Dance Charts 2017

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Neue Musik von Alan Walker, Nicky Romero und HUGEL

Release Review – Die EDM-Tracks der Woche [KW 19]

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 6 Minuten)

Release Review – Die EDM-Tracks der Woche [KW 16]Release Review – Die EDM-Tracks der Woche [KW 18].

Am sogenannten „New Music Friday“ passiert auf dem Musikmarkt immer sehr viel. Damit ihr dabei nicht den Überblick über die wichtigen Releases verliert und jede Woche die neusten Tracks in eure Playlisten hinzufügen könnt, haben wir für euch eine Artikelreihe ins Leben gerufen.  In unserer Reihe „Release Review“ präsentieren wir euch jeden Freitag die zehn wichtigsten EDM-Tracks der Woche. In der 19. Kalenderwoche gibt es neue Musik von Alan Walker, Nicky Romero und HUGEL.


ILLENIUM & X Ambassadors - In Your Arms (Alan Walker Remix) [UMG]

Das Release von Illeniums Album-Single “In Your Arms“ liegt jetzt mittlerweile knapp ein halbes Jahr zurück und scheint in der Szene immer noch ein Thema zu sein. Der Erfolg des Originals scheint nicht genug zu sein. Nachdem in der letzten Woche bereits eine Akustik-Version mit Gesangsfokus erschien, kam in dieser Woche noch ein Remix von Alan Walker dazu. Der Engländer verwendet in dem Drop seinen altbekannten Signatursound mit einer Melodie, die stark an die Hookline von “In Your Arms“ angelehnt ist. Die starken Vocals von X Ambassadors geraten dadurch etwas in den Hintergrund, weshalb man hier definitiv nicht von der besten Version des Dance-Hits sprechen kann.


3 Are Legend x Justin Prime x Sandro Silva - Raver Dome [Smash The House]

Für alle EDM-Fans, die noch nicht so lange in der Szene unterwegs sind, wollen wir zunächst verraten, wer sich hinter dem Alias 3 Are Legend verbirgt. Es ist ein Trio, das sich aus den DJs Dimitri Vegas & Like Mike und Steve Aoki zusammensetzt, und vor einigen Jahren als DJ-Projekt aufgetreten ist. Als Artist veröffentlichten die Superstars erst zwei Produktionen unter dem Alias. “Raver Dome“ mit Justin Prime und Sandro Silva ist die vierte Single in der Diskographie von 3 Are Legend und macht da weiter, wo mit “Khaleesi“ aufgehört wurde und lässt sich klar in eine Kategorie einordnen: 2014er-Bigroom-Sound, den man unter dem Mainalias nicht mehr bringen kann.


Jax Jones & Martin Solveig feat. RAYE - Tequila (Lost Frequencies Remix) [Universal]

Jax Jones und Martin Solveig hatten unter dem Namen ihres neuen Projektes EUROPA mit “All Day And Night“ einen beachtlichen Premierenerfolg. Als zweite Single ging die Nummer “Tequila“ an den Start, die international nicht auftrumpfen konnte. Jetzt erschien ein Remix-Album des Songs, das unter anderem einen Remix des belgischen Erfolgsproduzenten Lost Frequencies beinhaltet. Der Remix baut sich durch das langgezogene Build-Up sehr lange auf, ehe dann ein melodischer Deep-House-Drop mit Tech-Elementen ertönt. Eine solide Aufarbeitung des “Are You With Me“-Produzenten! 


Robin Schulz feat. Alida - In Your Eyes (Nicky Romero Remix) [Warner]

Einen weiteren Remix liefert uns in dieser Woche Nicky Romero, der sich im ersten Drittel des neuen Jahres auffällig produktiv zeigt. Dieses Mal hat sich das niederländische Progressive-House-Talent den Dance-Hit “In Your Eyes“ von Robin Schulz geschnappt. In der Produktion entstand eine temporeiche Progressive-Version, mit der Romero die Melodie des Originals aufgreift. Die häufig gelobten Streicher aus dem Original-Song wurden leider vollständig gestrichen, weshalb wir mit der Version von Robin Schulz besser zufrieden sind. Für die Progressive-House-Fans kann der Remix jedoch äußerst interessant sein.


