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Neue Musik von Don Diablo, Robin Schulz und NERVO

Release Review – Die EDM-Tracks der Woche [KW 25]

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 6 Minuten)

Release Review – Die EDM-Tracks der Woche [KW 16]Release Review – Die EDM-Tracks der Woche [KW 25].

Am sogenannten „New Music Friday“ passiert auf dem Musikmarkt immer sehr viel. Damit ihr dabei nicht den Überblick über die wichtigen Releases verliert und jede Woche die neusten Tracks in eure Playlisten hinzufügen könnt, haben wir für euch eine Artikelreihe ins Leben gerufen.  In unserer Reihe „Release Review“ präsentieren wir euch jeden Freitag die zehn wichtigsten EDM-Tracks der Woche. In der 25. Kalenderwoche gibt es neue Musik von Don Diablo, Robin Schulz und NERVO.  


Armin van Buuren & Jamis – Boom Boom [Armada]

Ein weiteres Mal beginnen wir unsere Release-Woche mit einer neuen Single von Armin van Buuren. Dieses Mal hat er sich mit dem italienischen Newcomer Jamis von seinem Label zusammengetan und einen Song namens “Boom Boom“ produziert. An der Produktion war unter anderem auch der deutsche Produzent Thomas Gold beteiligt. Auf die guten und alten „Turn Up The Bass“-Vocals folgt ein treibender Drop, der vom Sound an Dschungel-Trommeln erinnert. Im zweiten Drop geht das Instrumental mehr in die Trance-Richtung. Die Single ist definitiv kein besonderes aber immerhin ein souveränes Release. 


Don Diablo & Andy Grammer – Thousand Faces [Hexagon]

In Gedenken an seinen im Jahr 2012 verstorbenen Vater hat Don Diablo in dieser Woche die langerwartete Single “Thousand Faces“ mit der Unterstützung von Universal Music veröffentlicht. Für die Vocals hat der Niederländer den britischen Pop-Sänger Andy Grammer ausgewählt. Das Ergebnis ist deutlich ruhiger als die üblichen Don-Diablo-Tracks, aber kann durch herausragenden Gesang, herzerwährmendem Text und einem wohligen Piano-Drop überzeugen. Ähnlich emotionale Songs gibt es in der EDM-Szene selten.


Robin Schulz feat. Was - Alane [Warner]

Nachdem Robin Schulz vor einigen Wochen den Song “Oxygen“ mit der Sängerin Winona Oak im Zuge der Eröffnung seines neuen Label Mentalo Music veröffentlicht hat, legt der deutsche Produzent in dieser Woche einen potentiellen Sommerhit über Warner Music nach. Der Song hört auf den Namen “Alane“ und interpretiert den 90er-Klassiker des afrikanischen Duos Was neu. Die Vocals versprühen die typischen afrikanischen Vibes, die beim Hörer gute Laune auslösen. Der Osnabrücker hat dem noch einen temporeichen Dance-Drop beigefügt. Man kann gespannt sein, ob sich daraus ein Sommer-Hit entwickelt.


Sofia Carson & R3HAB - Miss U More Than U Know [Hollywood]

Wenn man die Releases von R3HAB in den letzten Jahren verfolgt hat, könnte einem der Name Sofia Carson bereits bekannt vorkommen. Die US-amerikanische Schauspielerin, die nebenbei auch als Sängerin aktiv ist, hat schon zwei Mal mit dem Future-Bass-Liebhaber zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit “Rumors“ wurde dabei sogar zu einem großen Erfolg. Von seiner Future- und Brazilian-Bass-Schiene kommt R3HAB bei der dritten Zusammenarbeit “Miss U More Than U Know“ ab. Der Drop lässt sich dem Tropical House zuordnen, was man in der R3HAB-Diskographie in der Form bisher nicht finden konnte.


