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Entspannte, sommerliche Vibes

Kygo - Golden Hour » [Album Review]

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Kygo - Golden Hour"Golden Hour" von Kygo.

Normalerweise spricht man von der „Goldenen Stunde“, wenn man die letzten Stunden vor bzw. nach Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang beschreibt. Kygo hat diesen Titel bewusst für sein drittes Album gewählt, denn er will mit dem Album die Zeichen eines Neubeginns senden. Insgesamt achtzehn Tracks sind auf “Golden Hour“ vorzufinden, das am 29.05. via Sony Music erschien. Neben bekannten Hits des Norwegers wie “Higher Love“ mit Whitney Houston gibt es im Album auch einige neue Tracks vom Skandinavier zu hören. Wir erzählen euch im Folgenden auf welche Weise das dritte Album von Kyrre Gørvell-Dahll überzeugen kann und auch alles weitere was ihr zum Release wissen müsst, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.


Die Entstehung

Kygo begann bereits 2018 während seines Auftritt-Marathons mit den Arbeiten an „Golden Hour“. Neben dem Songwriting gründete er zusammen mit Sony Music ein eigenes Label plus Management-Firma, Palm Tree Records. Dort signt und promoted der 28-jährige Norweger neue Künstler, Songwriter und Produzenten, und arbeitet mit den Palm Tree-Talenten im Studio, darunter Petey, Nick Furlong, Valerie Broussard und Dreamlab. Viele dieser hochtalentierten Künstler sind auch auf seinem neuen Album vertreten. Laut eigener Aussage hatte Kygo bei der Entstehung seines Albums die Gelegenheit endlich mit einigen seiner Lieblingskünstler zu kollaborieren, aber zeitgleich auch an Kollaborationen mit Künstlern seines Labels sowie seiner Management-Agentur zusammenzuarbeiten. Des Weiteren sei ein zentrales Ziel bei der Entwicklung der Tracklist für sein drittes Studioalbum gewesen unabhängig von Genres zu produzieren und so Vielfältigkeit miteinfließen zu lassen.


Die TracklistKygo wird den Erwartungen gerecht

1. Kygo & Valerie Broussard – The Truth
2. Kygo & OneRepublic – Lose Somebody
3. Kygo & Jamie N Commons – Feels Like Forever
4. Kygo & Zak Abel - Freedom
5. Kygo & Sandro Cavazza – Beautiful
6. Kygo & St. Lundi – To Die For
7. Kygo & Kim Petras – Broken Glass
8. Kygo & Oh Wonder – How Would I Know
9. Kygo & Dreamlab – Could You Love Me
10. Kygo & Whitney Houston – Higher Love
11. Kygo & Sasha Sloan – I’ll Wait
12. Kygo & Sam Tinnesz – Don’t Gibe Up on Love
13. Kygo, Patrick Droney & Petey – Say You Will
14. Kygo & Joe Janiak – Follow
15. Kygo, Zara Larsson & Tyga – Like It Is
16. Kygo & Zac Brown – Someday
17. Kygo & Rhys Lewis – Hurting
18. Kygo & Haux – Only Us

Beim Betrachten der Tracklist stechen natürlich sofort einige bekannte Namen wie OneRepublic, Whitney Houston oder Zara Larsson ins Auge, aber neben diesen Stars sind wie Kygo es bereits angekündigt hat, auch einige talentierte Künstler von seinem Label auf dem Album vertreten. Nur um ein paar dieser Talente zu nennen: Unter anderem Petey, Nick Furlong, Valerie Broussard und Dreamlab sind Teil der Tracklist.

