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Glidesonic - Energy

Star-Produzent und DJ im Gespräch

Exklusives Interview mit KSHMR [Inkl. Video]

(Geschätzte Lesezeit: 8 - 15 Minuten)

Exklusives Interview mit KSHMRKSHMR im Interview mit Redakteur Maximilian Wild.

Dance-Charts.de: Hallo und herzlich willkommen, liebe Dance-Charts-User. Ich sitze hier neben jemandem, der in der zivilisierten Welt sicherlich keine Einführung mehr braucht, nämlich KSHMR. - Ich habe dich gerade dem Publikum vorgestellt. Du hast hier im Neuraum gerade eine deiner sehr wenigen Club-Shows gespielt. Wie hat es dir gefallen?

KSHMR: Ich habe es wirklich genossen! Es ist einfach eine andere Erfahrung, ob man auf einem Festival oder in einem Club spielt. Die Festivals sind toll, weil meine Show dort cineastischer ist, da mache ich dann eine ganze Story aus meiner Show, aber manchmal finde ich es auch schön, sich von der ganzen Story zu lösen und einfach mal ein DJ-Set zu spielen – genau die Entscheidung, die ich für heute Nacht getroffen habe. Und wohl auch die richtige Entscheidung, denn die Zuschauer in Deutschland kommen mir immer vor wie ein riesiger Pub vol mit betrunkenen Leuten, die einfach alles mitsingen. Die Energie, die man da die ganze Zeit über spürt, ist nahe an einer 10 [von 10, Anm. d. Red.]. Deswegen denke ich, das dieses Set ohne die Story und die cinematischen Elemente, die die Energie immer etwas herunterfahren, heute Abend wunderbar funktioniert hat.


Dance-Charts.de: Hast du vorher die Gelegenheit genutzt und München besucht?

KSHMR: Weißt du, fast hätten wir das noch gemacht, aber wir sind leider nur heute hier. Ich bin mit meiner Freundin hier und wir haben uns letzten Endes für ein Schläfchen entschieden... also habe ich mir ein kleines Schläfchen genehmigt und ich befürchte, wir müssen uns bis zum nächsten Mal gedulden, um uns die Stadt anzuschauen. Aber an alle Schlafmützen da draußen: Es war ein tolles Schläfchen, also könnt ihr das vielleicht wenigstens nachvollziehen.


Dance-Charts.de: Klar! Wo war bisher dein Lieblingsort zum Auflegen?

KSHMR: Hmm, schwierige Frage. Ich glaube, dass Max [Tour-Begleiter, Anm. d. Red.] mich in der Hinsicht besser kennt als ich mich selbst. Was meist du, was war unser Lieblingsort? Balaton war super, das werde ich nie vergessen! Und natürlich Südamerika! Ich spreche ganz gut Spanisch, daher nutze ich das auch immer, wenn ich in Südamerika bin. Ich denke, das überrascht die Leute immer ein bisschen und hilft dabei, sie aufzurütteln. Und es ist schön, ein bisschen Spanisch zu üben, das ist immer cool. Und ich liebe Latin-Musik, daher bereite ich immer wenn ich in Südamerika bin zwei bis drei Mashups mit Liedern aus dem Land, in dem ich gerade bin, vor. Ich recherchiere dann immer, finde heraus, was in dem jeweiligen Land ein Klassiker ist, mache daraus ein Mashup mit einem meiner eigenen Tracks. Das ist meistens zwar nur ein billiges Mashup, das mich zehn Minuten kostet, aber ganz häufig überarbeite ich dann diesen Song und sorge dafür, dass er mit meinem Song funktioniert und harmoniert. Ich stecke in diese Shows wirklich viel Aufwand. Und natürlich Indien, ganz klar, weil ein so großer Anteil meiner Musik eine Hommage an Indien ist, weil ich viele Fans dort finde und natürlich auch noch Familie dort habe. Daher liebe ich es auch wirklich, in Indien aufzutreten.


Dance-Charts.de: Wo wir gerade von Festivals reden… derzeit buchen mehr und mehr Festivals Hip-Hop-Acts, Rapper und Ähnliches, um ihre Lineups etwas aufzufüllen. Ist der EDM-Hype damit langsam zu Ende?

