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Lieder von Matthias Reim, Phil Collins und Snap!

Top 10: Die erfolgreichsten Songs des Jahres 1990

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Top 10: Die erfolgreichsten Songs des Jahres 1990Die 10 erfolgreichsten Songs des Jahres 1990.

In unserer Artikelreihe „Die erfolgreichsten Songs des Jahres“ beschäftigen wir uns mit den beliebtesten Liedern vergangenen Jahre. Wir werfen einen Blick zurück auf die Top 10 der damaligen Jahrescharts. In diesem Artikel widmen wir uns dem Musikjahr 1990. Es erwarten euch echte Dance-Classics, deutsche Lieder, die die Musikgeschichte prägten, und Ohrwürmer, die noch im Radio laufen.

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Platz 10: MC Hammer - U Can’t Touch This

Menschen, die in den 90ern aufgewachsen sind, wissen sofort, was zu tun ist, wenn jemand ruft: „Hammertime!“. Durch unzählige Vorkommen in Reality-Shows und TV-Serien wurde der Ausruf zum Teil der Pop-Kultur. Dahinter steckt der Tanz zum 90er-Hit “U Can’t Touch This“ vom US-amerikanischen Rapper MC Hammer. Der Musiker veröffentlichte den Hip-Hop-Song, dessen Instrumental auf den Anfangsriffs von Rick James‘ “Super Freak“ basiert, am 13. Januar 1990. In Deutschland startete der Ohrwurm im folgenden Sommer durch und kletterte bis auf Platz 2 der Charts. “U Can’t Touch This“ erntete sieben Mal Gold und zwei Mal Platin und war damit der erfolgreichste Song in der Karriere von MC Hammer. Seither wurde der Kultsong von großen Musikern wie Black Eyed Peas, Eminem oder Jay-Z gesampelt. 


Platz 8: Matthias Reim - Ich Hab‘ Geträumt Von Dir

1990 war der Beginn der erfolgreichen Karriere von Matthias Reim. Dem deutschen Schlagersänger gelang Anfang 1990 ein Riesenhit, zu dem wir in diesem Ranking noch kommen werden. Am 13. August veröffentlichte Reim den Nachfolger mit dem Titel “Ich Hab‘ Geträumt Von Dir“. Stilistisch knüpfte die Nummer nahtlos an den Vorgänger an und entwickelte sich in der Folge zu einem ähnlich großen Hit. Drei Wochen nach der Veröffentlichung stieg Matthias Reim mit dem Lied in die deutschen Top 10 ein und hielt sich dort für drei Monate. Die Höchstposition des deutschen Ohrwurms war Platz 2. “Ich Hab‘ Geträumt Von Dir“ erreichte Goldstatus, konnte den Erfolg des Vorgängers jedoch nicht überbieten. 


Platz 8: Phil Collins - Another Day In Paradise

Einer der bekanntesten Songs des englischen Schlagzeugers und Sängers Phil Collins ist “Another Day In Paradise“ aus dem Jahr 1989. Ein paar Wochen nach dem Release startete das Lied in den deutschen Single-Charts durch und entwickelte sich zum zweiten Nummer-eins-Hit des Superstars nach seinem Durchbruch-Song “In The Air Tonight“ (1981). Musikalisch orientierte sich der Vollblutmusiker wieder in Richtung Soft Rock, ließ dabei aber erstmal Dance-Pop-Elemente einfließen, die auf seinem kommenden Album “No Jacket Required“ eine größere Rolle spielen sollten. Cover-Versionen von Jam Tronik und Brandy gewährten “Another Day In Paradise“ den erneuten Eintritt in die Charts. Auch heute wird das Lied noch häufig gecovert. Ein Beispiel ist Sam Feldts 2020er-Version “Paradise“.


Platz 7: Guru Josh - Infinity (1990’s… Time For The Guru)

Als eine der größten Dance-Hymnen aller Zeiten gilt der Song “Infinity (1990’s… Time For The Guru)“ von Guru Josh. Der englische Musiker, der mit bürgerlichem Namen Paul Walden hieß und im Jahr 2015 auf Ibiza verstarb, veröffentlichte die Single am 18. Dezember 1989. Der Einstieg in die deutschen Charts gelang im April 1990. Von April bis Juli hielt sich der Acid-House-Track mit der unverkennbaren Melodie in den Top 10. Auch beim jüngeren Publikum ist diese Melodie sehr präsent, da seit 2008 alle paar Jahre Neuauflagen von “Infinity“ erscheinen. Die erste Neuauflage erschien unter dem Alias Guru Josh Project und wurde vom deutschen DJ Klaas produziert. Der 2000er-Hit übertraf sogar den Erfolg des Originals. Im Anschluss widmeten sich DJ Antoine, Sean Finn und Le Shuuk dem Song.    


Platz 6: Snap! - The Power

Ähnlichen Kultstatus wie “Infinity“ genießt auch der Song “The Power“ von der deutschen Eurodance-Gruppe Snap!. Das Produzentenduo aus Michael Münzing und Luca Anzilotti stieg mit seiner Debütsingle in die Single-Charts ein. Der Dance-Song mit den Hip-Hop-Elementen sampelte gleich vier Tracks von unter anderem Chaka Khan. Obwohl die Nummer bereits 1989 veröffentlicht wurde, kam es erst im Februar 1990 zu den ersten Chart-Platzierungen. In Deutschland kletterte “The Power“ auf Platz 2. Der Song erreichte den heutigen Kultstatus vor allen Dingen durch die große Medienpräsenz über die Jahrzehnte. Snap! begleitete mit dem Song Werbespots von Toyota, T-Mobile und Premiere. Am bekanntesten ist wohl die Interpretation von Check24 aus dem Jahr 2014.


