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Jahresrückblick 2018

Marshmello – Das waren seine Tracks 2018

(Geschätzte Lesezeit: 6 - 12 Minuten)

Marshmello – Das waren seine Tracks 2018Marshmello 2018: Jahresrückblick auf seine Veröffentlichungen.

Chris Comstock lautet der Name des Mannes der mittlerweile hinter dem Helm des Produzenten Marshmello vermutet wird. 2016 schaffte der DJ seinen Durchbruch mit den Singles “Keep It Mello“ und “Alone“. Im letzten Jahr landete der US-Amerikaner mit den Nummern “Silence“ und “Wolves“ seine ersten beiden Welthits. Auch dieses Jahr ist ein weiteres wichtiges Jahr für den Mann mit dem auffälligen Helm gewesen. Sowohl Pop und Hip-Hop als auch den typischen Marshmello Sound, mit dem der DJ bekannt geworden ist, bekamen wir in diesem Jahr von Marshmello geboten. Doch nicht nur durch seine Musik und seinen auffälligen Helm machte er dieses Jahr auf sich aufmerksam. Im Juni gewann er zusammen mit dem berühmten E-Sportler und Youtuber Ninja auf der Spiele Messe E3 1,000,000$ für den guten Zweck. Aber auch sportlich war Marshmello aktiv. Er nahm im September bei der Sport Show American Ninja Warrior teil und schaffte den Parkour mit Bravour, aber ob wirklich Chris Comstock bei der Show hinter dem Helm steckte ist zu bezweifeln.

Spotlight – Marshmello x Lil Peep (Januar)

Das Jahr begann für Marshmello schon sehr früh. Am 12. Januar veröffentlichte er die Produktion “Spotlight“ in Zusammenarbeit mit dem verstorbenen US-Amerikaner Lil Peep. Der Rapper starb im November letzten Jahres im jungen Alter von einundzwanzig Jahren an einer Überdosis. Zunächst wollte Marshmello den Track jedoch gar nicht mehr rausbringen, aber da die Mutter des Verstorbenen den Wunsch hatte, dass die Lieder ihres Sohns veröffentlicht und somit von vielen Menschen gehört werden, kam es dennoch zur Veröffentlichung. “Spotlight“ ist ein eher ruhiger Hip-Hop Song mit Future-Pop-Elektro-Einflüssen. Musikalisch geht der Song eher in Richtung Lil Peep als in Richtung Marshmello und das, obwohl Marshmello die Single alleine zu Ende bringen musste. Schon beim ersten Hören bleibt die Produktion im Ohr. Die Stimme des Rappers hat großen Wiedererkennungswert, aber auch Marshmellos Handschrift ist zu erkennen. Die Single bekam nie die größte Aufmerksamkeit und schaffte es nicht in die deutschen Charts, aber feierte mit fast 75 Millionen Aufrufen auf das Musikvideo und einigen Chartplatzierungen in anderen Länder trotzdem einen kleineren Erfolg.



FRIENDS – Marshmello & Anne Marie (Februar)

In Zusammenarbeit mit der Britin Anne Marie lieferte Marshmello mit “FRIENDS“ seinen ersten weltweiten Hit im Jahr 2018 ab. Bereits im Jahr 2016 produzierte der Mann mit dem weißen Helm einen Remix zu Anne Maries Song “Alarm“. “FRIENDS“ schaffte es, nach seiner Veröffentlichung am 09. Februar, die Charts im Sturm zu erobern. In Deutschland kletterte der Song sogar auf Platz 1 der Single Charts. Genauso viel Erfolg erntete auch das Musikvideo zum Track, das erreichte nämlich an die 400 Millionen Clicks auf YouTube. Auch in den Radios lief die Single lange Zeit rauf und runter. “FRIENDS“ ist die erste typische Pop Single des Amerikaners im Jahr 2018 gewesen. Die Single überzeugt vor allem durch die starken Vocals, besitzt jedoch keinen Main Part, der sich in den Kopf des Hörers einprägt und für ein Ohrwurmcharakter sorgt. Nach wenigen Sekunden erklingt die Stimme der 27 Jährigen Sängerin, die auf einem sehr von Gitarren geprägten Instrumental singt. Die Single war definitiv für den Mainstream gedacht und konnte dort auch vollends überzeugen.



