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Was hat sich 2019 getan?

EDM 2019 - Das waren die Trends

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten)

EDM 2019 - Das waren die TrendsEDM 2019 | Bild: Balaton Sound Festival.

Electronic Dance Music, kurz EDM, befindet sich stets im Wandel. In der Vergangenheit gab es meist immer eine Stilrichtung, die die jeweilige Zeit gekennzeichnet hat. Welche Stilrichtungen sind das heutzutage? Was sind die aktuellsten Trends und Entwicklungen in der EDM-Szene? Diese Fragen wollen wir im Folgenden einmal zu beantworten versuchen. Hier ist unser EDM-Statusbericht für 2019!


EDM - Die unendliche Geschichte

Wo und wann die EDM-Musik wirklich entstanden ist, ist bis heute nicht klar zu beantworten. In den 1970er Jahren wuchs in den USA langsam eine neue DJ-Kultur. Vom damaligen Aufstieg des Hip Hops beflügelt, wurden erste Experimente mit dem Mixen von Stücken gemacht. Seitdem entstanden erste EDM-Styles wie House, Trance, Drum N Bass und Techno. Neuere Genres, die um die Jahrtausendwende populärer wurden waren dann unter anderem Electro House, Dubstep und Hardstyle.

Ab 2011 dominierten vor allem Artists wie Avicii oder David Guetta die Szene. Seit 2013 entwickelte sich dann der Sound des Bigroom House weltweit. Songs wie "Animals" von Martin Garrix  oder "Tsunami" von DVBBS und Borgeous sind bekannte Vertreter. Auch Progressive House erlebte zu dieser Zeit einen Aufwärtstrend. Daraufhin folgte durch Künstler wie Oliver Heldens oder Don Diablo der Peak des Future House. Durch "Rock The Party" von Jauz und Ephwurd wurde zudem Bass House populärer. Mit Tracks wie "In The Name Of Love" von Martin Garrix und Bebe Rexha wurde ab 2016 dann auch das Genre des Future Bass / Lovetrap in den Mainstream verlagert.

Somit haben wir eine jahrelange Entwicklung mit immer neuen Trends und Styles. Wie sieht es denn aktuell aus? Welche Genres aktuell im Vormarsch sind und welche immer weiter aus dem Mainstream verschwinden, versuchen wir im Folgenden zu klären.


EDM 2019 - Vielseitig wie nie?

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns erst einmal die vom britischen Magazin DJ Magazine jährlich veröffentlichte Rangliste DJ Mag Top 100 DJ's an. Dessen Ergebnis wird durch ein Voting ermittelt, an dem jeder teilnehmen und für seine Top 5 stimmen kann. Die Rangliste wird immer wieder kritisiert, da sie die Fähigkeiten von DJs nicht beachtet und nur etwas über die Popularität aussagt. Zu unserem Zweck reicht allerdings genau das.

Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre anschaut, lassen sich ein paar Trends feststellen. Eine Entwicklung, die aus der Liste sehr gut ablesbar ist, ist die Rückkehr des Techno. Der Großmeister des Genres, Carl Cox, der seit 2009 immer weiter absank in den Top 100, konnte in diesem Jahr seinen größten Schritt nach vorne der letzten 10 Jahre verbuchen. 2016 noch auf Position 74, liegt er 2019 wieder auf Platz 35. Zudem konnten weitere Techno-Acts gute Positionen im Vergleich zum letzten Jahr verbuchen. Die Belgierin Charlotte De Witte stieg ganz neu in die Liste ein und die russische DJane Nina Kraviz steig von Platz 97 auf 60.  Auch ganz klar im Trend liegen Trap und Future Bass. Der US-amerikanische DJ Marshmello konnte 2019 wieder 5 Plätze nach oben bis auf Platz 5 klettern. Ebenfalls nach oben ging es für DJ Snake (Platz 18) und The Chainsmokers (Platz 26).  Der höchste Aufsteiger im gesamten Jahr 2019 war zudem die Australierin Alison Wonderland (Platz 44). Ganz neu in der Liste ist auch noch Illenium (Platz 64). Generell kann man sagen, dass dieser Style schon seit einigen Jahren im Mainstream liegt, aber sich der Trend aktuell immer weiter intensiviert. Zu den Styles, die relativ neu aufkommen, gehört unter anderem noch Psy Trance. Zu deren Vertretern gehören vor allem Vini Vici, die aktuell bis auf Platz 31 klettern konnten. Doch auch Timmy Trumpet (Platz 13) hat seinen Style mittlerweile in diese Richtung verändert. Immer weniger zu finden sind allerdings Bigroom-Acts. Entweder haben sich Artists von diesem Style entfernt oder sie sinken immer weiter in der Rangliste. Das sieht man unter anderem an Hardwell, der schon seit einiger Zeit immer weiter abrutschte. Auch Ummet Ozcan verlor dieses Jahr wieder 9 Positionen. Der übliche Weg ist aber, dass sich DJs breiter aufgestellt haben oder, wie zum Beispiel Martin Garrix, sich komplett abgewandt haben. Artists wie Steve Aoki oder Dimitri Vegas & Like Mike konnten sich durch die breitere Aufstellung retten und ihre Position ungefähr halten.

Das wären also die faktischen Zahlen zu den Trends. Natürlich betrachten wir aber nicht nur die DJ Mag Top 100. Man muss auch darauf schauen, was die DJs aktuell so veröffentlichen und was auf den Festivals gespielt wird. Die eben angesprochene breitere Aufstellung an Genres lässt sich aktuell sehr oft beobachten. In Livesets versucht man heute öfter so viele verschiedene Styles wie möglich einzubauen. Generell lässt sich der aktuelle Trend gut mit dem Wort "Vielseitigkeit" beschreiben. Artists veröffentlichen einfach mehr verschiedene Styles als früher. Martin Garrix produziert Pop, Progressive House und Electro House statt früher fast nur Bigroom. Hardwell veröffentlicht nun auch radiotauglichere Musik. Auch Dimitri Vegas & Like Mike oder Steve Aoki veröffentlichen viel mehr Verschiedenes als früher. Auf den Festivals hört man nach wie vor viel Future House und Bass House, sowie Trap und Dubstep. Generell geht der Trend auch wieder in Richtung mehr House.

Somit ist die wesentliche Veränderung einfach, dass 2019 ein sehr vielseitiges Jahr ist, in dem fast jeder Style sehr gut vertreten ist. Es kristallisiert sich kein neues Genre heraus, was man wirklich dem Jahr 2019 zuschreiben kann, jedoch gibt es dafür sehr viele beliebte.


Fazit

Der aktuelle EDM-Trend bewegt sich zusammengefasst in Richtung Vielseitigkeit. Künstler stellen sich breiter auf, experimentieren mehr mit ihrem Sound und veröffentlichen Songs aus mehr verschiedenen Genres als vorher. Trotzdem gibt es natürlich Genres, die merklich zulegen. Techno scheint wieder etwas an Popularität zu gewinnen. Auch Trap und Future Bass sind in der Szene immer stärker vertreten. Psy Trance wird ebenfalls öfter gespielt. Auch die verschiedenen House-Subgenres sind nach wie vor beliebt. Es gibt generell mehr Genres, die dazukommen, als welche, die den Mainstream verlassen, was eine Entwicklung ist, die für die Vielfalt des EDM sehr erfreulich ist.

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Über den Autor
Daniel Leinen

Ich gehe auf ein Gymnasium in Nordrhein-Westfalen und interessiere mich sehr für Journalismus und Musik. Eine Kombination aus beiden und eine gute Chance Erfahrung zu sammeln ist für mich Dance-Charts. Ich bin froh Teil der Redaktion zu sein und schreibe vor allem über neue Songs und Alben, weil ich es sehr interessant finde, wie sich die elektronische Musik weiterentwickelt. Ich finde, dass jedes Genre, egal ob man es mag oder nicht, seine Existenzberechtigung hat. Denn diese Vielfalt ist das Schöne an der Musik.

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