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Jahresrückblick 2019

Kygo - Das waren seine Tracks 2019

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Kygo - Das waren seine Tracks 2019Produzent und DJ Kygo.

Heute wollen wir in unserer Rückblickreihe das musikalische Jahr von Kyrre Gørvell-Dahll Revue passieren lassen. Der norwegische Produzent sollte den meisten unter seinem Künstlernamen Kygo bekannt sein. Unter diesem Alias startete er Ende 2014 / Anfang 2015 richtig durch. Damals konnte er mit seiner Single “Firestone“ auf den dritten Platz der offiziellen deutschen Single-Charts klettern und war mit dem Track auch in vielen anderen Ländern extrem erfolgreich. In den darauffolgenden Jahren festigte er seinen Platz in der Dance-Pop-Szene mit weiteren Releases wie “Stole the Show“ oder auch “It Ain’t Me“. Während er sich zu Beginn seiner Karriere hauptsächlich mit Tropical House beschäftigte, hat er sich mittlerweile stilistisch weiterentwickelt, kehrt jedoch immer wieder zu seinen Wurzeln zurück. Seine sechs Single-Releases, die er in diesem Jahr tätigte, wollen wir euch in diesem Artikel gerne genauer vorstellen.


Think About You – Kygo feat.
Valerie Broussard (Februar)

Bis zum Valentinstag Mitte Februar mussten sich die Fans des norwegischen Star-Produzenten gedulden, doch dann erschien endlich die erste Single Kygos im Jahr 2019. Der Track, der auf den Namen “Think About You“ hört, ist eine typische Kygo-Nummer, die sich vom Stil her nur geringfügig von älteren Veröffentlichungen des Norwegers unterscheidet. Aus der Zusammenarbeit mit Gastsängerin Valerie Broussard aus Philadelphia ist eine ruhige, entspannte Dance-Pop-Produktion entstanden, die durch den üblich Signatur-Sound Kygos begeistern kann. Der Drop fällt absolut radiotauglich aus und kann mit chillen Tropical-Sounds begeistern und die Lyrics werden von Broussard absolut passabel gesungen, doch dennoch fehlte dem Track das Gewisse Etwas, um ein Riesenhit zu werden. Die Single, die von Liebeskummer handelt, wurde jedoch zum absolut passenden Zeitpunkt releast, was ein Grund für den doch noch überraschend großen Erfolg des Liedes sein könnte. In Deutschland schaffte es das Lied auf Platz 67 der Single-Charts, auf Spotify sammelte der Titel über 80 Millionen Streams und auch das Musikvideo auf YouTube erwies sich mit 26 Millionen Aufrufen als Erfolg.



Carry On - Kygo & Rita Ora (April)

Nach dem recht starken Start ins Jahr 2019 sollte es für Kygo noch besser weitergehen. Bei seiner nächsten Erscheinung “Carry On“ handelte es sich nämlich nicht nur um eine Kollaboration mit Pop-Sternchen Rita Ora. Die beiden arbeiteten nämlich gemeinsam an einem Titelsong für den Film “Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu“. Dieser schlug nicht nur in Deutschland voll ein, wo er sich drei Monate lang in den Single-Charts hielt. Auch in vielen weiteren Ländern performte der Track extrem gut. Das lag jedoch nicht unbedingt an der Qualität des Tracks, sondern viel mehr an den beiden Namen der Künstler und der großen Menge an Fans des Pokèmon-Films. Denn das ganz große Potential, das bei einer solchen Star-Kollaboration vorliegt, wurde nicht ausgeschöpft. Dem Track mangelt es vor allem an Innovation, denn auch hier setzte Kygo auf seinen altbekannten Stil. Trotz dessen muss man festhalten, dass es sich bei “Carry On“ um eine mehr als passable Dance-Pop-Nummer handelt. Auch der Erfolg ist dem Song in keinster Weise abzusprechen. Insgesamt 170 Millionen Leute hörten sich das Stück alleine auf Spotify an und zu diesen kommen weitere 75 Millionen Menschen, die sich das Musikvideo auf YouTube angeschaut haben.



