Alan Walker zählt zu den größten Shooting-Stars des Jahres
Das Jahr 2016 hat viel Musik von unbekannten Artists geboten, die in diesem Jahr zu großen Stars geworden sind. Besonders in der EDM-Szene gibt es zahlreiche Produzenten, die in diesem Jahr in der Szene Fuß fassen konnten und sich fest etabliert haben. Dabei wurden die Acts erst in diesem Jahr entdeckt. Vorher kannte sie kaum jemand. Nach diesem Jahr sollte jeder Kenner der EDM-Szene diese Namen schon einmal zu Ohren bekommen haben. Grund genug für uns ein Top-10-Ranking aus diesen EDM-Entdeckungen zu erstellen und die größten Entdeckungen in diesem Jahr herauszufiltern. Es war schwierig aus solch vielen Newcomern eine Top 10 zu erstellen. Namen wie Jonas Aden, Justin Mylo oder Dastic haben es nicht einmal in das Ranking geschafft. Was waren eure persönlichen Entdeckungen des Jahres 2016? Lasst es uns wissen und schreibt es in die Kommentare, doch jetzt unsere Top 10 des Jahres 2016.
Wir fangen an mit einem waschechten Bigroom-Liebhaber. Die Rede ist von dem niederländischen DJ und Produzenten Maurits Westveen, besser bekannt als Maurice West. Mit seinen 20 Jahren hat er bereits einen festen Platz bei Mainstage Music sicher und hatte außerdem Releases auf Musical Freedom und Armada Music. Seine größten Förderer sind dabei die Jungs von W&W, die ihn an allen Ecken und Enden unterstützen. Der 20-Jährige konnte sich bereits auf Nebenstages auf den größten Festivals der Welt beweisen, dem Tomorrowland und dem Ultra Music Festival. Nebenbei veröffentlichte er in diesem Jahr Tracks mit Größen wie DBSTF und MOTi. Seine Single “Disco Weapon“ mit MOTi hat mittlerweile über 400.000 Plays auf Spotify. Mit seinen 48.000 Facebook-Fans steht er noch am Anfang seiner Karriere. Das Sinnbild für modernen Bigroom!
Auf Platz 9 befindet sich der jüngste Artist in diesem Ranking. Die meisten euch werden den Namen Mesto schon einmal gelesen haben, doch was viele gar nicht wissen: Der junge Mann ist gerade einmal 17 Jahre alt! Der größte Fan des Niederländers ist kein geringerer als Martin Garrix, der immer wieder das Talent von Mesto lobt. Am 31. Dezember erschien als Free Download die “BouncyBob“, eine Kollaboration zwischen Martin Garrix, Mesto und Justin Mylo. Der Track kam bei den Fans von Martin Garrix richtig gut an und man erkennt schnell das Sounddesign von Mesto. Im Herbst erschien ein weiteres Free Download mit Martin Garrix namens “WIEE“. Mit 17 Jahren hat der Niederländer bereits zwei Mal mit Martin Garrix kollaboriert, 45.000 Facebook-Fans dazugewonnen und vor kurzem einen Vertrag bei Spinnin‘ Records unterschrieben. Neben seinen zwei Kollaborationen, die durch den Namen Martin Garrix schon eine solch große Reichweite erhielten, sammelte sein Remix zu “Me, Myself & I“ über 780.000 Plays auf SoundCloud. Mesto scheint den Weg von Martin Garrix einzuschlagen und hat ein unverkennbares Sounddesign entwickelt.
Auf den achten Platz der EDM-Entdeckungen des Jahres hat es der nächste Niederländer geschafft. Dieses Mal sprechen wir vom Produzenten Thijs Westbroek aus Eindhoven. Viele werden den Future-House-DJ als Brooks kennen. Schon im Jahr 2015 hatte der Produzent eine Kollaboration mit den Bassjackers auf Skink Records, aber der große Durchbruch gelang dem Niederländer größtenteils erst in diesem Jahr. Nach einigen sehr erfolgreichen Releases auf Future House Records, bot sich in diesem Jahr auch Hexagon an. Darauf entstand der Track “Take Me Away“ gemeinsam mit Jonas Aden, der auf dem ADE-Sampler von Hexagon Platz gefunden hat. Don Diablo sowieso einer seiner größten Förderer und spielt ihn immer wieder in seiner Radioshow. Wenn es so weiter geht hat Brooks bald einen Vertrag bei Hexagon sicher. Im Sommer machte er mit seinem Remix zur “Work From Home“ auf sich aufmerksam. Die bekannteste Single von Thijs Westbroek ist jedoch “If Only I Could“ mit 3,3 Millionen Plays auf Spotify. Seltsamerweise hat er auf Facebook nur um die 19.000 Fans. Das wird sich im kommenden Jahr sicherlich ändern, denn er ist ein Sinnbild für modernen Future-House-Sound.
