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Neustadt-Glewe in Eskalation

AIRBEAT ONE 2018 » [Review]

(Geschätzte Lesezeit: 9 - 17 Minuten)

AIRBEAT ONE 2018Unser AIRBEAT ONE 2018 Rückblick.

Glitzer, Staub, Ausnahmestimmung: Die AIRBEAT ONE, Norddeutschlands größtes EDM-Festival, drehte vom 11. bis 15. Juli 2018 mit dem London Eye in seine 17. Runde. Mit 170 DJs und fünf Floors wurde der elektronischen Tanzmusik ihre Ehre erwiesen und von Progressive House und Big Room über Trance, von Hardstyle und Hardcore bis hin zu Techno, Minimal, House und Trap nahezu alle Stile des Genres präsentiert. Sage und schreibe 180 000 Besucher (55 000 pro Tag) genossen das Spektakel, welches dieses Jahr unter dem Motto “Great Britain“ stand und feierten vier Tage lang auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) bis in den Morgengrauen. Wir von Dance-Charts konnten uns das selbstverständlich nicht entgehen lassen und möchten euch nun von unseren Erlebnissen berichten. Also schnallt euch gut an und seid bereit für eine Reise durch das AIRBEAT ONE Festival 2018.

Destination: Great Britain

Nachdem das AIRBEAT ONE Festival im vergangenen Jahr thematisch in den USA Halt machte, vergönnte uns der Veranstalter diesmal eine Reise nach Großbritannien mit all seinen Highlights. Schon vor dem Eingang des Festival-Geländes konnte man ganz und gar das britische Feeling verspüren, da hier große Aufsteller mit der Union Jack  sowie den Leibgarden der Queen zu sehen waren. Auf dem gesamten Feier-Areal selbst waren die klassischen roten Telefonzellen und die typischen, schwarzen Laternen verteilt, die viele Besucher für ein Foto anlockten. Nicht nur im Zentrum des Festivals, sondern auch der Gestaltung des Mottos stand selbstverständlich die gigantische Mainstage. Hier hat sich die AIRBEAT ONE im Vergleich zu den letzten Ausgaben definitiv selbst übertroffen. Mit 130 Metern Breite und sagenhaften 40 Metern Höhe erstreckte sich die Bühne auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe und präsentierte eine atemberaubende Collage aus den Wahrzeichen Englands - dem House Of Parliament, Westminster Abbey, Big Ben (sogar mit echter Uhrzeit!), der Tower Bridge, die sich während des Programms immer mal wieder öffnete und schloss, sowie dem riesigen London Eye im Hintergrund, das sich selbstverständlich auch drehte. Man kam aus dem Staunen über dieses gigantische Konstrukt gar nicht mehr heraus. Ein absoluter Hingucker!

AIRBEAT ONE 2018


Pre-Party 

Wie schon 2017 wurde das Festival für ausgewählte Besucher am Mittwoch eröffnet. Jedoch startete die Party am Anreisetag nicht im VIP-Areal, wie noch bei Ausgabe 16, sondern im Mittelpunkt der AIRBEAT ONE, dem Festival-Gelände, genauer gesagt in “The Arena“, der zweitgrößten Bühne des Events. Mit dabei sein durfte jeder Besucher, der sich vorab ein Ticket zum so genannten Pre-Opening zugelegt hat. Auch wenn ein Großteil des Publikums hören ließ, dass man die 20 € für jenes Extraticket lieber anders investiert werden solle, war das Pre-Opening bereits binnen weniger Tagen nahezu ausverkauft - dies verkündeten die Veranstalter auf ihrer Webseite.

Die Ehre, das Festival am Mittwoch vor bereits mehreren zigtausend Besuchern zu eröffnen, hatte tatsächlich ein deutsches Newcomer-Duo, das unter dem Namen Not So Cool auflegte. Es folgten Namen wie Blasterjaxx und Nicky Romero, die bereits in den Vorjahren die Crowd zum Kochen gebrachten hatten. Beide präsentierten neben ihren alten Hits auch brandneue Musik. Nicky Romero hatte zudem noch eine große Besonderheit in petto. Eine unveröffentlichte Produktion aus dem Hause Avicii, mit der er schon mehrmals an den verstorbenen Superstar gedachte. Auch bei der AIRBEAT ONE sorgten die kräftigen Töne von “Heaven“ für Gänsehaut und gleichzeitig für emotionale Stimmung.

