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Der Nationalfeiertag als Festival der Superlative

Kingsland 2018 (Twente) » Review

(Geschätzte Lesezeit: 7 - 14 Minuten)

Kingsland 2018Kingsland 2018 in Twente.

Am 27. April 2018 herrschte wieder Ausnahmezustand in den Niederlanden. Die niederländische Bevölkerung feierte auf unzähligen EDM-Festivals ausgelassen den Nationalfeiertag des Königs namens „Konigsdag“. Während einige Veranstaltungen bereits am Vortag in Form einer Kingsnight über die Bühne gingen und in den Nationalfeiertag hineinfeierten, fokussierten sich die meisten Veranstalter und Festivals auf den Freitag. In vielen Teilen der Niederlande fand das sogenannte Kingsland-Festival statt. Amsterdam, Den Bosch, Groningen und Twente präsentierten ein beeindruckenden Line-Up, indem sie sich die größten DJs des Landes sicherten. Wir waren beim Kingsland Twente vor Ort und wollen das gesamte Festival einmal rekapitulieren lassen.

Das Festivalgelände – drei Stages und Zugang zum See

Der erste ausschlaggebende Punkt für die Bewertung eines EDM-Festivals ist das Festivalgelände und die Kulisse des Ganzen. Das Kingsland in Twente (Region im Osten der Niederlande) wählte mit dem See von Oldenzaal (31.000 Einwohner) ein beliebtes Touristenziel aus, das im Sommer zahlreiche Bade-Willige anlockt und mit ihren tollen Bade-Gelegenheiten sowie schöner Natur entzückt. Innerhalb von wenigen Tagen verwandelten die Veranstalter das ruhige Bade-Örtchen in eine beeindruckende Festival-Landschaft mit drei Stages. Der Standort wurde gut gewählt, sodass die Wege von Parkplatz zum Festivalgelände beziehungsweise von einer Stage zur anderen nicht wie eine Ewigkeit erschienen.

Über verschiedene Waldstraßen gelangte man zu einer Vielzahl an Parkplätzen, von denen es schnell zum Haupteingang ging. Hinter dem Haupteingang und den entsprechenden Kontrollen empfingen einen die Locker, in denen man seine Rucksäcke und Jacken einschließen konnte, und die ersten Essensgelegenheiten. Im vorderen Bereich stand auch ein Informationszentrum. Auf der linken Seite befand sich der See, vor dem sich viele Festival-Gänger ins Gras legten und die Sonne genossen. Nebenbei wurde dort sogar Tretbootfahren angeboten. Auf der rechten Seite befand sich die große Mainstage inklusive der VIP-Plätze und des Presse-Bereiches. Durch die zahlreichen Toiletten von der Mainstage abgetrennt, hatte man (vom Eingang gesehen) geradeaus Zugang zur „Tik Tok“-Nebenstage, bei der der Besucher weitere Essens-Möglichkeiten geboten bekam. Auf der linken Seite ging es am Ufer des Sees entlang zur „Spinnin‘ Sessions“-Stage. Neben massenhaft Musik stieß man dort auf andere Aktivitäten sowie weitere Toiletten.

Das Festivalgelände wurde überdurchschnittlich gut ausgewählt. Die Kulisse konnte durch die Natur und den Zugang zum Wasser überzeugen. Der Aufbau und die Einteilung der verschiedenen Orte waren verständlich und nachvollziehbar, sodass man trotz der großen Menge an Leuten nicht den Überblick verlor. Im Bereich der Größte befand sich das Kingsland im Mittelmaß. Der Platz war zwar nicht besonders groß, doch von einem kleinen Gelände kann dennoch nicht die Rede sein. Die Auswahl des Standortes gehörte sicherlich zu den großen Pluspunkten des Kingslands.

