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Jahresrückblick 2019

Afrojack - Das waren seine Tracks 2019

(Geschätzte Lesezeit: 5 - 9 Minuten)

Afrojack - Das waren seine Tracks 2019DJ, Produzent und Songwriter Afrojack.

Nick Van De Wall alias Afrojack ist mittlerweile ein Garant für EDM-Musik. Mit seinem Dirty-Dutch-Style wurde er in der Szene bekannt und konnte dann auch viele kommerzielle Hits landen. "Ten Feet Tall", "Take Over Control" oder "The Spark" sind dafür Beispiele. Im Ranking vom DJ Mag ist er nach wie vor unter den Top Ten vertreten und hat 2019 wieder zahlreiche Singles veröffentlicht (wir lassen hierbei jedoch die Songs unter anderen Synonymen außer Acht), die wir uns nun einmal im Einzelnen anschauen...


Cheat Codes feat. Afrojack - Ferrari (Februar)

Als Teil der EP "Level 2" von Cheat Codes erschien im Februar der Song "Ferrari". Der Track kombiniert modernen Rap mit dem EDM-Sound von Afrojack. Der Drop kommt zudem relativ hart daher, womit der Song definitiv kein weichgespültes kommerzielles Release ist. Wer also hier einen Cheat-Codes-Popsong erwartet, wird enttäuscht. Die Nummer klingt in sich stimmig und ist sehr gut produziert. Hier wurde vom Style her viel gewagt, allerdings eher weniger viel gewonnen. Was den Erfolg angeht lief es für "Ferrari" nämlich eher so mittelgut. Mit nur 4,3 Mio. Plays auf Spotify ist der Track nicht das geworden, was sich die beiden Artists wahrscheinlich erhofft hatten, zumal die Kollaboration zwei große Namen im Titel hat, allerdings ist diese Zahl in Ordnung.



Afrojack feat. Rae Sremmurd & Stanaj - Sober (April)

Die nächste Single kam dann nach einem Edit zusammen mit Sunnery James & Ryan Marciano erst im April heraus. Der Song "Sober" erschien zusammen mit dem Hip-Hop-Duo Rae Sremmurd, die unter anderem mit "Black Beatles" einen großen Erfolg hatten. Zudem war noch der albanische Musiker Stanaj an dem Song beteiligt, mit dem Afrojack bereits bei "Bed Of Roses" zusammengearbeitet hatte. "Sober" ist ebenfalls wieder ein Versuch von Afrojack einen Erfolg in den Charts zu landen. In den Strophen gibt es ziemlich temporeiche Hip-Hop-Parts zu hören, während der Refrain dann relativ melodisch und ohrwurmverdächtig daherkommt. Auch einen Mini-Drop gibt es. In ein Genre lässt sich der Song nur schwer einordnen. Er findet sich hier irgendwo zwischen Rap, Pop und EDM wieder. Der Song enttäuscht allerdings kommerziell. Nur knapp besser als der Vorgänger "Ferrari" performt er auf Spotify mit 5,3 Mio. Plays. Damit bleibt er deutlich hinter den Erwartungen und hinter dem Erfolg des vorigen Songs mit Stanaj "Bed Of Roses" zurück.



Chico Rose & Afrojack - The Bass (April)

"The Bass" zusammen mit Chico Rose war dann der erste wirkliche EDM-Track im Jahre 2019. Die Nummer kommt recht schnell zum ersten Drop, der im Genre des Future House oder Electro House angesiedelt ist. Dieser ist offensichtlich für Festivals und Clubs konzipiert. Aber auch die Passage nach dem Drop ist stark. Der Track ist mit unter 1 Mio. Plays auf Spotify allerdings eine herbe Enttäuschung.



Afrojack & Jewelz & Sparks feat. Emmalyn - Switch (Mai)

Eine sehr starke Nummer gab es dann im Mai zu hören. Afrojack hat bereits mehrmals mit dem deutschen Duo Jewelz & Sparks zusammengearbeitet. Nun kommt mit "Switch" die nächste Single heraus. Als gesangliche Unterstützung ist diesmal Emmalyn mit dabei. Der Track überzeugt mit sehr starken Vocals und einem extrem kraftvollen Beat im Refrain, der in Richtung Deep House geht, aber trotzdem noch poppig genug für den Kommerz bleibt. Hier wurde ein Song mit viel Hitpotential geschaffen. Die Streamingzahlen sind dann sogar gar nicht schlecht mit 3,8 Mio. Plays. Er kommt somit fast an "Ferrari" mit Cheat Codes heran, von dem man viel mehr erwartet hatte. "Switch" ist somit ein guter Track geworden, mit dessen Ergebnis man auch nicht ganz unzufrieden sein dürfte.