AIRBEAT ONE 2018

Ebenso brachte das Pre-Opening neue Namen mit sich. Kaskade und Bassjackers feierten beide ihren ersten Auftritt auf dem norddeutschen EDM-Festival. Während der Großteil des Line-Ups des ersten inoffiziellen Abends mit saftiger Big-Room-Musik den Dancefloor zum Vibrieren brachte, setzte der US-amerikanische Produzent viel mehr auf klassischen Progressive House und groovige Bass-House-Linien. 

Parallel zur Vorab-Party in der Arena wurde auch die Second Stage, die jeden Fan des Psychadelic und Progressive Trance fast magisch anzog, eröffnet. Hier sorgten unter anderem Fabio & Moon und niemand geringeres als Neelix bereits für heftiges Stampfen aller Gäste der fast spirituell wirkenden Welt dieser Bühne. Letzterer konnte das Pre-Opening zusätzlich noch als Generalprobe sehen, denn die Mainstage-Performance des gerade im Vorjahr unglaublich gehypten Progressive-Psy-Trance-Produzenten stand noch bevor. 


Festivaltag 1
 

Den offiziellen Beginn der 17ten AIRBEAT ONE zeichnete der Donnerstag. Nachdem bereits die ersten Besucher eine schlaflose Nacht hinter sich gelassen hatten, hieß es um 17:30 wieder fit sein. Denn in genau diesem Moment starteten die Ostblockschlampen mit dem ersten Mainstage-Set in der Destination Großbritannien. Bereits hier erwartete einen eine Reise durch die gesamte Szene der elektronischen Tanzmusik. Egal ob mit Big Room, Hardstyle oder Trap, die Zuschauer wurden von eine einzigartigen Stimmung gepackt.

In dem neu auf dem Gelände errichteten Zirkuszelt “The Arena“ wurde mit smiie und Jumpa, zwei Newcomern, zu Beginn noch auf bodenständigere Sounds gesetzt, bis plötzlich Cesqeaux mit alles abreißendem Jungle Terror und krachendem Trap um die Ecke kam. Dieser leitete damit den eigentlichen Arena-Schwerpunkt des Abends ein und legte für Acts wie Wiwek, Carnage und Jauz perfekt vor. Auch die Q-Dance-Stage war bereits zu 100% mit der A-Besetzung ausgestattet; so drehten unter anderem Audiotricz, Wildstylez und Coone die BPM auf Hochtouren. Das Bühnenbild war in diesem Jahr auch hier wieder beeindruckend: Die Stage bestand aus dem Kopf eines riesigen Vogels, der erst durch die Lichtshow und das Feuerwerk zu dem Hingucker überhaupt wurde.

Mit dem Auftritt von Vini Vici auf unter der Towerbridge wurde mit Act Nummer-drei ein erstes Debüt gefeiert: Ein Set eines Psy-Trance-Interpreten auf der Mainstage. Für einen jeden Fan der Goa-Musik wurde damit die Tür für heftige Shuffle-Tanzschritte vor der riesigen Bühne geöffnet. Doch auch Hardstyle blieb bei dem israelischen Duo nicht aus. Die Wildstylez-Remixe ihrer 2017-Megaerfolge “Great Spirit“ und “Chakra“ gaben sie zum Besten und sorgten noch einmal für richtig Feuer. Darauf folgte Tujamo mit einem weiteren, fantastischen Set, wo seine Megahits “Drop That Low“ sowie “Booty Bounce“ natürlich nicht fehlen durften. Mit Don Diablo wurde zwar eine völlig andere Richtung eingeschlagen, doch die bereits am Siedepunkt befindliche Stimmung wurde angehalten und mit fast zu Tränen rührenden Gänsehautmomenten bei Liedern wie “What We Started“ oder “Children Of A Miracle“ gepaart. Da genau während seines Sets die Sonne zusätzlich unterging, wurde auch hier die Lichtshow auf eine erste Probe gestellt – die sie prompt mit Bravur bestand. Die Lichter und Farben wurden großartig in den Look der Mainstage eingearbeitet und harmonierten einzigartig mit den gigantischen Leinwänden hinter und neben dem eigentlichen Mischpult.

