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Musikalischer Jahresrückblick

Oliver Heldens: Das waren seine Tracks 2017

Oliver HeldensOliver Heldens

Auch wenn es für Oliver Heldens in den letzten Jahren nicht mehr steil bergauf ging, zählt er dennoch zu den größten Artists des Future House. Mit seinen 22 Jahren gehört der Niederländer zu den Veteranen des Genres und leitete 2015 mit seinem Mega-Hit “Gecko (Overdrive)“ den Trend ein. Über die Jahre hat sich der Sound von Oliver Heldens stark verändert. Er setzt zwar weiter auf einen Future-House-Sound, jedoch hat er sich von der typischen Ausführung zu groovigerem, düsterem Future-House-Sound entwickelt. Neben seiner Karriere als Oliver Heldens veröffentlicht der 22-Jährige regelmäßig Singles über seinen Alias HI-LO. Wir haben uns angeschaut, wie das Jahr 2017 von Oliver Heldens verlaufen ist.

Oliver Heldens – I Don’t Wanna Go Home (Februar)

Das Jahr 2016 von Oliver Heldens endete mit der Single “Good Life“, die in der Szene einen relativ großen Erfolg verzeichnen konnte. Dabei setzte Heldens mehr auf den Oldschool-House aus den 80ern. Dieses neue Sounddesign kam bei den Fans so gut an, dass er im Februar 2017 die Follow-Up-Single veröffentlichte. Der Track trägt den Namen “I Don’t Wanna Go Home“ und ging stilistisch in die gleiche Richtung wie “Good Life“ und “Flamingo“. Dabei setzt er auf seine übliches Instrumental. Dieses Mal verwendet er keine weiblichen Vocals, sondern in die Tiefe gepitchte männliche Vocals. Der Drop bringt ein tolles Sounddesign mit sich und weckt Erinnerungen an den Oldschool-House. Bei diesem Track stimmt einfach alles. Die beste Single von Oliver Heldens im Jahr 2017 kam direkt zum Anfang.

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HI-LO – The Answer (Oliver Heldens Edit) (März)

Der zweite Track des Jahres erschien einen Monat später am 20. März. Dieses Mal arbeitete Oliver Heldens mit einem ganz bestimmten Produzenten zusammen. Hierbei handelt es sich um eine Kollaboration von HI-LO und Oliver Heldens. Also im Prinzip kollaboriert er mit sich selbst. Das Ziel dieses Songs war es den Oldschool-Sound von Heldens mit dem Underground-Sound von HI-LO zu verbinden. Das Motto dieses Songs war „Music is the answer to your problems“. Für jeden Musikliebhaber der richtige Leitspruch. Die Single ist für Freunde des Oldschool-Future-House ideal. Ein grooviger Underground-Beat im Drop, der für Anhänger dieses Genres einen Genuss darstellt. Die Melodie im Drop ist etwas zu langweilig geraten, weshalb der Song von uns nur ein „solide“ zugesprochen bekommt.



Katy Perry – Chained To The Rhythm (Oliver Heldens Remix) (März)

Vier Tage nach der Veröffentlichung von “The Answer“ veröffentlichte Oliver Heldens einen Remix zum damalig neuen Song von Katy Perry. “Chained To The Rhythm“ entwickelte sich einen Monat nach der Veröffentlichung des Remixes zu einem Chart-Hit und gehört definitiv zu den größten Hits des Frühsommers. Im März verlieh Oliver Heldens dem Song seinen eigenen Anstrich. Wie bei den meisten Tracks von Heldens hört man schon nach wenigen Sekunden am Instrumental, dass der Niederländer hier am Werke war. In den Vocal-Parts von Katy Perry hat der Produzent relativ wenig eingegriffen. Er hat höchstens das Tempo etwas verändert. Der Refrain und der Drop werden von einem innovativen Future-House-Sound geprägt, den man auf die Art und Weise vorher noch nicht gehört hat. Wir haben es hier mit einem zufriedenstellenden Remix zu tun.



Oliver Heldens – Ibiza 77 (Can You Feel It) (Juni)

Die nächste Single von Oliver Heldens erschien am 23. Juni und geht stilistisch im Future-House-Bereich „back to the roots“. Die Nummer trägt den seltsamen Namen “Ibiza 77 (Can You Feel It)“ und spielt auf Heldens sommerlichen Aufenthalt auf der spanischen Party-Insel Ibiza an. Wofür die Zahl 77 in diesem Zusammenhang steht, ist leider nicht bekannt. Der Track kommt mit einfachen Vocals daher. Der Gesang, der hier vorzufinden ist, lautet zum größten Teil „Can You Feel It“ von einer männlichen Person mit relativ hoher Stimmfarbe. Der Drop erinnert vom Sound her an die alten Nummern wie “Gecko“ oder “Koala“. Nur dieses Mal zieht der 22-Jährige das Tempo deutlich an. Eine nette Future-House-Nummer, die reichlich Groove mitbringt.



