fazit: Für den amerikanischen Produzenten Marshmello war 2017 ein extrem erfolgreiches Jahr, welches ihn noch einmal eine Stufe höher auf der Treppe des Erfolges gebracht hat. Mit “Silence“ und “Wolves“ hat es der ursprüngliche Future-Bass-Produzent erstmals geschafft, zwei große Charthits zu landen. Nebenbei veröffentlichte er weiter seine üblichen Future-Bass-Tracks. “Chasing Colors“, “You & Me“ und “Moving On“ waren in diesem Jahr die Highlights. Außerdem hat er sich bei “Danger” in einem neuen Bereich versucht und ist im DJ-Mag-Voting zur Weltelite der DJs aufgestiegen. Ein fantastisches Jahr für den Mann mit dem Helm. Man kann davon ausgehen, dass weitere große Kollaborationen folgen und man weitere Marshmello-Tracks im Mainstream-Bereich antreffen wird. Große Klasse, Marshmello!

 

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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