Auf Platz 7 hat es der nächste Beweis dafür geschafft, dass Bigroom noch lebt und nicht immer langweilig, sondern durchaus modern und innovativ klingen kann. Gemeint ist das kroatische Produzentenduo TWIIG aus den beiden Freunden Marko Alebic und Deni Dugandzic, die im Jahr 2015 beschlossen als Duo Musik zu produzieren und als DJ-Duo aufzulegen. Wie schon Maurice West werden auch TWIIG sehr von den Jungs von W&W gefördert. Sie haben in diesem Jahr einen Vertrag beim größten Bigroom-Label Mainstage Music unterschrieben. Ein großer Schritt für ihre zukünftige Karriere. Auch andere Bigroom-Acts wie Dimitri Vegas & Like Mike spielen die Tracks des Duos in ihren Sets. W&W haben zwei Tracks vom Duo auf dem Ultra Music Festival und dem Tomorrowland Premiere feiern lassen. Momentan haben die beiden noch mit keinem großen Artist kollaboriert, doch aufgrund der guten Bindung zu W&W wird auf eine anstehende Kollaboration spekuliert. Mit 23.000 Facebook-Fans sind sie dort noch relativ mager besetzt, aber auf SoundCloud haben sie dafür mit 91.000 Fans umso mehr Hörer. Ihr bekanntester Track lautet “Hero“ und zählt auf Spotify knapp 237.000 Plays. Man kann gespannt sein ob Bigroom in den nächsten Jahren durch solch einen Sound wieder zum Leben erweckt wird.
Weiter geht es mit Platz 6 und dem wohl talentiertesten Future-House-Duo der EDM-Szene. Lucas & Steve haben in diesem Jahr schon locker das Niveau der anderen bekannten Future-House-Duos wie Pep & Rash oder Mr.Belt & Wezol erreicht. 2016 war sogar weitaus erfolgreich als bei den anderen Duos. Hinter Lucas & Steve stecken die beiden Niederländer Lucas de Wert und Steven Jansen. Bis zum Anfang des Jahres durften sie ihre Tracks ausschließlich auf dem Sublabel Spinnin‘ Deep veröffentlichen, doch dann lieferten sie mit “Make It Right“ einen Riesenhit mit über 7 Millionen Plays auf Spotify. Seitdem sind sie fester Bestandteil des Mainlabels und feierte in diesem Jahr ihre gelungene Premiere beim Tomorrowland. Neben dem massiven Support von Don Diablo und Oliver Heldens, hatten die beiden die Ehre mit Sam Feldt und Pep & Rash zusammenzuarbeiten. Ihr Track “Summer On You“ mit Sam Feldt wurde zum meistgespielten Song in den niederländischen Radios 2016, hat 30 Millionen Plays auf Spotify und wurde mit Platin ausgezeichnet. Ein überragendes Jahr 2016!
Auf Platz 5 befindet sich ein Artist der in diesem Jahr ganz plötzlich in das Rampenlicht der EDM-Szene geraten ist. Der junge Mann trägt den Künstlernamen Slushii, bürgerlich Julian Scanlan, und ist ein US-amerikanischer DJ und Produzent. Mit seinen gerade einmal 19 Jahren gehört er zu den Acts, denen eine große Zukunft vorausgesagt wird. Allein im Jahr 2016 hat er bereits 200.000 Facebook-Fans sammeln können. Seine Tracks veröffentlicht er auf Mad Decent, Monstercat und OWSLA, den größten Labels in den USA. Der Stil in seinen Tracks klingt sehr innovativ und lässt sich als Mischung aus Dubstep, Future Bass und Trap beschreiben. Viele Leute vergleichen ihn mit dem Durchstarter Marshmello, zu dem wir später noch kommen. Der 19-Jährige ist für seine Remix zu Tracks von großen Namen wie “Faded“, “Closer“, “Never Forget You“ und “I Want You To Know“ bekannt. Sein bekanntestes Werk ist jedoch wahrscheinlich sein großartiger Remix zur “Marshmello - Alone“, der bei Spotify über 4,5 Millionen Mal gespielt wurde.
