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Musikalischer Jahresrückblick

KSHMR: Das waren seine Tracks 2017

(Geschätzte Lesezeit: 5 - 9 Minuten)

KSHMR: Das waren seine Tracks 2017KSHMR

Der US-Amerikaner KSHMR gehört definitiv zur Weltspitze der Produzenten in der aktuellen EDM-Szene. KSHMR ist für seine brillanten Ideen bekannt und sticht insbesondere durch einen indischen Touch in seinen Tracks aus der Menge heraus. Als DJ ist Niles Hollowell-Dhar (bürgerlicher Name) umstritten, da es ihm an Erfahrung und DJ-Skills mangelt, doch auch diese funktionieren durch die überragende Auswahl an Tracks aus seiner Vita auf Festivals hervorragend. Nebenbei gehört KSHMR zu den fleißigsten Produzenten der Szene, der jedes Jahr zahlreiche Veröffentlichungen am Start hat. Im Jahr 2017 hat er die Anzahl an Tracks im ersten Halbjahr zurückgeschraubt, weil er sich auf seine DJ-Karriere und die Gründung seines eigenen Labels Dharma Records fokussiert hat, aber im zweiten Halbjahr kam dafür umso mehr. Wir werfen einen Blick zurück.

KSHMR & Crossnaders feat. Micky Blue – Back To Me (März)

Das Musikjahr 2017 von KSHMR begann im Vergleich zu den anderen bekannten Produzenten relativ spät. Die erste Single von KSHMR erschien im März auf Spinnin‘ Records und trug den Titel “Back To Me“. Als Co-Produzenten agierten bei diesem Track die niederländischen Crossnaders. Für die Vocals war Sängerin Micky Blue verantwortlich. Der Gesang ist bei diesem Song sehr emotional gehalten und entfernt sich etwas vom üblich indischen Style KSHMRs. Der Drop besteht aus einer typische Progressive-House-Melodie mit klassischem Sounddesign. “Back To Me“ stellt eine bezeichnende Single für den KSHMRs Progressive-House-Style dar, die mit über acht Millionen Klicks auf YouTube ein großer Erfolg geworden ist.



KSHMR – Strange Lands (Mai)

Im Mai veröffentlichte KSHMR still und heimlich einen Free Download namens “Strange Lands“, den er auf SoundCloud und YouTube hoch lud. Das merkt man dem Track allerdings an. Der Song verwendet zahlreiche indische Sounds und fährt nicht die ganze Zeit eine Schiene, was bei einer normalen KSHMR-Single ungewöhnlich wäre. “Strange Lands“ war wohl nur dazu gedacht, zu schauen wie der etwas experimentellere Klang bei den Fans ankommt. Ein spannender Track mit vielen neuen und spannenden Ideen von KSHMR. Ein Musterbeispiel dafür, dass er ein musikalisches Genie ist.



KSHMR & Tiësto feat. Talay Riley – Harder (Juni)

Danach mussten die Fans von KSHMR eine lange Zeit auf eine neue Single warten. Im Juni war es dann endlich wieder soweit. Im Frühsommer veröffentlichte der US-Amerikaner “Harder“, seine langersehnte Kollaboration mit Tiësto. Nach dem großen Erfolg ihrer ersten Kollaboration namens “Secrets“ war es nur eine Frage der Zeit, bis die Follow-Up kommen sollte. Dieses Mal gehen die beiden DJ-Stars das Ganze deutlich ruhiger an. Mit den sanften Vocals des Sängers Talay Riley wurde eine angenehme Tropical-House-Single für den Sommer geschaffen. Für KSHMR eine sehr ungewöhnliche Single, doch wie man weiß, kann Hollowell-Dhar alles produzieren. Der Song ist in Tiestos Heimat, den Niederlanden, zu einem der größten Radio-Hits des Sommers gereift. Diese Kollaboration funktioniert immer!



KSHMR & The Golden Army – Game Of Thrones (Remix) (Juli)

Im Hochsommer veröffentlichte KSHMR den langerwarteten Remix zum Lied der erfolgreichen Serie "Game Of Thrones“. Zusammen mit The Golden Army macht KSHMR aus einem dramatischen Serienlied eine großartige Progressive-House-Nummer, die vor allem für die Fans der Serie eine Bereicherung gewesen ist. Ein Remix zu "Game Of Thrones“ ist in der EDM-Szene gar nicht so unüblich. Von all diesen Neuinterpretationen ist der Remix von KSHMR der am besten gelungene.



