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Musikalischer Jahresrückblick

Robin Schulz: Das waren seine Tracks 2017

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Robin SchulzRobin Schulz

Robin Schulz gehört zu den erfolgreichsten Produzenten Deutschlands. Der Osnabrücker stand mit “Waves“, “Prayer In C“ und “Sugar“ bereits dreimal an der Spitze der deutschen Single-Charts. Wenn der Produzent eine Single veröffentlicht, kann man davon ausgehen, dass diese auch einschlägt. In diesem Jahr hat Robin Schulz sein drittes Studio-Album “Uncovered“ veröffentlicht und versucht an die Album-Erfolge “Prayer“ (Platz 7) und “Sugar“ (Platz 3) anzuknüpfen. Neben einigen Single-Auskopplungen vom Album erschienenen zahlreiche hochkarätige Remixe für Artists wie David Guetta oder Ed Sheeran. Wir wollen uns im Folgenden genauer anschauen, wann der DJ was veröffentlicht hat und wie seine Singles in 2017 eingeschlagen sind.

Robin Schulz feat. James Blunt – OK (Mai)

Das Jahr 2017 von Robin Schulz begann sehr spät. Die ersten fünf Monate arbeitete der Produzent im Studio an seinem neuen Album und hat wenig Zeit für Veröffentlichungen gefunden. Am 18. Mai war es dann endlich soweit. Er veröffentlichte die erste Single im Jahr 2017 und damit gleich mal eine Riesenkollaboration. Für seine erste Nummer hat sich der Deutsche niemand Geringeren als den weltbekannten Popstar James Blunt ins Studio geholt. Das Ziel des Songs war von Anfang an klar: “OK“ soll DER Sommerhit 2017 werden. DER Sommerhit 2017 wurde zwar “Despacito“, doch auch Robin Schulz Nummer “OK“ zählt zu den größten Sommererfolgen. Im Fokus stehen bei diesem Song die gelungenen Vocals von Blunt sowie der ungewöhnlich sommerliche Drop von Schulz. Nicht umsonst einer der größten Hits 2017!



David Guetta feat. Justin Bieber – 2U (Robin Schulz Remix) (Juli)

Einen weiteren Sommerhit stellten in diesem Jahr David Guetta und Justin Bieber mit “2U“ dar. Die Mega-Kollaboration hielt den Riesenerwartungen stand und stürmte die weltweiten Single-Charts. Da Robin Schulz und David Guetta gute Freunde sind und auch bereits zusammengearbeitet haben (“Shed A Light“ mit Cheat Codes), bat David Guetta seinen Kollegen um einen Remix für seine Single “2U“. Robin Schulz setzte sich ins Studio und veröffentlichte jenen interessanten Remix im Juli 2017. Das Intro des Remixes erinnert an einen Future-House-Track, doch im Drop setzt man mehr auf Deep House. Die Vocals wurden größtenteils erhalten. Das Build-Up wurde sehr deep gestaltet und leitet einen basslastigen Drop ein. Coole Neuinterpretation des Sommerhits von David Guetta und Justin Bieber.



Robin Schulz & HUGEL – I Believe I’m Fine (September)

Im Sommer ging es dann so langsam auf die Veröffentlichung des Albums “Uncovered“ zu, wofür sogar die Tour in Deutschland zum Teil um ein Jahr verschoben wurde. Nach “Shed A Light“ und “OK“ erschien am 08. September 2017 die nächste Single-Auskopplung namens “I Believe I’m Fine“. Der Song feierte seine Premiere beim Tomorrowland 2017 und wurde daraufhin von den EDM-Fans extrem gehypet. Nur wenige Monate später erschien der Song dann auch als Single. “I Believe I’m Fine“ war eine Kollaboration zwischen Robin Schulz und dem französischen Produzenten HUGEL. Mit dieser Nummer wagt sich Robin Schulz das erste Mal in den Bereich des Future Pop á la The Chainsmokers und entfernt sich vom Deep House. Eine Weltklasse-Nummer, die zwar bei den EDM-Hörern grandios ankam, doch beim Mainstream nicht eingeschlagen konnte.



Robin Schulz feat. Marc Scibilia – Unforgettable (September)

Am 28. September erschien dann das langersehnte Album “Uncovered“. Am Tag des Releases koppelte Robin Schulz gleichmal die Single “Unforgettable“ vom Album aus. Mit dieser Nummer geht Robin Schulz zurück in den Standard-Deep-House-Bereich. Für die Vocals war Sänger Marc Scibilia verantwortlich, der mit seiner dunklen Stimme die düstere Atmosphäre des Songs perfekt stützt. Die Vocals klingen bei diesem Track wirklich gut. Auch der Drop kann was, wobei man sagen sollte, dass dieser Style vielleicht mittlerweile einfach zu ausgelutscht ist, um damit Erfolg zu feiern. In den Single-Charts zündete die Scheibe jedenfalls nicht. Dennoch war “Unforgettable“ mit den spannenden Vocals keine schlechte Nummer.



Robin Schulz – Uncovered (Album) (September)

Am gleichen Tag erschien das 2017er Album “Uncovered“ von Robin Schulz. Man merkt bei diesem Album, wie viel Arbeit der Osnabrücker in dieses Werk investiert hat. Neben einem typischen Intro und Outro umfasst das Album 16 Tracks, was für einen EDM-Act erstaunlich viele sind. Die fünf Singles “Shed A Light“, “OK“, “I Believe I‘m Fine”, “More Than A Friend” und “Unforgettable” waren bereits Single-Auskopplungen, jedoch bietet uns Robin Schulz sehenswerte elf brandneue Songs. Stilistisch gibt es bei den neuen Songs keine Überraschungen. Schulz verwendet durchgängig seinen üblichen Deep-House-Style.

