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Seine Songs in 2020

Jahresrückblick 2020: Nicky Romero

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Nicky RomeroRückblick auf die Songs von Nicky Romero in 2020.

Eine echte Legende in der Progressive-House-Szene ist seit vielen Jahren Nick Rotteveel alias Nicky Romero. Mittlerweile ist der Niederländer allerdings nicht mehr nur in diesem Genre aktiv, sondern hat sich musikalisch längst breiter aufgestellt. Das kann man auch in diesem Jahr beobachten, in der er mit unter anderem mit der EP "Redefine" und einem neuen Alias für Aufsehen sorgte. Wir schauen einmal auf das Jahr von Nicky Romero zurück...

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Nicky Romero - I See (Januar)

Der erste Track des Jahres geht direkt einmal ordentlich nach vorne. "I See" heißt die Nummer und ist gleichzeitig die erste Singleauskopplung einer kommenden EP. Der Fokus liegt hier auf dem Drop, der mit einem ziemlich basslastigen Sound daherkommt und auf Festivals (hätten sie denn dieses Jahr stattgefunden) so richtig abgeht. Gut vergleichen kann man den Song mit dem Sound, den David Guetta und MORTEN seit einiger Zeit produzieren. Auf Spotify kann der Track jedoch mit nur knapp über 3 Millionen Streams nur eher schwache Zahlen verbuchen. Trotzdem ist die Nummer ein wirklich solides Festival-Tool.  


Nicky Romero - Stay (Februar)

Anfang Februar ging es dann direkt weiter mit der zweiten Single des Jahres. Mit "Stay" liefert Nicky Romero eine deutlich ruhigere Nummer als noch im Januar ab. Der Song startet mit Vocals und entwickelt sich dann zu einer entspannten Dance-Pop-Nummer. Das Ganze klingt dann wirklich sehr solide und ist vom Sound her eher fürs Radio gemacht, hat aber dennoch einen klaren EDM-Anteil. Auch "Stay" erreicht jedoch nicht die 5 Millionen Streams und ist damit für eine kommerzielle Single eher kein Erfolg, aber immerhin etwas stärker als "I See". 


Nicky Romero & Timmy Trumpet - Falling (Februar)

Sehr stark hingegen ist dann die dritte Single des Jahres. "Falling" entstand zusammen mit Timmy Trumpet. Die Styles der beiden Produzenten sind beide deutlich zu hören. Der Drop ist dem Progressive House zuzuordnen, womit Nicky Romero hier die erste Nummer in diese Richtung im Jahr 2020 herausbringt. Das Tempo des Tracks ist allerdings schneller als man das von ihm gewohnt ist. Das dürfte wohl an dem Einfluss von Timmy Trumpet liegen, der dieses Jahr hauptsächlich Festival-Sound produziert hat. Auch die Streamingzahlen sind die bisher stärksten seit Jahresbeginn. Mit rund 5,7 Millionen Plays auf Spotify schneidet "Falling" akzeptabel ab.


Nicky Romero - Redefine EP (März)

Ende März kam dann die EP "Redefine" heraus. Von den drei enthaltenen Tracks waren zwei neue mit dabei. "Time" und "Replica" klingen aber beide sehr ähnlich wie die im Januar veröffentliche "I See". Die EP stellt damit einen neuen Style von Nicky Romero dar. Wirklich neu ist der Sound aber nicht. Die Tracks klingen sehr ähnlich zu dem Sound, den David Guetta und MORTEN in der letzten Zeit machen. Trotzdem traut sich Nicky Romero damit in eine neue Richtung. Auf Festivals funktionieren die Nummern ausgezeichnet.


Nicky Romero & Deniz Koyu feat. Alexander Tidebrink - Destiny (April)

Ein paar Wochen später ging es dann weiter mit der nächsten Nummer. Für "Destiny" hat sich Nicky Romero mit dem deutsch-türkischen Produzenten Deniz Koyu und dem schwedischen Sänger Alexander Tidebrink zusammengetan. Die Nummer ist vom Aufbau her eine klassische Progressive-House-Hymne. Emotionale Vocals und ein mitreißender Drop machen aus "Destiny" eine wirklich gute Single. Auf Spotify will die Nummer aber einfach nicht richtig zünden. Knapp über 3 Millionen Streams zählt sie bis jetzt.


Nicky Romero feat. Jordan Grace - Burning (Juni)

Erst im Juni ging es dann weiter mit der nächsten Single. Mit "Burning" entfernt Nicky sich wieder von seinem ursprünglichen Progressive House und geht stilistisch wieder in die Richtung seiner "Redefine" EP. Wie schon bei den anderen Tracks in diesem Style gibt's bei "Burning" einen harten Festival-Drop auf die Ohren. Etwas interessanter als bei den Singles der EP ist aber der Part zwischen den beiden Drops. Hier setzt man eher auf einen groovigen Sound kombiniert mit den Vocals von Jordan Grace. Bei den anderen Nummern war dieser Part meist eher ein belangloses Hinarbeiten zum zweiten Drop. Auf Spotify sieht es mit knapp über 1 Millionen Plays aber ziemlich düster aus.


Armin Van Buuren & Nicky Romero feat. Ifimay - I Need You To Know (Juli)

Eine große Collab kam dann mitten im Sommer zusammen mit der niederländischen Trance-Legende Armin Van Buuren heraus. "I Need You To Know" punktet mit einem kraftvollen Progressive-House-Drop und sehr guten Vocals. Hier macht Nicky Romero das, was er am besten kann: Starken Progressive House! Mit Armin Van Buuren im Boot sorgt die Nummer auch für gute Zahlen auf Spotify. Fast 10 Millionen Streams kann "I Need You To Know" bis jetzt verbuchen.  Damit ist die Scheibe mit Abstand die erfolgreichste Single des Jahres für Nicky Romero, wenn man sich an den Streamingzahlen orientiert.


