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Ultra Music Festival: Die Entwicklung der Mainstage

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 6 Minuten)

Ultra Music Festival: Die Entwicklung der MainstageDie Entwicklung der Mainstage des Ultra Music Festivals.

Jedes Jahr öffnen die größten Musikfestivals dieser Welt ihre Tore, um Zehntausende von Fans in ihrem wohl bestmöglichen Urlaub willkommen zu heißen. Welche Faktoren machen Festivals so attraktiv? Ist es das Line-up? Sind es die Besucherzahlen? Ist es die Anzahl an vertretenen Nationen? Oder vielleicht doch die Genres? Eins ist jedenfalls sicher, ohne Bühne geht gar nichts! Da Festivals wie das Tomorrowland in Belgien über mehr als zehn verschiedene Spielstätten verfügen, werden wir uns in dieser Reihe auf die Mainstages konzentrieren. Hier legen die größten Acts vor den meisten Gästen auf. Sie bilden das Herzstück einer jeder Veranstaltung dieser Größenordnung. In der ersten Ausgabe werden wir das legendäre Ultra Music Festival in Miami behandeln.

Wie alles begann…

1993 hörte Russell Faibisch das aktuelle Album “Ultra“ von Depeche Mode. Zeitgleich wollte er mit seinem guten Freund Alex Omes ein Festival gründen, „das umittelbar am Stand einer großen Stadt stattfinden würde.“ Gesagt, getan. Allerdings dauerte es sechs Jahre, bis 1999 das Ultra Music Festival erstmals das Licht der Welt erblickte. Mit einem für ein Debut beeindruckenden Line-up punkteten die Veranstalter bei den Besuchern, doch das rettete sie nicht vor einem finanziellen Verlust, der in die Zehntausender ging.

Trotz dieses Rückschlags wollten die Jungspunde nicht aufgeben und gaben sich an die Planung der Milleniums-Ausgabe im Jahr 2000. Nach mehreren Ortswechseln, aber einem stetigen Wachstum, fand Ultra im Bayfront Park ein Zuhause. Da nur wenige Aufnahmen der ersten Jahre vorliegen, werden wir uns in diesem Artikel auf die Mainstages ab 2013, dem Boom des EDM-Genres, fokussieren.


2013

Ab diesem Jahr begann eine neue Zeitrechnung für das Ultra Music Festival. EDM war plötzlich keine Nischenmusik mehr, die fälschlicherweise als „Techno“ abgestempelt wurde, sondern ein globales Phänomen. Aviciis “Levels“, Martin Garrix mit seinem Megahit “Animals“ und DVBBS mit “Tsunami“ holten den Sound der Clubs auf die Handys und in die Spotify-Playlisten der Menschen. Den Stage-Designern des UMFs war klar: Jetzt muss etwas Spektakuläres her – und das kam auch!

Mit einem überdimensionierten „U“, dem Logo der Veranstaltung, als höchste Stelle der Bühne und bis dato ungewöhnlich viel LED-Konstruktionen brannte sich die Bühne in die Festplatten der Besucher und Fans rund um die Welt. Hier spielte der kürzliche verstorbene Star-DJ Avicii das erste Mal Tracks seines kommenden Erfolgsalbums “True“. Den Gästen ist in Videos auf YouTube noch heute die Verwunderung über die Kreuzung von Country und EDM in den Gesichtern abzulesen.

Auffällig ist die geringe Menge an LED-Panels („Video-Leinwänden“). Als Special waren neben dem DJ-Booth LED-Quader im Boden verbaut, die passend zur Musik hoch- sowie runterfuhren. In vollem Glanz erstrahlte das Konstrukt beim (vorerst) letzten Auftritt der Swedish House Mafia. Pyrotechnik wurde verwendet, steht jedoch in keinem Verhältnis zur massenhaften Verwendung heutzutage.

UMF 2013


2014

Die Entwicklung zu jenem Jahr war mehr als erstaunlich. Der Eventtechnik-Markt hatte sich für den Bedarf an Lichttechnik bei insbesondere EDM-Events neuerfunden. Wo man auch hinguckte, die Stage war völlig in LED-Panels eingehüllt. Das Ultra-„U“ wurde proportionaler zum Rest gestaltet und bemalte farbenfroh den Nachthimmel von Miami. Pyrotechnisch war ebenfalls ein deutliches Upgrade zu sehen. CO2-Jets erhielten einen höheren Stellenwert und auch Flammenprojektoren trieben die Temperaturen im sonnigen Florida in die Höhe.