AIRBEAT ONE 2018

Zedd betrat nach Don Diablo die Bühne und startete mit “Beautiful Now“ in ein bunt gemischtes Set voll mit Big-Room-, Complextro- und Dance-Pop-Produktionen. Doch nicht die eigentliche Mischung machte seine Performance zu dem besonderen Highlight, das es darstellt, sondern einzelne Momente, wie der, in dem er prompt das Musikstück “Bohemian Rhapsody“ in voller Länge zum Besten gab, oder durch die kraftvolle Melodie von „Clarity“ gepaart mit den aus dem Musikvideo bekannten Animationen im Hintergrund für wahre Flashbacks sorgte. Auf seinen Auftritt folgte der des niederländischen Superstars Tiësto, der wie immer ein stimmungsvolles Programm in petto hatte und für einen überfüllten Platz vor der Bühne sorgte.

AIRBEAT ONE 2018

Und auch die anderen Bühnen waren gut besucht, denn hier warteten in der Arena beispielsweise Carnage, Moksi oder Borgore und an der Terminalstage die Jungs von Ofenbach oder Lexy & K-Paul. An der Q-Dance-Stage brachten unter anderem von Ran-D und Zatox die Masse in Ausnahmestimmung. 

Mit Marshmello kam um 01:30 Uhr der für den Tag letzte Mainstage-Act. Auf eine Art, wie man sie von dem Festival noch nicht kannte, holte der US-Amerikaner alle noch vorhandene Energie aus dem Publikum heraus. Denn er wandte sich ab von sämtlichen heute gehörten Genres wie Progressive House, Psy-Trance oder Hardstyle und konzentrierte sich auf Trap, Dubstep und puren Electro-Sound. Natürlich blieben mit seinen kommerziellen Singles “Wolves“, “Silence“ und “Friends“ kurze Verschnaufpausen, aber für den Rest gab er schlichtweg Vollgas. Doch nicht nur seine Musik sorgte für die traumhafte Atmosphäre, sondern auch das Farbspiel, das bei Marshmello natürlich on Point war. Noch nie hat man ein so buntes Bühnenbild gesehen, das sich selbst auf seinem Outfit widerspielegelte und mit Comic-Schriftzügen und Figuren auf den Leinwänden einherging. Dazu kam das Publikum in dem überall in Neonlicht erstrahlende Marshmello-Kostüme zu erkennen waren. Noch Stunden sah man gefühlt etliche Farben von dem eignen Auge tanzen.

AIRBEAT ONE 2018


Festivaltag 2

Auch am zweiten Tag der AIRBEAT ONE 2018 erwartete die 55 000 Besucher ein massives Line-Up. Nachdem Newcomer-DJ White Chocolate die Mainstage eröffnete, folgten stimmungsvolle Sets vom Berliner Chartstürmer Alle Farben sowie dem norwegischen Megatalent Alan Walker. Gleichzeitig stellten auf den anderen Bühnen DJs wie Moguai oder Adrenalize ihre Talente unter Beweis.

Unser erstes Highlight startete mit dem holländischen Duo W&W auf der Mainstage. Angefangen mit ihrem Kracher “Put Em Up“ folgte ein Megahit nach dem anderen der beiden. Verständlicherweise herrschte im Publikum ab der ersten Sekunde pure Eskalation. Doch nicht nur ihre bekannten Werke gaben W&W zum Besten - sie spielten unter anderem auch ihre noch unveröffentlichte Single “Komodo“ oder ihren Remix zu “Played-a-life“. Festivaltauglich sind beide Titel alle Male, so wie es sich bei der AIRBEAT erwies. Das Closing ihres Sets erfolgte mit ihrem aktuellen Gute-Laune-Song “Long Way Down“, wozu uns Willam und Ward, so die bürgerlichen Namen von W&W, später noch einiges im Interview verrieten.

AIRBEAT ONE 2018

Im Anschluss legte Afrojack auf der Mainstage auf und brachte die Menschenmasse zum Kochen. Die weiteren Bühnen zeigten Chocolate Puma, Klingande, Da Tweekaz oder Atmozfears. Von überall konnte man eine super Stimmung vernehmen. 