Platz 5: Londonbeat - I’ve Been Thinking About You

Wie für Snap! war auch für die englische Popgruppe Londonbeat 1990 das Jahr des Durchbruchs. Die vier Musiker Jimmy Helms, Jimmy Chambers, George Chandler und William Henshal schrieben den Song “I’ve Been Thinking About You“ als Song für ihr zweites Studio-Album “In The Blood“. Aus der eingängigen Pop-Nummer mit House-Einflüsse wurde ein weltweiter Chart-Hit, der für Londonbeat die Tür ins große Musikbusiness aufstieß. In Deutschland setzte sich der Ohrwurm wochenlang in den Top 10 fest und kletterte für zwei Wochen sogar auf Platz 1. Infolgedessen erhielt die Band für ihren Song hierzulande Gold-Status. Der Dance-Song wurde in den letzten Jahren häufig gesampelt. Beispiele sind “Physical“ von Alcazar und die Neuversion des deutschen Produzenten Klaas.


Platz 4: Snap! - Ooops Up

“The Power“ ist heute durch die enorme Medienpräsenz wohl die populärste Single von Snap! aus dem Jahr 1990, doch es gab noch einen Song, der damals erfolgreicher war. Am 1. Mai 1990 erschien der Song “Ooops Up“ als direkter Nachfolger von “The Power“. Das deutsche Eurodance-Projekt setzte dabei wieder auf Samples. Grundlage war der 1980er-Song “I Don’t Believe You Want To Get Up and Dance (Ooops!)“ von The Gap Band. Dazu kamen noch Einflüsse von den Liedern “Maldón“, “Ashley’s Roachclip“ und “Mother Goose“. Das Endergebnis war wieder eine lässige Mischung aus Rap und Dance, dessen unverwechselbarer Rhythmus Snap! erneut beachtlichen Erfolg bescherrte. Ganze zehn Wochen war “Ooops Up“ in den deutschen Top 3 vertreten. 


Platz 3: DNA & Suzanne Vega - Tom’s Diner

Die markanten AdLips “Dep De Dö Dep“ aus dem Song “Tom’s Diner“ von DNA & Suzanne Vega kennen heute auch die, die nicht die 90er erlebt haben. Viele wissen jedoch nicht, dass es sich bei der Nummer-eins-Single von DNA bloß um einen Remix handelt. Im Original ist “Tom’s Diner“ ein Acappella-Lied von US-Sängerin Suzanne Vega aus dem Jahr 1987. Zwei Produzenten kombinierten den Gesang mit dem Beat von Soul II Souls “Keep On Movin‘“ und stellten die markanten AdLips in den Mittelpunkt. Dabei entstand der Remix ohne Einverständnis von Vega. Doch anstatt das Produzententeam zu verklagen, kaufte das Label der Sängerin den Song. Ein kluger Schritt: “Tom’s Diner“ war erste Lied, das in allen deutschsprachigen Ländern auf Platz 1 ging. Heute zählt der Song zu den beliebtesten Samples der Musikgeschichte. 


Platz 2: Sinéad O’Connor - Nothing Compares 2 U

Auch unser Platz 2 hat eine weitesgehend unbekannte Vorgeschichte, denn die weltbekannte Version von Sinéad O’Connor zu “Nothing Compares 2 U“ ist nicht das Original. Der Song entstand fünf Jahre zuvor. Prince schrieb und produzierte für seine eigene Band The Family, doch erst 1990 mit dem Gesang der irischen Sängerin Sinéad O’Connor entwickelte sich die Ballade zu einem Welthit. Mit insgesamt elf Wochen an der Spitze der deutschen Single-Charts prägte die Musikerin das Musikjahr 1990 maßgeblich, aber der Erfolg setzte sich auch über das Jahr hinaus fort. Heute gilt “Nothing Compares 2 U“ als eine der schönsten und meistgecoverten Balladen aller Zeiten. Vom Magazin Rolling Stone wurde sie auf Platz 165 der 500 besten Songs der Geschichte gewählt.


Platz 1: Matthias Reim - Verdammt, Ich Lieb‘ Dich

Der auf Platz 8 angesprochene Durchbruchsong vom deutschen Sänger Matthias Reim heißt “Verdammt, Ich Lieb‘ Dich“ und war der überragende Hit des Jahres 1990. Auch hier ist die Vorgeschichte interessant, weil es beinahe gar nicht zum Durchbruch von Matthias Reim gekommen wäre. Er schrieb das Lied ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Bernd Dietrich für einen anderen Interpreten, doch niemand zeigte Interesse. Reim stellte das Lied unter anderem dem Label Electrola vor, das darin jedoch kein Erfolgspotenzial sah. Schließlich war Polydor Records bereit, dass Lied als erste Single von Matthias Reim zu veröffentlichen. “Verdammt, Ich Lieb‘ Dich“ war unglaublich 16 Wochen an der Spitze der deutschen Charts. Es war der Start einer der größten Karrieren der deutschen Musikgeschichte.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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