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Space Edition 2019 – Das Mega-Event in Frankfurt!

WORLD CLUB DOME 2019 » Review

(Geschätzte Lesezeit: 5 - 10 Minuten)

WORLD CLUB DOME 2019

Größer, spektakulärer und abwechslungsreicher als im letzten Jahr – vom 07. bis zum 09. Juni verwandelte sich die Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main auch in diesem Jahr wieder in den größten Club der Welt. Beim diesjährigen WORLD CLUB DOME, der unter dem Motto „Space“ stand, feierten 180.000 Besucher an 25 Stages zur Musik von bekannten Acts aus den verschiedensten Genres und genossen die drei Tage des Pfingstwochenendes in vollen Zügen. BigCityBeats hatte dabei wieder einige Überraschungen in der Hinterhand. Wir waren beim Mega-Event vor Ort und wollen im Folgenden über unsere Eindrücke berichten.


Ankunft

Um die diesjährige Veranstaltung zu bewerten, wollen wir als erstes über die Ankunft an der Arena reden. Wer, wie die meisten, mit dem Auto ankam, hatte die Möglichkeit gegen 15 Euro Gebühr auf den umliegenden Parkplätzen für das gesamte Wochenende zu parken. Von den Waldparkplätzen ließ sich der Weg zum Stadion bequem laufen. Mit einem VIP-Ticket bestand sogar die Möglichkeit unterhalb der Arena zu parken und mit dem Aufzug anschließend direkt das riesige Festivalgelände zu betreten. Doch bevor es auf das Gelände ging wurden die Tickets am Check-In gegen die Bändchen eingetauscht, mit denen man das riesige Gelände rund um die Arena betreten konnte. Die Veranstalter hatten mit dem Andrang gerechnet, sodass man keine langen Wartezeiten zu befürchten hatte.

Festivalgelände & Stages

Dort konnten auf ungefähr 700.000 Quadratmetern, wie schon im letzten Jahr, 25 Stages bestaunt werden. Diese befanden sich innerhalb der Arena, rundum das Stadion, auf dem Gelände der Arena oder am anliegenden Schwimmbad. Auf dem Gelände des Stadions gab es zum ersten Mal eine „Outdoor Mainstage“, auf der hauptsächlich Musik-Stars aus Genres abseits der elektronischen Musik auftraten, während auf der „Indoor Mainstage“ die Stars der EDM-Szene zu sehen waren. Die „Zombie Stage“ war in diesem Jahr die dritte große Stage. Sie versorgte alle Hardstyle-Fans mit Musik. Neben diesen drei großen Bühnen gab es unter anderem noch die Pool Stages. Dort konnte sich an den heißen Tagen (und die waren zweifellos vorhanden) eine Abkühlung gegönnt werden, während man sich von der Musik berieseln ließ. An den anderen kleineren Stages konnten die Besucher zu verschiedenster elektronischer Musik feiern. Interessant war vor allem noch der „Club Music Circle“, der sich auf den Fluren der Arena niederließ und auf dem es die verschiedensten Bühnen gab. Für die nötige Entspannung war mit Hilfe von vielen Sitzgelegenheiten auf den freien, grünen Wiesen auch gesorgt. Zudem gab es natürlich auch noch die Sitzplätze in der Arena. Beeindruckend war auch wieder der im letzten Jahr eingeführte „Walk of Fame“. Dort waren alle bekannten Acts, die jemals auf dem WCD aufgetreten sind auf riesigen Bannern zu sehen. Neben den weißen „WORLD CLUB DOME“-Buchstaben im Stil des Hollywoodschriftzugs auf einer Erhebung, war der „Walk of Fame“ der perfekte Ort für die Leute, Fotos für ihre Social-Media-Kanäle zu machen. Direkt neben dem „Walk of Fame“ befand sich der Helikopter Landeplatz, auf dem die Stars mit dem Helikopter landeten.