Mainstage des Kingsland TwenteMainstage des Kingsland Twente


Die Organisation – konsequente Kontrollen und Securities

Ein weiteres wichtigeres Kriterium für die Bewertung eines Festivals ist die Organisation. Viele Veranstalter machen sich das Festival durch die Organisation verschiedener Dinge kaputt. Beim World Club Dome – Winter Edition kam beispielsweise zu Panikattacken, wegen der Enge auf den Gängen, oder beim Parookaville 2017 führte die Organisation des Parkens zu großem Chaos. Die Organisation des Kingslands übernahm „4PM Entertainment“. In den organisatorischen Angelegenheiten verlief das Kingsland überwiegend reibungslos. Die Stages waren gut gewählt und abgesichert, das Festivalgelände war angenehm besetzt, die Essens- und Getränkeausgaben waren klug platziert, der Bezug zum See war gut geregelt, das Gelände war passend abgezäunt, die Kontrollen und Security-Leute waren konsequent (durchleuchteten nahezu alles und gewährten nur Volljährigen Zugang) und bei Fragen hatte man einen Ansprechpartner.

Das einzige kleine Manko war die Unwissenheit der Mitarbeiter an den Informationszentren. Als wir nach dem Presse-Eingang fragten, wussten die Mitarbeiter keine Auskunft zu geben und es dauerte recht lange, bis man einen Ansprechpartner gefunden hatte. Dann wurde uns mitgeteilt, dass der Presse-Eingang auf der komplett anderen Seite läge und wir mussten einen langen Fußmarsch antreten, um anschließend auf weitere unwissende Securities zu treffen. Schließlich wurde uns geholfen. Abgesehen von diesem kleinen Missgeschick der Mitarbeiter war die Organisation absolut geregelt. Auch die Freundlichkeit der Angestellten (sowohl an der Getränkeausgabe als auch bei Securities) nahm Einfluss auf die positive Bewertung der Organisation.

Erste Hilfe und Ordner neben der MainstageErste Hilfe und Ordner neben der Mainstage


Die Preise – Getränke, Essen und Eintritt

Für die einen wichtiger für die anderen unwichtiger, sind die Preise des Eintritts und der Angebote auf dem Festival selbst. Wir haben die Preise des Eintritts für euch einmal in einer Übersicht zusammengestellt.

Early Bird Ticket: 23,50 €

Regular Ticket: 28,50 €

Late Bird Ticket: 33,50 €

VIP Ticket: 63,50 €

Group Ticket: 142,50 € (5 Personen)

Wenn man die Preise so betrachtet, hat man beim Kingsland angemessene Preise geboten bekommen, die in Bezug auf das Line-Up völlig gerechtfertigt waren. Für 20 bis 30 Euro elf Stunden Festival-Spaß, da kann man sich nicht beklagen. Wie bei einem Festival üblich, wurde auf dem Festivalgelände mit einer internen Währung, den sogenannten „Tokens“, bezahlt. Für zehn Euro erhielt man 3,5 Tokens. Ein Bier oder eine Cola kosteten jeweils ein Token beziehungsweise einen Ice Tea oder einen Energydrink gab es für 1,5 Tokens (alles 0,2 l). Man bezahlte also für ein Bier/eine Cola 2,80 Euro und für einen Ice Tea/Energydrink 4,20 Euro, was für ein Festival noch relativ normal ist. Das meisten Essen bekam man für drei Tokens (8,40 Euro) und eine Runde Tretbootfahren kostete zwei Tokens (5,60 Euro). Alles in allem war das Kingsland-Festival nicht besonders teuer, aber letztlich auch nicht extrem günstig.


Das Line-Up – die größten DJs der Niederlande

In Bezug auf den Preis und generell auf die Bewertung des Festivals sollte man einen Blick auf das Line-Up werfen. Natürlich war das Kingsland-Festival in Amsterdam besser besetzt (Hardwell, Garrix, Diablo…), aber auch das Line-Up beim Kingsland in Twente musste sich nicht verstecken. Die kleinste Stage „Tik Tok“ zeigte sich mit Namen wie GLOWINTHEDARK, Ronnie Flex und Russo. Dort bekam man eine Vielfalt an Musik geboten. Die mittlere Stage „Spinnin‘ Sessions“ hatte schon deutlich größere Name zu bieten. Wie der Titel der Stage bereits verrät, traten dort ausschließlich Acts von Spinnin‘ Records auf. Mike Williams, Mr.Belt & Wezol, Sam Feldt und Zonderling sind schon relativ große Namen, die von kleineren Newcomern wie Trobi oder LVNDSCAPE unterstützt wurden.