Charlie Puth – Attention (Oliver Heldens Remix) (Juni)

Am 29. Juni veröffentlichte Oliver Heldens den zweiten Remix eines bekannten Chart- und Radio-Hits des Jahres 2017. Nach einer äußerst positiven Resonanz zu “Chained To The Rhythm“ geht er die Sache bei “Attention“ ähnlich an. Schon der Originalsong von Charlie Puth setzt auf viel Groove, doch Oliver Heldens vervielfacht diesen noch einmal. Soundtechnisch passt der Song perfekt zu Oliver Heldens. Das Instrumental wurde mit der Melodie des Originals und einer auffälligen Clap gestaltet. Im Refrain kommt der Groove erst richtig zum Vorschein. Die hohen Vocals von Puth passen perfekt mit dem groove- und basslastigen Sound von Heldens zusammen. Der Drop steht bei diesem Remix nicht für sich, sondern wird mit den Vocals des Originals überdeckt. Ein gelungener Remix, dem es an Tiefen echt nicht fehlt.



Aevion – The Journey (Oliver Heldens Edit) (August)

Im Sommer 2017 war Oliver Heldens auf zahlreichen bekannten Festivals unterwegs und fand wenig Zeit für die Veröffentlichung von neuer Musik. Zwischen Juni und August war es still. Im August legte er dann gleich mit zwei Singles nach. Die erste Single heißt “The Journey“ und wurde als ein Edit von Heldens verpackt. Der Maininterpret dieses Songs ist der junge Produzent Aevion. Der Song wurde nicht wirklich groß aufgezogen und erschien eher im Hintergrund via Heldeep Records. Bei diesem Song schlägt man wieder den Underground-Style ein und verzichtet dazu auch noch auf Vocals. Nach einem zähen Aufbau kommt der Song erst im Drop so richtig in Fahrt. Auch wenn das Tempo dort geringgehalten wurde, bringt der er eine Menge Power mit. Das Sounddesign lässt an ein tiefes Instrument wie die Tuba erinnern. Ein kreatives Sounddesign zeichnet diesen Edit aus.



HI-LO & Alok – Alien Technology (August)

Der zweite Track im August erschien am 18. August unter dem zweiten Alias HI-LO und trägt den Namen “Alien Technology“. Der Track stellt die erste Kollaboration mit einem großen Produzenten von Heldens im Jahr 2017 dar. Als Kollaborationspartner hat HI-LO den brasilianischen Produzenten Alok zu sich ins Studio gebeten. Alok hatte dieses Jahr mit “Hear Me Now“ einen Mainstream-Hit und steht eigentlich für kommerziellen Sound, doch “Alien Technology“ geht zu 100 Prozent in den Underground-Bereich. Der Track nimmt recht schnell Fahrt auf und kommt schon nach kurzer Zeit zum Drop. Die Vocals wurden von einer tief gepitchten Stimme übernommen, die im ganzen Track nur zwei Worte sagt. Für Underground-Fans ein „Must-Have“, doch für Fans des ruhigeren Sounds ist das hier absolut nichts. Fun-Fact: Beim Release-Tag gab es eine Verwechslung, sodass unter dem Titel "Alien Technology" ein Song von Infected Mushroom hochgeladen wurde.



Oliver Heldens – Underwater Melon (Instrumental) (September)

Am 06. September erschien ein besonderer Track von Oliver Heldens. Auf seinem SoundCloud-, YouTube- und Spotify-Kanal hat der Niederländer diesen seltsamen Track nach dem Prinzip einer Single hochgeladen, jedoch haben wir es hier mit keinem gewöhnlichen Track zu tun. “Underwater Melon“ ist einfach nur ein Instrumental eines zukünftigen Tracks. Oliver Heldens hat seine Fans gebeten ihm ihre Ideen für den Track einzusenden. Damit sprach der Niederländer sowohl Produzenten als auch Songwriter und Sänger an, die Lust haben mit ihm an dem Track zu arbeiten. Der Einsendeschluss war Anfang Oktober, doch bisher kam noch kein ähnlicher Track. Wahrscheinlich müssen sich die Fans für eine Veröffentlichung dieses speziellen Songs bis Frühjahr 2018 gedulden. Wir halten das für eine ziemlich coole Aktion.



