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Jahresrückblick 2018

Don Diablo – Das waren seine Tracks 2018

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Don DiabloDon Diablo 2018: Jahresrückblick auf seine Veröffentlichungen.

Im Zuge unserer Jahresrückblick-Reihe der populärsten DJs der EDM-Szene beschäftigen wir uns dieses Mal mit dem Future-House-Boss Don Diablo. Der niederländische Star-DJ erlebte ein aufregendes Jahr 2018. Der Niederländer legte auf allen Kontinenten inklusive der größten Festival-Stages der Welt auf, veröffentlichte sein neustes Album “FUTURE“, weitete seine Mode-Kette HEXAGON aus und spielte zum Abschluss noch seine erste große Solo-Show, die innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft war. Wir schauen an dieser Stelle genauer auf das musikalische Jahr von Don Diablo und hören uns die Tracks des Future-House-Produzenten noch einmal an.

Don Diablo feat. Paije – People Say (Januar)

Das musikalische Jahr von Don Diablo begann am 19. Januar mit dem Release der Single “People Say“ auf dem Home-Label Hexagon Records. Die vierte Single-Auskopplung des Studio-Albums zeigte den Fans exakt das Gegenteil von dem auf, was sie auf dem Album erwarten sollte. Don Diablo entfernte sich hiermit vom Future House und lieferte eine Future-Bass-Produktion mit unbändiger Power. Schon die kräftigen Vocals von Paije mit dem ungewöhnlichen Instrumental und rasanten Build-Up weisen auf die Art des Tracks hin. Der Drop bringt den Track auf den Kräfte-Höhepunkt und überzeugt mit einem schmetterndem Future-Bass-Sound. Trotz der Stilveränderung kam “People Say“ extrem gut an und wurde von vielen Fans als Motivationskick genutzt: „No Matter What The People Say“!



Don Diablo – FUTURE (Album) (Februar)

Am 09. Februar war es dann endlich soweit: Das langersehnte Future-House-Album “FUTURE“ von Don Diablo feierte Release-Tag. Der Niederländer zeigte sich fleißig und produzierte neben den vier Single-Auskopplungen weitere zwölf Tracks für das Album. Viele Fans waren anfangs enttäuscht, da sich auf dem Album wenige Future-House-Kracher befanden und die Tendenz zu emotionalem Deep-House-Sound neigte. Doch je öfter man das Album hörte, desto mehr fand man Gefallen an dem ungewöhnlichen Sound der Tracks. Die meisten Tracks bewegten sich zwischen Future und Deep House, doch es waren auch experimentelle Tracks wie “Everbody’s Somebody“ im Future-Bass- oder “Satellites“ im Drum-&-Bass-Bereich vorhanden. Letztlich konnte Don Diablo mit seinem Album überzeugen und lieferte eines der besten EDM-Alben des Jahres.



Don Diablo feat. Ansel Elgort – Believe (März)

Sechs Wochen nach der Veröffentlichung des Albums griff Diablo das Thema erneut auf und veröffentlichte eine Deluxe-Version des Longplayers mit dem neuen Track “Believe“ inklusive. Der Einzeltrack wurde am 23. März auf Hexagon Records veröffentlicht und beinhaltet die Vocals des US-amerikanischen Schauspielers und Sängers Ansel Elgort. Die Fans waren vom Style des Songs ähnlich überrascht wie ein paar Wochen zuvor beim Album-Release. Im Fokus standen die düsteren Vocals mit einem berührenden Piano-Instrumental. Der Drop passte sich den Verhältnissen an und ertönte ziemlich zurückhaltend. Mit der Zeit gefiel den Fans der Song aufgrund seiner Tiefgründigkeit jedoch besser und “Believe“ entwickelte sich zu einem der Favoriten der Fans. Ansel Elgort macht den Track durch seine einzigartigen Vocals zu etwas Besonderem.