UMF 2014


2015

Über das Design des Jahres 2015 streiten sich die Geister. Einige weisen es als klarer Spitzenreiter aus, andere sprechen von einem Totalausfall. Am besten ist das Konzept wohl als „mehrere TV-Bildschirme zusammengeheftet“ zu beschreiben. Das wird zwar jeden VJ freuen, da so bspw. Lyrics sehr eindeutig zu lesen sind, wirkt aber auch für manche einfallslos. Jeder Screen war curved und hob den DJ-Booth, wie man es von Ultra-Stages gewohnt ist, gebührend hervor. Seltsam wirkte vor allem die unfertig wirkende Front des Booths. Gerüchte besagen, bei der Anlieferung eines weiteren LED-Panels seien Probleme aufgetreten, weswegen die unschönen Traversen sichtbar waren.

UMF 2015

Hier feuerte Martin Garrix sein legendäres Set mit Gast-Auftritt von u.a. Usher ab. Einige technischen Komplikationen bereiteten den Veranstaltungstechnikern schlaflose Nächte (z.B. LED-Panne zu Beginn von Garrix Set). Der Aftermovie des besagten Jahres gilt als die beste Arbeit von Final Kid. Dieser Herr schneidet und produziert die Rückblicke für Ultra.


2016

Das wohl beste Bühnenbild wurde uns 2016 geboten. Das unfassbar innovative Licht-Monstrum sticht sofort ins Auge und war Zeuge des Überraschungsauftritts von Pendulum.  Dafür musste erneut ein Teil der Stage zügig umgebaut werden. Visuals wie zu Hardwells & Blasterjaxx Nummer “Going Crazy“ (Video existiert auf YouTube) waren Augenschmäuse der Extraklasse. Die Anordnung der schmalen LED-Bahnen zogen den Zuschauer förmlich in ihren Bann. Insgesamt wirkte das Bild stimmig ohne unsaubere Lücken.

UMF 2016


2017

Nachts durchaus ansehnlich fragte man sich tagsüber, wer sich diese Konstruktion ausgedacht hat. Frei hängende LED-Bögen zierten die das Design der Stage von 2017. Mittig befand sich ein LED-Streifen, der nicht richtig an die „Bögen“ anschließen wollte. Insgesamt wirkte das Ganze wie eine billige Kopie von 2014 – in schlechter. Zu viel war vom Backstage-Bereich zu sehen. Auf YouTube existiert ein Rip einer Programm-Datei, mithilfe wessen Bühnen dieser Größenordnung visualisiert werden, da Ausprobieren zu gefährlich und kostspielig wäre. Es ist Ansichtssache, ob diese Version nun tatsächlich besser gewesen wäre.

UMF 2017


2018

Dieses Jahr stellte das 20. Jubiläum für das Ultra Music Festival dar. Diesmal musste etwas Außergewöhnliches her. Es war eine schier unmögliche Aufgabe, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Als Ergebnis präsentierte sich ein Design, das hauptsächlich aus einem überdimensionalen Screen bestand. Im Grunde genommen wirkte es, als gucke man auf einen sehr, sehr, sehr großen Fernseher. Allgemein scheint der Trend hin zu einfachen Konzepten zu gehen, die freie Sicht auf das visuelle Geschehen garantieren. Auch Dimitri Vegas & Like Mikes Mega-Konzertreihe „Bringing The Madness“ featurte beim fünften Bestehen eine solches Prinzip (wir berichteten). Stumpf ist eben trumpf.

Von den Gästen und Zuschauern weltweit wurde die Idee jedoch als sehr lieblos bewertet. Das Lichtspektakel war natürlich beeindruckend, doch das Tomorrowland schafft es, rein durch Kulisse zu punkten. Diese verfolgen allerdings eine andere Philosophie, auf die wir in einer nächsten Ausgabe eingehen werden.

UMF 2018
 

Fazit: Das legendäre Ultra Music Festival bot über den Zeitraum seines 20-jähriges Bestehen eine Vielzahl an Mainstages. 2016 sticht durch sein innovatives Bühnenbild heraus. Pyrotechnisch halten sich die Konzepte seit 2014 die Waage. Letztendlich bleibt es eine subjektive Entscheidung, welche Stage denn jetzt der persönliche Favorit ist. Wir sind gespannt auf kommende Stages, aber auch auf eure Meinung zu diesem Format!

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    M A · Vor 4 Monaten
    Klasse Format von euch ich persönlich finde jz keine Mainstage von ultra richtig besonders es ist schon nett jedes Jahr zu sehen wie sie aussieht aber für mich fehlt bisschen Kreativität in das Bühnen Bild weil immer nur LEDs rein klatschen ist jz nicht immer schön für mich da muss mehr sein aber wie gesagt jeder hat seine Meinung und es ist schon interessant wie sie aussieht aber nur LEDs ist halt für mich nicht immer toll an zu sehen:)
  • This commment is unpublished.
    Johannes · Vor 4 Monaten
    Cooles neues Format. Die 2016 Mainstage ist mein Favorit.
  • This commment is unpublished.
    DJ domaz · Vor 5 Monaten
    Hammer Artikel, bitte schnell mehr davon! <3

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Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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