KSHMR & Maurice West – Festival Of Lights (August)

Im August des Jahres beantwortete KSHMR mit der Gründung seines eigenen Labels Dharma Records die Frage danach, womit er sich das erste halbe Jahr beschäftigt habe. Das erste Release auf dem Sublabel von Spinnin‘ Records kam natürlich aus dem Hause KSHMR. “Festival Of Lights“ wurde zusammen mit dem jungen Produzenten Maurice West aufgenommen. Der Niederländer ist eine der wenigen übergebliebenen Acts, die mit Bigroom weiterhin Erfolg haben, daher ist diese Kollaboration absolut sinnvoll. Mit der Single zeigt KSHMR einmal mehr, was ein indischer Touch in einem EDM-Track bewirken kann. Der Track strotzt nur so vor Power und Festivaltauglichkeit. Eine der besten Progressive-Bigroom-Banger dieses Jahr.



KSHMR, JDG & Mariana Bo – Kolkata (August)

Parallel zur Veröffentlichung von “Festival Of Lights” kündigte KSHMR das Release einer brandneuen EP an, die eine Woche später bereits erschien. Der zweite Track der EP hieß “Kolkata“ und wurde von KSHMR mit dem australischen Produzenen JDG und der mexikanischen DJane Mariana Bo produziert. Die Nummer setzt ganz besonders auf indische Klänge und wird von JDGs Rhythmen im Drop dominiert. Das Aufeinandertreffen der verschiedenen Klänge in diesem Track haucht “Kolkata“ eine gewisse Mystik ein. Ob man den seltsamen Style des Songs mag oder nicht, diese Nummer ist allemal interessant und hörenswert.



KSHMR & No Mondays – Divination (August)

Der dritte Track der EP nannte sich “Divination“ und hat Unterstützung vom niederländischen Newcomer-Duo No Mondays bekommen. Für den Großteil der Fans war diese Nummer das Highlight auf der EP. “Divination” lebt von seiner Atmosphäre und seinen harten Sounds im Drop. Im Vergleich zu den anderen Tracks wurde diese Nummer relativ wenig indisch gestaltet. Durch das Build-Up erwartet man einen Progressive-House-Drop, doch KSHMR hat einen viel innovativeren Drop zusammengebaut. Diese Nummer zeigt, dass das Genre Bigroom noch nicht tot ist und man auch Festival-Sounds mit Innovationen zusammenbasteln kann.



KSHMR & Snails – The Serpent (August)

Auch der letzte Track auf der EP “Kolkata“ kann als Kollaboration betitelt werden. Dieses Mal agiert ein kanadischer Produzent als Partner für KSHMR. Die Rede ist von Snails, der für seinen unverkennbar aggressiven Sound bekannt ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Kollaborationen, hört man bei diesem Track einen hohen Anteil von Sounds des Co-Produzenten. Bei den meisten gemeinsamen Projekten dominiert KSHMR. Zwar spielen bei “The Serpent“ die indischen Klänge auch eine zentrale Rolle, doch der aggressive Snails-Drop steht im Vordergrund. So hart hat man KSHMR noch nie gehört, aber auch diese Single kann zweifellos als gelungen bezeichnet werden.



Hardwell & KSHMR – Power (Oktober)

Im Oktober folgt die Veröffentlichung des größten Tracks des Jahres aus dem Hause KSHMR. Die Fans warteten seit Monaten auf die Veröffentlichung dieser Granate. KSHMR produzierte “Power“ mit niemand geringerem als Hardwell. Der Track wurde bereits beim Tomorrowland 2017 gespielt und heizte die Menge so richtig ein. Die einfache Vocal „This is power!“ vertritt zu 100 Prozent das Motto dieses Songs. Der Drop von “Power“ wurde so kraftvoll gestaltet wie kaum ein anderer Track und reißt so ziemlich jeden EDM-Hörer auf einem Festival mit. Diese Kollaboration wurde nicht nur in den Niederlanden zu einem Riesenhit, sondern setzte sich sogar im deutschen Mainstream-Bereich durch. Auch wenn es für die Charts und das Radio nicht gereicht hat, konnte “Power“ in Deutschland erstaunliche Aufmerksamkeit erreichen.



