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Seine Songs in 2020

Jahresrückblick 2020: Don Diablo

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 7 Minuten)

Don DiabloRückblick auf die Songs von Don Diablo in 2020.

Wenn es um Future House geht, ist Don Diablo ohne Zweifel einer der größten Namen. Über die Jahre hat der niederländische Star-DJ seinen Future-House-Style weiterentwickelt und teilweise Vorstöße in andere Genres gewagt. Im Frühjahr 2020 sollte eigentlich das Album “FOREVER“ erscheinen, doch aufgrund persönlicher Probleme verschob Don Diablo das Release um ein Jahr. Trotzdem bot der Hexagon-Gründer seinen Fans mitreißende Future-House-Tracks sowie einige Stilvariationen.

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Don Diablo - We Are Love (Januar)

Das Musikjahr von Don Diablo begann mit dem Release “We Are Love“ am 31. Januar. Es handelte sich dabei um eine ID, auf die die Fans sehnsüchtig warteten. Der Niederländer produzierte den Track im Spätsommer 2018 und präsentierte ihn seinen Fans erstmals bei seiner Solo-Show “Future XL“. Die Ankündigung des Tracks erfolgte beim Tomorrowland 2019. Ursprünglich sollte es als Debütsingle des neuen Projektes „Citizen X“ zusammen mit Instagram-Star Jay Alvarrez an den Start, doch Label-Differenzen machten dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Deshalb entschied er den Track solo zu veröffentlichen. Mit 8,7 Millionen Streams performte die Nummer solide.


Don Diablo & Zak Abel - Bad (März)

Als Wiedergutmachung für die Verschiebung des Albums erfreute Don Diablo seine Fans am 20. März mit der Single “Bad“. Auch diese Nummer kannten die Fans bereits als ID aus Sets. Dadurch, dass der Song zusammen mit dem Sänger Zak Abel aufgenommen wurde und er bei Universal unter Vertrag steht, musste sich Don Diablo stilistisch anpassen und einen ruhigeren Style an den Tag legen. Anstelle der Future-House-Sounds ertönt im Drop ein tempoarmer Sound, der eine Mischung von Future- und Deep House darstellt. Die enorme Beliebtheit von Zak Abel machte sich bemerkbar. Mit 36 Millionen Streams ist “Bad“ eine der erfolgreichsten Singles in der Karriere von Don Diablo.


Danny Olson feat. JT Roach - Hide and Seek (Don Diablo Edit) (April)

Am 17. April erschien der Track “Hide and Seek“ auf dem Label FUTURE, einem Sublabel von HEXAGON, das für filmische Musik steht. Musikalisch ist die Veröffentlichung auf dem Label deutlich herauszuhören. Als Edit zu einem Track von Danny Olson und JT Roach verpackt, kam Don Diablo mit emotionalem Gesang, einem Piano-Instrumental und einem epischen Drop daher, der den Hörer in eine andere Welt entführt. Das Ganze war eine Neuauflage des gleichnamigen Songs von Imogen Heap aus dem Jahr 2005. 2,6 Millionen Streams sind durchaus beachtlich, wenn man die geringe Mainstreamtauglichkeit berücksichtigt. 


Don Diablo - Inside My Head (Voices) (Mai)

Am 1. Mai ging es mit einem Track im Future-House-Style weiter. Die „Hexagonians“ freuten sich über das Release der ID “Inside My Head (Voices)“. Eigentlich wollte der Produzent die ID früher veröffentlichen wollen, denn die Premiere des Songs war im März 2018. Nachdem er den Song dann bei großen Festivals spielte, erhielt er eine Vielzahl an positiven Resonanzen, sodass er sich mehr darum bemühte, The Police von dem Release einer tanzbaren Neuauflage zu überzeugen. Im Frühjahr 2020 stimmte die Gruppe einer Veröffentlichung endlich zu. So konnte “Inside My Head (Voices)“ doch noch an den Start gehen. Das ist der Sound, für den die Fans Don Diablo lieben.


Don Diablo & Andy Grammer - Thousand Faces (Juni)

Anfang des Sommers erschien die persönlichste Single in der Karriere von Don Diablo. Obwohl die Fans den Song kein Mal zu hören bekamen, war die Vorfreude auf “Thousand Faces“ riesig. Das Lied erzählt die Geschichte von Don Diablos Vater, der vor 13 Jahren starb. Der Musiker beschreibt seinen Vater als die wichtigste Person in seinem Leben. Wenn Andy Grammer Textzeilen wie „Would I make, would I make you proud if you could see me now?“ singt, geht einem das Herz auf. Der Sänger wird von einem Piano begleitet, das auch innerhalb des Drops eine zentrale Rolle spielt. “Thousand Faces“ ist stilistisch nicht das, was man von Don Diablo erwartet, und mit zehn Millionen Streams auch nicht besonders erfolgreich, doch es ist eines der schönsten Lieder in der EDM-Szene 2020! 


