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Electro House von Ikonen

Afrojack x Fedde Le Grand - 1234 (feat. MC Ambush)

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Afrojack x Fedde Le Grand - 1234 (feat. MC Ambush)"1234" von Afrojack x Fedde Le Grand feat. MC Ambush.

“1234” war eine ID, die schon seit längerem kursierte. Bekannt war sie aus Afrojacks Livesets, stach aber auch nicht besonders hervor, da sie sich im Grunde wie jede zweite Veröffentlichung des Hünen anhört. Überraschend ist, dass Fedde Le Grand einer der beiden Produzenten ist. Wir werfen einen Blick auf die Collab und entscheiden, ob die Nummer eine Daseinsberechtigung innehat.


Afrojack & Fedde Le Grand

Beide gehören zur Stammbesetzung auf jedem größeren Festival. Während sich Afrojack mit seinen Releases und Slots noch immer auf A-Liga-Niveau bewegt, hat Fedde Le Grand seine ganz großen Zeiten bereits hinter sich. Letzterer landete 2007 mit “Let Me Think About It“ einen Welthit, der bis heute auf Partys nicht fehlen darf. Afrojack konnte zwar durch seine Zusammenarbeit mit Pitbull aus dem Jahr 2011, “Give Me Everything“, im Mainstream punkten, wartet jedoch seit längerem auf die nächste kommerziell erfolgreiche Scheibe. Parallel hat er sich zu einer festen Größe im Dirty Dutch und Electro House entwickelt.


“1234“

Besonders kreativ klingt der Titel nicht. Doch das muss nichts Schlechtes bedeuten, denn stumpf ist oftmals Trumpf. Den Einstieg macht Afrojacks Live-MC und mittelmäßig talentierte Rapper MC Ambush. Er singt die Hook, welcher für die Single namensgebend war. Ein wenig selbstironisch veröffentlichte das Label Spinnin‘ Records ein Lyric Video, das lediglich die vier simplen Lines:

„1, 2, 3, 4 !!!
All the ladies on the floor !!!
Pump the bass a little more
Give me, give me, give me more !!!”

graphisch im Loop wiedergibt. Einfache Hooks kennen wir aus dem Big Room und richtig gestaltet können sie große Wirkung entfalten, den letzten Push geben. Das gelingt bei “1234“ nur mäßig. MC Ambushs Sprechgesang wirkt eher wie ein Lückenfüller als ein gut genutztes Tool. Im Drop begegnet uns dann der klassische Afrojack-Sound: Schrille Synths und ein Moombahton-ähnlicher Beat in den ersten beiden Takten der letzten Phrase. Daraufhin beginnt das Ganze erneut.

Das macht den Song zu einem austauschbaren Release. Er ist nicht schlecht, aber es hat eben auch niemand nach ihm gefragt. Afrojack irrt damit weiterhin durch die Musikwelt, ohne eine Idee für den nächsten Step zu haben. Und Fedde Le Grand? Ja, der stand auch im Titel, lässt sich aber zu keiner Sekunde des Lieds heraushören. Es mag sein, dass er den Sound feiert und sogar mit im Studio gesessen hat. Allerdings könnte es sich hierbei genauso gut um eine Afrojack-Solo-Veröffentlichung handeln.
 

Fazit: “1234“ ist ein funktionierender Festival-Track, welcher sich weder etwas traut noch von anderen Werken in Afrojacks Diskographie abheben kann. Letzteres gilt für Fedde Le Grand zwar nicht, aber von einer Weiterentwicklung seines Sounds oder einer gelungenen Zusammenarbeit kann nicht die Rede sein. So bleibt “1234“ die Scheibe, nach der keiner gefragt hat und die Scheibe, an die sich in einem Monat niemand mehr erinnern wird. Schade, das Ensemble hätte mehr Potenzial gehabt.


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    Theo · Vor 2 Monaten
    Ziemlich langweilig finde ich, 25 %!
Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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