TrobiTrobi während seines Sets um 17 Uhr

Im Mittelpunkt stand jedoch natürlich die Mainstage. Das Line-Up der Mainstage war mindestens doppelt so namhaft, wie die beiden anderen Stages. Mal abgesehen von Navarra und Asonn sollte man die weiteren Acts nahezu alle kennen. Selbst ein größerer DJ wie Julian Jordan durfte nur mittags spielen. Auch den Bassjackers und Lost Frequencies war nur der Mittag gewährt. Das Abendprogramm wurde von Quintino eingeläutet und ergänzte sich durch die Auftritte von Nicky Romero, Armin van Buuren, Headhunterz und Yellow Claw. Den Abschluss machte der Hardstyle-DJ Wildstylez. Ein solches Line-Up bekommt man in Deutschland nur sehr selten geboten. Einem Fan kann bei solchen Namen schonmal schnell das Wasser im Mund zusammenlaufen. Line Up? Top!

WildstylezWildstylez


Die Ausstattung – Lichtershows, Konfettikanonen und Co.

Das nächste (mehr oder weniger) wichtige Kriterium auf unsere Liste ist die Ausstattung der Stages in Sachen Effekte und Show. Das Kriterium ist umstritten, da nicht alle Festival-Besucher jenes für wichtig halten. Die meisten Leute fahren nach dem Motto „je mehr Spektakel, desto besser das Festival“ auf eine EDM-Event, jedoch gibt es auch die Kritiker der ganzen Shows, die lieber die Musik genießen wollen und sich nicht von der ganzen Show und den Effekten darum herum ablenken lassen wollen. Ob man jetzt Befürworter oder Kritiker ist, die Ausstattung gehört mittlerweile zu den wichtigsten Kriterien.

Die Ausstattung beim Kingsland Twente war beeindruckend. Als normaler Festival-Gänger bekam man alles Vorstellbare geboten. Einer der wichtigsten Effekte waren natürlich die CO2-Booster sowie Nebelmaschinen, die sowohl auf als auch vor der Stage befindlich waren. Dazu kamen noch die Flammen, die zwischen Menge und DJ hin und wieder einmal in die Höhe schossen. Besonders während der Sets der „Großen“ spielten die Konfettikanonen eine Rolle. Mit Einsetzen des Drops schoss bei einem Armin van Buuren oder Headhunterz oftmals Konfetti in die Luft. Zum Abend hin ging es dann mit den Lichtershows los. Im Mittelpunkt standen, neben der Dutch-Farbe Orange, die Farben Grün und Violett. Die Lichtershows sorgten im Dunklen für eine unglaubliche Atmosphäre, die einen schon in gewisser Weise an die „großen“ Festivals erinnerte. Als zum Abschluss die Hardstyle-Version von “Zombie“ gespielt wurde, überraschten die Techniker noch einmal komplett und brachten die Crowd mit einem kleinen Feuerwerk zum Eskalieren. Mehr geht kaum!

Mainstage mit Konfettikanonen, Nebelmaschinen und LichtershowsMainstage mit Konfettikanonen, Nebelmaschinen und Lichtershows


Die Crowd – betrunkenes Feiern mit Rücksicht

Der vorletzte Punkt auf unserer Liste ist die Crowd. Für viele ein wichtiger Punkt ist das Verhalten der Mitmenschen. Wie hat sich die Crowd verhalten, kam es zu Auseinandersetzungen/Verletzungen und nahmen die Leute Rücksicht aufeinander? Die Crowd beim Kingsland hat sich weitestgehend vorbildlich verhalten und wir konnten keine Auseinandersetzungen beobachten. Trotz ihres enormen Alkoholpegels haben die Raver Rücksicht aufeinander genommen und hielten die Stimmung durch ihr Verhalten hoch. Anders als auf den meisten Festivals bestand die Menge nicht nur aus 18- bis 30-Jährigen, sondern auch erstaunlich viel aus 30- bis 50-Jährigen. Der „Konigsdag“ ist nun mal ein Nationalfeiertag und dazu gehören alle Niederländer. Die Mischung aus verschiedenen Altersgruppen ist definitiv als positiv hervorzuheben.