Don Diablo - Mr. Brightside (August)

Spätestens mit dem Release von “Mr. Brightside“ am 21. August war es den Fans klar: 2020 ist das Jahr der unveröffentlichten IDs von Don Diablo. Es gab keine ID, auf die die Fans so lange warten mussten wie auf den Remix zu “Mr. Brightside“ von The Killers aus dem Jahr 2003. Seit der Premiere beim Tomorrowland 2016 war die Future-House-Version unregelmäßig Teil der Sets. In Q&As wurde der Niederländer immer wieder von Fans gefragt, wann denn ein Release erfolgen würde. Der 40-Jährige betonte, dass es schwierig sei, eine Einigung mit The Killers zu finden. Im August war es soweit. Letztlich erschien “Mr. Brightside“ sogar als Single.


Don Diablo pres. Camp Kubrick - Johnny’s Online (September)

Im September kündigte Don Diablo ein neues Projekt mit dem Namen „Camp Kubrick“ an. Zusammen mit Sänger Denzel Chain veröffentlicht der Produzent Songs, die sich musikalisch den 80er-Jahren widmen. Die Debütsingle “Johnny’s Online“ erschien am 18. September. Dass Don Diablo selbst in den 80ern aufgewachsen ist, ist im Track klar zu hören. Die Nummer versprüht echte Nostalgie-Vibes, denn das Instrumental, der Gesang, der Rhythmus… fast alles klingt nach 80s. Der Song sammelte knapp eine Million Streams auf Spotify. Der Style scheint dementsprechend nicht bei allen Fans gut angekommen zu sein. Don Diablo hat jedoch schon weitere Songs in der Pipeline. Ein paar IDs von Camp Kubrick spielte er in seinem Set für DJ Mag.


Don Diablo - Invincible (Oktober)

Bei seinem virtuellen Auftritt auf dem Tomorrowland Around The World testete Don Diablo eine Vielzahl von IDs. Eine dieser IDs erschien bereits wenige Monate nach der Premiere. Der Titel ist “Invincible“ und erschien am 2. Oktober auf HEXAGON. Als Titelsong von „AFK Arena“ passte Don Diablo das Sound-Design an, jedoch klingt “Invincible“ überhaupt nicht kommerziell. Mit dem Song entwickelt der Niederländer das Future-House-Genre weiter, indem er einen vocalverzerrenden Effekt verwendet, der in Teilen an ältere Skrillex-Produktionen erinnert. Die Botschaft des Songs ist „We Are Invincible“. Sowohl lyrisch als auch musikalisch ist hier alles auf ein Spiel ausgerichtet. 1,2 Millionen Streams zeigen, dass dieses Release etwas untergangen ist.


Don Diablo & Imanbek feat. Trevor Daniel - Kill Me Better (Oktober)

Als letztes Single des Jahres 2020 veröffentlichte Don Diablo den Track “Kill Me Better“. Durch die Beteiligung vom aufstrebenden “Roses“-Interpreten Imanbek und Rapper Trevor Daniel rechneten die Fans mit einer kommerziell ausgerichteten Nummer. Das bestätigte sich zwar, doch mit einem poppigen 80er-Sound hatte bei dieser Konstellation wohl kaum jemand gerechnet. So hätte dieses Release auch unter dem Alias Camp Kubrick veröffentlicht werden können. Die Mischung aus den Rap-Parts von Daniel und den nostalgischen 80s-Sounds von Diablo passt perfekt in das Musikjahr 2020 und hatte durchaus Hitpotenzial vorzuweisen. Ein großer Hit wurde “Kill Me Better“ mit knapp sechs Millionen Streams nicht, aber viele Fans freuten sich über die Produktionsvielfalt von Don Diablo.


Zusatz: Don Diablo Remixe

Zum Schluss wollen wir noch ein paar Worte zu den Remixen von Don Diablo in diesem Jahr verlieren. Der Future-House-Artist hatte die Ehre für einige große Artists Alternativ-Versionen zu produzieren. Ein Beispiel ist “Birthday“ von Pop-Sängerin Anne-Marie im Februar. Auch aus dem Mainstream kommt der Song “What If I Told You That I Love You“ von Ali Gatie. Im April kombinierte der Produzent den Gesang mit Future-House-Sounds. Für den deutschen Musiker Robin Schulz nahm Don Diablo einen Remix zum Sommer-Hit “Alane“ auf. Zum Jahresabschluss kam noch eine Future-House-Version des Pop-Songs “Levitating“ von Dua Lipa und DaBaby.

 

Fazit. 2020 ist ein weiteres äußerst erfolgreiches Jahr in der Karriere von Don Diablo. Mit den Tracks “We Are Love“, “Inside My Head (Voices)“ und “Mr. Brightside“ enthüllte er IDs, auf die die Fans aufgrund des Signatursounds schon lange warteten. Zusammen mit Zak Abel und dem Song “Bad“ gelang dem Niederländer einer der größten Hits seiner Karriere. Darüber hinaus probierte er (mehr oder weniger erfolgreich) neue Stilrichtungen wie die 80er mit “Johnny’s Online“ und “Kill Me Better“. Schaut man sich das Jahr an, kann man sich auf die Veröffentlichung des Albums freuen. Starkes Jahr!

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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