KSHMR: Jesus, das ist ja fast schon eine existenzielle Frage, die du mir hier stellst! Ist meine Karriere am Ende? Bin ich am Ende? Naja, an manchen Tagen wache ich auf und bin mir echt nicht sicher. Aber nein… ich denke, dass man insgesamt mit Sicherheit sagen kann, dass EDM nicht zu einem Ende kommen wird. Ich denke zwar, dass Hip-Hop gerade wirklich alles beherrscht, aber meiner Erfahrung nach sind Dance-Festivals immer noch gut besucht. Ich war ja früher selbst in einer Gruppe, die Hip-Hop gemacht hat, und ich kann dir da aus eigener Erfahrung sagen: Wenn du einer der ganz großen Typen da draußen bist, so wie Drake oder Eminem, dann kannst du ganze Stadien füllen. Andernfalls… auch wenn gerade sehr viele Leute ziemlich gehyped werden, ist es wirklich schwierig, eine Karriere im Hip-Hop aufrechtzuerhalten. Und da gibt es viele Leute, die großartige Songs hatten, wo man aber inzwischen vergessen hat, wer das war – so jemand wie der „CoCo“-Typ, „I’m in love withe the CoCo“ – ich meine, was zur Hölle hat der Typ [O.T. Genasis, Anm. d. Red.] bis heute sonst noch getan – und der war damals der Größte! Ich denke, man sieht viele solche Fälle im Hip-Hop, wo die Leute genauso schnell wieder verschwinden wie sie auftauchen – das gilt natürlich nicht für jeden, es gibt definitiv einige, die stabil da oben bleiben. Aber obwohl es da große Erfolge gibt, ist in dieser Szene auch ganz viel kurzlebiger Hype normal. Und ich glaube der Unterschied, aufgrund dessen ich auch von Pop und Hip-Hop zu EDM übergegangen bin, ist, wie loyal die Fans hier sind. Und ich denke, wenn man mit Dance-Musik anfängt, geht es nicht so sehr um deinen letzten Hit. In der Popmusik bist du dagegen nur genau so gut wie dein letzter Hit, nicht mehr! Wenn du dagegen etwas in der Dance-Musik-Szene repräsentierst, wenn du etwas einbringst, das neu ist, das neu für die Szene ist, werden die Leute loyal dir gegenüber sein. Und du kannst vielleicht mal einen Song pro Jahr haben, der etwas größer ist, oder vielleicht hast du auch nicht mal einen großen Song. Darum geht es dann einfach nicht – klar willst du immer einen Hit haben, aber die Leute kommen dann trotzdem zu deinen Shows, weil du etwas für sie repräsentierst. Ich habe nie so eine Loyalität erfahren wie in der Dance-Szene! Und offen gestanden bringt einen das einfach in eine bessere Verfassung bei der Musikproduktion. Denn früher als ich noch Popmusik produziert habe, habe ich mich unsicher gefühlt, weil das meiste, was ich gemacht habe, nicht meinen Songs wie „G6“ gerecht wurde, die wirklich erfolgreich waren. Ich habe die meiste Zeit mit einer gewissen Angst vor den Zahlen gearbeitet – ich habe zu viel Aufmerksamkeit in die Zahlen und die Charts gesteckt. In der Dance-Szene fühle ich da viel mehr Freiheit, würde ich sagen.


Dance-Charts.de: Du hast bisher schon eine riesige Vielfalt an Genres abgeklappert – Bigroom, Psytrance, Trap, Dubstep, Downtempo, House als KSHMR und diverse Hip-Hop- und Pop-Stile als „The Cataracts“. Was sind deine nächsten Pläne in dieser Richtung? Vielleicht Trance, Hardstyle, Techno…?