Everyday – Logic & Marshmello (März)

Nur drei Wochen nach dem Release von “FRIENDS“ veröffentlichte der Mann mit dem weißen Marshmellow-Helm die Single “Everyday“. Für den Track holte Marshmello sich den amerikanischen Rapper Logic ins Studio. Es war bereits die zweite Single im Jahr 2018, nach der Veröffentlichung der Single “Spotlight“, die in Zusammenarbeit mit einem Rapper entstand. Die Single erschien am 02. März des Jahres. In dem Track zeigte Marshmello ein weiteres Mal, dass er Songs in allen Genres produzieren kann. Aus der Zusammenarbeit entstand ein unverwechselbarer Hip-Hop Song mit Trap Einflüssen. Logic rappt im Song über seine unerbittliche Arbeitsmoral. Vor allem der Refrain bleibt im Kopf des Hörers hängen. Das Trap Instrumental ist perfekt an den Flow des Rappers angepasst. Auch wenn die Single hauptsächlich für den amerikanischen Musikmarkt gedacht war, schaffte sie es auch sich in Deutschland durchzusetzen. Sie kletterte bis auf Platz 48 der deutschen Single-Charts. Zwar konnte der Song nicht denselben Erfolg wie die größten Hits des Amerikaners, wie “Silence“ oder auch “FRIENDS“ feiern, aber schaffte es dennoch in vielen Länder in die obere Hälfte der Charts. Auch das Musikvideo machte mit um die 25 Millionen Clicks auf YouTube beachtliche Aufrufe.



Fly – Marshmello feat. Leah Culver (März)

Nur eine Woche später am 09. März veröffentlichte der Mann mit Helm seine nächste Single mit dem Namen “Fly“. Vocal-Unterstützung bekam er für den Track von der Sängerin Leah Culver. Der Song war, aber nicht wie die zuvor veröffentlichten Songs Marshmellos ein Pop Song, der Chancen hatte sich zu einem Chart Hit zu entwickeln, sondern eine Single, die an den typischen Marshmello-Style anknüpft. Der Track baut sich mit einem sehr starken Piano auf. Die typischen elektronischen Elemente sind im Lied aber auch vorhanden. Die Stimme Leah Culvers kommt jedoch vielleicht etwas zu kurz, da sie lediglich in dem Satz “I Can Fly“ und zu Ende des Tracks zu hören ist. Das Motto des Amerikaners spiegelt die Single 1 zu 1 wieder, weil der Main Part sehr stark in Richtung Future Bass und Trap geht und er mit einem ähnlichen Sound auch durchstartete. Wie zu erwarten schaffte der Song es nicht in die Charts. Er erreichte lediglich Platz 7 der US Dance Charts, aber dennoch erreichte das Musikvideo 60 Millionen Aufrufe.



You Can Cry – Marshmello x Juicy J feat.
James Arthur (Mai)

Fast zwei Monate mussten sich die Marshmello Fans gedulden, bis am 04. Mai ein neuer Track erschien. Nach dem Track “Fly“ wurden die Marshmellos Fans, aber nicht mit einem weiteren Song, der in den Style mit dem der US-Amerikaner bekannt geworden ist beglückt, sondern mit einem Pop Track, der vor allem an den amerikanischen Markt gerichtet war. Für die Nummer holte sich der DJ den US-amerikanischen Rapper Juicy J und den britischen Sänger James Arthur ins Studio. Die Nummer baut sich langsam auf. Vor allem der Refrain, der vom britischen Sänger gesungen wird geht unter die Haut. Die Strophen übernimmt allesamt Juicy J, der mit seinem Rap vor allem den amerikanischen Markt anspricht. Begleitet wird der Song von einem lässigen Hip-Hop Instrumental. In die Charts schaffte der Track es überraschender Weise nur in Großbritannien und dort auch nur auf Platz 91. Auch das Musikvideo wurde “nur“ von 17 Millionen Leuten gesehen und bekam nicht die größte Aufmerksamkeit.



