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Debütalbum des niederländischen Duos

Lucas & Steve – Letters To Remember [Album Review]

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 6 Minuten)

Lucas & Steve – Letters To Remember [Album Review]"Letters To Remember" das neue Album von Lucas & Steve.

Das niederländische DJ- und Produzenten-Duo Lucas & Steve veröffentlichte am vergangenen Spieltag, dem 16.10.2020, ihr Debütalbum “Letters To Remember“. Das Album erschien via Spinnin‘ Records und besteht aus 16 Tracks. Neben einigen bereits zuvor veröffentlichten Tracks haben die beiden Jungs auch einige neue Songs fürs Album produziert. Alle wichtigen Informationen zum Release und ob uns das Debütalbum der beiden Jungs überzeugen kann, erfahrt ihr wie immer bei uns.


Die Entstehung

In der Regel gibt es keinen perfekten Zeitpunkt, um sein aller erstes Album zu veröffentlichen, aber Lucas & Steve haben es mit dem Release ihres Debütalbums geschafft vielen EDM-Fans trotz der Tristen Festival-Saison ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Die beiden haben während der vergangenen Jahre laufend an ihrem Debütalbum gearbeitet. Die Zeit für die Vervollständigung ihres Albums hatten sie jedoch aufgrund etlicher Festival-Auftritte auf den verschiedensten Kontinenten nie. In den Liedern ihres Albums haben sie die Erfahrungen, die sie überall auf der Welt gemacht haben, verpackt.

Die TracklistLucas & Steve können Erwartungen übertreffen

1. Lucas & Steve – Letters
2. Lucas & Steve – I Want It All
3. Lucas & Steve – Wait For Life
4. Lucas & Steve – Where Have You Gone (Anywhere)
5. Lucas & Steve feat. Clara Mae – Magnets
6. Lucas & Steve feat. Haris – Perfect
7. Lucas & Steve feat. Kiesza – When You’re Alone
8. Lucas & Steve feat. Laura White - Glory
9. Lucas & Steve feat. Alida – Another Life
10. Lucas & Steve – All Cried Out
11. Lucas & Steve – Long Way Home
12. Lucas & Steve – Don’t Let Me Down
13. Lucas & Steve feat. Dyson – Help Me Remember
14. Lucas & Steve feat. Aron Blom– When I’m Down
15. Lucas & Steve – Comes Your Way (Inception)
16. Lucas & Steve – Won’t Fall In Love

Beim Betrachten der Tracklist fallen einem natürlich sofort einige bekannte Titel der beiden ins Auge. Der Titelsong “Letters“ beispielsweise wurde Anfang des Jahres veröffentlicht und konnte bis dato 12,5 Millionen Streams auf Spotify generieren. Neben Solotracks wie “Letters“ gibt es aber auch die eine oder andere Kollaboration auf dem Album zu hören. Erwähnenswert ist hier ein weiterer altbekannter Song namens “Long Way Home“ mit Deepend oder auch die neue Nummer “All Cried Out“, die in Zusammenarbeit mit AlterBoyz entstanden ist. Zudem haben sich die beiden Produzenten für einige Songs auch talentierte Sänger bzw. Sängerinnen ins Studio geholt.

