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Ideale Dance-Tunes für die Sommer-Playlist

Sommer 2020: Das sind die perfekten Dance-Songs [Teil 1]

(Geschätzte Lesezeit: 6 - 11 Minuten)

Das sind die perfekten Dance-Songs [Teil 1]Szene aus dem Musikvideo von "Alane" von Robin Schulz & Wes.

Die Temperaturen der letzten Wochen zeigen eindeutig, dass der Sommer schon in vollem Gange ist. Trotz der Einschränkungen aufgrund des Corona-Virus ist es der Bevölkerung möglich, einen Großteil der üblichen Sommeraktivitäten auch in diesem Jahr zu unternehmen. Dabei darf der passende Soundtrack natürlich nicht fehlen. Bei Spotify kann man bei all den Sommer-Playlisten schnell mal den Überblick verlieren. Wir haben uns zehn sommerliche Dance-Songs herausgesucht, die in eurer Sommer-Playlist nicht fehlen dürfen. Dazu gehören sowohl Sommerhit-Anwärter von bekannten Produzenten wie Robin Schulz, Lost Frequencies oder Kygo als auch Song-Empfehlungen von kleineren Musikern. Wenn ihr weitere Dance-Songs für den Sommer im Kopf habt, schreibt uns eure Vorschläge gerne in die Kommentare.

Robin Schulz feat. Wes - Alane

Wir starten mit dem potenziellen Sommerhit von Robin Schulz in unsere Liste hinein. Der Deutsche ist eigentlich in jedem Jahr für einen Sommerhit gut. In den letzten Jahren konnte er so mit Liedern wie “OK” oder “Sugar” begeistern. Die Tracks liefen während des Sommers in den Radios rauf und runter, waren auf allen Partys zu hören und entwickelten sich auch zu waschechten Streaming-Hits. In diesem Jahr möchte er mit einem Cover an diese Erfolge anknüpfen. Diese Methode hat sich in den letzten Jahren bereits bei mehreren DJs bewährt. Dafür hat er den 90er-Jahre-Welthit “Alane” vom Kameruner Artist Wes neu aufgelegt. Aus dem Klassiker hat er einen starken, energiegeladenen Dance-Pop-Track mit eingängigem Drop gemacht. Dabei hat er die Vocals jedoch nicht verfremdet, sondern vielmehr auf eine erfrischende, neue Unterlegung des Gesangs gesetzt. Das Konzept scheint auf alle Fälle aufzugehen, denn schon jetzt wurde das Lied knapp drei Millionen Mal auf Spotify gestreamt.


Sam Feldt & VIZE feat. Leony - Far Away From Home

Kaum ein Produzent in der EDM-Szene steht so sehr für Sommersongs wie der niederländische Deep-House-Musiker Sam Feldt. Im letzten Sommer entwickelte sich sein Song “Post Malone“ zu einem überraschenden Hit, dessen Erfolg sogar über die EDM-Szene hinaus ging. In diesem Jahr hatte er mit “2 Hearts“ und “Hold Me Close“ bereits zwei sommerliche Dance-Songs, die auf Spotify beachtlich performten. In unserer Auswahl haben wir uns jedoch für die aktuelle Single “Far Away From Home“ entschieden. Zusammen mit dem deutschen DJ-Duo VIZE, die in den letzten Monaten einen Riesenhype durchlebt haben, hat Sam Feldt eine eingängige Dance-Pop-Nummer kreiert. Musikalisch überwiegt der Deep-House-Style des Niederländers, wobei man den Sound vor allem im Instrumental heraushört. Die Kombination der beiden Acts bietet jedenfalls enormes Hit-Potential. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass “Far Away From Home“ ähnlich erfolgreich wie “Post Malone“ wird, doch für die diesjährige Sommer-Playlist ist diese Kollaboration zweifellos geeignet.


Lucas & Steve – Letters

Auch das Spinnin’-Duo Lucas & Steve ist für einen Sommerhit gut. Mit Liedern wie “Perfect” oder “Where Have You Gone (Anywhere)” haben sie sich einen Namen in der Dance-Szene gemacht. Im letzten Jahr lieferten sie zudem mit ”Long Way Home” eine echte Sommer-Hymne, die bereits nach dem ersten Hören im Ohr blieb. Musikalisch setzten die beiden Niederländer häufig auf Progressive House, aber auch in anderen Genres haben sie bereits herumexperimentiert. In Interviews haben sie bereits mehrfach erwähnt, dass sie ein großer Fan vom Avicii-Style sind. Ihre aktuelle Single ”Letters” zeigt das, dass nicht nur leere Worte sind, sondern ernsthafte Andeutungen auch hinsichtlich zukünftiger Releases waren. Denn “Letters” ist ganz klar an den typischen Sound von Tim Bergling, so Aviciis bürgerlicher Name, angelehnt. In der Produktion setzen die beiden auf fröhliche Piano- sowie Gitarren-Akkorde, die die mitreißenden männlichen Vocals unterlegen. Es muss jedoch betont werden, dass die beiden niederländischen DJs den Signatur-Sound des verstorbenen, schwedischen Star-DJs nicht einfach blind kopiert haben, sondern mit ihrer eigenen Handschrift kombiniert haben.


