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Rückblick auf das Jahr 2017

Dimitri Vegas & Like Mike: Das waren ihre Tracks 2017

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 7 Minuten)

Dimitri Vegas & Like Mike: Das waren ihre Tracks 2017Dimitri Vegas & Like Mike

Im Folgenden werden wir euch Dimitri Vegas & Like Mikes Tracks dieses Jahres vorstellen. Etwas kontrovers ist es schon, da beiden oft unterstellt wird, gerne und viel von so genannten Ghostproducern gebrauch zu machen. Das sind Produzenten, die ohne namentliche Nennung auf dem Cover o.ä. die wahren Interpreten eines Titels sind. Also Bühne frei für (Mal mehr, Mal weniger) eigene Produktionen!

What Is Love 2016 (Dimitri Vegas & Like Mike Remix)

Etwas verwirrend ist der Titel schon, geben wir zu, aber tatsächlich wurde der Remix der Belgier zu Lost Frequencies Sommerhit des Vorjahrs erst am 13. Januar 2017 veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine Big-Room-Neuinterpretation, die weder von Innovationen noch von atemberaubender Kreativität gezeichnet ist. Im Grunde genommen hat man den Break des Originals beibehalten und lediglich nach der Hook einen langen Build-Up samt 2014-Drop eingebaut. Live wie bei Bringing The Madness 4.0 wirkt der Remix jedoch noch einmal viel besser als zu Hause.



Hey Baby (Dimitri Vegas & Like Mike vs. Diplo & Kid Ink) [feat. Deb’s Daughter]

Schon länger ist es gängige Praxis, erfolgreiche eigene Nummern noch einmal mit minimalen Veränderungen „neu“ aufzulegen wie es schon 2014 DVBBS mit “Tsunami (Jump)“ taten. Da wollten die Brüder keineswegs am Trend vorbeilaufen und holten sich für ihren Erfolgshit “Hey Baby“ Rapper Kid Ink zwei Wochen später ins Boot, um diesen auch eine Strophe einsingen zu lassen. Ob das den Track jetzt großartig bereichert hat, bleibt jedem selbst überlassen.



Silence-EP

„Moment, habe ich etwas verpasst?“ – Das dachten wir uns auch, als wir Recherche für diesen Artikel betrieben. Am 27. Februar erschien auf iTunes, Spotify & Co eine Sammlung an Titeln wie “More“ mit Laidback Luke (2013) oder “Puente De Luz“ (eine ruhige Klavier-Nummer). Abgesehen von etlichen Mixdown- sowie Mastering-Mängeln war hier ein bunter Mix vorzufinden, der aus keinem erdenklichen Blickwinkel so wirklich ins Bild passen wollte. Möglicherweise handelte es sich um einen Fehler, da die EP kurzerhand wieder von Spotify verschwand.



All Aboard (Dimitri Vegas & Like Mike Edit)

Am 27. Februar folgte dann ein Release, auf das viele Fans bereits gewartet hatten. Dimitri Vegas & Like Mike veröffentlichten ihre Überarbeitung des Liedes “All Aboard“ von den Bassjackers und D’Angello & Francis. Bekannt ist die Nummer vom Bringing-The-Madness-4.0-Konzert als “Lights-Up,-Lights-Down“-Crowd-Animation, bei der die Menge ihre Handy-Taschenlampen passen zum Beat hoch und runter schwenken sollten. Der Track überzeugt durch seinen kräftigen Drop, der eben nicht so veraltet wirkt, sondern insbesondere durch seine Xylophon-Töne auf jedem Schlag in jedem zweiten Takt Fahrt aufnehmen kann. Definitiv auch ein Party-Hit für Nicht-EDM-Fans.



Something Just Like This (Dimitri Vegas & Like Mike Remix)

“Something Just Like This“ stürmte in diesem Jahr die Charts und konnte so ziemlich jeden mitreißen. Das gefühlvolle Original der Chainsmokers blieb jedoch nicht vor einem “Bomb-A-Drop-Remix“ verschont. Während man bei der mainstagetauglichen Bridge noch positiv überrascht wird, ist beim Drop bereits alles wieder zu Nichte gemacht. Dimitri Vegas & Like Mike verpassten dem gefühlvollen Original einen Drop, den jeder Produzent – egal ob 2013 oder 2020 – unverzüglich noch bei der Entstehung in den Papierkorb befördert hätte. Es ist eine Mischung zwischen “Bomb A Drop“ von Garmiani und der unverkennbaren Note, welche die Belgier ab und an Werken verpassen, wenn sie komplett selbst Hand angelegt haben.



He’s a Pirate (Hans Zimmer vs. Dimitri Vegas & Like Mike)

Am 26. Mai veröffentlichten die Brüder in Zusammenarbeit mit Hans Zimmer eine Neuinterpretation der Pirates-of-the-Caribbean-Titelmelodie im Trap-Stil. Das ist etwas Neues, denn bisher sind wir bei ihnen nur Big Room, Hardstyle und gelegentlich Future Bass oder Deep House gewohnt. Entgegen vieler Kritiken verzeichnet der Track sechseinhalb bzw. zehneinhalb (beim VIP Mix) Millionen Plays auf Spotify. Letzterer erfuhr lediglich einen Einschub einer Hardstyle-Einlage. Es ist sehr schwierig, den Track zu bewerten. Einigen (vielen) scheint er zu gefallen, andere sehen wiederum lediglich die Melodie elektronisch eingespielt mit einem Breakbeat.



