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Zahlreiche neue Tracks auf dem Don Diablo-Album

Don Diablo - Future » [Album Review]

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 7 Minuten)

Don Diablo - Future"Future" - das neue Album von Don Diablo.

Für viele EDM-Fans gehört Don Diablo zu den besten und vielseitigsten Produzenten der aktuellen EDM-Szene. Der Niederländer ist schon seit dem Jahr 2002 im Musikbusiness und hat in dieser langen Zeit reichlich Erfahrungen gesammelt. Der Dutch-DJ hat bisher zwei Studio-Alben namens “2 Faced“ (2004) und “Life Is A Festival“ (2008) veröffentlicht, jedoch hatte der sympathische Produzent damals noch keinen Namen. 2017 erschien das neue Album “Past. Present. Future“, das sich aber nur wie ein Rückblick der vergangenen Jahre hören ließ. Seit Jahren hat der Niederländer ein erstes wirkliches Studio-Album im zeitgemäßen Don-Diablo-Style in Arbeit. Das Veröffentlichungsdatum des neuen Albums “Future“ ist der 09. Februar 2018 via Hexagon Records. Wir haben uns die 16 Tracks des Albums angehört und ziehen ein Fazit. Bevor auf die einzelnen Songs genauer eingehen, haben wir die offizielle Tracklist parat.

Future – Tracklist:

01. Back To Us (feat. Mike Waters)
02. Everbody’s Somebody (feat. BullySongs)
03. Put It On For Me (feat. Nina Nesbitt)
04. Give Me Love (feat. Calum Scott)
05. Higher (feat. Betty Who)
06. Take Her Place (feat. A R I Z O N A)
07. Head Up (feat. James Newman)
08. Bright Skies (The Bit U Know) (feat. Miles Graham)
09. Found You (feat. BullySongs)
10. Reflections
11. You Can’t Change Me
12. Don’t Let Go (feat. Holly Winter)
13. Killer (feat. Dave Thomas Junior)
14. People Say (feat. Paije)
15. Satellites
16. Echoes


Future – Fünf veröffentlichte Singles & elf unbekannte Tracks

Das langersehnte Album “Future“ setzt auf extrem viele unveröffentlichte Tracks aus dem Studio von Don Diablo. Der Niederländer leitet mit dem Track “Back To Us“ seinen brandneuen Long-Player ein. Die Zusammenarbeit mit dem australischen Musiker Mike Waters kommt mit einem relativ deepen Future-House-Style daher. Die markante Stimme des Sängers wird von einem typischen Instrumental begleitet und leitet zu einem temporeichen Drop über. Der Drop geht in den Bereich Future-House-Bereich von Zonderling. Das Sound-Design und die Melodie gestalten den Einstieg in das Album positiv. Danach geht es mit einem der besten Tracks des Albums weiter. “Everybody’s Somebody“ entstand zusammen mit dem Ausnahmetalent BullySongs, der bereits die Vocals für die Single “What We Started“ eingesungen hat. Seine Vocals leben von einer mitreißenden Freude, die der Sänger beim Singen versprüht. Zusammen mit einem überragenden Future-Trap-Drop á la “Children Of A Miracle“ ergibt das eine überzeugende Gute-Laune-Nummer

Tracknummer 3 trägt der Titel “Put It On For Me” mit der unbekannten Singer-Songwriterin Nina Nesbitt. Schon nach wenigen Sekunden fällt einem die düstere Atmosphäre auf, die durch die Vocals und das Instrumental erzeugt wird. Auch wenn der Drop ein bisschen mehr Freude ins Spiel bringt, kann er mit einem dunklen, trägen Future-House-Style nur teilweise überzeugen. Der vierte Track “Give Me Love“ ist eine Zusammenarbeit mit dem britischen Sänger Calum Scott, der durch eine ungewöhnlich hohe Stimme auffällt. Die Vocals gehen in eine emotionale Richtung. Der Drop setzt auf einen altbekannten Sound von Don Diablo, der durch eine ungewöhnliche Melodie aus der Menge heraussticht. Das erste Track-Quintett beenden Don Diablo und Betty Who mit der Produktion “Higher“. Schon während der hohen, anspruchsvollen Vocals fällt einem das besondere Instrumental auf. Der Drop zeigt sich dann erneut von einer Zonderling-Seite. Tolle Melodie und großartiges Sounddesign.