Don Diablo feat. Calum Scott – Give Me Love (April)

Einen Monat später erschien die letzte Single-Auskopplung von “FUTURE“. Am 25. April veröffentlichte Don Diablo den Album-Track “Give Me Love“ mit dem britischen Pop-Sänger Calum Scott als Solo-Single. Die Nummer lässt sich in die Reihe der Deep-House-Tracks vom Album einordnen und knüpft an “Believe“ an. Erneut stehen die emotionalen Vocals und ein ruhiges Piano-Instrumental im Mittelpunkt. Calum Scott leistet großartige Arbeit und liefert tolle Vocals. Im Drop hört man dann die Mischung aus Future- und Deep House, die Don Diablo auf beeindruckendem Wege kombiniert. “Give Me Love“ gehört ebenfalls zu den tiefgründigen Songs, die Don Diablo bei seinen Sets außenvorlässt. Die Single-Auskopplung wurde auf jeden Fall gut gewählt. Die Nummer gehörte zu den besten und beliebtesten Songs des Albums.



Hilda x Don Diablo – Wake Me When It’s Quiet (Mai)

Am 14. Mai legte Don Diablo einen weiteren tiefgründigen Track nach, doch dieses Mal hatte der Song einen besonders traurigen Anlass. Der Niederländer war ein langjähriger Freund des verstorbenen Musikers Avicii, der sich am 20. April 2018 sein Leben nahm. Als Diablo einen zu Ehren geschriebenen Song von Hilda hörte, entschied er mit der Schwedin zusammenzuarbeiten und “Wake Me When It’s Quiet“ zu vollenden. Dabei ist eine traurige Dance-Ballade herausgekommen, die den Text des Gesangs in den Vordergrund stellt. Der Song geht sowohl lyrisch als auch musikalisch ans Herz und löste bei den Avicii-Fans oftmals Gänsehaut aus. Die beiden Musiker entschieden den Song als Single zu veröffentlichen und all die Einnahmen an eine Organisation für Suizid-Gefährdete zu spenden. Ein emotionaler Song mit einer berührenden Botschaft und einem traurigen Hintergrund. Tolle Aktion, Don!



Don Diablo – Anthem (We Love House Music) (Juni)

Das größtenteils musikalisch ruhige erste Halbjahr beendete Don Diablo mit der Veröffentlichung des Tracks “Anthem (We Love House Music)“ am 08. Juni. Mit der Benennung des Titels war die Absicht vom Niederländer mit dieser Nummer eindeutig: Eine Hymne für den Future House kreieren. Dafür brauchte der Produzent keine richtigen Vocals, sondern einzig und allein eine verzogene Stimmung, die die Worte „We Love House Music“ einprägsam macht. In den Vocal-Parts wurde diese von einem Piano-Instrumental begleitet. Der Drop bestand aus einem frischen Future-House-Sound mit einer grandiosen Melodie. Am Ende erschuf Don Diablo damit einen der besten Future-House-Tracks des Jahres und erfüllte seine Absicht: Eine Liebeserklärung an das Future-House-Genre.



Zonderling x Don Diablo – No Good (Juli)

Die Tatsache, dass die beiden Produzenten von Zonderling Don Diablo in den Produktionen seiner Tracks unterstützen, dürfte schon länge bekannt sein, doch am 06. Juli erschien die erste offizielle Kollaboration der beiden Future-House-Acts aus den Niederlanden. Der Track hörte auf den Namen “No Good“ und spiegelte zu 100 Prozent das Sound-Design von Zonderling wider. Der Song ist zweifellos eine tolle Future-House-Produktion, doch der Anteil von Don Diablo bleibt hier eindeutig zu wünschen übrig. “No Good“ hätte genauso gut eine Solo-Single von Zonderling sein können. Die Nummer kam zwar gut an, doch letztlich hat man das Gefühl, dass sie nicht so recht in das Jahr von Don Diablo hineinpasst.