Lost Frequencies, Zonderling & Kelvin Jones – Love To Go

Die erste Kollaboration von Lost Frequencies und Zonderling entwickelte sich vor drei Jahren zu einem Überraschungshit, der trotz eines Sound-Designs im Future-House-Bereich im kommerziellen Raum punkten konnte. Bei solch großem Erfolg liegt es nahe, dass die Musiker einen Nachfolger produzieren. Am 16. April 2020 erschien die Follow-Up-Single “Love To Go“.  Stilistisch verfolgen Lost Frequencies und Zonderling den gleichen Style wie beim Vorgänger. Im Gegensatz zu vielen anderen Acts haben sie ihren Sound nicht noch kommerzieller gestaltet, sondern bleiben ihrer Linie treu. Dabei harmonieren die markanten Vocals des britischen Sängers Kelvin Jones perfekt mit dem Future-House-Leadsound, auf den die ganze Nummer baut. Der Mut der Produzenten macht sich bezahlt, denn genau dieser Sound scheint das zu sein, was bei den Hörern gut ankommt. “Love To Go“ ist auf dem Weg ein großer Sommerhit zu werden. In den deutschen Radio-Charts ist die Nummer beispielsweise schon auf Platz 15. Ein perfektes Dance-Tune für den Sommer!


Kygo feat. Kim Petras - Broken Glass

“Broken Glass” steht in dieser Auflistung repräsentativ für einige weitere Tracks aus dem neuen Kygo-Album. Beispielhaft sind hier bereits zuvor erschienene Tracks wie “Lose Somebody” oder “Higher Love” zu nennen, aber auch Lieder mit unbekannteren Artists wie “To Die For” oder “How Would I Know” bringen das passende Sommer-Feeling mit. Für “Broken Glass” hat Kygo sich gemeinsam mit Kim Petras ins Studio gesetzt. Die junge, talentierte Sängerin, die erst vor knapp drei Jahren ihr Debüt feierte, hat sich in den letzten Jahren zu einer der vielversprechendsten Sängerinnen für die Zukunft entwickelt. Singles wie ”Icy”, “Heart to Break” oder “I Don’t Want It At All” haben schon jetzt etliche Millionen Streams auf Spotify vorzuweisen. Im Track packt die junge Sängerin ihr gesamtes Stimmvolumen aus. Während zu Beginn ruhige Sounds die Vocals von ihr begleiten, nimmt das Instrumental anschließend immer weiter an Fahrt auf. Im Drop wird das Lied dann durch einige Piano-Akzente veredelt. Also auch Kygo hat in “Broken Glass” klasse Arbeit geleistet. Das Lied bringt die perfekten chilligen, sommerlichen Vibes mit, um einen gemütlichen Sommerabend mit Freunden ausklingen zu lassen. 


Afrojack & Chico Rose feat. Jeremih – Cloud 9

Auch der niederländische Hit-Produzent Afrojack hat seinen Sommer-Song für das Jahr 2020 bereits veröffentlicht. Am 12. Juni erschien die aktuelle Single “Cloud 9“ über das eigene Label Wall Recordings. Für die Produktion hat sich Afrojack Unterstützung von seinem Landsmann Chico Rose zugesichert, mit dem er schon einige Songs auf den Markt gebracht hat. Ähnlich wie bei den ersten Collabs verwenden die Niederländer dabei den aktuell gehypten Brazilian-Bass-Sound von Acts wie Alok oder VIZE. Um den Song noch radiotauglicher gestalten zu können, haben die Produzenten den US-amerikanischen R&B-Sänger Jeremih an die Seite gestellt bekommen, der in Deutschland zwar keine Chart-Hits hatte, jedoch aufgrund einiger Features durchaus bekannt ist. Das Ergebnis ist eine eingängige, sommerliche Dance-Pop-Single. Die beeindruckende Stimmfarbe des Sängers kommt speziell in den Strophen zur Geltung. Der Song passt einfach perfekt in die aktuelle Musikwelt und sollte deshalb in keiner Sommer-Playlist dieses Jahres fehlen.