Der erste Track auf dem Album ist “The Truth“ mit Sängerin Valerie Broussard. Die talentierte Musikerin hat Kygo jedoch nicht nur ihre atemberaubende Stimme geliehen, sondern auch beim Songwriting mitgewirkt. Bei “The Truth“ handelt es sich um einen typischen Kygo Dance-Pop-Track, der sich vor allem durch entspannte, sommerliche Klänge auszeichnen kann. Anschließen folgt eine Starkollaboration. Denn für den gefühlvollen Pop-Track “Lose Somebody“ mit niemand geringerem als OneRepublic zusammengearbeitet. Ryan Tedder bereichert die Produktion durch gefühlvolle Vocals, das Instrumental ist modern und abwechslungsreich und die Melodien sind eingängig, was will man mehr? Alles in allem hält sich der typische Kygo-Sound in der Nummer jedoch zurück und eher die Elemente der Band stechen hervor. Nach der bereits veröffentlichten Pop-Nummer folgt “Feels Like Forever“ mit Jamie N Commons. Aus der Zusammenarbeit des britischen Sängers und des norwegischen Produzenten-Stars ist eine eingängige Dance-Pop-Hymne entstanden, die jedoch vergleichsweise ruhige Klänge anschlägt.

“Freedom“ mit Zak Abel erschien bereits Mitte April und konnte bis jetzt alleine 25 Millionen Streams auf Spotify sammeln. Natürlich sind auch im Drop der Komposition wieder die für Kygo typischen Vocal Chops verbaut. Für Track Nummer 5 hat der DJ und Produzent sich „Avicii-Sänger“ Sandro Cavazza ins Studio geholt, der unter anderem für “Without You“ Tim Bergling seine Stimme geliehen hat. Auch bei Kygos Avicii-Tirbute “Happy Now“ hat er mitgewirkt. In “Beautiful“ packt er wieder sein gesamtes Stimmenvolumen aus und auch Kygo hat der Single seine Handschrift gegeben. Auch im folgenden Track werden wieder ruhigere, nachdenklichere Töne angepeilt. St. Lundi veredelt mit seinem ruhigen Gesang in “To Die For“ den Signatursound Kygos. Daraufhin geht es mit “Broken Glass“ weiter. Während zu Beginn ruhige Sounds die Vocals von Kim Petras begleiten. Nimmt das Instrumental anschließend immer weiter an Fahrt auf. Im Drop wird das Lied dann durch einige Piano-Akzente veredelt. “How Would I Know“ trotzt nur so voller Gefühl. Gemeinsam mit dem britischen Duo Oh Wonder hat Kygo eine gefühlvolle Ballade geschaffen, die durch das Duett des Duos, bestehend aus Josephine und Anthony, ans Herz geht. Doch auch Kygo hat im Track alles gegeben. Vor allem die warmen Synthies vor dem ersten „Drop“ sind bemerkenswert. In Kollaboration mit dem neugegründetem verheiratetem Duo Dreamlab, das aus Daniel James und Leah Haywood besteht, ist “Could You Love Me“ entstanden.

Am Track beteiligt war schlussendlich jedoch nur der männliche Teil des Duos. James hat nicht nur den Gesang übernommen, sondern war auch aktiv am Songwriting beteiligt. Die Nummer kann durch sommerliche Vibes und tropische Akzente begeistern. Der zehnte Song der Tracklist eroberte bereits im Sommer letztem Jahr die Radios. Mittlerweile hat die Hit-Kollaboration mit der verstorbenen Star-Sängerin Whitney Houston alleine auf Spotify über 363 Millionen Streams allein auf Spotify sammeln können. Mehr muss zu dieser Ohrwurm-Single auch eigentlich nicht mehr gesagt werden! “I’ll Wait“ erschien bereits am ersten April 2020 und konnte seitdem 35 Millionen Streams auf Spotify sammeln. Die soulige Tropical-House-Hymne überzeugt durch Instrumental sowie durch die starken Vocals von Sasha Sloan. Sam Tinnesz ist ein US-Amerikaner mit einer weltklasse Stimme. Genau diesen Jungen hat sich Kygo für “Don’t Give Up on Love“ ins Studio geholt. Mit seinem gefühlvollen Gesang berührt Tinnesz den Hörer vom ersten Takt bis zur letzten Note. Begleitet werden seine Vocals von einem angenehmen, aber sich zurückhaltendem Gesang. Das Layern der Vocals passt in diesem Fall extrem gut. Ähnlich ruhig wie “Don’t Give Up on Love“ ist auch der nächste Song. Ich würde sogar sagen, dass dort noch ruhigere Klänge angeschlagen werden.