KSHMR: Hardstyle… ich habe da etwas auf Lager, das demnächst erscheinen wird. Techno… das ist lustig; meine Mutter nennt das ganze zeug nur „Techno“. Aber… ich weiß nicht, ich denke, wenn man sein ganzes Künstler-Projekt aufzieht, kann es wirklich viele Türen für einen offen halten, wenn man sich nicht nur auf ein Genre, einen Stil fokussiert. Ich meine, wenn man dafür bekannt ist, ein Dubstep-Typ oder ein Trap-Typ zu sein, kann einen das etwas limitieren. Ich bin der Ansicht – keine Ahnung, wie andere das sehen, aber ich finde – dass ich meinen Fokus mehr auf die World- und Ethno-Sounds und -Melodien gelegt habe, denn ich versuche, ganz viel Fokus auf die Melodien zu legen. Aus dieser Perspektive stehen mir alle Genres offen – ich kann mich in verschiedensten Genres ausprobieren und es fühlt sich trotzdem nach KSHMR an, solange ich ein paar meiner eigenen Signature-Sounds darin behalte. Daher danke ich, dass definitive vieles möglich ist. Und ich habe sogar wirklich einen Hardstyle-Track. Trance… naja, ich habe einen Remix des Gladiator-Soundtracks von Hans Zimmer, „Now We Are Free“, und das war zusammen mit Mark Sixma, und der ist ja ein wirklich bekannter Trance-Typ – also glaube ich, dass ich das auch schon abgehakt habe. Ich weiß nicht, ob ich schonmal Techno gemacht habe. Ich glaube, es gab da mal eine Nummer mit Carnage, die war so ein bisschen… Happy Hardcore? Ich habe die Nummer beim Ultra gespielt, aber es war einfach nur seltsam, deswegen konnte ich die Nummer einfach nicht fertigstellen.


Dance-Charts.de: Es scheint ein aktueller Trend zu sein, Musik so zu produzieren, dass sie den Spotify-Algorithmen gefällt, zum Beispiel einen Track, der weniger als zwei Minuten lang ist und so die Skip-Rates reduziert. Limitiert das einen Produzenten nicht etwas? Das meinst du dazu?

KSHMR: Ich finde das eigentlich ganz lustig. Ich bin zwar definitiv nicht immun gegenüber Zahlen und solchen Sachen, aber ich versuche, mich davon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Bei „No Regrets“ habe ich zum Beispiel eine Last-Minute-Entscheidung getroffen, den Chorus an den Beginn des Songs zu setzen, weil ich der Überzeugung war, dass der Chorus ein starkes Verkaufsargument war. Es ist nur ein kurzer Ausschnitt, nur der halbe Chorus. Wenn Leute jetzt den Song streamen und zufällig auf den Song geraten, hören sie anstelle der Strophe und anstatt auf den Chorus warten zu müssen, schon mal einen Teil davon am Anfang. Das war mal eine strategische Sache, bei der ich die Streaming-Plattformen im Hinterkopf hatte. Manchmal, wenn ich kurz davor bin einen Song fertigzustellen, denke ich mir „was ist mit den Leuten, die sich einen Dreck um mich scheren“, also wie kriege ich die auch, wie gebe ich mir selbst die beste Chance bei ihnen. Ich weiß ja, dass meine Fans es anhören werden. Daher schaue ich gegen Ende immer, ob ich strukturell noch etwas Kleines ändern kann, um ein paar der Nicht-Fans anzulocken. Ich mache da schon etwas, aber ich habe eine schlechte Vorgeschichte darin, große Änderungen in den letzten Sekunden zu machen und sie dann hinterher zu bedauern. Ich versuche, das nicht zu oft zu machen. Ich habe das bei „No Regrets“ gemacht und fühle mich ganz okay damit. Vielleicht ist das ja mal eine Ausnahme.


Dance-Charts.de: Du hattest diverse tolle Partner bei deinen Kollaborationen wie Tiësto, Hardwell, Headhunterz, Snails... Was ist deine „Traum-Kollaboration“?

KSHMR: Joa, ich könnte realistisch oder idealistisch sein. Ideal wäre natürlich Brandon Flowers, er ist der Leadsänger einer Band namens „The Killers“ und ich würde sagen, dass die meine liebste Band sind, die noch zusammen ist. Paul McCartney ist wahrscheinlich mein liebster Songwriter aller Zeiten und er lebt ja auch noch. So… einer von denen oder, auch wenn ich nicht weiß, was ich ihm wirklich anbieten könnte, aber Eminem… ich bin ein großer Eminem-Fan. Und realistisch… wer halt noch übrig ist, einfach die Liste abhaken, so Leute wie Showtek, wir arbeiten da an etwas. Die üblichen Verdächtigen eben. Steve Aoki – wir haben tatsächlich schon einmal darüber geredet, etwas zusammen zu produzieren. Ich denke, Steve ist toll, weil er so total energiegeladen und dennoch persönlich ist. Es kann etwas nervig werden, wenn die Leute immer auf 180 sind, selbst wenn du mit ihnen allein bist – wenn die Augen immer noch geweitet sind und sie wild in der Gegend herumstarren. Steve ist einer, der persönlich wirklich angenehm drauf ist, der sich um einen kümmert. Er interessiert sich einfach für dich, wenn du mit ihm redest. Wenn wir mal beide Zeit haben, würde ich gerne mal was mit ihm produzieren, denn ich mag Steve wirklich.