Nicky Romero - Toulouse (2020 Edit) (August)

Historisch wird es dann gut einen Monat später. Mit "Toulouse" hatte Nicky Romero einen seiner größten Hits aller Zeiten und releaste mit der Bigroom-Nummer aus dem Jahre 2011 einen absoluten Klassiker der EDM-Szene. Jetzt, fast 10 Jahre später, bringt Nicky Romero eine mit "2020 Edit" betitelte Neuauflage von "Toulouse" heraus. Die neue Version orientiert sich selbstverständlich an den groovigen Organ-Sounds des Originals. Im Drop geht es dann ordentlich zur Sache. Dieser ist eher dem "Redefine"-Style zuzuordnen und zeichnet sich durch eine harte Bassline und sirenenartige Sounds aus. Diese Version kommt zwar nicht an die Kreativität des Originals ran, da es hauptsächlich nur die Melodien der 2011er-Version aufarbeitet und einen Sound im Drop hinzufügt, der nicht sonderlich neu ist. Trotzdem muss man sagen, dass der Track die alte Version wirklich gut in die heutige Zeit überträgt und damit eine ordentliche VIP-Version darstellt.  Überraschend schlecht performt die Nummer dann aber auf Spotify. Alleine wegen des Namens hätte man dort mit einigen Plays rechnen können. Zu Buche stehen aber gerade mal 1,3 Mio. Streams.


Monocule - Volume 1 (September)

Kurz danach gibt es dann einige sehr coole Songs zu hören. Wie viele andere DJ's hat sich auch Nicky Romero einen neuen Alias verpasst. Unter dem Namen "Monocule" kam Anfang September eine Debüt-EP heraus, die drei Tracks umfasst. Hier probiert sich Nicky Romero an einem deutlich deeperen Sound, als man das von ihm gewohnt ist. Die EP ist tatsächlich ziemlich schwer einem Genre zuzuordnen. Definitiv handelt es sich hierbei aber nicht um Progressive House, sondern um einen groovigen House-Style, der sich aber tatsächlich ziemlich cool und auch ein bisschen innovativ anhört. Die EP ist definitiv etwas Neues vom Niederländer, was auf Spotify aber noch nicht viel Interesse wecken konnte. Keiner der Tracks erreicht die 1 Millionen Streams.


Nicky Romero & Sick Individuals feat. XIRA - Only For You (September)

Deutlich bekannter ist der Style, der dann zwei Wochen später folgte. Zusammen mit Sick Individuals und XIRA veröffentlicht Nicky Romero "Only For You" - eine Progressive-House-Nummer, wie sich im Buche steht. Beginnend mit ruhigen Piano-Klängen und gefühlvollen Vocals steigert sich die Single zu einem Progressive-House-Drop, bei dem man auch klar den Signature-Sound von Sick Individuals raushört. Die Nummer ist insgesamt wirklich sehr gelungen und zählt unserer Meinung nach zu den stärksten Progressive-House-Veröffentlichungen des Jahres 2020. Der Song erreicht auf Spotify 1,2 Millionen Streams.


Nicky Romero - Nights With You (Oktober)

Ein weiteres Genre deckt der Niederländer mit der nächsten Veröffentlichung ab. Mit der Radio-Nummer "Nights With You" gibt's für Fans von Dance-Pop auch noch etwas zu hören. Der Song konzentriert sich eher auf Gesang - das ist auch gut so, denn der ist wirklich sehr stark und bleibt auf jeden Fall im Kopf. Auch einen kleinen soften Drop gibt es. Nach der ersten Dance-Pop-Single "Stay" im Februar bringt Nicky Romero mit "Nights With You" hier eine stärkere Single mit absolutem Radio-Potential heraus, welches aktuell aber mit etwas mehr als 1,2 Millionen Streams leider noch nicht wirklich ausgeschöpft wird.

 

Fazit: Nicky Romero hat mit 2020 ein Jahr hinter sich, in dem er sehr viel ausprobiert und gleich zwei Mal versucht eine neue musikalische Seite von sich zu präsentieren, was mal ganz gut und mal weniger gut funktioniert. Vor allem der neue Alias "Monocule" bietet aber einen coolen Sound. Trotzdem setzt der Niederländer auch auf Altbewährtes und veröffentlichte mit "Only For You" oder "I Need Yout To Know" starke Progressive-House-Nummern. Insgesamt ein sehr gutes Jahr von Nicky Romero, das sich sehen lassen kann, auch wenn der ganz große Erfolg ausbleibt. Im DJ-Mag-Voting ging es sechs Plätze nach oben auf Platz 31, was das Jahr noch einmal gebührend abrundet.

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Über den Autor
Daniel Leinen

Ich gehe auf ein Gymnasium in Nordrhein-Westfalen und interessiere mich sehr für Journalismus und Musik. Eine Kombination aus beiden und eine gute Chance Erfahrung zu sammeln ist für mich Dance-Charts. Ich bin froh Teil der Redaktion zu sein und schreibe vor allem über neue Songs und Alben, weil ich es sehr interessant finde, wie sich die elektronische Musik weiterentwickelt. Ich finde, dass jedes Genre, egal ob man es mag oder nicht, seine Existenzberechtigung hat. Denn diese Vielfalt ist das Schöne an der Musik.

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