Oliver Heldens feat.
Danny Sham – What The Funk (September)

Am 27. September erschien eine Single der Art, die die Fans von Oliver Heldens am meisten lieben. Der Song heißt “What The Funk“ und knüpft stilistisch an Songs wie “Flamingo“, “Good Life“ und “I Don’t Wanna Go Home“ an. Heldens greift wieder auf den 80er-Style zurück und kommt mit einem kommerzielleren Song daher, der auch den Mainstream ansprechen kann. Schon nach weniger Sekunden merkt man, dass dieser Song eine Gute-Laune-Garantie mitbringt. Das Instrumental und die Melodie bei diesem Track sind genial. Sänger Danny Sham macht seine Sache perfekt und unterstützt das Konzept des Songs. Das Wortspiel „What The F*ck“ – „What The Funk“ steht hier im Vordergrund. Wie der Titel verrät, kommt der Funk und Groove hier nicht zu kurz. Eine großartige, mitreißende Gute-Laune-Single zum Tanzen und Feiern. Zusätzlich sollte man sich das offizielle Video zum Song ansehen. Dafür hat der 22-Jährige seine Fans aufgefordert, ihm kreative Ideen für die Darstellung der Lyrics im Video zu senden. Später schnitt man all diese Ideen zusammen. Dabei ist ein kreatives und lustiges Musikvideo entstanden, was man nicht verpassen sollte.



HI-LO – Men On Mars (Oktober)

Im Herbst meldete sich Oliver Heldens noch ein letztes Mal im Jahr 2017 unter dem Alias HI-LO zurück. Am 20. Oktober erschien die Single “Men On Mars“, die natürlich voll und ganz auf den üblichen Sound von HI-LO setzt. Wie immer steht bei einer HI-LO-Single der Underground-Sound im Mittelpunkt. Dieses Mal geht Heldens das ganze Prinzip nicht so aggressiv an wie bei “Alien Technology“. Der Song fokussiert sich auf den massiven Groove eines Future-House-Tracks und ist schlussendlich doch etwas langweilig geraten. Schade eigentlich, denn die Idee von “Men On Mars“ ist gar nicht schlecht, aber die nötige Power lässt hier zu wünschen übrig.



Steve Aoki & Bad Royale - $4,000,000 (Oliver Heldens Remix) (November)

In diesem Jahr hat Oliver Heldens Produzentenkollege und Party-Liebhaber Steve Aoki das Trap- und Hip-Hop-Album “Kolony“ veröffentlicht. Einer der Tracks vom Album lautet “$4,000,000“ und wird von Bad Royale, Ma$e und Big Gigantic unterstützt. Oliver Heldens hat sich der schwierigen Aufgabe gewidmet, einen Hip-Hop-Track in einen groovigen Future-House-Track zu verwandeln. Am 03. November erschien der Remix schließlich. Im Instrumental-Bereich hat der Niederländer wie schon bei “Chained To The Rhythm“ und “Attention“ kaum etwas verändert. Erst im Drop greift der Produzent so richtig ein. Dieser setzt im Original auf einen Saxophon-Trap-Drop. Heldens ersetzt jenen mit einem groovigen Future-House-Beat. An einigen Stellen sind dennoch Saxophon-Klänge zu hören. Insgesamt passt der Style des Drops aber nicht gut zu den Hip-Hop-Parts der Rapper. Im Gegensatz zu den anderen Remixen fällt das Urteil hier eher enttäuschend aus.

 

 

Fazit: Viele Leute sagen, dass sich Oliver Heldens so langsam aus der vorderen Reihe der EDM-Szene verabschiedet und sein Style nicht mehr so gefragt ist wie vor ein paar Jahren noch. Der rasante Abstieg im DJ-Mag-Voting unterstützt diese These. Wenn man alle Tracks von Oliver Heldens im Jahr 2017 betrachtet kann man diesen Abstieg leicht erklären. Der Niederländer produziert nicht mehr so viel Mainstream-Songs und setzt mehr auf einen ausgefallen Deep-House- und teilweise auch Underground-Sound. Die Qualität seiner Tracks haben auch in diesem Jahr nicht nachgelassen, doch der Sound hat sich in eine andere Richtung entwickelt. Auch wenn wir nicht die größten Fans von kommerziellem House sind, halten wir die beiden Singles “I Don’t Wanna Go Home“ und “What The Funk“ für die besten im Jahr 2017 von Oliver Heldens. Der 22-Jährige hat dieses Jahr nicht nachgelassen, sondern sich einfach nur stark verändert. Da sollte man als EDM-Fan unterscheiden.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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