Dance-Charts.de: Ummet Ozcan hat mir damals erzählt, dass er gerne mal einen Film-Soundtrack zusammen mit Hans Zimmer machen würde.

KSHMR: Würde das nicht jeder? Ja, klar! Aber ich würde sagen, dass ich und meine Freundin die Gelegenheit hatten, A. R. Rahman zu besuchen. Er ist quasi der Hans Zimmer Indiens. Wir haben den neuen Film angeschaut, an dem er gerade arbeitet. Und wenn ich mal wieder dorthin komme, würde ich gern mit ihm an etwas für einen seiner Filme arbeiten. Also: Ja, ich würde mich gerne mal darin ausprobieren, einen Film zu vertonen, und das wird dann wahrscheinlich mein „Star“ sein. Ich habe auch die ganzen Animationen in meiner Show vertont, bei der letzten habe ich mit einem Typen namens Dillon Stockdale zusammengearbeitet, ich denke, dass das das erste Mal war, dass ich einen Soundtrack gemacht habe. Ich würde wirklich gerne sowas machen, natürlich mit Hans. Und wahrscheinlich realistischer mit A. R., und ich denke, das wäre auch super – A.R. Rahman, wundervolle Musik! Hört es euch an!


Dance-Charts.de: Letzten Monat hast du dich auf Reddit einem Ask-Me-Anything gestellt. Du hast über deine Pläne gesprochen, eine weitere EP zu veröffentlichen – und über etwa 30 Songs, die bei dir in der Mache sind. Kannst du uns da inzwischen schon mehr darüber erzählen?

KSHMR: Ja, ich habe nie gesagt, dass die alle auch gut wären, aber ich habe 30 Ideen ausgearbeitet. Und ich denke, daraus könnte ich vielleicht gut zehn vernünftige Songs machen. Ich arbeite noch daran. Ich bin da ein bisschen in diesen Western-trifft-Indisch-Vibe hineingeraten, seit Red Dead Redemption erschienen ist – ich habe einfach nur in diesem Spiel gelebt und das hat mich wirklich beeinflusst. Weißt du, Videospiele haben mich über die Jahre immer wieder beeinflusst. Red Dead hat mich beeinflusst, und dann habe ich mir diese ganzen Western-Filme angeschaut. Ich habe dann eine Zeit lang nichts anderes als Western geschaut. Ich glaube, ich habe sie inzwischen alle durch, deswegen habe ich die Schlagzahl inzwischen ein wenig verringert. Ich finde, dass Crossover zwischen Westernmusik und indischer Musik interessant sein können. Wir denken bei Western-Musik immer an diese Spaghetti-Western-Musik, die stammt aber komplett von Italienern wie Ennio Morricone. Daher gibt es da viele italienische Einflüsse. Und wenn man dann in diese Region geht, gibt es da eine Vielzahl an Instrumenten, die sich beide Stile teilen, da die Italiener auch die Musik der amerikanischen Ureinwohner bemerkt haben. Ein großer Teil der Western-Musik nutzt Flöten, Instrumente der amerikanischen Ureinwohner. Daher habe ich dieses Italienisch-trifft-Indisch-Ding, wodurch die Musik ziemlich schnell ethno wird. Und da habe ich eben herausgefunden, dass sich das gut mit indischer Musik kombinieren lässt. Es hat wirklich Spaß gemacht, das zu erforschen und das war, wo ich meinen Kopf zu der Zeit hatte. Und offen gestanden will ich nicht nur 128-BPM-Musik machen. Wenn man schon so lange Melodien für 128-BPM-Vorlagen geschrieben hat, denkt man sich irgendwann „Wow, gehen mir langsam die Ideen aus?“. Und dann ändert man einfach das Tempo und hat ganz plötzlich wieder Inspiration, weil man so viel mehr Platz für Details in den Melodien hat – es sind einfach völlig andere Melodien. Ich arbeite daran, aber ich brauche verdammt nochmal einfach mehr Zeit zu Hause. Das ist das Problem aller DJs: Sie touren zu viel. Es ist schwer, den Ruf des Geldes zu ignorieren, äußerst schwer.