Not Ok – Kygo & Chelesea Cutler (Mai)

Im Mai schloss sich dann sein drittes Release des Jahres an. Für “Not Ok“ arbeitete er mit der jungen Sängerin und Produzentin Chelsea Cutler zusammen. Der Track kann vor allem durch den starken Gesang Cutlers begeistern. Doch wer musikalisch nach “Think About You“ und “Carry On“ etwas komplett anderes vom Norweger erwartet hatte, wurde enttäuscht. Musikalisch grenzt sich auch dieses Lied nicht großartig von vielen anderen Produktionen des Norwegers ab. Ganz so erfolgreich wie die ersten beiden Veröffentlichungen von Kygo war das Lied jedoch nicht. Insgesamt generierte der Titel fast 70 Millionen Streams auf Spotify und auf YouTube hat das Musikvideo 13 Millionen Aufrufe zu verzeichnen.



Kem Kan Eg Ringe – Kygo feat. Store P & Lars Vaular (Juni)

Im Juni überraschte Kygo mit einem Song, der an seine norwegische Fanbase gerichtet war. Dafür holte er sich die beiden in ihrer gemeinsamen Heimat bekannten Künstler Store P und Lars Vaular ins Studio. Aus der Zusammenarbeit entstand eine norwegische Nummer, die sich aber nicht nur durch die Sprache klar von Kygos üblichen Veröffentlichungen unterscheidet. Von der üblichen Kygo-Handschrift ist im Titel kaum etwas zu erkennen. Er verzichtet im Track auf seinen üblichen radiotauglichen Tropical-House-Stil und setzt stattdessen auf groovigere Klänge. Zudem gibt es im Lied einige Rap-Parts und auf inhaltlicher Ebene geht es wie der Titel, der auf Deutsch so viel heißt wie „Wen kann ich anrufen“, bereits erwähnt um ein ziemlich banales Thema. Wer sich von der norwegischen Sprache nicht gestört fühlt, sollte unbedingt in den Titel hineinhören. Dem heimischen Publikum gefiel “Kem Kan Eg Ringe“ auf jeden Fall. Weit über 14 Millionen Streams auf Spotify und eine Top-3-Platzierung in den norwegischen Charts sprechen für sich. Auch jetzt knapp ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung kursiert das Stück noch in den Charts der Heimat Kygos.



Higher Love – Kygo & Whitney Houston (Juni)

Nur zwei Wochen nach dem Erscheinen seines „Heimat“-Songs “Kem Kan Eg Ringe“ veröffentlichte er seinen wohl größten Hit des Jahres. Bei der Nummer handelt es sich um ein modernes Cover zu Steve Woods gleichnamigen Hit “Higher Love“ mit originalen Vocals der verstorbenen Musik-Legende Whitney Houston. Die powervolle Stimme der “I Will Always Love You“-Interpretin wird durch Kygo, der übrigens die Ehre hatte als erster Künstler nach Houstons Tod mit ihrer Stimme zu arbeiten, perfekt in Szene gesetzt. Der ohrwurmlastige Refrain wird von leisen Piano-Klängen begleitet. Neben der Stimme Houstons, die durch Kygos Arbeit perfekt in Szene gesetzt wird, sorgen vor allem die kleinen Akzente, wie ein Saxophon, das im Track mehrmals zu hören ist, dafür, dass es sich bei “Higher Love“ um den größten Hit des Skandinaviers im Jahr 2019 handelt. Das Lied konnte in etlichen Ländern erstklassige Chartplatzierungen landen. Während es bei uns in Deutschland nur für Platz 22 in den Single-Charts reichte und der Titel sich mittlerweile sogar komplett aus den Single-Charts verabschieden musste, kletterte er beispielsweise in Großbritannien und Kygos Heimat Norwegen auf Rang 2 der Charts und mischt auch Mitte/Ende Dezember noch die dortigen Charts auf. Mit über 50 Millionen Clicks auf YouTube und fast 250 Millionen Streams auf Spotify reiht der Titel sich auf jeden Fall in die große Anzahl an Hochkarätern in Kygos Vita ein. Zudem hat er mit der Produktion einer weiteren Generation die großartige Stimme Houstons präsentiert.