PKCZ feat. CL & Afrojack - Cut It Up (Juni)

Der nächste Song entstand zusammen mit zwei asiatischen Acts. Zum einen mit der japanischen Gruppe PKCZ und dann noch mit der südkoreanischen Rapperin und Sängerin CL. Heraus kommt hier ein ziemlich modern gestalteter Track, der mit einem Moombahton-Beat und Rap-Vocals ausgestattet ist. Der Track ist gut produziert, jedoch hat er das Problem, dass man von diesem Style in letzter Zeit wirklich viele Songs gehört hat und "Cut It Up" sich daher nicht wirklich mit großartig Neuem abheben kann und nicht im Ohr bleibt. Auch hier werden keine 1 Mio. Plays erreicht.



Afrojack - It Goes Like (Juni)

Was dann folgte, war der erste Solo-Track von Afrojack in 2019. "It Goes Like" sollte die erste Preview zur neuen EP vom Niederländer sein. 2018 erschien seine "Press Play" EP und der Track sollte somit den zweiten Part der EP anteasern. Die Nummer ist ein Electro-House-Track, der für die großen Bühnen gemacht ist. Wie auch die Songs aus seiner vorigen EP ist "It Goes Like" eher als ein Festival-Tool zu verstehen, da die Nummer außer dem Drop nicht wirklich musikalisches zu bieten hat. Der Track erfüllt damit aber absolut seinen Zweck. Auf Spotify ist er zudem mit 1,3 Mio. Streams überraschend erfolgreich.



DISTO & Afrojack feat. Titus - Can't Lose (Juni)

Der aktivste Monat für Afrojack ging weiter am 21. Juni. Die schon dritte Single des Monats kam zusammen mit DISTO, einem DJ aus Costa Rica, und dem Vocalist Titus heraus. "Can't Lose" ist bereits der zweite Song von Afrojack's kommender EP "Press Play 2". Die Nummer geht musikalisch so nach vorne, wie noch kein Track in diesem Jahr zuvor. Mit modernen, allerdings auch recht einfallslosen Vocals im Hip-Hop-Style steigt die Single ein und kommt dann zum Mainpart, der ein harter Trap-Drop ist, der perfekt für die Mainstage der großen Festivals gemacht ist. Die Nummer klingt gut, allerdings wirkt der Gesangspart wegen Melodien, die man so einfach schon zu oft gehört hat, etwas überflüssig. Can't Lose erreicht knapp über 1 Mio. Plays auf Spotify.



BJ The Chicago Kid feat. Afrojack - Reach (Juni)

Ende Juni folgte dann noch "Reach" zusammen mit dem RnB-Musiker BJ The Chicago Kid. Der Song diente als Closing-Track für dessen Album "1123". Der Track ist Pop vom Feinsten und kann mit entspannenden Piano-Klängen und der angenehmen Stimme von BJ The Chicago Kid überzeugen. Der chillige Track ist eine gute Abwechslung zu Afrojack's sonstigem EDM-Sound. Hier hilft Afrojack also wieder als Feature-Artist bei einem richtig guten Pop-Song mit. Kommerziell springt allerdings nicht viel dabei raus. Auch hier wird die 1 Mio-Marke auf Spotify nicht geknackt.



Yves V feat. Afrojack & Icona Pop - We Got That Cool (Juni)

Die fünfte Single des Monats kam am gleichen Tag wie der vorige Song heraus. "We Got That Cool" zusammen mit Yves V und der bekannten schwedischen Gruppe Icona Pop erschien am 28. Juni auf Spinnin Records. Der Song kombiniert chillige Deep House/House-Sounds mit dem Gesang des Trios aus Schweden. Das Ganze klingt sehr solide und der Refrain bleibt im Ohr. "We Got That Cool" ist zudem der mit Abstand erfolgreichste Afrojack-Track des Jahres. In Belgien schaffte es der Song in den Charts bis auf Platz 62 und in Großbritannien auf Platz 68. Auch auf Spotify ist der Song mit über 22 Millionen Streams sehr erfolgreich.