Tell Me – Marshmello (Juni)

Der nächste Track der an den älteren Marshmello Sound erinnert, wurde am 08. Juni auf seinem eigenen Album Joytime Collective veröffentlicht. Die Single trägt den Namen “Tell Me“ und ist ein Song den Marshmello alleine produzierte. Für den Release des Songs mussten seine Fans, jedoch etwas tun. Der US-Amerikaner forderte für die Veröffentlichung der Nummer am 08. Juni, 5.000 Kommentare auf den Social Media Post zum Track, die alle eine gute Sache, die man am Wochenende gemacht hat, beinhalten. Natürlich erreichten seine Fans diese Marke. Zu Anfang des Tracks erklingt ein sehr hell klingendes Piano dann baut sich der Song langsam zum Drop auf. Nach dem ersten Drop setzt eine E-Gitarre ein. Diese Klänge erinnern sehr an Kracher Marshmellos, wie “You & Me“. Aber auch sonst ähnelt der Style des Songs dem Style der früheren Marshmello Kompositionen sehr. Zudem erklingt im Song immer wieder der Satz “Lets Go“, aber ansonsten gibt es keine Vocals. In den US Dance Charts schaffte der Song es auf Platz 15.



Check This Out – Marshmello (Juni)

Eine Woche später veröffentlichte der Mann mit dem auffälligen Marshmellow-Helm die nächste Single. Der Track wurde am 15. Juni veröffentlicht und ist genau wie die eine Woche zuvor releaste Single ein nicht für den Mainstream gedachter Song. Die Nummer trägt den Namen “Check This Out“ und hält den beliebten Marshmello Sound bereit. Im Build-Up sind Vocals vorhanden, die “Check This Out“ rufen. Der Drop ist etwas außergewöhnlich, denn außer der Bassline und den geloopten Vocals “Check this … out“, ist hier nicht viel weiteres anzutreffen. 7,5 Millionen Aufrufe erreichte das Musikvideo auf YouTube zudem kletterte der Song auf Platz 29 der US Dance Charts.



Album: Joytime II (Juni)

Nach ungefähr zweieinhalb Jahren kam es zur Veröffentlichung seines zweiten Studioalbums. Das Album ist der Nachfolger des ersten Joytime Albums. Neun Tracks befinden sich auf dem Album, das am 22. Juni veröffentlicht wurde, unter anderem auch die kurz zuvor erschienen Singles “Check This Out“ und “Tell Me“. Der alt bekannte Sound ist sofort zu erkennen. Gute Laune ist beim Hören des Albums garantiert. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Songs nicht großartig, ein kurzes Intro leitet die meisten Tracks ein, danach folgt ein Aufbau der sich in beinah allen Songs ähnelt und anschließend folgt der Drop. Die Vocals der Nummern “Rooftops“ und “Paralyzed“ wurden von Marshmello höchst persönlich gesungen. “Flashbacks“ heißt der Song der mit gepichten Vocals eingeleitet wird. Zudem ist das Drum Set ein anderes, aber dennoch wird die übliche Half-Time-Rhythmik erreicht. Wer keinen Gefallen an den typischen “Yeah“-Sounds vom Dubstep gefunden hat, kann hier jedoch nicht ganz überzeugt werden. Der vorletzte Song “Power“ trägt seinen Namen nicht umsonst, eine prägnante Rhytmik und ein Clap im Backbeat prägt das Intro. Außerdem spielt die Bassline im Drop schon in vollen Zügen, was zunächst außergewöhnlich wirkt. Der Grund ist, dass sie als Stütze für die Melodie verwendet wird. Aber vor allem der Song “Imagine“ hebt sich von den restlichen Tracks des Albums ab. Es ist der einzige Song der einen Floor-to-the-Floor-Rhythmus vorweisen kann. Der Track zeigt den Mann mit Helm von einer ganz neuen Seite. Dennoch sind die klassische Bassline mit unterstützendem Lead-Sound sowie das eingesetzte Drum-Set weiterhin vorhanden geblieben. Auch hier haben wir die Chartplatzierungen für euch: Platz 165 der US Billboard 200, Platz 21 der US Independent Albums und Platz 1 der US Top Dance/Electronic Albums.