Die Niederländer werden immer als DIE absoluten Festival-Ultras bezeichnet. Beim Kingsland machten „die Orangen“ ihrer Bezeichnung aller Ehre. Schon im Mittag ging die Crowd, selbst bei geringem Alkoholpegel, gut mit. Im Abend ging es dann aber erst so richtig los. Die ganzen Hardstyle-Verrückten zogen bei Headhunterz, Yellow Claw und Wildstylez komplett mit und zauberten den DJs nicht nur einmal ein Lächeln ins Gesicht. Die Qualität der Crowd zeigte sich unter anderem beim Tribut von Nicky Romero in Richtung Avicii. Mit lautstarkem Beifall zollte die gesamte Crowd dem Schweden Respekt. Auf den Nebenstages waren die Crowds deutlich ruhiger und inaktiver, aber halt auch nicht so groß besetzt, wie auf der Mainstage. Ob Tanzen, Singen oder Springen, die Crowd beim Kingsland bewies sich in allen Bereichen. Das ist leider nicht immer so!

Die Crowd während des Sets von Armin van BuurenDie Crowd während des Sets von Armin van Buuren


Der Ablauf – von 12 bis 23 Uhr Festival-Zeit!

Das wichtigste Kriterium für die Beurteilung eines Festivals ist wahrscheinlich die Musik selber. Da kommen schnell die Fragen auf: Wer hat jene Musik gespielt, welcher DJ konnte wie überzeugen und wie kam jenes Set bei der Crowd an? Grundlegend kann man sagen, dass der Ablauf des Festivals üblich war. Wie bei den meisten Festivals steigerte sich das Programm Stunde für Stunde und es spielten bekanntere DJs für eine größere Menge. Die ersten namhaften DJs feuerten ab 13 Uhr im Mittag ihre Sets ab. Der niederländische Star-DJ Julian Jordan spielte auf der Mainstage, während die Jungs von Mr.Belt & Wezol die Spinnin‘ Stage mit ihren Oldschool-Neuauflagen begeisterten. Im Anschluss knüpfte das DJ-Duo Bassjackers an Julian Jordan an und mischte ein Set aus Electro House, Bigroom und Trap ab. Der Spinnin‘-Newcomer Dante Klein spielte auf der Spinnin‘ Stage eine Mischung aus Deep und Future House. Mit Beginn des Nachmittags hatte der Newcomer Navarra die Mainstage im Griff und teilte sich die Leute mit Kris Kross Amsterdam, die auf der Spinnin‘ Stage ein tolles Set ablieferten.

Der erste Headliner spielte um 16 Uhr. Lost Frequencies spielte seine größten Hits “Are You With Me”, “Reality” und “Crazy” in Kombination mit Electro House und Bigroom auf der Mainstage. Auf der Bühne von Spinnin‘ Records ging es mit dem nächsten Newcomer weiter. Mit The Him wurden Deep-House-Produzenten mit viel Potential an Land gezogen. Den Übergang von Nachmittag in den Abend übernahm Quintino. Der Niederländer stellte ein überzeugendes Set mit seinen typischen Hardtrap- und Jungle-Terror-Sound bereit. Auf den Nebenstages sorgten Childsplay und Trobi für Unterhaltung. Den Abend läutete auf der Mainstage Nicky Romero ein. Das Gesicht von Protocol Recordings sorgte mit einem einminütigen Klatschen und dem anschließenden “I Could Be The One“ für einen tollen Gänsehaut-Moment. Durch das temporeiche Electro- und Progressive-House-Set rückten Ronnie Flex und Ferreck Dawn in den Hintergrund.