Family – The Chainsmokers & Kygo (Dezember)

Das zweite Jahrzehnt im 21. Jahrhundert beendete Kygo, falls überraschenderweise nicht doch noch ein Lied des DJs erscheinen sollte, mit einer Monster-Kollaboration. Für den Track “Family“ arbeitete er nämlich mit dem Star-Duo The Chainsmokers zusammen. Die Zusammenarbeit, die auch auf dem Album “World War Joy“ von den beiden US-amerikanischen Jungs vorzufinden ist, zeichnet sich durch die Kombination der Stile beider Acts aus. Während das Duo aus den Vereinigten Staaten vor allem zu Beginn der Single durch verzerrte Gitarren-Sounds und eine poppige Bassline, die Andrew Taggerts sanften Vocals erstklassig unterlegen, herauszuhören ist, scheint man im Drop vor allem für Kygo typische Elemente herauszuhören. In erster Linie sprechen vor allem die für Kygo typischen gepitchten Vocal-Chops für ein höheres Arrangement des Norwegers im Drop. Doch so oder so ist festzuhalten, dass es sich bei “Family“ um eine ruhige Pop-Nummer handelt, die durch die Kombination zweier Größen der Musikszene vor Hitpotential nur so trotzt. Bis jetzt scheint es auch so als würde die Nummer auch bei den Fans absolut gut ankommen. Schon jetzt stieg das Lied in mehreren Ländern in die Charts ein und auch auf YouTube (ca. 2,6 Millionen Aufrufe) und Spotify (über 15 Millionen Streams) läuft es für “Family“, wenn man berücksichtigt, dass das Stück erst vor knapp zwei Wochen erschien, extrem gut.



Fazit

Kygo hat sich aus diesem Jahrzehnt auf alle Fälle würdig verabschiedet! Dass er im DJ-Mag-Voting um 20 Plätze auf Platz 52 der erfolgreichsten DJs fiel, ist nur ein kleiner Makel in dem sonst so erfolgreichen Jahr für Kygo. Unter seinen sechs Single-Releases befand sich mit “Higher Love“ ein weiterer Welthit. Zudem konnte er mit Hammer-Kollaborationen mit unter anderem Pop-Sternchen Rita Ora und Star-Act The Chainsmokers seinen Fans weitere erstklassige Releases bieten. Des Weiteren erschien mit “Kem Kan Eg Ringe“ ein Song für seine Heimat Norwegen, der den sympathischen Skandinavier von einer ganz anderen Seite zeigte. Man kann also von einem durchaus abwechslungsreichen und erfolgreichen Jahr 2019 für Kygo sprechen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: 30 Millionen monatliche Hörer auf Spotify, weit über 1,5 Millionen Single-Verkäufe (nur Singles aus diesem Jahr), ca. 600 Millionen Streams auf Spotify (nur Singles aus diesem Jahr) und insgesamt über 170 Millionen Aufrufe auf YouTube (nur Singles aus diesem Jahr) zeichnen Kygos Jahr aus. Wir hoffen, dass wir uns auch im kommenden Jahrzehnt auf weiter Top-Kollaborationen und Ohrwürmer aus dem Hause Kygo freuen können.

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Über den Autor
Jannik Pesenacker

Mein Name ist Jannik Pesenacker und ich bin im August 2018 der Dance-Charts Redaktion beigetreten. Die Musik hat sich neben dem Fußball zu einer meiner größten Leidenschaften entwickelt. Dance-Charts ermöglicht mir, mein Interesse für die Musik auszuleben und lässt mich gleichzeitig den Beruf des Journalisten näher kennenlernen.

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