Nicky Romero feat. Jordan Grace - Burning [Protocol]

Vor einigen Wochen stellten wir bereits fest, dass sich Nicky Romero neben seiner Karriere als Progressive-House-Produzent noch einem anderen Genre widmet. Die EP “Redefine“ erinnerte stark an den Sound von MORTEN, der mit David Guetta zwei Hit-Singles veröffentlichte. Die neue Single “Burning“ knüpft dort an. Zusammen mit Jordan Grace hat sich Nicky Romero dem neuen Sound-Design ein weiteres Mal angenommen. Der Drop setzt dem neben beschriebenen MORTEN-Sound auch auf Bigroom-Elemente, die zumindest beim ersten Hören etwas unpassend wirken. 


NERVO feat. Frida Sundemo - Hurt [Proximity]

Obwohl das australische Duo NERVO in den letzten Monaten kaum noch Releases auf den großen Labels hatte, sind die Zwillinge in der EDM-Szene weiterhin ein großer Name. In dieser Woche haben die beiden Mütter ihre Single “Hurt“ via Proximity veröffentlicht. Der Song knüpft an die erfolgreichsten Zeiten von NERVO an, als die bekannten DJanes noch Progressive House produziert haben. “Hurt“ ist eine derartige Progressive-House-Single, die vor allem von der Vocal-Performance und der Melodie lebt. 


Kaskade & Chemical Surf - Pow Pow Pow [Arkade]

Bei der nächsten Nummer trifft alt auf jung. Während Kaskade schon seit Jahren in der EDM-Szene dabei ist, haben sich die Jungs von Chemical Surf erst in den letzten Monaten mit ungewöhnlichen Tracks einen Namen gemacht. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Grenzen zwischen Genres verschwimmen zu lassen. Dazu passt auch ihre neuste Kollaboration “Pow Pow Pow“. Der Track vermischt Bass- und Tech House. Vor allem die dröhnenden Bassline im ersten Teil des Drops hat eine starke Wirkung. Interessante Kombi! 


MOTi feat. Laura White – Push It Right [Universal]

Nach einwöchiger Release-Pause meldet sich MOTi in dieser Woche mit einem Release auf Universal zurück. Wie das Label schon vermuten lässt, ist “Push It Right“ kein aggressiver Electro-Song, sondern eine mainstreamtaugliche Nummer mit Ohrwurmgefahr. Zusammen mit der Sängerin Laura White hat der Niederländer den Song “Push It“ von Salt-N-Peppa aufgegriffen und modernisiert. Es geht in die aktuell gehypte Brazilian-Bass-Richtung. Die Melodie des Originals funktioniert darin überraschend gut.


Vicetone feat. Jordan Powers & Bekah Novi - Animal [Monstercat]

Das niederländische Dance-Duo galt vor einigen Wochen noch als verschollen, weil man in der EDM-Szene kaum noch etwas von den Jungs gehört hatte, doch dann wurde einer ihrer ersten Songs namens “Astronomia“ zum Internet-Meme und die Aufmerksamkeit war zurück. Das Duo scheint die Aufmerksamkeit nutzen zu wollen und hat in dieser Woche ihre neue Single “Animal“ präsentiert. Der Song knüpft zwar an den Sound ihrer Hitsongs “Nevada“ und “Walk Thru Fire“ an, doch er wirkt deutlich weniger kraftvoll. Die Vocals von Jordan Powers und Bekah Novi sind außerdem relativ schwach.


FREY & Sway Gray - Wir Sind Nicht Allein (DubVision Remix) [Spinnin‘]

Als letztes Release haben wir einen deutschen Song parat. Spinnin‘ Records hat vor etlichen Wochen eine Neuauflage von “Polarkreis 18 – Allein Allein“ aus den 2000ern veröffentlicht, der sich mit einer englischen Version auch international zum Erfolg entwickelte. Das Duo DubVision hat der Neuauflage wiederum einen Remix auferlegt, der die Brazilian-Bass-Version in Progressive House konvertiert. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie sich “Allein Allein“ in einer Progressive-House-Version anhört, sollte hier reinhören. Besonders hochwertig ist dieser Remix jedoch nicht. 

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    RTZ777 · Vor 13 Tagen
    Also der track von vicetone ist mein Favorit in dieser Auflistung. Das hat diesen klassischen electro deep house fler was ich in der EDM Szene schon immer gefeiert habe also echt mega nur
Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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