Happier – Marshmello feat. Bastille (August)

Kurz nach dem Release seines Albums “Joytime II“ veröffentlichte Marshmello seinen nächsten Track. Das Lied mit dem Namen “Happier“, das am 17. August veröffentlicht wurde, entwickelte sich zu Marshmellos nächstem Hit. In Deutschland kletterte der Song in die Top zehn der Charts, während der Track es in anderen Ländern noch weiter nach oben in die Charts schaffte. Das kurz nach dem Song erschienene Musikvideo brachte dem Track mit 75 Millionen Aufrufen auf YouTube weitere Aufmerksamkeit. Den Song produzierte Marshmello in Zusammenarbeit mit der Indie-Rock Band Bastille, die ihren größten Erfolg mit der Single “Pompeii“ feierten. Vor allem die Stimme des Sängers, der britischen Band, Dan Smith kann überzeugen. Die Stimme erklingt bereits nach wenigen Klängen eines Pianos. Zu Anfang klingt der Song zwar eher traurig, aber Marshmello schafft es die Stimmung die das Instrumental ausdrückt passend zum auch inhaltlich fröhlichen Refrain anzuheben. Marshmello versucht im Track die unterschiedlichen Musikrichtungen miteinander zu verbinden und das gelingt ihm auch. Die Single war genau wie “FRIENDS“ für den Mainstream gedacht, ist jedoch etwas tanzbarer und nicht ganz so poppig. Aus der eher ungewöhnlichen Konstellation, bestehend aus der Band Bastille und Marshmello, ging mit “Happier“ ein Song hervor, der sich nun schon seit knapp über vier Monaten in der oberen Hälfte der deutschen Charts hält.



Bayen Habeit (In Love) – Marshmello & Amr Diab (September)

Der Song sagt dir nichts. Das ist kein Wunder denn der Song war weder für den europäischen noch für den amerikanischen Markt gedacht, sondern ungewöhnlicher Weise für den arabischen. Marshmello arbeitete für den Song, der Ende September veröffentlicht wurde, mit dem ägyptischen Superstar Amr Diab zusammen. Es ist Marshmellos erste Single mit arabischen Vocals. Die Single bringt Marshmello auf einen ganz neuen Markt und macht ihn auch in Afrika bekannt. Der Track spricht uns hier in Europa schon aufgrund der Vocals nicht ganz an, hört sich aber dennoch interessant an.



Project Dreams – Marshmello x Roddy Ricch (Dezember)

Mit dem Rapper veröffentlichte Marshmello die Single am 7. Dezember. Es war der nächste Song, der für den amerikanischen Markt gedacht war. Ein weiteres Mal arbeitete er mit einem amerikanischen Superstar zusammen. “Project Dreams ist die Hip-Hop lastigste Single Marshmellos dieses Jahr. Auch wenn der Track nicht jedem Marshmello Fan gefallen mag, besitzt er einen Ohrwurmcharakter. In die Charts schaffte der Song es jedoch bisher auch nicht in den USA. Dennoch kann das Musikvideo zum Song schon jetzt über vier Millionen Aufrufe vorweisen.

Fazit: Für den DJ und Produzenten Marshmello war auch dieses Jahr extrem erfolgreich. Er ist schon lange nicht mehr nur in seiner Heimat ein Star, sondern weltweit bekannt. Genau wie im letzten Jahr war er auf Platz zehn des DJ Mag Votings, der besten DJs weltweit. Mit den Singles “Happier“ und “FRIENDS“ landete er zwei riesige Welthits und vergrößerte seinen Erfolg noch um ein Vielfaches. Aber auch Hip-Hop produzierte er, dieser war vor allem an den amerikanischen Markt gerichtet, aber feierte seinen Erfolg auch anderswo. Zudem kam es nun auch endlich zu langersehnten Veröffentlichung des Albums Joytime II. Außerdem machte er mit der Single “Bayen Habeit“ auch seinen ersten Schritt in Afrika. Ein fantastisches Jahr für den US-Amerikaner und das nicht auf musikalischer Ebene. Man kann sich hoffentlich auf weitere Kollaborationen mit großen Stars und ebenso tolle Songs freuen. Weiter so Marshmello!

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Über den Autor
Jannik Pesenacker

Mein Name ist Jannik Pesenacker und ich bin im August 2018 der Dance-Charts Redaktion beigetreten. Die Musik hat sich neben dem Fußball zu einer meiner größten Leidenschaften entwickelt. Dance-Charts ermöglicht mir, mein Interesse für die Musik auszuleben und lässt mich gleichzeitig den Beruf des Journalisten näher kennenlernen.

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