Nach Afrojack war es Zeit für die Trance-Legende Armin van Buuren. Der Platz vor der Mainstage füllte sich komplett und die Fans freuten sich auf anderthalb Stunden “A State Of Trance“. Und diese bekamen sie auch in vollen Zügen - zumindest bis kurz vor Mitternacht, da plötzlich das gesamte Stromnetz an den Stages zusammenbrach und man weder von der Main-, Terminal- noch der Hardstyle-Bühne noch einen Ton zu hören bekam. Zuerst dachten manche, dass es sich hierbei um Armin van Buurens “This Is A Test“ handelte, bei dem ja eine längere Ruhepause vorher den Song einleitet, doch dem war nicht so. Zum Glück schien das Problem bald behoben und es konnte wieder weiter geraved werden… Bis erneut die Musik und Lichter wieder ausgingen. Und diesmal mehr Minuten als vorher. Man merkte die Enttäuschung im Publikum, da Armin van Buurens Set bis zu dem Zeitpunkt einfach sensationell war. Er zeigte den perfekten Mix aus Trance-, Big Room- und Progressive House-Elementen und spielte Remixe von Songs wie “Heading Up High“ oder “I Need You“. Er sorgte damit für glückliche Gesichter und Ausnahmezustand im Publikum. Allerdings konnte diese sich nach dem zweiten Stromausfall bei einigen nicht mehr fortführen, sodass der Platz vor der Bühne zum Bedauern Armin van Buurens immer leerer wurde. Freitag, der 13. war also voll am Start. Wie man sah, setzte der Veranstalter alles daran, dass der Headliner des Festivals nochmal weiter auflegen konnte und schaffte es - auch wenn nur für noch wenige Minuten des Sets. Hier gab Armin van Buuren doppelt und dreifach Power und zeigte den letzten Rest seiner Megashow, untermauert von einer Menge Feuerwerk. Zum Schluss gab es noch seinen neuen Festivalbanger “Blah Blah Blah“ auf die Ohren, wo jeder der übriggebliebenen Besucher lauthals mitgrölte und eskalierte. Trotz des technischen Ausfalls konnte Armin van Buuren eine sensationelle Show abliefern und zählt zu unseren musikalischen Höhepunkten des AIRBEAT ONE FESTIVALS 2018.

AIRBEAT ONE 2018

Da sich aufgrund des Zwischenfalls die Settimes etwas verschoben hatten, legten Dimitri Vegas & Like Mike nun mit ein wenig Verspätung auf der Mainstage auf. Parallel dazu strömten die Massen aber auch in Richtung Arena, wo auf der Transmission-Bühne Ausnahmetalent Marlo einen seiner wenigen Deutschlandauftritte absolvierte. Wir entschieden uns für Aufenthalt an der Q-Dance-Stage, wo überraschenderweise noch Atmozfears in den letzten Zügen seines Sets war. Wie sich später auf Instagram herausstellte, schenkte ihm Brennan Heart, wegen des Stromausfalls, die Hälfte seiner Zeit, in der er auflegen sollte. Sehr großzügig! Jedoch nutzte Brennan Heart dann die wenigen Minuten, die er noch zu performen hatte, voll und ganz aus und zeigte sich musikalisch von seiner besten Seite. Wie erhofft, spielte er seine Dauerbrenner “Imaginary“ und “Won’t Hold Me Down“, die das Gelände der AIRBEAT ONE zum Beben brachte.

AIRBEAT ONE 2018

Den Abschluss unseres mehr als gelungenen, zweiten Festivaltages bildete ein kurzer Besuch in der Arena, wo Trance-Superstar Markus Schulz gerade an den Turntables stand. Uns beeindruckte nicht nur seine Musik, sondern vor allem auch die Lichtshow, die sich passend dazu in dem Zelt abspielte. Parallel konnte man auf der Mainstage als letzten Act in der Nacht DJ Snake sehen, der mit bestem Trap auch zu später Stunde für feurige Stimmung unter den Zuschauern sorgte. 