Der erste Track des 16 Song starken Debütalbums ist “Letters“. Der Track, der Anfang des Jahres erschien, kann sich durch ruhigen Progressive House und starke Vocals auszeichnen. Zudem erinnert er auf positive Art und Weise an Lieder des mittlerweile leider verstorbenen Star-DJs Avicii. Auch Track Nummer 2 kann durch einen Progressive-House-Drop und starken Gesang begeistern, aber unterscheidet sich dennoch grundlegend von “Letters“. Der Drop von “I Want It All“ ist wesentlich energischer und auch abgesehen davon klingt die Nummer völlig anders als das Release von Anfang des Jahres. Musikalisch eher in die Richtung von “Letters“ geht der sich anschließende Track “Wait For Life“. In der Solo-Single wird der Gesang zwar von einer Frau übernommen, aber der Drop ist ähnlich ruhig gestaltet, überzeugt zeitgleich aber dennoch durch einige energischere Elemente. “Wait For Life“ ist also eine Art Mischung der ersten beiden Songs des Albums. Der vierte Song ihres Debütalbums hört auf den Namen “Where Have You Gone (Anywhere)“ und dürfte vor allem langjährigen Fans des Duos ein Begriff sein. Der Track erschien 2018 nämlich zunächst in einer vocalfreien Version, die auf den Namen “Anywhere“ hörte. Aufgrund des vergleichsweise großen Erfolgs mit der Single wurden Vocals für das Stück aufgenommen, sodass im selben Jahr auch noch eine Version mit Gesang namens “Where Have You Gone (Anywhere)“ erschien, die sich zum größten Hit des Duos entwickelte. Musikalisch handelt es sich beim Song um klassischen Progressive House. Der fünfte Song der Tracklist hört auf den Namen “Magnets“ und sticht vor allem durch ein markantes Piano und Vocal Chops hervor. Für den Gesang haben sich die beiden Niederländer Sängerin Clara Mae ins Boot geholt, die die Qualität des Songs durch ihre atemberaubende Stimme gewaltig anhebt. “Perfect“ lautet der Name des letzten Releases der beiden Jungs in 2019 und des sechsten Lieds auf ihrem aktuellen Album. Die stellt eine typische kommerzielle Progressive-House-Nummer der beiden Jungs dar. Bei “When You’re Alone“ mit Kiesza kann davon nicht die Rede sein. Der Song sticht stilistisch völlig aus dem Album heraus. Der Drop ist nicht so melodisch wie die üblichen Lucas-&-Steve-Drops und kann stattdessen eher durch Eingängigkeit und innovative Sounds überzeugen. “Glory“ featuring Laura White geht wieder in eine völlig andere Musikrichtung. Ein melodischer, grooviger Dance-Pop-Drop harmoniert in der Single überraschend gut zum außergewöhnlichen Gesang von White. Aber wir wollen nicht zu viel verraten, hört stattdessen mal selber hinein!

“Another Life“ mit Sängerin Alida erschien vor einigen Wochen als Teaser des Albums und kann mit mitreißendem Gesang sowie einem Progressive-House-Drop in der Handschrift der beiden Jungs überzeugen. Futuristischen Progressive House gibt es in “All Cried Out“ auf die Ohren, während Track Nummer 11 des Albums vielen Fans bereits ein Begriff sein sollte. Es handelt sich um die letztjährige Sommerkollaboration “Longway Home“ mit Deepend. Ähnliche Klänge wie in der Nummer werden auch im neuen Release “All Cried Out“ angeschlagen. Ganz anders klingt hingegen “Help Me Remember“ featuring Dyson. Dort gibt es groovigen Future House auf die Ohren. Alle Future-House-Sympathisanten sollten in diese vom Stil her unvergleichbare Nummer definitiv einmal hineinhören. Gesangstalent Aron Blom hat Lucas & Steve für “When I’m Down“, einem innovativen Progressive-Tech-House-Crossover, die Stimme geliehen. Der zweitletzte Song des Albums “Comes Your Way (Inception)“ sollte dem einem oder anderem noch als Ultra Live Anthem “Inception“ des Duos bekannt sein. Der Track hat nun Vocals erhalten und wurde angepasst, sodass er jetzt auch auf ihrem Album vorzufinden ist. Den krönenden Abschluss bildet “Won’t Fall in Love“: Mitreißende Vocals, eine träumerische Atmosphäre und ein einzigartiger Drop machen den Song zu einer epischen Progressive-House-Hymne.

Fazit: “Letters To Remember“ ist ein hervorragendes Debütalbum, das wohl zu keinem passenderem Zeitpunkt hätte veröffentlicht werden können. Die beiden DJs aus den Niederlanden haben es nicht nur bei klassischen Progressive-House-Produktionen belassen und sich stattdessen aus der Komfort-Zone bewegt und auch mit anderen Genres herumexperimentiert. Wir können euch nur empfehlen in das Album hineinzuhören!

 

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Über den Autor
Jannik Pesenacker

Mein Name ist Jannik Pesenacker und ich bin im August 2018 der Dance-Charts Redaktion beigetreten. Die Musik hat sich neben dem Fußball zu einer meiner größten Leidenschaften entwickelt. Dance-Charts ermöglicht mir, mein Interesse für die Musik auszuleben und lässt mich gleichzeitig den Beruf des Journalisten näher kennenlernen.

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