Dance-Charts.de: Zu guter Letzt: Was hältst du für den wertvollsten Tipp für aufstrebende Produzenten?

KSHMR: Mein Rat wäre, zu versuchen, über die Oberfläche dessen hinwegzublicken, warum manche Dinge erfolgreich wurden – das Tempo, das Genre, das gerade angesagt ist – und mehr darauf zu achten, was der Gedankengang von demjenigen gewesen sein dürfte, der den Song gemacht hat. Schaut, was in der Musik dieser Zeit so vor sich ging, und wie dieser Song erfolgreich wurde. Häufig war es so, dass sich der Produzent das allgemeine Klima in der Musikindustrie angeschaut hat und anstatt etwas hinzuzufügen, das damit deckungsgleich war, eine Leere mit etwas gefüllt hat, das noch nicht existiert hat. Ich würde gewissermaßen sagen, dass man auf die Crowd schauen sollte. Und wenn man sieht, dass sie zu diesem oder jenem Song tanzen, dann kann man sagen „Das ist es, was ihr Herz berührt!“. Für mich war eines der frühesten Erlebnisse als ich noch als Ghostproducer gearbeitet habe, als ich an einem Song gearbeitet habe, der dann „Tsunami“ wurde. Ich sah die Crowd und sagte „Wow, diese Crowd sieht für mich aus wie eine militärische Armee, die einem General zu folgen scheint.“ Damals hat jeder wirklich positive, fröhliche Musik gemacht. Avicii war eine große Nummer, Hardwell, alles wirklich positive, euphorische Musik. Aber ich konnte – wenn ich es vergleichen würde es so sehen, wie wenn wir jetzt auf diese Flasche hier schauen, bis wir Don Julio nicht mehr sehen, Tequila, all diese Assoziationen, die man mit der Oberfläche hat, und sie nur noch als die geometrische Form sieht, die sie ist. Lass deine Augen verschwimmen und fühle einfach, was diese Flasche für dich ist. Und so ein Moment war das damals, als ich auf die Crowd geschaut habe und mir dachte „Ja, so sieht das aus, was hier passiert!“, aber als ich es verschwimmen ließ, fühlte es sich für mich wie diese Armee an, die einem General folgte, und das war, als „Tsunami“ kam. Und vor „Tsunami“ hatte ich da eigentlich „THIS. IS. SPARTA!“ drin, bevor es in den Drop ging. Aber wir ahnten, dass es da ein Urheberrechts-Problem geben könnte, daher änderten wir das in „Tsunami“. Aber du verstehst, was die Idee dahinter war. Ich habe nicht die ganze Zeit gute Ideen, aber ich denke im Nachhinein über tolle Ideen nach – und ich hatte schon ein paar –, und über die Mentalität, die ich dabei hatte. Gib nicht so viel Acht darauf, was „da“ ist [deutet auf den Vordergrund], sondern darauf, was nicht „da“ ist; was „hier“ drin ist [deutet auf sein Herz], aber noch nicht da draußen [deutet auf den Vordergrund]. Du schaust hier rein [deutet auf sein Herz], um herauszufinden, was da draußen fehlt [deutet auf den Vordergrund]. Verstehst du, was ich meine?

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Über den Autor
Maximilian Wild

Ich bin Jurastudent und bereite mich derzeit auf mein Staatsexamen vor. Meine Interessenschwerpunkte liegen im Bereich des geistigen Eigentums, das sich mit meinem ausgeprägten Interesse für Musik trifft. Für Dance-Charts.de verfasse ich hauptsächlich Nachrichten, Kommentare und Kolumnen, die sich mit aktuellen Entwicklungen der Szene befassen. Ich favorisiere kein Genre besonders, sodass sich in meinen Playlisten bunte Mischungen aus Tech House, Hardstyle und EDM finden. Mein absoluter Lieblingsact ist allerdings das deutsche House-Duo Claptone.

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