Festivaltag 3

Tag drei der AIRBEAT ONE war das Highlight des gesamten Festivals. Allein von der Mainstage konnte man sich von 20 bis 03 Uhr nicht wegbewegen. Das Line-Up war breit gefächert und umfasste DJ-Größen aus allen Bereichen. Angefangen mit Steve Aoki, der mit Hip-Hop, Big-Room und Trap diente, ging es mit einem bouncigen Set von Will Sparks und einer Runde Psy-Trance von Timmy Trumpet zu einem der wahrlich interessantesten Sets überhaupt: KSHMR

Wie man es bereits von ihm kennt, hatte er wie immer eine kleine mittelalterliche Geschichte am Start, die seine Performance in ein echtes Märchen verwandelte. Doch dieses Jahr entfachte sich die Wirkung noch um ein weites mehr als in den Vorjahren, denn auf der riesigen Leinwand, die hinter dem Mischpult angebracht war, wurde die Historie von einem Comic begleitet, der sich über die Flügel der Bühne in Form von weiteren Bildschirmen, Lichtern und Farben ausweitete. Leider spielte hier wie bereits am Vortag die Technik nicht durchgängig mit und anstatt der Bilder und Videos erschienen mehrfach ein Bildschirmschoner oder einfarbige Screens auf der Leinwand. Musikalisch gab KSHMR nicht nur seine eigenen Hits zum Besten, sondern auch Klassiker wie “Tsunami“, an dem er sich ja bekanntlich beteiligte. Neue Musik präsentierte der US-Amerikaner mit indischen Wurzeln leider kaum, weshalb das Set mit dem aus dem Vorjahr weitestgehend einherging. Zum krönenden Abschluss hingegen spielte er seinen ersten Hardstyle-Track überhaupt, der bis dato noch nicht das Licht der Welt erblicken durfte.

AIRBEAT ONE 2018

Auch auf den anderen Bühnen ging zu der Zeit die Post ab! Zum Beispiel legte auf der Terminal-Stage Mike Perry, Bakermat und Nora En Pure auf. Harte Bässe gab es auf der Q-Dance-Stage von Bass Modulators, Code Black und Noisecontrollers. In der Arena standen die Legenden von Above & Beyond an den Turntables.

Um 00:00 startete an der Mainstage der Teil des Festivals, den keiner der Besucher verpassen durfte. Das Feuerwerk, das mit einem Glockenschlag vom Big-Ben und einem Countdown begann. Auch hier wurde wieder ein großartiger Soundtrack zusammengestellt, der aus Liedern aller EDM-Bereiche bestand. Den groovigen Beats von Tiëstos “Boom“ folgte Big-Room von Hardwell und natürlich eines der Festival-Lieder des Sommers: “Blah Blah Blah“ von Armin van Buuren. Die von Fluex produzierte Hymne “Daylight“ bildete das Finale. Hier wurde an Pyrotechnik nicht gespart und ein wahres Spektakel entfacht. Das Zusammenspiel der Raketen und Vulkane über dem Big-Ben und der Towerbridge war einfach atemberaubend.

AIRBEAT ONE 2018

Steve Angello betrat nach KSHMR die Bühne und dies zum ersten Mal beim größten norddeutschen EDM-Festival. Wie man es von ihm kennt, bevorzugte der Schwede mehr Gänsehaut und Atmosphäre als Abriss und Eskalation. Das klassische Progressive-House aus den Jahren 2012 und 2013 fanden perfekt Platz in seiner Tracklist und auch die Swedish-House-Mafia-Produktionen durften natürlich nicht fehlen. Die Bühnenshow hob sich entsprechend auch sehr von der der anderen Acts ab und es wurde sich mehr auf Lichter und Feuerwerk als auf Farb- und Animationsspektakel gesetzt. 