Don Diablo feat. Alex Clare – Heaven To Me (August)

Einen Monat später kehrte Don Diablo zu seinem alten Sound-Design zurück und knüpfte an “Anthem (We Love House Music)“ an. Am 03. August erschien die langersehnte Tomorrowland-ID von 2017 namens “Heaven To Me“. Der 38-Jährige schnappte sich den Sänger Alex Clare, der vor Jahren mit “Too Close“ einen Nummer-eins-Hit in Deutschland hatte, und produzierte eine mitreißende Future-House-Single für die Clubs. Durch die Vocals wurde der Song zusätzlich noch mainstream-tauglich, wodurch er trotz des kraftvollen Drops knapp 14 Millionen Streams auf Spotify verzeichnete. “Heaven To Me” war eine moderne Future-House-Nummer, mit der Don Diablo das Genre aufgefrischt hat.



Don Diablo feat. Emeli Sandé & Gucci Mane – Survive (September)

Der überraschendste Song von Don Diablo war in diesem Jahr zweifellos “Survive“ mit Emeli Sandé und Gucci Mane. Als Don Diablo den Song beim Untold Festival in Rumänien im August ankündigte, konnte die Menge ihren Ohren kaum trauen. Es handelte sich um den ersten Versuch vom Niederländer in den Mainstream einzudringen und dafür bekam er Unterstützung von der “Read All About It“-Interpretin Emeli Sandé und dem US-Rapper Gucci Mane. Mit “Survive“ produzierte Diablo einen modernen Dance-Pop-Song, der es tatsächlich schaffte, das Future-House-Genre mainstream-tauglich zu gestalten. Manch einer sprach bei dem Song sogar von der „Zukunft der Pop-Musik“. Der Chart-Versuch glückte zwar nicht komplett, doch der Song setzte sich in den Global Top 50 auf Spotify durch. Das anfängliche Entsetzen über einen Pop-Song des Future-House-Meisters wandelte sich bei so manch einem EDM-Fan in Freude über einen grandiosen Dance-Pop-Song mit Ohrwurm-Charakter. Davon wollen wir mehr hören.



Don Diablo feat. Nate Dogg – I Got Love (Dezember)

Doch Don Diablo ließ das Jahr nicht mit einer Pop-Produktion ausklingen, sondern legte am 07. Dezember (kurz vor seiner großen Solo-Show) einen Future-House-Track mit Oldschool-Vibes nach. Der 38-Jährige überarbeitete den Song “I Got Love“ vom verstorbenen US-Rapper Nate Dogg aus dem Jahr 2001 und verpasste ihm ein mitreißendes Future-House-Gewand. Der Song machte insbesondere durch die coolen Vocals Freude. Die Rap-Parts harmonierten überaus gut mit dem Piano-Instrumental und dem Gute-Laune-Drop von Diablo. Der Drop bestand aus hohen Vocal-Chops, die eine kreative Melodie ergeben, und regte bei jedem Future-House-Liebhaber zum Mitgehen an. Zum Abschluss veröffentlichte der Niederländer noch einmal eine grandiose Future-House-Single.

 

Fazit: Über das Jahr 2018 von Don Diablo lässt sich nur schwierig ein Fazit ziehen, ohne einen halben Roman zu verfassen. Die geeignetsten Adjektive für das gesamte Jahr sind wohl überzeugend, vielseitig und fortschrittlich. Der Niederländer konnte am Ende mit allen Tracks überzeugen, auch wenn man sich bei “Survive“ oder “Believe“ zunächst mit dem Style anfreunden musste. Die Musik des 38-Jährigen konnte nicht nur unter das Future-House-Genre gefasst werden, sondern war deutlich vielseitiger als es nur auf ein Genre begrenzen zu können. Das wichtigste Element des musikalischen Jahres von Don Diablo war der Fortschritt. Der Produzent hat mit seinem Album und der Veröffentlichung des ersten Pop-Songs neue Wege angeschlagen und gezeigt, dass bei ihm die Sound-Stagnation kein Thema ist. Das Erstaunliche daran ist, dass der Niederländer mit seiner Entwicklung keine Fans verliert, sondern ausschließlich welche dazugewinnt. Die Fanbase von Don Diablo wird immer größer.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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