Der erste neue Track lautete “Oh Child“ und sorgt bei dem Hörer durch die interessanten Vocals für einen absoluten Ohrwurm. Weiter ging es mit einem Track namens “Fools“ mit Aalias und IRO, der durch die ungewöhnliche Stimme des Sängers auffällt. Dieser Track kam ohne Drop aus. Danach folgte mit “Like You Mean It“ (mit Rhys) ein Song, der auf dem Tomorrowland 2017 Premiere feierte. Er zählt zu den besten Songs des Albums, da sowohl die Vocals als auch der Drop vollkommen überzeugen können. An achter Stelle des Albums stand “Naked“ mit Sam Martin. Eine solide Deep-House-Nummer mit Vocal-Chops im Drop. Danach folgen vier Solo-Tracks aus dem Hause Schulz. Der erste Track “Above The Clouds“ kommt ohne Vocals daher und macht daher weniger Freude als die anderen Songs.

Die Tracknummer 10 trägt “Higher“. Der Song besticht durch tiefsinnige Vocals und einem feinen Klavier-Instrumental. Der nächste Track lautet “Love Me A Little“ und ist ähnlich tiefsinnig. Der Song geht ans Herz und überzeugt mit einer gesunden Mischung aus Vocals und Deep House. Bevor man weitere Single-Auskopplungen zu Hören bekommt, befindet sich dort die Nummer “Tonight And Every Night“, die insbesondere durch die schöne Botschaft des Songs auf sich aufmerksam macht. Zum Schluss folgen mit “Ha Leh Lou Ya“, “Sounds Easy“ und “Un Sueno“ drei schwächere Tracks. Ansonsten ist das Album bei den Deep-House-Hörern gut angekommen, jedoch konnte es im Mainstream keinen Erfolg verbuchen. Schade eigentlich, da es durchaus Potenzial hat.



Dimitri Vegas & Like Mike vs. David Guetta feat. Kiiara – Complicated (Robin Schulz Remix) (Oktober)

Der Remix zur “2U” von Justin Bieber blieb nicht die einzige Zusammenarbeit mit Guetta im Jahr 2017. Einen Monat nach der Veröffentlichung seines Studio-Albums “Uncovered“ folgte ein weiterer Remix für David Guetta. Das zweite Remix-Pack der Single “Complicated“ von Dimitri Vegas & Like Mike, David Guetta und Kiiara kam relativ spät, aber brachte so einige Kracher mit sich. Zu diesen gehört auch der Remix von Robin Schulz, der nicht nur durch seinen Style, sondern auch durch die Qualität hervorsticht. Der Anfang dieses Remixes erinnert an seinen ersten Hit “Waves“, doch das ändert sich mit der Zeit. Die Vocals wurden an einigen Stellen abgeschnitten und der Drop geht klar in Richtung Future House. Da hat sich Herr Schulz in ein neues Gebiet gewagt.



Ed Sheeran – Perfect (Robin Schulz Remix) (November)

Einen Monat später erschien der nächste Remix von Robin Schulz. Dieses Mal hat sich der Produzent einen Mainstream-Erfolg genommen und überarbeitet. Schulz hatte die Ehre, für Ed Sheeran einen Remix anzufertigen. Der Weltstar stürmte mit “Perfect“ zum Ende des Jahres die internationalen Charts. Robin Schulz hatte die Aufgabe den ruhigen Balladen-Gesang des Originals mit seinen Deep-House-Klängen zu kombinieren. Dies ist ihm gut gelungen. Die Vocals sind von verschiedenen, ruhigen Klängen unterlegt und harmonieren überraschend gut. Der Remix hebt die Stimmung des Originals nicht auf, hat aber trotzdem eine ganz eigene Atmosphäre. Die traurige Botschaft des Songs bleibt bestehen. Ein solider Remix für einen Weltstar.



CamelPhat & Elderbrook – Cola (Robin Schulz Remix) (Dezember)

Auch im Dezember wurde ein Remix aus dem Hause Robin Schulz veröffentlicht. Am 08. Dezember erschien die Überarbeitung zum Dance-Hit “Cola“ von CamelPhat und Elderbrook. “Cola“ gehört zu den Überraschungshits des Jahres in der Dance-Szene und wurde sogar für den Grammy als „Bester Dance Song“ nominiert. In Großbritannien landete man in den Charts auf Platz 18. In Deutschland ist der Trend kaum zu spüren gewesen. Deshalb wurde der aktuell erfolgreichste deutsche Produzent gebeten, einen Remix anzufertigen. Der Remix trägt ein abgeändertes Instrumental und ein wenig mehr Power im Refrain. Einer dieser soliden Deep-House-Remixe, die meistens an den Leuten einfach vorbeigehen. Mit dem Erfolg in Deutschland ist auch durch den Remix nicht zu rechnen.




Fazit: Im letzten Jahr hatte Robin Schulz seine Deutschlandtour verschoben, weil er an seinem neuen Album arbeiten wollte. Viele Fans sahen dies nur als schlechte Ausrede an, doch man merkt, dass sich Robin Schulz echt viel Mühe gegeben hat. Im ersten halben Jahr kamen keine Singles, da er sich auf sein Album fokussiert hat. Das hat sich dann später mit einem qualitativ hohen Ergebnis ausgezahlt. Jenes konnte zwar keinen riesigen Erfolg verbuchen, doch dafür schlug “OK“ mit James Blunt umso mehr ein. Nebenbei hat sich Robin Schulz mit “I Believe I’m Fine“ und einigen Remixen in neue Gebiete gewagt. Ein gelungenes Jahr 2017 vom DJ-Aushängeschild Deutschlands. Da kann man nur hoffen, dass es nächstes Jahr so weiter geht.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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