Die Aufgabe des Closings der Mainstage übernahm wieder einer der absoluten Headliner aus dem Hause Breda, Niederlande: Hardwell. Dieser sorgte von Sekunde eins an für absolutes Ausrasten. Das Set bot eine Menge Abwechslung und dementsprechend auch viele Mash-Ups von bekannten Songs wie “More Than You Know“ (Axwell Λ Ingrosso), “Seven Nation Army“ (White Stripes), “Levels“ (Avicii) oder “Lose Yourself“ (Eminem). Zwischendurch hörte man auch, eher untypisch für Hardwell, einige eher houselastige Tracks, die aber auch für ordentlich Stimmung sorgten. Die absoluten Höhepunkte der Show boten allerdings Hardwells neueste Produktionen “Big Room Never Dies“, bei dem die Masse absolut eskalierte, sowie “Shine A Light“. Der Titel ging nicht nur unter die Haut und sorgte bei dem einen oder anderen für eine Träne im Auge, sondern leitete auch das sagenhafte Finale des Hardwell-Sets ein. Dieses wurde einerseits mit Ran-Ds Cover von “Zombie“, andererseits mit Scooters “Nessaja“ gekrönt und setzte dem AIRBEAT ONE Festival 2018 ein mehr als würdiges Ende.

AIRBEAT ONE 2018


Anreise und Organisation

Die Anreise wurde schon vorab als einfacher als in den Vorjahren angekündigt. Mit dem Auto ging es nicht wie im Vorjahr über drei unterschiedliche Straßen auf den Campingplatz, sondern über einen Waldweg. Der Verkehr um Neustadt-Glewe wurde ab Mittwochnacht nicht mehr von Ampeln und Schildern, sondern ausnahmslos von Beamten geregelt. Viele Straßen wurden dichtgemacht und umgeleitet. Tatsächlich verlief die eigentliche Einweisung auf dem Gelände sehr zügig und unkompliziert. Sobald man eine Fläche zugewiesen bekommen hatte, hieß es zügig sein Revier markieren, da man anderweitig gegebenenfalls mit seinen Nachbarn verhandeln musste.

Bereits am Mittwoch war weit über die Hälfte des Main-Campingplatzes bevölkert und die ersten privaten Bühnen wurden errichtet. Auch das Green-Camping war, verglichen mit dem Vorjahr, weitaus stärker verbucht, während der VIP-Campingplatz auch am Donnerstag noch einige freie Stellplätze hatte.

Am zweiten Anreise- und ersten Festivaltag kamen dann auch Partybusse aus allen Ecken von Deutschland am Gelände an. Sowohl diese Besucher, als auch die nachziehenden Anreisenden, die mit Auto im Gepäck den Campingplatz erreichten, bauten ihre Lager im hinteren Bereich des Areals und hatten einen Fußmarsch von bis zu 30 Minuten bis zum Festivalgelände. 

In puncto Organisation hat sich die AIRBEAT ONE dieses Jahr vielen anderen Festivals mit dem Cashless-Bezahlsystem angepasst. Dieses funktionierte mit einem kleinen Chip, der am Festivalbändchen befestigt war und bereits von zuhause oder an den Schaltern vor Ort mit Geld aufgeladen konnte. Wie wir mitbekamen, schien das gut zu funktionieren. Allerdings gab es bei der Bezahlung einen Haken: Passend zum Motto “Great Britain“ wurde nämlich in Pfund bezahlt, sodass ein Airbeat (so die Zahlungseinheit) umgerechnet 1,25€ entsprach. Der besagte Chip diente zusätzlich der Einlasskontrolle. Man musste ihn bei Betreten und Verlassen des Geländes an einen Scanner halten, sodass genau erkannt werden konnte, zu welchem Campingbereich die Person zugeordnet ist und ob er oder sie Besitzer eines Drei-Tages- beziehungsweise Tagestickets ist. Leider hat diese neue Methode nicht immer geklappt, aber glücklicherweise konnte einem bei den Countern sofort weitergeholfen werden.


Bilder sagen mehr als 1000 Worte

 

Fotos von Steffen Schulze, Julia Keiser, Timo Büschleb


Fazit

Das AIRBEAT ONE Festival war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und hat in einigen Dingen wie dem Mainstage-Design sowie dem Line-Up nochmal, im Gegensatz zu 2017, eins draufgelegt. Jedes DJ-Set bot eine einzigartige Show und garantierte pure Glücksgefühle bei den Besuchern. Mit Sicherheit gab es für jeden mehrere musikalische Highlights an dem Wochenende. Wir sind sehr gespannt, was sich der Veranstalter für die kommende Ausgabe wieder einfallen lassen wird! Alle, die auch Lust auf die AIRBEAT ONE bekommen haben, sollten sich unbedingt den 10. Bis 14. Juli 2019 rot im Kalender markieren.

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