WORLD CLUB DOME 2019


Motto

Zum zweiten Mal hatte der größte Club der Welt ein Motto. „Space“ lautete das Motto in diesem Jahr. Die Umsetzung des Mottos in diesem Ausmaß war aber nur durch die Zusammenarbeit vom Veranstalter BigCityBeats und der ESA (Europäische Weltraumorganisation) möglich. Beeindrucken konnte vor allem die Rakete auf der „Indoor Mainstage“. Die maßstabgetreue Nachbildung der „Ariane 1“-Rakete wurde zu Anfang von Armin van Buurens Set am Freitag enthüllt. Nach der Enthüllung, Armin van Buurens Set und dem Closing durch Marshmello waren bei der „Space Opening Ceronomy“ sogar Astronauten auf der Bühne zu sehen. Zudem waren auf dem gesamten Festivalgelände „Stormtrooper“ verteilt, mit denen Fotos gemacht werden konnten. Nervig hingegen waren die Videos, die in den Pausen zwischen den Auftritten der verschiedenen Acts liefen. Zu sehen waren in diesen Astronauten, Forscher etc., die über das Verhältnis von Weltraum und Musik sprachen. Die Sequenzen schienen bei den meisten Leuten nicht gut anzukommen, sodass zwischen den Sets eine Menge Menschen nach Draußen strömten. Das Motto wurde demnach umgesetzt und wirkte an einigen Stellen durchaus beeindruckend, jedoch bleibt die Angemessenheit des diesjährigen Mottos fragwürdig, da ein direkter Zusammenhang zur Musik nur bedingt hergestellt werden konnte.

WORLD CLUB DOME 2019


Die Preise - Tickets, Essen & Getränke

Schon einige Tage vor dem Start des Mega-Events waren alle 180.000 Tickets verkauft. Wer jedoch schnell genug war, konnte für 139 Euro drei Tage lang feiern. Für satte 282 Euro bekam man an allen drei Tagen Zugang zu den VIP Bereichen. Die Preise sind zwar schon recht hoch, aber dafür bekam man mit 25 Stages und Top-Acts aus allen Genres vergleichsmäßig auch sehr viel geboten. Essen und Getränke wurden mit einer „Club Cash Card“ bezahlt. Diese konnte man an vielen verschiedenen Ständen auf dem ganzen Gelände gegen zwei Euro Pfand erwerben und immer wieder neu aufladen. Übergebliebenes Guthaben konnte entweder vor Ort oder eine Woche nach Ende des Events bequem online zurückerstattet werden. Dieses System ist wesentlich besser und übersichtlicher als das übliche System mit Tokens und anderweitigen Währungen: ein klarer Pluspunkt für den WCD. Die Getränkepreise waren durchschnittlich hoch. Der Preis für 0,4l Bier lag zum Beispiel bei 4,50 Euro und 0,5l eines nicht alkoholischen Getränkes (Wasser, Cola etc.) bekam man für um die 4 Euro. Mit Essen versorgt wurde man von diversen Foodtrucks. Von Pizza, über Nachos und Brezeln bis hin zu Pommes und Burger gab es so ziemlich alles Wünschenswerte.


Die Auftritte – Vielfalt auf dem WCD: ein Vor- oder Nachteil?

Auch wenn wir das Festival leider nur am Sonntag besuchen konnten, wollen wir euch jetzt kurz und knapp unsere Eindrücke zu den, unserer Meinung nach, wichtigsten Sets (des Sonntags) schildern.

Don Diablo: Aufgrund einer Verschiebung des Zeitplans legte der 36-Jährige schon eine Stunde eher als geplant auf. Wodurch wir leider auch in diesem Jahr unser Interview mit dem Star-DJ nicht machen konnten. Das tat der Stimmung in der Arena jedoch nichts zur Sache. Während des Auftritts des Niederländers füllte sich die Arena am Sonntag erstmals vollkommen. Der Star-DJ begann sein Set mit seinem eigenen Song “You’re Not Alone“. Anschließend folgten viele seiner eigenen Future-House-Hits, wie “Heaven To Me“ oder auch “Anthem (We Love House Music)“. Auch viele seiner Remixe zu bekannten Charthits waren zu hören. Neben seinen eigenen Liedern spielte er natürlich auch viele Tracks von seinem eigenen Label HEXAGON. Natürlich durfte auch ein Song von Avicii im Set des 39-Jährigen nicht fehlen, weshalb er kurz vor Ende seines Auftrittes “Without You“ spielte. Bevor er sein Set mit seinem Hit “Survive“ beendete, gab es noch eine neue Nummer vom Niederländer zu hören. Über die Nummer, die VCATION featuret, berichteten wir schon vor einigen Wochen als wir über die neuen IDs der Star-DJs sprachen. Doch da trug die Produktion noch den Namen “Like I Do“, während sie diesmal unter dem Titel “The Same Way“ angekündigt wurde. Unabhängig vom Namen des Songs, können wir uns auf jeden Fall auf das Release dieser Single freuen.