Knapp das Treppchen verpasst hat ein niederländischer Produzent, den (wie auch Slushii) vor diesem Jahr wirklich niemand kannte. Mike Williams tauchte in diesem Jahr wie aus dem Nichts auf und haute im Frühjahr dieses Jahr mit “Sweet & Sour“ auf Musical Freedom mal eben ein riesiger Hit raus, der einen neuen Trend auslöste: Future Bounce! Mike Williams ist ein Vorreiter wenn nicht sogar der Erfinder dieses beliebten Genres. Sein größtes Idol und für ihn eine Art Lehrer ist dabei die niederländische Legende Tiësto. Der Produzent unterstützt ihn so gut er kann und wie er es bei kaum einem Artist zuvor getan hat. Mit seinen 20 Jahren hat Mike Williams innerhalb eines Jahres viel erlebt. Er hat 166.000 Facebook-Fans dazu gewinnen können, wurde von seinem Lehrmeister beim Tomorrowland auf die Bühne geholt und veröffentlichte einen Verkaufsschlager nach dem anderen. Ob “Groovy George“, “Take Me Down“ oder der Remix zu “Feel The Love“ alles kommt in diesem neuen Genre gut an. Außerdem durfte er in seinem ersten Jahr gleichmal eine Kollaboration mit Tiësto namens “I Want You“ aufnehmen. Mit dem neuen Genre Future Bounce hat er einen Trend ausgelöst. Groovy, grooviger, Mike Williams!
An die imaginäre Bronzemedaille geht an das US-amerikanische Produzententrio Cheat Codes, die das einzige Trio im Ranking stellen. Jeder wird die Jungs von ihrem Welthit “Sex“ kennen, die die Jungs im Frühjahr des Jahres als Neuauflage des bekannten Klassikers veröffentlichten und in Deutschland auf Rang 14 kletterten. Das Trio besteht aus den drei Kollegen Kevin Ford, Matthew Russell und Trevor Dahl, der auch gerne als Sänger agiert. Nachdem Ende 2015 mit “Hold On“ gemeinsam mit Moguai bereits ein Szenenhit gelang, ging es 2016 erst so richtig los. Nach ihrem Hit “Sex“ mit Kriss Kross Amsterdam, folgte gleich mal Kollaborationen mit Quintino und Dante Klein. Die zweite trug den Titel “Let Me Hold You (Turn Me On)“ und wurde in Deutschland zumindest zu einem kleinen Sommer-Radiohit. Vor einigen Wochen folgte dann aber erst der Hammer. David Guetta kündigte eine Kollaboration mit Robin Schulz an. Schließlich stellte sich heraus, dass auch die Cheat Codes an der “Shed A Light“ beteiligt waren. Die Nummer geht in Deutschland gerade richtig steil. Was für ein tolles Jahr von diesem Trio! Hoffentlich geht das 2017 so weiter!
Die Silbermedaille für die „EDM-Entdeckung des Jahres 2016“ möchten wir dem Mann mit dem Smileykopf überreichen. Nein, nicht Mike Candys, sondern marshmello, der lange unbekannte Mann mit dem zylinderförmigen Smileykopf. Wenn die Schlagzeilen im EDM-Business sich in diesem Jahr um jemanden gedreht haben, dann um marshmello und seine mysteriöse Identität. Es wurde sogar teilweise spekuliert, dass Tiësto hinter dem Kopf stecken könnte. Schließlich wurde das Geheimnis gelüftet, das am Ende gar nicht so spektakulär war. Der US-amerikanische Chris Comstock hat marshmello erschaffen. Er veröffentlicht seine Musik auf OWSLA und Monstercat. Sein Stil ist ähnlich wie Slushii sehr innovativ und eine Mischung aus Future Bass und Trap, was in diesem Jahr sehr gefeiert wurde. Der auch als DJ tätige marshmello ist für seine Remixe für Acts wie Galantis, Justin Bieber oder Martin Garrix bekannt. Sein bekanntester Track ist jedoch die Single “Alone“ mit weit über 40 Millionen Plays auf Spotify. Der Hype um diesen Mann wird auch 2017 nicht aufhören!
Und die Goldmedaille wollen wir gerne der norwegischen Hitmaschine Alan Walker überreichen. Wenn einer in diesem Jahr eine Entdeckung war, dann ja wohl der Produzent von “Faded“. In 2016 führte kein Weg an dem norwegisch-britischen Produzenten vorbei. Noch heute hat man einen Ohrwurm von der Single, die schon einige Monate zuvor als Instrumental Version ohne Vocals im Netz kursierte. Mit den traumhaften Vocals von Iselin Solheim wurde die Nummer dann zum weltweiten Hit und das von einem Produzenten, der gerade einmal volljährig ist. Auch die Follow-Up-Single “Sing Me To Sleep“ feierte enormen Erfolg in den deutschen Single-Charts und kletterte auf Platz 14. Das Jahr 2016 schließt Alan Walker mit der Single “Alone“ ab, die schon nach zwei Wochen auf Platz 8 der Single-Charts steht. Von Alan Walker kommt wirklich ein Hit nach dem anderen, die sich alle im gleichen Stil befinden. Langsamer, atmosphärischer Tropical House mit gefühlvollen Vocals. Was war das nur für ein Jahr für Alan Walker? Unglaublich, dieser Junge!
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