KSHMR feat.
Sonu Nigram – Underwater (Oktober)

Am 26. Oktober wurde die nächste Single von KSHMR veröffentlicht. Dieses Mal geht es zurück in den indisch-angehauchten Progressive-House-Style. Die Nummer heißt “Underwater“ und hat eine besondere Beziehung zu Indien. Der Track hat nicht nur nationale Klänge inne, sondern wurde sogar von einem bekannten heimischen Sänger gesungen. Sonu Nigram ist in Indien ein Riesenstar. Für KSHMR widmet er sich der EDM-Szene. Die Vocals von “Underwater“ sind sehr emotional und werden auf eine dramatische Art und Weise gesungen. Von innovativ kann man hier, wegen des Drops, zwar nicht sprechen, doch besonders wegen der Vocals ist diese Nummer mehr als interessant. Trotz der ungewöhnlichen Vocals kann man diese Single als KSHMR-typisch bezeichnen.



KSHMR & R3HAB – Islands (Dezember)

Im Dezember hat KSHMR nochmal zwei Tracks rausgehauen. Der erste Track erschien am 01. Dezember auf Spinnin‘ Records und ist nach “Power“ die zweite große Kollaboration von KSHMR im Jahr 2017. Für die Produktion von “Islands“ hat sich KSHMR seinen niederländisch-marokkanischen Freund R3HAB ins Studio geholt, mit dem er schon des Öfteren gearbeitet hat. Nach “Strong“ und “Karate“ ist das schon die dritte Nummer zusammen. “Islands“ knüpft genau da an, wo man mit “Strong“ 2015 aufgehört hat. Eine typische Progressive-Bigroom-Nummer für Festivals. Musikalisch ist “Islands“ nicht schlecht, aber man vermisst hier nun mal jegliche Innovation. Vielleicht hatten die beiden den Track vor Jahren schon einmal angefangen und kürzlich fertiggestellt. Für Fans der Beiden ist das eine ganz solide Single.



KSHMR & Marnik feat. The Golden Army – Shiva (Dezember)

Zum Ende des Jahres hat KSHMR noch eine langersehnte Single parat. Wie wir es von ihm nicht anders kennen, veröffentlicht der US-Amerikaner auch im Jahr 2017 die offizielle Hymne des Sunburn-Festivals. Am 29. Dezember erscheint diese Nummer auf Dharma Music. Wie bereits letztes Jahr hat sich KSHMR Marnik zur Unterstützung an die Seite geholt. The Golden Army, mit dem KSHMR schon am “Game Of Thrones”-Remix gearbeitet hat, vollendet das Trio. Der Track mit dem Namen “Shiva“ reiht sich perfekt in die Sammlung der “Sunburn“-Anthems ein. Eine angenehme Progressive-House-Hymne mit orientalischen Klängen. Auch hier hört man, dass KSHMR wieder am Werk war. Ein ordentlicher Jahresabschluss 2017!



Fazit: Zusammenfassend kann man sagen, dass KSHMR auf ein durchweg erfolgreiches und positives Jahr 2017 zurückblicken kann. Der amerikanisch-indische Produzent hat im vergangenen Jahr sein eigenen Label Dharma Music gegründet und viele spannende Singles veröffentlicht. Mit Tracks wie “Back To Me“, “Festival Of Lights“ oder “Islands“ gab zahlreiche solide Progressive-House-Tracks, die von den KSHMR-Fans geliebt wurden, jedoch an Innovationen zu wünschen übrig lassen. Auf der anderen Seite erschienen einige spannende Songs mit innovativem Sound, die besonders auf der EP vertreten waren. Außerdem landete der 29-Jährige mit “Harder“ und “Power“ zwei große Mainstream-Hits. Die KSHMR-Fans kamen in diesem Jahr voll auf ihre Kosten und durchlebten ein musikalisch großartiges Jahr 2017 von ihrem Meister.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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