Afrojack  - Bass Is Kicking (Afrojack)

Schon Anfang August ging es weiter mit der nächsten Auskopplung aus der kommenden EP. "Bass Is Kicking" ist der nächste festivaltaugliche Vorgeschmack auf die Platte. Hier setzt Afrojack wieder verstärkt auf Dirty Dutch. Der Drop besteht aus einem quietschigen Leadsound, mit dem "Bass Is Kicking" hier wieder ein Festival-Tool ist, das sich gut in die harten Sets des Niederländers einfügt. Die schwachen Streamingzahlen von nicht mal 200 Tausend Plays auf Spotify zeigen, wie wenig die Nummer für den Kommerz gemacht ist. Dafür kann sie auf Festivals so richtig zünden.



J Soul Brothers III feat. Afrojack - Scarlet (August)

"Scarlet" ist bereits der zweite Track des Jahres, wo Afrojack mit asiatischen Künstlern zusammenarbeitet, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Diesmal kollaboriert er mit der Gruppe J Soul Brothers III. Der Track besitzt eine catchy Melodie im Refrain, die sich wirklich super an Afrojack's Sound anpasst. Dieser produziert hier hauptsächlich im Progressive-House-Style. Die Vocals sind zum Großteil auf Japanisch gesungen. Generell klingt die ganze Nummer aber sehr gut und massentauglich. Die beiden Styles wurden gut kombiniert. Die Streamingzahlen sind hier allerdings nicht sonderlich gut, jedoch auch nicht abgrundtief schlecht. Es wurden auf Spotify 1,6 Mio. Plays erreicht.



Chico Rose feat. Afrojack - Sad (August)

Ebenfalls recht erfolgreich war "Sad" zusammen mit Chico Rose. Dies ist allerdings eher eine Überraschung, da man es bei Chico Rose mit keinem allzu großen Namen zu tun hat. "Sad" kommt mit deepen House/Deep-House-Klängen daher und eigentlich zieht sich eine einzige Melodie durchgehend durch den ganzen Track. Das ist nicht sehr kreativ, allerdings bleibt so etwas sehr gut im Ohr. Der Song ist zudem sehr gut produziert. "Sad" erreicht auf Spotify 16,8 Mio. Plays und kann unter anderem in Belgien in den unteren Bereich der Charts einsteigen und ist damit der zweiterfolgreichste Track des Jahres für Afrojack.



Dubvision & Afrojack - Back To Life (September)

Das Jahr war für Afrojack eigentlich schon im September abgeschlossen als der letzte Track des Jahres herauskam. "Back To Life" wurde zusammen mit Dubvision veröffentlicht. Mit dem Duo hat Afrojack schon mehrmals Songs veröffentlicht. Und auch "Back To Life" ist wieder eine Progressive-House-Hymne geworden. Die Vocals sind wirklich sehr schön. Und auch der folgende Drop ist einfach mal wieder das, was man von dieser Kollaboration erwartet: Feinster Progressive House! Der Song gehört zu seinen besten des Jahres. Auf Spotify kann der Song 5, 5 Mio. Plays verbuchen und ist damit auch noch recht erfolgreich.



Fazit

Afrojack hat wieder ein starkes Jahr hinter sich. Mit Charterfolgen sah es bei ihm allerdings dieses Jahr nicht ganz so gut aus. Trotzdem hat er mit vielen unterschiedlichen Songs gezeigt, wie vielseitig er ist und wird seine Fans auch mit harten Tracks befriedigt haben. Somit kann er auch diesmal wieder optimistisch in Richtung 2020 schauen.

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Über den Autor
Daniel Leinen

Ich gehe auf ein Gymnasium in Nordrhein-Westfalen und interessiere mich sehr für Journalismus und Musik. Eine Kombination aus beiden und eine gute Chance Erfahrung zu sammeln ist für mich Dance-Charts. Ich bin froh Teil der Redaktion zu sein und schreibe vor allem über neue Songs und Alben, weil ich es sehr interessant finde, wie sich die elektronische Musik weiterentwickelt. Ich finde, dass jedes Genre, egal ob man es mag oder nicht, seine Existenzberechtigung hat. Denn diese Vielfalt ist das Schöne an der Musik.

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