Alle Farben & VIZE feat. Graham Candy – KIDS

Die nächste Produktion auf unserer Liste hört auf den Namen “KIDS” und ist eine Kollaboration zwischen zwei der bekanntesten deutschen Produzenten-Acts. Die Rede ist von Alle Farben und VIZE. Während sich Alle Farben schon vor etlichen Jahren fest in der Dance-Pop-Szene etabliert hat, wurde das Duo VIZE erst in den letzten beiden Jahren durch Tracks, in denen es auf den kommerziellen Brazilian-Bass-Zug aufgesprungen, so richtig erfolgreich. Auch wenn sich der Stil der beiden Dance-Acts grundsätzlich eher nicht so ähnlich ist, haben sie es in “KIDS” geschafft ihren unterschiedlichen Signatur-Sound erstklassig zu kombinieren. Mit der Nummer sind die beiden auch auf den Cover-Zug aufgesprungen. Für die Neuauflage zu MGMTs ”KIDS” haben sich die beiden Interpreten Unterstützung von Graham Candy geholt, der bereits in der Vergangenheit mehrfach äußerst erfolgreich mit Alle Farben zusammengearbeitet hat. Unter anderem ”She Moves” ist aus der gemeinsamen Zusammenarbeit der beiden entstanden. Stilistisch unterscheidet sich die neue Zusammenarbeit der beiden jedoch in vielerlei Hinsicht. Die markante, unverwechselbare Stimme von Graham Candy wird in “KIDS” von einem eingängigen Dance-Pop-Instrumental unterlegt. Vor allem die für Alle Farben typischen Trompeten-Sounds stechen heraus. Aber auch VIZE ist klar herauszuhören. Alles in allem handelt es sich einfach um eine starke, sommerliche Dance-Pop-Kollaboration der beiden Star-Produzenten.


Cheat Codes – On My Life

Ebenfalls bekannt für sommerliche Dance-Songs ist das US-amerikanische Trio Cheat Codes. Songs wie “Pretty Girl“ oder “SEX“ entwickelten sich zu weltweiten Hits. Nahezu jeden Sommer schaffen es die Jungs einen Chart-Hit zu landen, der in den Radios zum Dauerbrenner wird. In diesem Sommer soll die Single “On My Life“ diese Rolle einnehmen. Sie ist die erste radiotaugliche Produktion von Cheat Codes in diesem Jahr und wurde vom amerikanischen Musiker Jackson Foote geschrieben und produziert. Sänger Trevor Dahl war als einziger Teil des Trios an der Entstehung der Nummer direkt beteiligt. Wenn man sich die Nummer anhört, kann man klar heraushören, dass sie von einem erfahrenen Songwriter geschrieben wurde. Die Melodie und der Gesang klingen sofort nach Hit. Vor allem die Kombination aus Piano und den Vocals geben dem Song einen sommerlichen Charakter. Nach einem Hit hierzulande sieht es bislang nicht aus, doch ein geeignetes Tune für die Sommer-Playlist ist der Song definitiv.


MOTi & nomerci – No Mercy

Timotheus Romme, besser bekannt unter seinem Alias MOTi, gehört auch in diesem Jahr wieder zu den aktivsten Musikern im EDM-Business. ”No Mercy” ist bereits seine x-te Single im Jahr 2020. Die Single sticht aus der Vita des gebürtigen Niederländers jedoch besonders hervor, da sie durch für ihn außergewöhnlich sommerliche Klänge begeistern kann. Dabei kommen die für ihn typischen Future-House-Klänge aber auch nicht zu kurz. Vor allem im Drop kommen seine Wurzeln zum Vorschein; dort zeigt er dem Mainstream-Hörer - keine Gnade. Dennoch ist der Track vergleichsweise kommerziell gehalten, sodass er auch den ein oder anderen Mainstream-Hörer mit Vorliebe zu elektronischen Sounds ansprechen dürfte. Neben dem eingängigen Drop sowie der ebenso schlicht gehaltenen Melodie sind auch die Vocals ziemlich einfach gestrickt, aber dafür umso catchiger. Kollaborationspartner nomerci ist übrigens erst für diesen Titel entstanden und es ist auch fraglich, ob in Zukunft noch weitere Lieder unter diesem Alias erscheinen werden, da der Name des Acts eindeutig an den Namen der Kollaboration mit MOTi angelehnt ist. Festzuhalten bleibt, dass es sich bei ”No Mercy” um einen hervorragenden Dance-Pop-Track mit starken Future-House-Einflüssen, der vermutlich im Mainstream nicht völlig einschlagen wird, handelt. 


Loud Luxury & CID - Nights Like This

Zum Abschluss haben wir mit “Nights Like This“ noch einen Geheimtipp in unserer Auflistung. Momentan sieht es aber danach aus, als könne man nicht mehr lange von einem Geheimtipp sprechen, denn der Song von Loud Luxury und CID ist auf dem Weg zum Hit. So befindet er sich unter anderem in der Spotify-Playlist „Sommerhits 2020“ und hat die Marke von zehn Millionen Streams bereits geknackt. Das Beeindruckende ist vor allen Dingen, dass “Nights Like This“ kein typisches Sounddesign für einen kommerziellen Hit verwendet. Der Song basiert zwar auf dem Dance-Pop-Style von Loud Luxury, doch die Future-House-Einflüsse von CID sind eindeutig hörbar. Das Release-Datum (28. Februar) liegt zwar schon einige Monate zurück, doch der Song scheint etwas Anlaufzeit benötigt zu haben. Das Produzenten haben es geschafft, ein Lied zu produzieren, das sich beim ersten Hören bereits im Kopf des Hörers festsetzt. Hier herrscht absolutes Ohrwurm-Potenzial. Gleichzeitig verbreitet der Gesang jedoch auch enorm gute Laune. Das wird einer der Dance-Hits des diesjährigen Sommers!

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