Doch nichtsdestotrotz handelt es sich auch bei “Say You Will“ um einen starken Radiosong. Mit Patrick Droney und Petey hat sich der norwegische Star-Produzent jedoch auch zwei Experten ins Studio geholt. Schon im letzten Jahr konnte Joe Janiak mit seiner atemberaubenden Stimme in der EDM-Szene begeistern. Denn er hat den Gesang in Aviciis “Bad Reputation“, einem der Album-Tracks, übernommen. Ähnlich gute Arbeit wie damals hat er jetzt auch bei “Follow“ geleistet. Die Nummer lebt von den Vocals des Sängers, aber kann auch durch moderne Sounds überzeugen. Prominente Unterstützung hatte Kyrre Gørvell-Dahll bei “Like It Is“. Denn mit der “Lush Life“-Interpretin Zara Larsson und US-Rapper Tyga hat er sich für die Single gleich zwei internationale Stars ins Boot geholt. Die Singleauskopplung wurde bereits am 25. März veröffentlicht und wurde übrigens von Petey, der auch an “Say You Will“ beteiligt war, co-produziert. Mit dem Titel beweist Kygo seine Intention Genregrenzen zu durchbrechen ein weiteres Mal, denn im Track gibt es einige Hip-Hop-Einflüsse. Für die Vocals im nächsten Lied “Someday“ war Zac Brown zuständig, der übrigens auch auf dem ebenfalls am 29.05. erschienenem Album “Diplo presents: Thomas Wesley Chapter 1: Snake Oil“ von Diplo vertreten ist. Die Nummer sticht sofort hervor, da sie sich musikalisch eindeutig von den anderen Liedern im Album abhebt. Denn sie klingt durch die Vocals Browns extrem episch. Ruhige Piano-Klänge leiten “Hurting“ ein. Nach einigen Takten setzt dann auch der Gesang von Rhys Lewis ein, der die atmosphärische Komposition extrem bereichert. Neben seinen typischen Elementen hat Kygo in dem Stück auch vermehrt mit Gitarren-Akkorden gearbeitet. Abgeschlossen wird das Album durch “Only Us“ gemeinsam mit Haux. In diesem Titel wird ebenfalls geschickt mit Emotionen gearbeitet. Das Lied ist im Vergleich zu den meisten anderen Songs der Tracklist traurig, das wird durch den Gesang extrem verstärkt.

Allgemein sind auf Kygos “Golden Hour“ mehr Uptempo-Nummern vorzufinden als in den Vorgängern, aber dennoch ist in eigentlich allen Tracks die typische Kygo-Handschrift vorzufinden. Trotz meist ähnlicher Züge gleicht keiner Produktion der anderen, da mit Akzenten aus verschiedensten Genres gearbeitet wurde. Kygo hat es des Weiteren geschafft auf einem Album etablierte Stars der Musikszene mit großen Talenten zu vereinen.


Fazit

“Golden Hour“ ist das dritte starke Album von Kygo. Wieder einmal hat der Norweger alles richtig gemacht! Im Album vereint er Talent und Erfahrung, Hip-Hop mit EDM und Pop sowie Uptempo-Tracks mit ruhigen Singles. Trotz verschiedenster Akzente ist der rote Faden in der Tracklist klar zu erkennen. Wir können “Golden Hour“ wirklich jedem ans Herz legen und freuen uns schon jetzt auf das hoffentlich in mehr oder weniger naher Zukunft erscheinende vierte Album. Weiter so!

 

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Über den Autor
Jannik Pesenacker

Mein Name ist Jannik Pesenacker und ich bin im August 2018 der Dance-Charts Redaktion beigetreten. Die Musik hat sich neben dem Fußball zu einer meiner größten Leidenschaften entwickelt. Dance-Charts ermöglicht mir, mein Interesse für die Musik auszuleben und lässt mich gleichzeitig den Beruf des Journalisten näher kennenlernen.

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