 

Dimitri Vegas & Like Mike: Nach Don Diablo waren dann Dimitri Vegas & Like Mike am Start. Bei ihrem Auftritt war das Stadion dann endgültig voll und die Stimmung war wohl auf dem absoluten Höhepunkt. Mit einigen EDM-Klassikern brachten die beiden Jungs die Menge zum Toben. Neben ihren eigenen Produktionen spielten sie unter anderem die zwei Klassiker “Bohemian Rhapsody“ und “We Are The Champions“ von Queen, “Girls Just Want To Have Fun“ von Cyndi Lauper oder auch “Dragostea Din Tei (Brennan Heart Remix)“ von O-Zone. Neben diesen Klassikern war aber auch der aktuelle Hit “Old Time Road (Remix)“ zu hören. Besonders stimmungsvoll wurde es dann bei ihrer unveröffentlichten Kollaboration mit Quintino “Liberté“, vor der sie alle aufforderten ihre Shirts auszuziehen. Zuvor eskalierte die Stimmung bereits bei ihrer Zusammenarbeit mit W&W “Crowd Control“. Mit “Put Ya Fucking Hands Up“ beendete das Duo ihren Auftritt nach knapp einer Stunde.

WDC2019

David Guetta: Nach den Sets von Don Diablo und Dimitri Vegas & Like Mike gab es für Guetta eigentlich nichts mehr zu toppen. Doch der Franzose schaffte es die Stimmung auf dem Höhepunkt zu lassen und konnte mit einer Kombination aus Chart-Hits aus der jüngsten Vergangenheit, eigenen Hits, unveröffentlichten Singles und Klassikern begeistern. Mit “Never Be Alone“, einer noch nicht erschienenen Nummer des Franzosen, startete er sein fast einstündiges Set. Anschließend sorgte er mit “Titanium“ für richtige Stimmung, die er mit Songs wie “When Love Takes Over“ oder auch einem Remix zum Festival-Hit “Losing It“ aufrechterhielt. Anschließend folgten vor allem Festival Banger und Hits, die jedem bekannt sind. Im Endeffekt fand er die perfekte Kombination aus Party-Tracks und Songs zum Mitsingen. Abgeschlossen wurde sein Auftritt durch “One More Time vs. Dirty Sexy Money“ (Daft Punk & Zedd vs. David Guetta, Afrojack, Charli XCX & French Montana).

WDC2019

Capital Bra: Zum Schluss wollen wir noch auf den wohl umstrittensten Auftritt eingehen. Die Headliner waren in diesem Jahr nämlich neben den Star-DJs auch Stars aus anderen Musikrichtungen. Denn neben der Indoor Mainstage, auf der die Stars der EDM-Szene performten, gab es ja erstmals auch noch die Outdoor Mainstage. Dort traten in erster Linie Pop-Artists und Deutsch-Rapper auf. Vor allem die Auftritte der Deutsch-Rapper sorgten schon im Vorhinein für Aufregung und großen Trubel. Viele waren verärgert über die bevorstehenden Auftritte von Capital Bra und Co. Doch anscheinend wollte doch jeder einmal Deutschlands bekanntesten Act (Capital Bra) sehen, denn die Outdoor Mainstage füllte sich vor seinem Auftritt ziemlich schnell. Um es mit den Worten eines neben uns stehenden Gastes zu sagen: „Dafür, dass sich so viele über Capital Bras Auftritt aufgeregt haben, sind hier aber ganz schön viele“. Auffällig war, dass sich die Bühne nach den ersten Liedern schnell leerte. Vor allem als er für kurze Zeit von Samra abgelöst wurde, der zwei eigene Lieder performte, um dann anschließend als Joker Bra wieder aufzutauchen, gingen viele. Wir gehörten zu diesen Leuten. Der Start seines Auftrittes war jedoch nicht schlecht und Capital Bra konnte die breite Masse mit seinen Chart-Hits auch gut unterhalten. Sein Auftritt als Joker Bra war dann aber vielen doch zu asozial. Zu kritisieren gibt es bei seinem Auftritt aber noch die Übergänge zwischen den Tracks, die verdammt abrupt und schlecht waren.

WORLD CLUB DOME 2019 Capital Bra


Fazit

Der diesjährige WORLD CLUB DOME war allen in allem ein Erfolg. Es wurde wieder ein neuer Besucher-Rekord geknackt und die Stimmung war grandios. Das Motto wurde zwar nur in gewissem Maße gut ausgewählt und umgesetzt, aber war an einigen Stellen durchaus beeindruckend. Viel wichtiger sind jedoch die Auftritte und die haben uns beinahe alle aus dem Häuschen gehauen. Auch wenn die Diskussion um die Auftritte der Deutsch-Rapper berechtigt ist, sind wir nicht der Meinung, dass diese Auftritte ein riesen Problem für das Festival waren. Wem diese Auftritte nicht gefallen, der muss sie sich ja nicht angucken. Dafür war die Stimmung bei den großen EDM-Acts umso besser. Wir freuen uns auf die folgenden Events von BigCityBeats.

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