NOTD & Astrid S - I Don’t Know Why [NOTD]

Wir machen mit einer schwedischen Dance-Produktion weiter, die mit einem klaren Motiv veröffentlicht wurde. “I Don’t Know Why“ heißt die Single und wurde vom schwedischen Newcomer-Duo NOTD produziert. Zusammen mit der Sängerin Astrid S wollten sie eine ideale Nummer für den anstehenden Sommer erschaffen. Dabei kann vor allem die Harmonie zwischen Refrain und Instrumental überzeugen, weshalb man bei der Single definitiv sagen kann, dass sie das schafft, was sie schaffen wollte. “I Don’t Know Why“ soll ein Sommer-Hit werden und das könnte dem Song mit der Unterstützung von Warner gelingen.


Deorro - Amanecer [Ultra]

Wer in den letzten Monaten von Deorro nicht viel gehört hat, der hat ehrlicherweise kaum etwas verpasst. Man hatte ein Bisschen das Gefühl, dass der ehemalige Melbourne-Bounce-Produzent selbst nicht recht weiß, in welche Richtung er gehen möchte. Dieses Gefühl hinterlässt auch die neue Single “Amanecer“, die über Ultra Records erschienen ist. Der Song lässt sich tatsächlich als sehr seltsam beschreiben. Die Vocals haben fast das Gegenteil einer mitreißenden Wirkung und das Instrumental wirkt total belanglos. Wir hoffen, dass Deorro in den nächsten Monaten zu alter Stärke zurückfindet, denn diese Single kann aus unserer Sicht echt nicht viel. 


HUGEL - Gym Quarantine [Warner]

Der französische Produzent HUGEL ist seit seinem Hit-Remix zu “Bella Ciao“ hoch im Kurs, doch in letzter Zeit hat er sich etwas von seinem ursprünglichen Brazilian-Bass-Sound entfernt und sich musikalisch in eine deutlich düstere Richtung bewegt. Mit seiner neuen Single “Gym Quarantine“ liefert er den passenden Soundtrack für jeden, der aktuell sein Zuhause zu einem Fitnessstudio umfunktioniert. Die neue Single kommt mit einer satten Bassline und einem Tech-House-Sound á la FISHER um die Ecke. Der Sprechgesang des Sängers stützt zwar das Konzept der Nummer, aber stört etwas, wenn man den Sound genießen möchte.


Ofenbach & Quarterhead feat. Norma Jean Martine - Head Shoulders Knees & Toes [Spinnin‘]

Spinnin‘ Records hat sich mit Ofenbach ein erfolgreiches Duo gesignt, die mit “Katchi“ und “Be Mine“ zwei Welthits landeten. Ähnlich wie auch HUGEL bewegen sich die Franzosen von ihrem Signatursound weg, doch im Gegensatz zum Produzenten-Kollegen geht es für Ofenbach hin zum Brazilian Bass. Ihre neue Single “Head Shoulders Knees & Toes“ greift den Trend des Genres auf und verwandelt die Englisch-Phrase, die Kinder in der Grundschule gelehrt bekommen, in eine zeitgemäße Dance-Produktion. Wir sind gespannt, ob diese Nummer an die Vorgänger anknüpfen wird.


Firebeatz & Plastik Funk - High Enough [Spinnin‘]

Auf Spinnin‘ Records erschien in dieser Woche außerdem eine überaus interessante Kollaboration zwischen dem niederländischen Duo Firebeatz und dem deutschen Produzenten Plastik Funk. Firebeatz sind erst seit kurzem in der Future-House-Szene angekommen, in der sich Plastik Funk schon seit langer Zeit befindet. Die Zusammenarbeit wurde “High Enough“ genannt und verfügt über einen soliden House-Drop, der das Genre nicht neu erfindet. Aus der Kollaboration hätte auch Auffälligeres entstehen können.


DubVision – Take My Mind [STMPD]

Als Letztes haben wir für euch noch die neue Single des Progressive-House-Duos DubVision, die für ihre Szenen-Hymnen bekannt sind. Die neuste Produktion “Take My Mind“ grenzt sich von den üblichen melodischen Tracks der Jungs deutlich ab und passt rein vom Sound her perfekt auf das zuständige Label STMPD Records. DubVision liefern hier eine Mischung aus Progressive-, Electro- und Future-House, die man sehr wohl als innovativ beschreiben kann. Die Niederländer scheinen sich etwas von ihrem Signatur-Sound wegzubewegen.

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    Dani · Vor 2 Monaten
    Wo ist Headhunterz Dragonborn 2? Bester Track der Woche... Ansonsten eher Schrott die Woche vorallem Alan Walker und Firebeatz sehr enttäuschend.
Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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