Ready For Action

Ende des fünften Monats von 2017 forderten Dimitri Vegas & Like Mike ihre Fans auf, für eine ID ihrer Wahl zu stimmen, die dann eine Veröffentlichung feiern würde. Die Mehrheit entschied sich gegen “OPA“ sowie “Silence“ und für “Ready For Action“. Das Instrumental erinnert einige an “Tremor“ (mit Martin Garrix), unterscheidet sich jedoch insbesondere bei der Wahl für Vocals von seinem Vorgänger. Like Mike ist ein begnadeter MC, keine Frage, daher entschloss er sich bei “Ready For Action“ dazu, ein paar simple Lines einzusprechen. Diese funktionieren auch gut als Lückenfüller und besonders als Shout vor dem Drop. Wir haben es hier mit einer klassischen Big-Room-Nummer zu tun, die aber nicht zu „alt“ klingt wie beispielsweise ihr Remix zu “Something Just Like This“. Definitiv ein Song, der Dancefloors zum Kochen bringen kann!



Complicated (feat. Kiiara)

Die mit Spannung erwartete Veröffentlichung mit Superstar David Guetta erblickte am 28. Juli das Licht der Welt. Nach kleinen Anlauf-Schwierigkeiten entwickelte sich der Track prompt mit mittlerweile 64 Millionen Plays zum erfolgreichsten Spotify-Titel der Belgier, der wahrscheinlich noch erfolgreicher hätte sein können, wenn David Guetta etwas mehr Promotion betrieben hätte. Wahrscheinlich wollte der Franzose seinem populären Hit “2U“ mit Justin Bieber nicht die Show stehlen, der sich zu dem Zeitpunkt immer noch sehr gut entwickelte. Die Future-Bass-Scheibe “Complicated“ zielt klar auf den Mainstream ab und hat dort auch ihr Potenzial entfaltet. In Deutschland konnte man die Nummer ab und zu im Radio hören.




Crowd Control

Nach dreimonatiger Pause gaben Dimitri Vegas & Like Mike ihren “Stampede-Klon“ “Crowd Control“ in Kooperation mit W&W zum Besten. Der Track wurde im Zuge des Riesenerfolgs ihrer Zusammenarbeit mit DVBBS als „To-the-left,-to-the-right“-Aktion auf sämtlichen Festivals dieser Welt produziert, bei der die Menge im Takt reihenförmig acht Mal nach links und acht Mal nach rechts sprang. Der Drop hört sich leider sehr „billig“ an, da er weder zeitgemäß noch produktionstechnisch stark ist. Die Breaks hingegen sind teilweise von warmen Synths gefüllt, die jedoch leider von Like Mikes kontinuierlichem Aufruf, sich jetzt endlich zu bewegen, gestört bzw. zerstört werden. Der Titel ist ein nettes Festival-Tool, aber mit Sicherheit kein Song, den man sich privat häufig im Auto anhören würde.



We Are Legend

Damit hatte niemand gerechnet – als verspätetes Weihnachtsgeschenk reichten die Jungs die langersehnte Kollaboration “We Are Legend“ mit Steve Aoki nach. Seit Jahren kursierte die ID im Internet, jedoch, bis auf wenige Mashups, nur als Instrumental. Nun wurde das Lied als Free Download mit Vocals von Abigail Breslin veröffentlicht. Jene singt zwar klangtechnisch schön, stört aber mit Sicherheit das Erlebnis für den ein oder anderen, der die Scheibe nur im Original kennt. Richtige Lyrics und Big Room stellen eine komplizierte Kombination dar, da sie entweder gebrüllt werden müssen, um den Charakter des Tracks aufrecht zu erhalten, oder zu gefühlvoll sind und damit den ursprünglichen Charme stören. Letzteres könnte man bei dieser Version von “We Are Legend“ anbringen.



Fazit: Schaut man rein auf die Zahlen, war 2017 ein durchaus erfolgreiches Jahr für Dimitri Vegas & Like Mike. Nicht zuletzt “Complicated“ stellt einen wichtigen Meilenstein für den Bekanntheitsgrad des Duos dar. Sonst haben sich die belgischen Brüder mit griechischen Wurzeln dem Big Room gewidment, der auch – bis auf wenige Ausnahmen – Früchte trug. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass manche Artists sich zwar neu probieren, aber ihrem alten Stil irgendwie noch treu bleiben. Für den Anfang von 2018 wurde bereits mehr oder minder offiziell “OPA“ mit KSHMR angekündigt. Wir sind gespannt, welche Radio- und Festivaltracks die Jungs für uns noch auf dem Kasten haben.

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Über den Autor
Jonas Vieten

Ich bin Jonas Vieten und seit Oktober 2017 Teil der Redaktion. Bereits als Leser habe ich mich täglich auf neue Artikel und News rund um EDM gefreut. Nun auf der Seite der Verfasser sein zu dürfen, macht mich sehr froh. Ich hoffe, eines Tages im Musik-Business – bevorzugt als DJ – arbeiten zu können. Neben Bigroom-Feuerwerk oder chilligen Future-House-Beats können Film-Soundtracks mich ebenfalls begeistern.

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