Viele Zusammenarbeiten mit unbekannten Musikern

An der sechsten Stelle steht die erste Single-Auskopplung dieser eindrucksvollen Tracklist. Die Single “Take Her Place“ in Zusammenarbeit mit A R I Z O N A erschien bereits am 27. Oktober 2017. Die Dance-Pop-Single fokussiert sich auf die gefühlvollen Vocals. Der Drop wurde pop-lastig gestaltet und hebt sich durch einen ungewöhnlichen Nachhall ab. Darauf folgt mit “Head Up“ der nächste unbekannte Track von “Future“. Der Ministry-of-Sound-Artist James Newman singt die Vocals des Songs. Der Sänger gibt dem Track mit einer ungewöhnlichen Stimme eine eigene Note, die sich spätestens mit dem langen Build-Up und dem club-tauglichen Drop bestätigt. Der Drop setzt auf einen Future-House-Style in Richtung “Momentum“. Eine Future-House-Eskalation vom Feinsten.

Der achte Track lautet “Bright Skies (The Bit U Know)”. Den Sänger Miles Graham kennen einige noch von dem gemeinsamen Song “1994“. Die Vocals machen hierbei auch sehr auf sich aufmerksam, wobei der ungewöhnliche Vor-Drop noch eine Stufe daraufsetzt. Er klingt seltsam, da sich die Future-House-Elemente mit Vocal-Chops paaren. An neunter Stelle befindet sich der Song “Found You“. Zum dritten Mal verwendet Don Diablo die Vocals von BullySongs, welcher es immer wieder schafft die Tracks positiv zu beeinflussen. Der Gesang macht gute Laune und der Drop fällt durch Cuts auf. Er besteht aus Vocal-Chops, die an einigen Stellen geschnitten sind. Dieser Style ist neu, aber man mag gerne Weiteres davon hören. Der zehnte Song ist die erste Produktion auf dem Album, die ohne einen Featuring-Artist auskommt. “Reflections“ ist ein sehr atmosphärischer Track mit verzogenen, düsteren Vocals und einem Drop, der erneut in die Richtung von Zonderling geht. Wem eine eher düstere Atmosphäre gefällt, der wird hier seinen Spaß haben.

Zum Abschluss bekannte Songs wie “Don’t Let Go“

Zum Ende hin präsentiert Don Diablo mehrere Songs, dessen Releases bereits stattgefunden haben. An elfter Stelle steht eine relativ aktuelle Single namens “You Can’t Change Me“. Die Neuauflage des alten, gleichnamigen Songs kann mit einem weiteren Male Zonderling-Sound punkten. Danach folgt mit “Don’t Let Go“ eine ältere Single, die mit einem ruhigen Style daherkommt. Die Vocals bestehen aus dem Gesang eines unbekannten Sängers und der Sängerin Holly Winter. Mit Vocal-Chops im Drop schafft es die Nummer, dem Hörer ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die wohl tiefgründigste Produktion auf dem Album ist “Killer“ mit Dave Thomas Junior (Sänger von “Silence“). Die Vocals sind deutlich emotionaler als in der Original-Version. Der Drop setzt wieder auf Vocal-Chops, die eine solide Future-House-Melodie entstehen lassen.

Die aktuelle Single “People Say“, die momentan in Don Diablos Heimat für eine Menge Aufsehen sorgt, trägt die Titelnummer 12. Zusammen mit Paije ist eine ungewöhnliche Nummer entstanden, die durch einen kraftvollen Trap-Drop den Hörer überzeugt. Die kraftvollste Nummer des Albums sollte man definitiv gehört haben. Beim 15. Track “Satellites“ wagt sich Don Diablo in neue Gebiete. Drum & Bass steht an dieser Stelle im Fokus. Zum Abschluss hat der Niederländer eine Single-Auskopplung parat, die für ein Videospiel produziert wurde. Es ist keine normale Single, sondern ein kleines Extra, welches nicht mit der höchsten Produktions-Klasse prahlen kann.


Fazit

Das neue Studio-Album “Future“ von Don Diablo ist eine gelungene Mischung aus verschiedenen Genres, das einen Platz unter den besten EDM-Alben des Jahres 2018 sicher hat. Don Diablo beweist mit dem Album, dass er kein durchschnittlicher Future-House-Produzent ist, sondern dieses Genre mit anderen Einflüssen wie Deep House, Drum & Bass und Trap erfolgreich vermischen kann. Viele Songs auf dem Album lassen sich dem Sound-Design von Zonderling zuordnen, was durchaus überraschend ist, da man ihn in solch einem Stil bislang nicht gehört hatte. Generell sind die meisten Songs ziemlich düster und deep gestaltet worden. Die Highlights dieses Albums sind die Tracks “Everybody’s Somebody“ und “Killer“, die einen Don-Diablo-Fan positiv überraschen werden. Man kann auf die weitere Entwicklung von Don Diablo gespannt sein. Dieses Album war sicherlich nicht das, was viele Leute erwartet hatten.

 

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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