Für viele der spannendste Act des Abends hatte um 19 Uhr „Playtime“. Armin van Buuren wurde von fast allen Fans extrem gefeiert und hatte auf der Bühne sichtlich Spaß. Dabei verwies van Buuren, während seines Sommersongs “Sunny Days“, auf das schöne Wetter. Das Set ließ sich zwischen Trance und Bigroom einordnen und setzte auf viele bekannte Songs vom Niederländer wie “This Is What It Feels Like“ oder “Strong Ones“. Als „alter Hase“ wurde Armin van Buuren wohl am meisten von allen Acts des Abends gefeiert. Währenddessen ging auf der Spinnin‘ Stage mit den großen Spinnin‘-Acts weiter. Sam Feldt hatte, trotz der Performance von van Buuren, ein großes Publikum und gab sich im Gespräch mit uns sehr fröhlich. Um 20 Uhr betrat der nächste Headliner die Bühne. Dieses Mal hieß es: Hardstyle an die Macht! Headhunterz präsentierte ein unfassbar energisches Set und man merkte dem Niederländer an, dass das Genre seine Leidenschaft ist. Viele Sets von seiner aktuellen EP, Hardstyle-Klassiker und neue IDs wurde gespielt. Das kam bei der Crowd fantastisch an.

Headhunterz während seines Sets um 20 UhrHeadhunterz während seines Sets um 20 Uhr

Zonderling unterhielten von 20 bis 21 Uhr die Spinnin‘ Stage mit ihrem Future-Signatur-Sound. Nach dem Set von Headhunterz ging es auf der Mainstage aber nicht mit weniger Energie weiter, denn der Hardstyle-DJ wurde von dem DJ-Duo Yellow Claw abgelöst. Die Jungs sind für ihren harten Signatursound bekannt und wurde von den Fans für ihren Hardtrap-Style endlos gefeiert, aber auch auf der Spinnin‘ Stage war das Publikum gut gefüllt. Mike Williams gehört zu den besten Newcomern der Szene und hat sich bei den Niederländern bereits einen Namen gemacht. Der sympathische Spinnin‘-Artist zeigte sich begeistert von der aktiven Crowd. Das letzte Sets des Abends ging wieder in den Hardstyle-Bereich. Der niederländische Hardstyle-DJ Wildstylez besetzte die DJ-Player auf der Mainstage und sorgte bei der Crowd für totale Eskalation. Das Set von Wildstylez stand sinnbildlich für den Wahnsinn der Niederländer, wenn sie Hardstyle-Musik hören. Auf der Spinnin‘ Stage machte Newcomer LVNDSCAPE mit ruhigen Sounds den Abschluss. Selbst die „Tik Tok“-Stage war mit den Sounds von Bizzi gut besetzt.


Fazit – Empfehlung für alle aus dem Westen Deutschlands?

Das Kingsland Twente 2018 war ein voller Erfolg. In den meisten Bereichen konnte das Festival überzeugen. Das Festivalgelände wurde extrem gut gewählt und bot unzählige Möglichkeiten, um ein gelungenes Festival zu feiern. Die Organisation war (im Gegensatz zu vielen anderen Festivals) gut bis sehr gut. Die Festivalbereiche wirkten gut organisiert, die Planung war gut und die Kontrollen konsequent. Einziger Fehler in der Organisation war die Unwissenheit der zuständigen Mitarbeiter. Die Preise hielten sich im Mittelmaß auf, wobei der Eintrittspreis noch unter dem Normalpreis eines Festivals lag. Das Line-Up ist großartig zusammengestellt worden. Die Ausstattung war überdurchschnittlich gut und konnte auch größeren Festivals wie dem Mysteryland die Stirn bieten. Die Crowd nahm Rücksicht aufeinander, sodass keine Menschen verletzt wurden. Der gesamte Ablauf des Festivals war gelungen, die Einteilung der Playtimes war nachvollziehbar und einem wurde ein großes Spektrum an unterschiedlichen Genres der EDM-Musik geboten. Für alle Niederländer und Deutschen aus dem Westen ist das Kingsland auch für die kommenden Jahre eine klare Empfehlung. EDM-Fans sollten für die nächsten Jahre tatsächlich über einen Kauf von Tickets für das Kingsland nachdenken. Festivals die in nahezu allen Kategorien überzeugen können, sind mittlerweile eine Rarität. Wenn man auf ein Festival gehen möchte, das keine 300 Euro für ein Wochenende verlangt und trotzdem ein beeindruckendes Line-Up aufstellt, ist das Kingsland eine der besten Optionen.

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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